Wenn Frauen morden

Forum: Kriminalpsychologie - Bekannte Mordfälle


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Wenn Frauen morden

Beitragvon Svart-Vinter » 12. Nov 2008 - 20:20


Die Historikerin und Autorin Kathrin Kompisch beschreibt in ihrem Buch
"Furchtbar feminin. Berüchtigte Mörderinnen des 20. Jahrhunderts" sechs Typen von Mörderinnen:
Den "Todesengel im Krankenhaus", Lustmörderinnen, kriminelle Mädchen, Mörderinnen aus Habgier, Gattenmörderinnen und Kindsmörderinnen.

Was sie gemeinsam haben, ist die Nähe zum Opfer: "Wenn eine Frau überhaupt tötet, dann Personen aus ihrem nahen Umfeld:
Lebenspartner, eigene Kinder, Menschen, die große Bedeutung in ihrem Leben haben", sagt Kriminalpsychologe Egg.

Nur selten ermordeten Frauen Fremde.

15 Prozent der Tötungsdelikte in Deutschland werden von Frauen verübt.

Ihre Opfer sind in den meisten Fällen die eigenen Kinder.
Die 31 Jahre alte Krankenschwester Dorothea F. aus Nürnberg zum Beispiel köpfte ihren zehn Monate alten Sohn Romeo mit einem Brotmesser,
als dieser im Laufstall stand.

Colette S. tötete ihren Sohn Johnny-Lee mit den Pfennigabsätzen ihrer schwarzen Lederstiefel.
Sie trat in der Nacht zum 12. April 2004 auf den Zweijährigen ein, weil er nicht einschlafen wollte.
Johnny-Lee starb an inneren Blutungen, die Abdrücke der Stöckelabsätze hatten sich in den kleinen Körper gebohrt.
An seinem Leichnam fanden sich mehr als 30 Tritt- und Schlagspuren.
Das Landgericht Erfurt verurteilte die 31-Jährige und ihren Freund Volker S. wegen gemeinschaftlicher Tötung zu zwölf Jahren Haft.

Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0 ... 94,00.html


Die Vergangenheit spielt dabei oft eine Rolle, aber warum bringen bspw. Frauen ihre neugeborenen Kinder um und dann gleich in mehreren Fällen?

Oft kam schon die Nachricht im Fernsehn, das 5 Babyleichen einbetoniert oder in der Tiefkühltruhe gefunden wurden.

Was gibt es hier für eine Erklärung? Ich bin gespannt auf Eure Antworten...


Viele Grüße.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
Svart-Vinter

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Wenn Frauen morden

Beitragvon Mike » 12. Nov 2008 - 20:59


In meinen Augen ist es bei Frauen noch viel unglaublicher, wenn sie zu Mörderinnen werden, da sie ja eigentlich der Inbegriff des neuen Lebens sind. Frauen schenken Leben und nehmen es normalerweise nicht, mit wenigen historischen/mythologischen Ausnahmen (z.B. die Amazonen).

Doch egal ob Frau oder Mann - ich kann es nicht verstehen und werde es nie können, wie man sein eigen Fleisch und Blut ermorden kann. Sterbehilfe klammere ich hier Mal aus, denn das ist meiner Meinung nach nichts Verwerfliches. Aber wie kann man seine eigenen Kinder oder Brüder und Schwestern oder gar die Eltern töten, wenn kein abgrundtiefer HAss vorhanden ist?
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
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Wenn Frauen morden

Beitragvon The_Sorrow » 14. Nov 2008 - 18:53


Ich finde das ganz und gar nicht unfassbar. Jeder weiß zu was der Mensch fähig ist. Es wurden auch schon Morde begangen aus Gründen die eigentlich zu banal sind um so etwas als Konsequenz zu tun.

Bei Frauen ist es allerdings für uns wesentlich erschreckender weil es einerseits seltener dazu kommt das Frauen sowas tun und andererseits sie wie Mike bereits sagte für Leben,Fürsorge und andere famliäre Dinge stehen.
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Re: Wenn Frauen morden

Beitragvon nischenmensch » 24. Apr 2012 - 11:23


Einige Frauen haben z.B. am Ende des zweiten Weltkrieges ihre Kinder und dann sich selbst umgebracht und an ihnen versuche ich den einen Grund, weshalb Frauen ihr "eigenes Fleisch und Blut" töten können, darstellen.
Das, was danach kam, davor wollten sie ihre Kinder schützen. Sie alle würden entweder gen Himmel fahren (wenn man daran glaubt...) oder "nur" tot sein, aber es würde viel besser sein, als das Leben, das sie sonst erwarten würde, es wäre die Hölle auf Erden. (Ich spiegel nur Gedanken von einigen Frauen, nicht von allen und besonders nicht meine)

Andere Frauen, die ihre Kinder kurz nach der Geburt umbringen, haben entweder keine wirkliche Bindung zu ihrem Kind trotz der Schwangerschaft aufbauen können oder haben sie angefangen, zu hassen, oder sie haben zu viel Angst, als dass sie sich zu lieben trauen könnten. Zumindest ist das eine Vermutung von mir, ein Versuch, das zu verstehen.
Wenn Menschen Angst haben, die zur Panik wächst, wie sollen sie sich ohne Hilfe kontrollieren? Und wenn eine Lösung funktioniert und ich trotzdem noch geliebt werde von meinem Umfeld, sie nichts von meiner bösen Seite erkennen können, warum nicht nochmal dasselbe tun?

Veilleicht interessiert es jemanden: der erste dokumentierte Serienmord -> eine Frau, allerdings typisch mit Gift :)
nischenmensch

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