Was erwartet ihr von unserer Gesellschaft ?

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Was erwartet ihr von unserer Gesellschaft ?

Beitragvon Svart-Vinter » 30. Apr 2008 - 18:23


Wieder einmal eine Frage aus einer TV-Werbung... aber eine Interessante.

Was wünscht und erwartet ihr euch von unserer Gesellschaft? Was könnte besser sein?


Liebe Grüße.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
Svart-Vinter

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Beitragvon Ategato » 3. Mai 2008 - 13:04


Akzeptanz und Toleranz sind die beiden Stichwörter!

Ich kann und brauche (denke ich) nicht viel dazu sagen.
Es ist nun einmal so, dass Akzeptanz und Toleranz für ein gesundes und frohes Miteinander von großen Nöten sind.
Außerdem muss der Wert des Lebens wieder steigen, da viele das Leben als etwas sehr geringwertes sehen.

MfG,
Psychotaxia
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Beitragvon Hagazussa » 19. Okt 2008 - 01:21


Da fangen die Probleme ja schon an, das die meisten Menschen mit "Toleranz" ´nichts anfangen können oder nicht wollen.
Vor allem nicht ein "frohes" miteinander....Warum das so ist, weiß ich auch nicht.
Viele Menschen, denken meist "perspektivlos"


Die meisten denken einfach nur "Negativ"...oder aber: Es ist so, wie es ist.
Ohne sich dabei Gedanken darüber zu machen, das es doch bei uns liegt, etwas zu ändern.

Sie verurteilen und beklagen sich nur....

Fakt ist, die einzigen, die was ändern könnten, sind doch wir....

Wer sonst?

Liebe Grüße Hagga
Wenn du es eilig hast, gehe langsam
Hagazussa

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Was erwartet ihr von unserer Gesellschaft ?

Beitragvon Mike » 19. Okt 2008 - 12:27


Toleranz ist ja anscheinend zu nem Modewort verkommen. Bis zu nem gewissen Grad bin ich auch tolerant. Aber ich denke, man könnt mich wohl eher zu den intoleranteren Menschen rechnen.
Die Art von Toleranz, wie sie in den Medien propagiert wird, kann ich absolut nicht gut heißen. Es wird ja sogar Toleranz Kinderfickern gegenüber gefordert, weil sie auch nur Menschen seien. Aber man muss nicht so weit gehen, es ist nur ein gern benutztes Beispiel. Gehen wir doch zu den U-Bahn-Schlägern, von denen mit Sicherheit schon jeder was mitbekommen hat. Da gab es ja mehr Vorfälle mit verschiedenen Jugendlichen. In ihrem Fall sollte man also tolerant sein, weil sie eine schwere Kindheit hatten oder von ihren Eltern misshandelt wurden? Schwachsinn.
Eine der grundsätzlichen Regeln des Lebens ist, dass man Verantwortung für seine Handlungen übernehmen muss. Diese Regel ist allgemeingültig, egal ob man sie nun kennt oder nicht - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Jeder Mensch handelt aus freiem Willen, es ist seine freie Entscheidung, ob er jemanden verprügelt oder nicht. Natürlich, vielleicht war Alkohol im Spiel und er hat seine Jugend in einer Straßenbande verbracht. Aber auch das war schon seine eigene Entscheidung.
Ich hab in meiner Jugend auch Scheisse gebaut, mit diesen Entscheidungen muss ich leben und manche davon verfolgen mich noch heute. Für andere muss ich immer noch zahlen. Aber ich geb niemandem die Schuld daran. Natürlich, es gehören zu nem Streit immer zwei. Aber egal, welche Entscheidung man trifft: Man muss dazu stehen.

Daher... ich bin gern ein intolerantes Arschloch ;-)

Ich denke, man kann auch schon rauslesen, dass ich von der "Gesellschaft" relativ wenig erwarte. Ich halte aber auch von "Szenen" nicht sonderlich viel.
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
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Re: Was erwartet ihr von unserer Gesellschaft ?

Beitragvon Ategato » 19. Dez 2008 - 02:19


Hallöle ^^

Du hast recht, "Toleranz" ist wirklich ein Modewort (mehr dazu weiter unten), deshalb hätte ich vielleicht doch etwas mehr dazuschreiben sollen. aber was ja nicht ist, kann ja noch werden, also fange ich mal an ;)

Toleranz ist in dem Punkt wichtig, wie für andere Weltansichten. Ich bin ein Mensch, der alles toleriert, sofern es einem anderen nicht schadet. Demzufolge bin ich auch "Anhänger der Redewendung: Wo die Freiheit des anderen beginnt, hört die eigene auf.

Oder wie in Hagazussa's Signatur: Tue alles, schade niemanden.

Zu Weiteres müsste ich Dein Beitrag "auseinandernehmen" :P

Mike hat geschrieben:Die Art von Toleranz, wie sie in den Medien propagiert wird, kann ich absolut nicht gut heißen. Es wird ja sogar Toleranz Kinderfickern gegenüber gefordert...


Bei den Medien hätte ich Dir eigentlich zugestimmt. Allerdings stellt sich hier die Frage, was denn nun "wert ist" toleriert zu werden und was nicht? Natürlich erachte ich Pädophilie/Päderestie etc. als destruktive Krankheit, allerdings ist Moral nicht nur ein Modewort, sondern selber eine Modeerscheinung!
Jeder müsste die Wörter "Moral- und Wertewandel" kennen.
Ist immer nur das richtig, was zur Zeit "ethisch-moralisch in Ordnung" ist?
War es früher besser/schlimmer oder wird es in der Zukunft besser/schlimmer sein?

"Kinderficker" toleriere ich auch nicht, weil sie anderen schaden (siehe Redewendungen in rot), aber seien wir ehrlich, durch den ganzen Liberalisierungswahn wäre selbst das nicht so schlimm, wenn Kinder durch den Sex von alten Säcken kein Schaden davon nehmen würden.
Hinsichtlich dessen bin ich ziemlich nihilistisch gerichtet. Es gibt nunmal kein "richtig" und "falsch", außer man redet von Religionen (welche ja meist chauvinistische Ansichten vertreten).

Eine der grundsätzlichen Regeln des Lebens ist, dass man Verantwortung für seine Handlungen übernehmen muss.


sofern dieser geistig in der Lage dazu ist, absolut richtig.

Es ist aber leider so, dass die meisten Straftäter nicht dazu in der Lage sind, danach zu handeln, was gesetzlich erlaubt ist und was nicht, weil ihr Gehirn im Moment des Vergehens auf "Emotionen/Freude" umschaltet und nicht auf "Logisch erlaubt/nicht erlaubt". Was allein schon die Tat selber erklärt (Wir lassen mal den Fakt zur Seite, dass es auch Leute gibt, welche zu Kriminalitäten erpresst/gezwungen werden).
Ist diese Unfähigkeit dann nicht eine Schwäche bzw. eine Krankheit? Statt zu pauschalisieren und jeden Straftäter als gesunden, aber böswilligen Menschen abzustempeln, sollte vielleicht mehr an der Psyche solcher Menschen gearbeitet werden.

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.


Und Strafe schützt vor Unwissenheit nicht!

Es ist immer dasselbe. Jemand baut scheiße und wird eingebuchtet.
Statt wie beim Katz-Und-Maus-Spiel immer weiter neue Straftäter zu bestrafen, sollte man die Sache an der Wurzel packen und sich nebenbei mehr darum kümmern, dass so etwas erst garnicht passiert. Wir konzentrieren uns immer darauf, wie man bestrafen kann, damit diese Person nichts wieder ausbadet.
Warum wird nicht weiterhin an der "Weltpädagogik" (Neologismus ftw!) gearbeitet, welche zur Aufgabe hat, den Menschen (be-)im Umgang miteinander zu helfen bzw. beim Umgang mit sich selber?

Jeder Mensch handelt aus freiem Willen, es ist seine freie Entscheidung, ob er jemanden verprügelt oder nicht. Natürlich, vielleicht war Alkohol im Spiel und er hat seine Jugend in einer Straßenbande verbracht. Aber auch das war schon seine eigene Entscheidung.


Genau wie oben schon erklärt, würde ich nicht ganz sicher sein und auf die Entscheidungsfähigkeit bzw. der Fähigkeit zur Vernunft schließen.
Eine schlechte Kindheit wird zwar oft als Ausrede benutzt, allerdings verstehen die wenigsten, was die Auswirkung dessen wirklich sind.
Wenn man einen Menschen formen möchte, dann in der Zeit bis zum (grob gesagt) 23-24 Lebensjahr.
Denn bis zu diesem Zeitpunkt ist das Gehirn am leichtesten zu prägen oder zu manipulieren. Und da möchte ich nicht wissen, wie schlecht das Gehirn sich entwickelt, wenn die Umwelt in der Kindheit die dreckigste und verdorbenste war.

Umwelt = Personen mitinbegriffen

Ich halte aber auch von "Szenen" nicht sonderlich viel.


Darf man fragen, weshalb? Bzw. von welchen Szenen Du sprichst?

MfG,
Ategato
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Beitragvon Otsy » 19. Dez 2008 - 13:25


Eine ausserordentlich hypothetische Fragestellung; was soll man schon von einer Gesellschaft erwarten, welche evolutionswissenschaftlich betrachtet niemals dafür bestimmt war, in heute vorherrschenden Strukturen zu existieren? Und wie limitieren wir das Ausmaß des Begriffes "Gesellschaft"? Einwohner unseres aktuellen Aufenthaltslandes? Oder beziehen wir sie auf Kulturkreise? Meinen wir damit die Gesamtheit der Menschheit auf diesem Planeten?

Desweiteren ist dies ein sehr, sehr weitläufiges und verzweigtes Themengebiet.

Ferner schliesse ich mich diversen Vorrednern an; Toleranz ist ein hohes Gut. Natürlich sollte (ich vermeide den Begriff "darf") man nur tolerieren, was sich der Toleranz als würdig erweist. Aber auch hier stellt sich wieder automatisch jedem Individuum die unausweichliche Frage: "Was erachte ICH als würdig, toleriert zu werden?".

Zum Thema "Modewort".: Das Wort "Toleranz" ist tatsächlich überbeansprucht, und es handelt sich hierbei um einen fest definierten Begriff. Seine BEDEUTUNG jedoch, resultierend aus der Herstellung eines Bezuges zu einem Sachverhalt oder Thema, ist NICHT definiert, sondern lässt einem jeden von uns die Freiheit, sie eigenständig und frei von Begrifflichkeiten selber festzulegen oder zu erörtern.
"Ein edles Motiv rechtfertigt keine schlechte Tat."
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Beitragvon Mike » 19. Dez 2008 - 18:38


Zuerst Mal zu Otsy (da kürzerer Beitrag):

Und wie limitieren wir das Ausmaß des Begriffes "Gesellschaft"?


Ich denke Mal, dass wenn in der heutigen Zeit auf "Gesellschaft" geschimpft wird und dieses Wort benutzt wird, meistens die Anhänger des westlichen Kulturkreises zusammengefasst werden. Aber du hast schon Recht mit deiner Frage, denn oftmals verwendet man dieses Wort nur für eine Art "Rundumschlag" gegen alle, die anders sind als man selbst.

Und jetzt zu Ategato:

allerdings ist Moral nicht nur ein Modewort, sondern selber eine Modeerscheinung!


Ein entschiedenes Jein. Unter Modeerscheinung verstehe ich etwas kurzweiliges. Etwas, das aufkommt, relativ schnell seinen Höhepunkt erreicht und innerhalb von kürzester Zeit (innerhalb weniger Jahrzehnte) dann wieder abflaut. Das Moralitätsempfinden ändert sich zwar auch (in Griechenland z.B. war es in der Antike gang und gebe, Jungen als Sexsklaven zu haben). Aber diese Änderung dauert Jahrhunderte.
Natürlich hat Moral auch viel mit Erziehung zu tun, und die 68er Generation hat ihre Kinder wesentlich anders erzogen als die 33er Generation. Hier existieren dementsprechend auch Unterschiede im Werteverständnis. Aber verändert haben sich nur gewisse Facetten, und nicht die komplette Moralvorstellung.

Es gibt nunmal kein "richtig" und "falsch", außer man redet von Religionen


Versteh ich jetzt nicht so ganz. Meinst du, dass man Religionen als richtig oder falsch einstufen kann, oder dass man als religiöser Mensch meint, Dinge als richtig oder falsch zu bezeichnen?

Zitat: Eine der grundsätzlichen Regeln des Lebens ist, dass man Verantwortung für seine Handlungen übernehmen muss.



sofern dieser geistig in der Lage dazu ist, absolut richtig.


Ich hab jetzt Mal nur die eine Zeile zitiert, will sie aber nicht aus dem Zusammenhang reissen. Natürlich ist die Unfähigkeit, Gesetze zu erkennen eine Schwäche. Aber die Bestrafung muss ein Teil des Lernprozesses sein, dass man eben für alles Verantwortung übernehmen muss. Wenn ich immer nur im Suff schlägere, nüchtern jedoch ein friedliebender Mensch bin - bin ich dann nicht selbst schuld und auch dementsprechend hart zu bestrafen, als wenn ich nüchtern schlägern würde? Schließlich weiß ich doch, wie ich besoffen reagiere. Aber es ist mir egal. Ebenso denke ich wird es bei vielen Verbrechern sein. Sie wissen instinktiv, dass ihr Handeln falsch ist, aber es ist ihnen entweder egal oder sie wollen etwas ändern, können es aber nicht. Das ändert aber nichts daran, dass sie die Verantwortung für ihr eigenes Handeln tragen müssen.

Warum wird nicht weiterhin an der "Weltpädagogik" (Neologismus ftw!) gearbeitet, welche zur Aufgabe hat, den Menschen (be-)im Umgang miteinander zu helfen bzw. beim Umgang mit sich selber?


Auch hier: Weil der Mensch Eigenverantwortung übernehmen muss. Warum sollten immer andere etwas für einen machen?


Zitat: Ich halte aber auch von "Szenen" nicht sonderlich viel.

Darf man fragen, weshalb? Bzw. von welchen Szenen Du sprichst?


Ich spreche von keiner Szene im Besonderen. Aber es gibt Szenen, die einfach nur einer Jugendkultur fröhnen, um anders zu sein. Dann gibt es wieder Szenen, die anders sein wollen und einem politischen Ziel folgen. Wieder andere Szenen wollen anders sein und folgen spirituellen Zielen. Und jede dieser Szenen hat wieder ihre eigenen Regeln - befolgt man sie nicht, gehört man nicht "dazu". Letztendlich vergisst man fast, wofür man eigentlich rebelliert. Und man sollte sich auch ernsthaft fragen, ob man der Sache wegen rebelliert oder nur der Rebellion wegen. da bin ich mir bei vielen auch nicht so ganz sicher.
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Beitragvon Tristesse » 20. Dez 2008 - 12:46


Zum grössten Teil gebe ich meinen Vorrednern recht, obwohl Toleranz für mich ein zwiespaltiges Thema ist.


Ich finde es fehlt jedoch etwas sehr wichtiges, was von niemandem bisher genannt wurde und das möchte ich nun einfach ohne weitere Worte in den Raum stellen:



Die Achtsamkeit.
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Beitragvon Otsy » 20. Dez 2008 - 14:44


Ich vermute, du meinst die ACHTUNG?

Für den Fall, dass dem nicht so ist: "Achtsamkeit" in welchem Bezug? Stichwort "Vater Staat", oder doch eher "Nachbarschaftliche Hilfe"?
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Beitragvon Tristesse » 20. Dez 2008 - 15:55


Ich meine die Achtsamkeit im Sinne von Aufmerksamkeit in jeglicher Hinsicht.

Achtsamkeit gegenüber unserer Umwelt und den Mitmenschen.

Heute laufen die Menschen doch meist nur noch mit ihrem Tunnelblick durch die Strassen.
Sie achten auf nichts mehr. Vieles könnte verhindert werden, wenn Menschen wieder ihre Sinne schärfen würden.

Aber Achtung ist in der Hinsicht auch ein gutes Stichwort. Wer achtsam ist, sollte auch Achtung haben.

Die Menschen sollten wieder mehr aufeinander eingehen in jegwilligen Positionen.

In diesem Sinne: Ich wünsche mir von der Gesellschaft mehr Achtsamkeit, Achtung und Courage.
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