Ich hatte keine Zeit es ordentlich zu Formatieren. Zum lesen solltet ihr die Geschichte besser in Word kopieren.
Viel Spaß beim Lesen. Ich freu mich auf Kommentare.
Vita Brevis
Gerne erinnerte er sich an ihr erstes Treffen. Alles fing ganz unscheinbar an. Sie saßen in einem Café, an zwei verschiedenen Tischen, denn sie kannten sich ja noch gar nicht. Sie hatte einen Latte Macchiato und er eine heiße Schokolade. Wunderschön war sie anzusehen. Ihre langen, braunen Harre waren zu einem Zopf gebunden und die glänzende Strähne, die das Haargummi nicht fasste, hing gekräuselt über der rechten Schläfe. Das Blau ihrer Augen schien tiefer als das Meer zu sein und konnte trotz der unglaublichen Schönheit nur schwerlich von ihren blutroten vollen Lippen ablenken. Und dann ihre Nase. Niemals hätte er gedacht, dass ein so plumpes Organ solch eine Eleganz aufweißen könnte. Ihre sanfte Haut hätte er nur allzu gerne gespürt. Dem langen Hals war nur ein kurzer Augenmerk gewidmet bis er bei den Brüsten ankam. Mit seinem Blick zog er sie förmlich aus. Ihre prachtvollen Kurven schienen der Gravitation zu trotzen. Er schloss die Augen und stellte sich vor sie zu berühren. Sie, eine völlig fremde Frau. Er gab sich dem Gedanken hin und streichelte in seinem Geiste ihre endlosen Beine. Er wollte seine Träume ja wahr werden lassen. Nur zu gerne hätte er sie angesprochen, doch was hätte sie schon an ihm reizen können? Seine schlaksige Figur überzeugte Frauen sicher nicht. Sollte sie etwa seine unbändigen, blonden Haare mögen? Er war einfach nicht sehr attraktiv. Hier und da zu dick, blumenkohlartige Ohren und dann hatte er auch noch einen kleinen Silberblick. Sein Selbstbewusstsein litt stark unter seinem Äußeren. Schon früher war er der Außenseiter an der Schule, von niemandem gemocht, was sich auch im späteren Leben nicht merklich änderte. Damals schwelgte er oft in diesen Gedanken bis er weinen musste. Jetzt konnte er es nicht mehr. Alle Tränen waren vergossen und nun schien er gefühllos. Doch diesmal hatte er gar nicht die Chance seinen Gedankengang zu Ende zu führen, denn sie sprach ihn an. Sie stellten sich nur kurz einander vor, da sie gleich wieder weg musste, aber sie arrangierten ein erneutes Treffen. Sie war sichtlich aufgeregt und er…
Er konnte es einfach nicht fassen.
Nur zu gerne erinnerte er sich an ihre erste gemeinsame Nacht. Sie waren beide etwas schüchtern und trauten sich erst nach ein paar Gläsern Wein einander zu berühren. Er schloss sie in seine recht dünnen Arme und hauchte ihr einen zarten Kuss auf die Lippen Ihr traumhafter Blick durchbohrte ihn. Ihm wurde so heiß, als würde er verglühen. Langsam strich er ihr Oberteil den Bauch hinauf über ihre perfekten Brüste. Ihr Atem wurde schneller und lauter. Ob sie Angst hatte oder erregt war, wusste er bis heute noch nicht. Mit dem Büstenhalter hatte er ein Problem, doch das war nicht weiter schlimm. Es intensivierte die Umarmung nur. Sie lächelte ihn an und Griff hinter sich. Ihre geschmeidigen Hände fassten die seinen und führten sie. Eine gefühlvolle, elegante Bewegung und der BH rutschte über ihre verführerischen Schultern und fiel gen Boden. Er presste seinen nackten Oberkörper an ihre heißen Brüste und ließ seine Hände in ihre Hose gleiten. Er massierte ihre festen Pobacken. Ihr stöhnen genoss er. Es war gepaart mit warmem, feuchtem Atem, der seinen Nacken benetzte. Sie öffnete ihre Hose selbst und küsste ihn innig während sie selbiges mit seiner tat.
Er legte eine Hand um ihr wohlgeformtes Becken, eine um ihre glatten Schulten und trug sie zum Bett. Im Rhythmus einer stummen Sinfonie bewegten sie sich auf und ab. Sie keuchten, streichelten sich, küssten und tauschten liebevolle Worte aus. Sie wurde lauter und krallte sich in seinem Rücken fest. Je lauter sie wurde, desto fester wurde ihr raubkatzenartiger Griff. Er begann zu bluten, aber das störte ihn nicht. Ein Blick in ihr Gesicht machte ihn glücklich. So glücklich, wie er nie gedacht hätte, dass er es jemals sein könnte. Sie verstummte und blickte zufrieden drein. Eigentlich schaute sie nicht wirklich. Es war ihr Lächeln, das von vollkommener Zufriedenheit sprach. Er legte sich hinter sie und presste seinen Körper ganz eng an ihren. Wenn er ihr dann nur noch näher hätte sein können, hätte er sie auch verschlungen. Er begann ihren Bauch zu kraulen. Sie streckte sich und atmete sehr tief. Sie genoss es, so von ihm berührt zu werden. Als er schließlich fast schon eingeschlafen war und seine Hand schwächer wurde, drehte sie sich um, küsste ihn auf die Nasenspitze, legte einen Arm um ihn und schlief ein.
Sie schnaufte ein wenig, aber er liebte einfach alles an ihr.
Doch heute erkannte er, dass Glück nur eine flüchtige Illusion war, denn am heutigen Tag war alles anders. Er stand vor ihr mit elf Rosen in der Hand. Er hatte die Dornen abschneiden lassen, aus Angst, sie könne sich verletzen. Doch sie würdigte ihn keines Blickes. Unter Tränen sprach er ruhig zu ihr. Doch sie blieb stumm. Seine Hände zitterten bei dem Gedanken, sie würde ihn nie wieder berühren, nie wieder zu ihm sprechen. Er verdrückte sich die Tränen und flüsterte ein letztes mal, dass er sie Liebe. Der Wind verwehte seine Worte, doch er wusste, dass er sie hörte. Er konnte fühlen, dass sie ihn frei lassen wollte, aber das wollte er nicht. Er weigerte sich, das unabwendbare zu akzeptieren, obwohl er wusste, das musste er. Sein Atem wurde ruhiger und der Blick wurde starr. Seine Seele hatte aufgegeben und schließlich legte er die Blumen auf ihr Grab.

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