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Forum: Denkende Dichter - Dichtende Denker


Viel Platz für Gedichte, Kurzgeschichten und Zitate aller Art.




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Beitragvon Hagazussa » 23. Jul 2008 - 20:04


Es gibt so schöne, kluge und auch hintergründige Zitate....

In diesem Thread könnt ihr euch diesbezüglich austoben. :D

Ich mach dann mal den Anfang.

Zitat:
Die Ehe ist der Versuch, zu zweit mit den ...
... Problemen fertig zu werden, die man alleine nie gehabt hätte.
(Woody Allen, am. Schauspieler u. Regisseur, *1935)
Wenn du es eilig hast, gehe langsam
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Beitragvon The_Sorrow » 24. Jul 2008 - 14:05


Straßen verdrängen Grass,
Häuser fangen den Wind,
der Ofen beherscht das Feuer,
Gefangen durch das Werk unserer Hände,
vergessen wir wie frei wir waren.
(Heidnisches Sprichwort)
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Beitragvon Mike » 3. Sep 2008 - 18:36


Ein herrliches Gedicht, das mich jedes Mal wieder fasziniert, wenn ich es lese, so wenig Worte, das behandelnde Thema so vollkommen umschrieben und doch eine ungeheure Wahrheit bergend:



Immer wieder und wieder
Steigst du hernieder
In der Erde wechselnden Schoß,
Bis du gelernt im Licht zu lesen,
Dass Leben und Sterben eines gewesen
Und alle Zeiten zeitenlos.

Bis sich die mühsame Kette der Dinge
zum immer ruhenden Ringe
In dir sich reiht-
In deinem Willen ist Weltenwille,
Stille ist in dir - Stille- Und Ewigkeit.
Manfred Kyber
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
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Beitragvon Pendragon » 5. Sep 2008 - 15:26


Indianische Weisheit


Erst wenn der letzte Baum gerodet,

der letzte Fluss vergiftet,

der letzte Fisch gefangen ist,

werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann!
Der Weg ist das Ziel / das Ziel ist die Weisheit
Pendragon

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Beitragvon Lirias » 5. Sep 2008 - 15:32


Es gibt noch eine Abwandlung davon, bitte nicht übel nehmen ;)

Erst wenn das letzte Auto verschrottet,

die letzte Bohrinsel versenkt,

die letzte Tankstelle geschlossen ist,

werdet ihr feststellen, dass man Nachts kein Bier kaufen kann.
Lirias

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Beitragvon Mike » 9. Sep 2008 - 10:20


Hab das in nem Buch gefunden, unter dem Titel "Gedicht von Schiller an Laura":

Waren unsre Wesen schon verflochten?
War es darum, dass die Herzen pochten?
Waren wir im Strahl erlosch'ner Sonnen,
In den Tagen lang verrauschter Wonnen,
Schon in Eins zerronnen?
Ja, wir warens, Innig mir verbunden
Warst Du in Äonen, die verschwunden;
Meine Muse sah es auf der trüben
Tafel der Vergangenheit geschrieben:
Eins, mit deinem Lieben
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
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Beitragvon Hagazussa » 9. Sep 2008 - 20:02


Anders sein möchte wohl jeder einmal, aber wehe ihm, er wird dabei anders anders als es den anderen gefällt.

(Martin Gerhard Reisenberg)
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Beitragvon Mike » 14. Sep 2008 - 21:35


Der Armselige, Übelgesinnte
Hohnlacht über alles
Und weiß doch selbst nicht was er wissen sollte,
Daß er nicht fehlerfrei ist.

Unweiser Mann durchwacht die Nächte
Und sorgt um alle Sachen;
Matt nur ist er, wenn der Morgen kommt,
Der Jammer wahrt wie er war.

Ein unkluger Mann meint sich alle hold,
Die ihn lieblich anlachen.
Er versieht es sich nicht, wenn sie Schlimmes von ihm reden
So er zu Klügern kommt.

Ein unkluger Mann meint'sich alle hold,
Die ihm kein Widerwort geben;
Kommt er vor Gericht, so erkennt er bald,
Daß er wenig Anwälte hat.

Ein unkluger Mann meint, alles zu können,
Wenn er sich einmal zu wahren wußte.
Doch wenig weiß er was er antworten soll,
Wenn er mit Schwerem versucht wird.

Ein unkluger Mann, der zu andern kommt,
Schweigt am besten still.
Niemand bemerkt, daß er nichts versteht,
So lang er zu sprechen scheut.
Nur freilich weiß wer wenig weiß
Auch das nicht, wann er schweigen soll.

(Ausschnitt aus "Havamal - Das Hohelied"





10 Zum Fall hat viele die Liebe geführt;
Viel Schmerzen schufen die Frauen:
Mein befleckte manche, die der mächtige Gott
Doch so schön geschaffen.

11 Schwertbrüder waren Swafudr und Swarthedin,
Mochten nicht ohn einander sein.
Eines Weibes wegen wurden sie sich feind:
Die stand ihnen zum Sturz bestimmt.

12 Alles vergaßen sie über dem Glanz der Schönen,
Scherz und schöne Tage,
Sie schlugen alles sich aus dem Sinn
Bis auf der Lieben lichten Leib.

13 Da wurden ihnen düster die dunkeln Nächte,
Sie schliefen den süßen Schlaf nicht mehr.
Aus diesem Harme erwuchs der Haß
Zwischen Bundesbrüdern.

14 Allzuoft wird Unenthaltsamkeit
Grimmig vergolten,
Den Holmgang gingen sie um das holde Weib
Und lagen beid im Blute.


(Ausschnitt aus "Solarliod - Das Sonnenlied")





Diesen ungewissen Seelen
Bin ich grimmig gram.
All ihr Ehren ist ein Quälen,
All ihr Lob ist Selbstverdruss und Scham.
Dass ich nicht an ihrem Stricke
Ziehe durch die Zeit,
Dafür grüsst mich ihrer Blicke
Giftig-süsser hoffnungsloser Neid.
Möchten sie mir herzhaft fluchen
Und die Nase drehn!
Dieser Augen hülflos Suchen
Soll bei mir auf ewig irre gehn.
Nietzsche – Gedichtzyklus „Lieder des Prinzen Vogelfrei“
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Beitragvon Mike » 14. Sep 2008 - 21:35


Und draußen in dem dunklen Forst
Erwacht die Gans im Adlerhorst.
Sie sieht sich um und spricht betroffen:
"Mein lieber Schwan war ich besoffen!

Bauernweisheit :mrgreen:
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
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Beitragvon Lucivar » 14. Sep 2008 - 21:38


Armer armer Sauerampfer
Steht am Bahndamm
Sieht nur Zuege
keine Dampfer
Armer armer Sauerampfer


mir is leider der Autor entfallen
:augly:

"Du magst Eis, du magst Eis, du liebst Eis, du kannst ohne Eis nicht leben, ohne Eis bist du hoffnungslos, deine Existenz ist sinnlos - ohne Eis. Ohne Eis bist du ein Scheiss."

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