Zwangserkrankungen - Waschzwang, Kontrollzwänge u.ä.

Forum: Psychopathologie - Psychische Störungen


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Zwangserkrankungen - Waschzwang, Kontrollzwänge u.ä.

Beitragvon Yodingo » 11. Nov 2008 - 21:06


mein Pc ist án einem Virus erkrankt, deswegen die späte Nachricht.

danke, für das Mitgefühl Hagazussa. Mit der Hilfe ist es meiner Meinung nach zu spät, da ich ohnehin in einem halben Jahr oder so ausziehe, außerdem habe ich mir nicht diesen hysterischen Zwang abgescháut, sondern ich fühle mich schlicht unwohl, wenn ich in bestimmten Situationen nicht diesen Waschprozessen nachgehe.
Mein größtes Problem war nur die Erfahrung mit einer zwanghaften Mutter aufzuwachsen.
Aber sowas macht auch stark^^..

mfg,
Yo
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Beitragvon Hagazussa » 11. Nov 2008 - 23:11


Da fällt mir spontan nur eins ein: Respekt Yodingo!!!

Weiter so... :D
Wenn du es eilig hast, gehe langsam
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Beitragvon Svart-Vinter » 12. Nov 2008 - 07:39


Ich habe mal eine Frage an Yodingo.

Darfst Du denn Freunde mit nach Hause bringen?

Und was mich noch interessieren würde ist, wenn Du dann ausgezogen bist, was sich für Dich alles geändert hat,
ob Dir vielleicht sogar ein Stein vom Herzen gefallen ist.
Ich kann mir gut vorstellen, dass sich für Dich sehr viel ändern wird, wenn Du erstmal die belastende Situation verlassen hast.

Ich weiß, dass man sich an alles gewöhnt, aber was manche Dinge aus einem machen bzw. gemacht haben,
dass merkt man erst, wenn sie nicht mehr da sind, denke ich.


Viele Grüße.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
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Beitragvon Yodingo » 24. Nov 2008 - 20:50


immer noch ist der Virus für meine späten Antworten verantwortlich, ich brauch nen neuen PC!

Danke Hagazussa^^

@Sao
Meine Freunde durfte ich früher immer einladen, aber langsam wird das immer unangenehmer für meine Mutter.. es geht jedenfalls theoretisch.. , aber eigentlich auch nicht, da es für mich einfach sehr unangenehm ist, weil ich dann immer das Gefühl habe, dass meine Mutter meinen Gast kontrolliert und immer mit einem Ohr in meinem Zimmer ist..


Ja, .. ich bin auch darauf gespannt wie ich mich verhalte in einem eigenem Heim. Ich nehme an, dass ich mich mit der Zeit immer mehr von diesen Zwängen wegbewege und sie vergesse.
Ich versuche mich an das Thema zu erinnern, wenn es soweit ist, und poste den Zustand^^. :tee:

Jedenfalls das Händewaschen kontrolliert sie gar nicht mehr, weil sie mir vertraut, es wird momentan alles entspannter.. , auch weil sie mir zu unrecht vertraut.. (ich machs nämlich nur einmal anstelle von 2-3 mal :reib: )

Grüße zurück
Yodingo

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Re: Zwangserkrankungen - Waschzwang, Kontrollzwänge u.ä.

Beitragvon Rabe » 24. Jun 2011 - 21:07


Hallo, ich habe erst kürzlich erfahren dass auch mein bruder zwangserkrankt ist....ich finde das richtig schlimm....ich denke dass er sehr leidet.... :cry:

hm......

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Re: Zwangserkrankungen - Waschzwang, Kontrollzwänge u.ä.

Beitragvon Svart-Vinter » 24. Jun 2011 - 21:53


Hallo Rabe,

was für Störungen hat Dein Bruder genau?

Mittlerweile kann ich den Eingangspost von Haderlumpin besser nachvollziehen, da ich beruflich mit chronisch psychisch kranken Menschen arbeite und fast alle von den Bewohnern in diesem Haus wo ich arbeite, haben auch Zwangserkrankungen, die es ihnen nicht mehr ermöglichen, ein normales Leben außerhalb dieser Wohnstätte zu führen.

Und wie Haderlumpin schon erzählte; die Zwänge sind sehr individuell.

Eine Bewohnerin hat mehrere -von außen betrachtet- seltsame Zwänge. Wenn sie Erledigungen außerhalb des Hauses macht, dann braucht sie für einen Weg, der eigentlich nur 10 Minuten dauern würde, immer mehr als 2 Stunden, da sie in jeden Hauseingang gehen muss und alle Bäume streichelt. Sie liebt Bäume und sie muss dem Zwang nachgehen, diese zu streicheln. Da ich sie öfters bei ihren Erledigungen begleite, habe ich mir dieses "Schauspiel" anschauen können. Und es ist immer wieder "faszinierend", wie so ein Verhalten entstehen kann.

Ein anderer Bewohner hat einen Zählzwang, er zählt seine Tablette (morgens 4) mehrmals durch und rückwärts durch und auf verschiedene Sprachen durch. Diese Aktion dauert auch schon mal 30 Minuten und wir als Betreuer unterdrücken die Zwänge nicht, sondern lassen die Bewohner ihren Zwang ausleben, denn man kann eh nichts dagegen tun. Wenn Zwangsgedanken vorhanden sind, kann man sie nicht unterdrücken, da die Zwangshandlung anschließend eine Art von Beruhigung und Sicherheit gibt. Aber von dem zuletzt genannten Bewohner - mit dem ich mich ganz offen über sein Problem unterhalten kann -, weiß ich, dass es ihm nur zu Beginn der Erkrankung die Ängste und Unsicherheiten genommen hat, wenn er seinen Zwangsgedanken nachgegangen ist, mittlerweile ist das nicht mehr so.

Man kann diesen Menschen ihr Leben erleichtern, wenn man ihnen die Möglichkeit gibt, sich in einer geschützten Umgebung zu bewegen. Wenn man sie akzeptiert mit ihren Störungen und wenn man nicht hinter vorgehaltener Hand redet oder lacht. Ich habe mich mittlerweile an alle diese Erkrankungen mit denen ich mich beruflich umgebe gewöhnt und wenn es für viele Außenstehende ungewöhnlich und nicht "normal" zu sein scheint, so kann ich behaupten, dass viele (chronisch) psychisch erkrankte Menschen oft viel "normaler" sind als diejenigen die sich als normal bezeichnen würden und nicht in so einer Einrichtung leben müssen. ;-)


Viele Grüße.
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Re: Zwangserkrankungen - Waschzwang, Kontrollzwänge u.ä.

Beitragvon ~Borderline~ » 14. Sep 2011 - 10:21


Hallo,
ich bin zwar erst neu hier,aber ich habe auch eine Zwangserkrankung.
Sie nennt sich Trichotillomanie und heisst übersetzt- Haare ausreißen. :cry:
Angefangen hat es 2001 nach der Geburt meiner 1.Tochter und ist seitdem immer gegenwärtig.
Richtig extrem ist es in angespannten Situationen oder wenn ich unter einem Druck stehe,egal,in welcher Hinsicht.
Gelesen habe ich,das es typisch für einen Borderliner ist und darunter auch,das es unter Selbstbestrafung oder eigene Kontrolle über sich selbst haben klassifiziert wird.
Mich belastet es sehr,weil ich mir nur zu gern wünsche,diese Erkrankung besiegen zu können und ich gern mir wieder meine Haare wachsen lassen würde,es aber aus dem Zwang heraus nicht schaffe und demzufolge mein Selbstwertgefühl sinkt. :sad:
~Borderline~

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