Woher kommt diese wachsende Neigung zur Sucht?

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Woher kommt diese wachsende Neigung zur Sucht?

Beitragvon Svart-Vinter » 11. Feb 2008 - 10:59


Die Drogenszene hat in den letzten Jahren ein beängstigendes Ausmaß angenommen.

In einschlägigen Meldungen und Nachrichten in den Medien wird deutlich,
dass tagtäglich Drogen und Drogenabhängigkeit für unsere Gesellschaft eine wachsende Bedrohung für eine immer größere Zahl von Menschen darstellt.
Fast jeder von uns macht die bittere Erfahrung, dass auch im Familien- und Freundeskreis das Thema Drogen - und Sucht ganz allgemein -
eine hautnahe Realität wird.

Dementsprechend groß ist auch der Kreis der Ratsuchenden geworden.
Gerade Eltern und Erzieher müssen sich zunehmend der Frage stellen:

Woher kommt diese wachsende Neigung zur Sucht?

Fragen, auf die es keine fertigen Antworten, für die es keine Rezepte gibt.
Wir haben hier viele Unsicherheiten zu ertragen, viele Fragen auch an uns selbst zu richten.

Eine Frage rückt dabei, auch von den verschiedensten Fachbereichen aus, in das Zentrum der Betrachtung:

Was haben die Drogensüchtigen, was haben die Kinder, was haben die Jugendlichen nicht bekommen?

Ist die Neigung, seelische Defizite mit physischer Substanz auszugleichen, eine Antwort auf immer kälter werdende Beziehungsprozesse in unserer Zeit?


Liebe Grüße, Vision.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
Svart-Vinter

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Beitragvon Ategato » 4. Mär 2008 - 23:29


Ich bin so frei und zitiere mich mal selber^^

Es geht um eine Sucht, welche fast jeder hat.
Die Sucht nach Glück bzw. das Streben nach Glück.

Wir Menschen sind von der Natur her darauf "programmiert" den Willen nach der Wiederfahrung von Glück und Wohlsein zu haben. Jeder möchte glücklich sein.

Einmal möchte ich hiermit die Frage thematisieren, wie(so) der Mensch dieses Streben nach Glück hat.
Woher stammt dieser Wille bzw. dieser Selbsterhaltungstrieb.


Und bitte antwortet nicht mit: "Dieser Trieb ist wichtig.... wenn es nicht existeieren würde, würde...."
Vielen Dank auch, das weiß ich bereits. Ich möchte bei dieser Frage auf den Ursprung und Grund dessen eingehen. (Den Grund kann man nicht mit dem oben zitierten Sätzen beantworten!)


Dann möchte ich auch noch diese Glücksucht in Bezug auf andere Süchte erwähnen.
Die Glückssucht fehlt bei einigen seltenen Fällen.
Bei denen, wo es vorhanden und gut ausgeprägt ist, entwickelnsich andere Süchte.


Bspw. Alkohol und Nikotin

Man kommt nur schwer davon weg. Es ist eine Sucht und kontrolliert Geist und Körper.
Schonmal gefragt warum? Richtig, weil im Gehirn Glückshormone ausgeschüttet werden, sobald Süchtige auch nur ein Alkoholgetränk oder eine Zigarette sehen. Diese Hormone verleiten einen dazu etwas zu tun, um diese durch Kognition hervorgerufene Hormonausschüttung weiter zu fördern.
Sprich man zündet sich 'ne Kippe an oder sauft.


Das bedeutet, wenn man die Sucht nach Glück reduziert oder kontrollieren kann, kann man keine Süchte bekommen! Völlig ausgeschlossen(, wenn man die Genetik nicht ins Spiel bringt).

MfG,
Psychotaxia

(wenn es nichts mit diesem Thread zu tun hat, dann bitte löschen ;) )
Alles Vergängliche ist eine Illusion.
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Beitragvon Svart-Vinter » 6. Mär 2008 - 11:01


Mit Glück hat es bestimmt auch etwas zu tun, aber ich glaube, das ist nicht der eigentliche Grund zu dieser wachsenden Neigung.
Dabei kann ich natürlich nur aus meiner Sicht erzählen und teilweise auch aus den Erzählungen anderer.

Es geht hier nicht darum wie man in die Sucht rutscht, sondern darum, was einen dann dort hält,
obwohl man weiß, das eine Sucht nicht viel gutes mit sich bringt.
Heutzutage ist alles sehr schnell lebig, der Druck wird immer größer und die Erwartungen auch.
In diesen Zeiten wünscht man sich oft einfach mal flüchten zu können, seine Gefühle zu unterdrücken und nicht mehr denken zu müssen.

Viele Menschen benutzen solche Mittel um einfach mal abzuschalten, blöderweise wird daraus dann eine Sucht.
Erst denkt man, das Mittel ist die Lösung, später merkt man aber, dass das Mittel zu einem neuen Problem geworden ist.

Man merkt schon, ein neuer Teufelskreis hat sich ins Leben eingeschlichen.


Liebe Grüße.
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Beitragvon Hagazussa » 2. Mai 2008 - 20:37


Ich habe einige Erfahrungen mit den sogenannten "Süchtigen" gemacht.

Vor einigen Jahren habe ich mich in jemand verliebt.
Er war (leider) Heroinabhängig, was ich nicht wusste, da ich mit Drogen
überhaupt nichts zu tun habe.
Er hat mir das nach einiger Zeit erzählt. Ich war total geschockt. :shock:
Das konnte doch nicht sein...So ein intelligenter Mensch, der auch noch
so liebenswürdig war.
Ich habe ihn dann vor die Wahl gestellt:
Er macht einen Entzug oder er ist mich los. Das hat er auch gemacht.
Ich war voller Zuversicht...aber auch sehr naiv.
Ganze 3 Monate hat er es geschafft, dann ist er wieder Ruckfällig
geworden.
Ich habe mich letztendlich von ihm getrennt, weil ich es nicht ertragen
konnte.
Einen sehr sehr netten Arbeitskollegen habe ich auch durch Drogen
verloren.(von dem ich das auch nicht wusste).
Er wurde Tod in seiner Whg. gefunden...Überdosis...

Ich bin der Meinung, das sensible Menschen eher
dazu neigen Drogen zu nehmen.
Weil sie mit der Welt nicht klar kommen, flüchten sie in Drogen.
Wenn du es eilig hast, gehe langsam
Hagazussa

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Beitragvon The_Sorrow » 12. Mai 2008 - 22:32


Drogen nimmt man um seinen Problemen aus dem Weg gehen will.
Der Mensch verdrängt lieber anstatt sich seinen Problemen zustellen
und ws bittet sich da mehr an als Drogen die einen in geringen Mengen schon
die Probleme vergessen lassen.
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Beitragvon Vordb » 15. Jun 2008 - 01:13


Hagazussa hat geschrieben:Ich bin der Meinung, das sensible Menschen eher
dazu neigen Drogen zu nehmen.
Weil sie mit der Welt nicht klar kommen, flüchten sie in Drogen.


siehe Kurt Cobain, und div andere Rockmusikikonen.

Ansonsten kann ich mich Kriegnix anschließen, der Sinn von Drogen ist es ein tolles Gefühl zu haben, und zu "vergessen"

Nur... vergessen heißt genausowenig lösen, wie aufgeschoben aufgehoben heißt...

Und es gibt Momente, JEDER hat sie, in denen er nur noch weg will, und alles hinschmeisen möchte.
Aber eben daran trennt sich die Spreu vom Weizen.

Und wenn ich Leute sehe, wie grad heute, bei denen man schon im Gesicht sieht, wie sehr ihr Konsum ist, sies der typische "Kifferblick"
die glasigen Augen oder generell die Art wie sie sprechen....

Ich hab damit kein Mitleid.
Genauso die die sich jedes Wochenende die Birne zu saufen müssen, bloß um überhaupt sowas wie "Spaß" haben zu können.
Kiffen gehört ja mitlerweile schon zum guten Ton.

Aber ich bin gespannt, was die Leute in 20 Jahren machen werden.
Wenn sie dann durch die Spätfolgen vom Gekiffe und ihren Pillen nix mehr gebacken kriegen.

Kein Verständnis & kein Mitleid meinerseits.....
und schon mal garnicht, mit denen die es machen bloß um in irgend ner Gruppe dazu zu gehören.... :!:

Wobei....

Die besten Rocklieder in den 60/70ern wurden von Leuten die auf Drogen waren komponiert.... :oops:
Ω
Vordb

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