Verhütungsmittel

Forum: Therapeutische & Medizinische Behandlung


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Verhütungsmittel

Beitragvon Svart-Vinter » 9. Jul 2009 - 15:19


Mich würde mal interessieren, was Ihr denkt, warum Verhütungsmittel so teuer sind bzw. warum sie von der Krankenkasse nicht übernommen werden.
Auf der einen Seite wird sich beklagt, die Deutschen bekommen immer weniger Kinder
und auf der anderen Seite wird man ab 2,78 Kinder als "asi" abgestempelt.

Manche Menschen nehmen das Thema sehr ernst und würden gerne verhüten wo es nur geht, wenn da nicht die Frage des Preises wäre.
Würde unser Verstand aussetzen und würden wir wie wild Kinder in die Welt setzen, dann wäre das bestimmt auch wieder nicht okay
und man würde irgendwie versuchen einen Riegel vorzuschieben.

Also wie man es macht, macht man es falsch, bzw. eine Seite zieht immer einen Nachteil raus.


Viele Grüße.
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Re: Verhütungsmittel

Beitragvon Thanatos » 10. Jul 2009 - 17:39


Verhütungsmittel teuer? Einige vielleicht, aber nicht alle.
Kondome kosten zwischen ein paar Cent und einem Euro, wenns unbedingt Markenkondome mit "Special Effects" sein müssen. Man darf sie halt nich in der Apotheke oder an diesen tollen Automaten in der Discothek kaufen, Drogeriemärkte gehen auch.

Ansonten gilt: Sex ist keine Krankheit und das Verlangen danach sehr individuell. Wieso sollte die Kasse das denn übernehmen? Wenn es um Jugendliche geht: Die bekommen das Zeug bei den entsprechenden Stellen doch sogar nachgeworfen (Jugendberatungsstellen, AIDS-Hilfen, etc) bzw. sind die Ärzte in der Regel doch nachsichtig und verschreiben mal was gegen "Akne" (hab noch keinen Gynäkologen getroffen, der sich dem verweigert hätte), zudem die Kasse ist auch nicht dazu da, Erziehungsfehler der Eltern zu korrigieren was Aufklärung und korrektes Sexualverhalten angeht.

Sorry, aber ich versteh offenbar Dein Anliegen nicht ganz. :)
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Re: Verhütungsmittel

Beitragvon Mike » 10. Jul 2009 - 18:48


Nun gut, da ich solo bin hab ich das Problem nicht... zum Glück kostet Hand-anlegen recht wenig :mrgreen:

Dass sie von der KK nicht übernommen werden find ich schon in Ordnung. Ich mein... Sex ist keine Krankheit, es ist Vergnügen. Klar, er dient auch zur Fortpflanzung... aber in erster Linie dürfte er wohl nur zum Spaß ausgeübt werden ;-) Und wieso sollte die KK für etwas zahlen, was wir aus Spaß machen? Das wäre, als ob man einem Hartz IV-Empfänger den Eintritt in einen Freizeitpark finanzieren würde. Wieso sollten wir für etwas bezahlt werden, was uns Vergnügen schenkt?

Zudem bin ich der Meinung, dass wir uns nicht wegen zu wenig Kinder beklagen sollten. Die größte Angst dürfte wohl diejenige sein, dass nicht mehr genügend Kinder da sind, um unsere Rente zahlen zu können. Aber Mal im Ernst... was ist das für ein krankes Ansinnen, mehr Kinder zeugen zu wollen, nur damit die Renten sicher sind?

Also wie man es macht, macht man es falsch, bzw. eine Seite zieht immer einen Nachteil raus.

Kommt auf den Zeitpunkt drauf an... wenns gut läuft, zieht der Kerl den Nachteil rechtzeitig raus. Andernfalls muss der Arzt den Nachteil rausziehen :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
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Re: Verhütungsmittel

Beitragvon Svart-Vinter » 12. Jul 2009 - 20:04


Kondome sind aber nicht gerade das sicherste Verhütungsmittel, das muss man dazu sagen.

Und alle anderen Verhütungsmethoden kosten der Frau relativ viel Geld, klar ist Sex eine Spaßsache,
aber als erstes gilt es der Fortpflanzung und manche nehmen das Thema Verhütung sehr ungenau
und setzen ein ungewolltes Kind nach dem anderen in die Welt, oft auch weil sie ihren Trieb nicht unter Kontrolle haben,
aber da ist trotzdem noch die Sache, dass ich denke, dass sich manche Menschen eine ordentliche Verhütung nicht regelmäßig leisten können
und das finde ich schade.

Ich wäre schon dafür, dass man diese für umsonst bekommt, das wäre z.B. in den 3. Welt Ländern auch ein Vorteil.

Es geht ja nicht nur um Jugendliche, Thanatos,
denn ab dem 21. Lebensjahr muss man die Kosten für die Verhütung mit der Antibaby-Pille komplett alleine tragen.

Das mein Anliegen nicht einfach nach zu vollziehen ist, ist mir klar, Du bist ein Mann und hast das Problem nicht ;)


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Re: Verhütungsmittel

Beitragvon Thanatos » 12. Jul 2009 - 21:41


Sao hat geschrieben:Kondome sind aber nicht gerade das sicherste Verhütungsmittel, das muss man dazu sagen.


Wenn man damit umgehen kann sind sie sicher. Siehe auch hier.


Damit ist die Basisversorgung gewährleistet.
Wer den Luxus noch höherer Sicherheit will, muss eben mehr zahlen.


Ich wäre schon dafür, dass man diese für umsonst bekommt, das wäre z.B. in den 3. Welt Ländern auch ein Vorteil.


Die werden da schon umsonst verteilt, wo die Kirche es zulässt. Beschwer Dich in Rom. ;)

Es geht ja nicht nur um Jugendliche, Thanatos,
denn ab dem 21. Lebensjahr muss man die Kosten für die Verhütung mit der Antibaby-Pille komplett alleine tragen.


Wie schrecklich. Sex is wie jedes andere Hobby: Wers intensiver betreiben will, muss mehr Geld reinstecken.

Das mein Anliegen nicht einfach nach zu vollziehen ist, ist mir klar, Du bist ein Mann und hast das Problem nicht ;)


Dann rat doch mal, wer hier die Kondome kaufen muss... :roll:
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Re: Verhütungsmittel

Beitragvon Svart-Vinter » 13. Jul 2009 - 06:24


Was wirst Du denn gleich so zickig?

Mir kommt es immer so vor als wenn Du Dich mit irgendwas auf den Schlips getreten fühlst...

Wie Kondome funktionieren ist mir klar, ich bin schon groß, aber das Kondome auch mal sehr schnell reißen,
obwohl es angeblich die besten von den Besten sind und man alles richtig gemacht hat, steht auf den Seiten nirgends und wer hat dann das Problem?

Der Mann bestimmt nicht, denn er muss dann nicht zum Frauenarzt rennen, 10 Euro Praxisgebühr bezahlen,
Stunden lang im Wartezimmer sitzen nur um die "Pille danach" zu bekommen, die dann auch widerrum noch mal 20 Euro kostet ;)

Aber darum ging es mir auch gar nicht, na ja jedenfalls denke ich, dass ich Deine Ansicht nicht teilen kann, denn wenn es nach Deiner Meinung ginge,
sollte man z.B. in einer Beziehung ganz keusch nebeneinander her leben und Sex kommt da eh nicht in Frage.

Sex als Hobby... diese Ansicht kann ich auch nicht teilen, für mich gehört so etwas zu einer Beziehung dazu,
als Hobby würde ich es nicht bezeichnen oder bezeichnest Du alles als Hobby, wofür man man ein paar Euro locker machen muss?


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Re: Verhütungsmittel

Beitragvon Haderlumpin » 14. Jul 2009 - 09:45


Ich verhüte seit knapp 3 Jahren nur noch mit Kondom, weil ich mich nicht länger dem permanenten Eingriff in den Hormonhaushalt aussetzen wollte und auch weil mir die Pille auf Dauer zu teuer ist. Schwanger werden möchte ich auf keinenfall, bislang gibt es damit auch keine Probleme. Meine Frauenärztin hat mich allerdings - zurecht - darauf hingewiesen, dass es eine eher unsichere Methode ist. Sie hat wohl regelmäßig "Kondomschwangerschaften" in ihrer Praxis, die sich nicht erklären können, wie das passiert ist. Laut ihr muss es nicht einmal an falscher Anwendung liegen, obwohl das wahrscheinlich Fehlerquelle Nr. 1 sein wird, es kann allerdings auch an gar nicht so selten vorkommenden Materialfehlern liegen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Ich glaube ihr das auch, da sie sich bislang in jeglicher Hinsicht als äußerst kompetent und sachkunding gezeigt hat (und das Gefühl hat man beiweitem nicht bei jedem Arzt!).
Darüber hinaus kann ich nur sagen, dass ich kaum eine Frau kenne, der nicht schon ein sogenannter "Kondomplatzer" passiert ist (mich eingeschlossen). Man muss sich dafür nicht einmal sonderlich dumm anstellen und einmal kann eben ausreichen für den Kindersegen. Ich möchte jetzt nicht die Extremfälle à la "Tja und dann hab ich halt die Pille einfach nicht mehr genommen und geguckt, was passiert..." oder "Wir habens drauf ankommen lassen" in Schutz nehmen. Diesen Personen wäre auch mit der kostenlosen Ausgabe von Pille & Co. nicht geholfen. Grade wo man die Pille täglich einnehmen muss und schon sehr auf Erkrankungen & Co achten muss, damit sie auch sicher ist. Ich denke, es wäre sinnvoller, die sehr sicheren und von regelmäßiger Einnahme oder Anwendung unabhängigen Verhütungsmethoden günstiger anzubieten, z.B. Spirale, Hormonstäbchen etc.
"Dass das Leben Höhen und Tiefen kennt, weiß auch der moderne Mensch, aber in seinen Augen kommt eigentlich nur den Höhen ein Recht auf Existenz zu, die Tiefen haben es verwirkt, ihnen droht die Höchststrafe der Moderne, die Abschaffung und Entsorgung." (Wilhelm Schmid)
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Re: Verhütungsmittel

Beitragvon Thanatos » 20. Jul 2009 - 14:01


Sao hat geschrieben:Aber darum ging es mir auch gar nicht, na ja jedenfalls denke ich, dass ich Deine Ansicht nicht teilen kann, denn wenn es nach Deiner Meinung ginge,sollte man z.B. in einer Beziehung ganz keusch nebeneinander her leben und Sex kommt da eh nicht in Frage.


Wenn Du mich schon zitierst, dann bitte richtig. Ich habe kein Wort von "keusch sein" gesagt. Stattdessen plädiere ich einfach für eine gewisse Selbstverantwortung.

Und zum "zickig sein": Mir geht die immer weiter um sich greifende "Ich will [hier Rundum-Versorgungs-Paket ihrer Wahl einsetzen], und das am besten umsonst und ohne Konsequenzen"-Einstellung, die auch in Deiner ursprünglichen Forderung anklingt, inzwischen zunehmend auf die Nerven. Das erste Rädchen an dem man drehen kann und sollte, wenn einem etwas nicht passt, ist das eigene Verhalten. Dazu stehe ich. Dieses ständige: "Andere sollten für mich das und das tun", "Die Verantwortung liegt doch bei dem und dem und nicht bei mir" ... Ich kanns einfach nicht mehr hören, sorry. Sex ist nicht notwendig zum (individuellen) Überleben, es gibt die inzwischen gesellschaftlich nicht länger geächtete Möglichkeit der Masturbation und sexuelle (auch partnerschaftliche) Praktiken und Hilfsmittel, die eine Schwangerschaft verhindern können. Dementsprechend seh ich Dein Problem wirklich nicht.

@ Haderlumpin:
Die Perspektive der Frauenärztin wundert mich kein bisschen. Immerhin bekommt sie genau diese Fälle intensiv mit, bei denen mal was schiefgegangen ist. Die (meiner Erfahrung nach riesige) Dunkelziffer der Fälle, in denen alles glatt geht, kommt natürlich nicht zu ihr in die Sprechstunde um darüber zu berichten.
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Re: Verhütungsmittel

Beitragvon Svart-Vinter » 25. Jul 2009 - 04:37


Thanatos hat geschrieben:Mir geht die immer weiter um sich greifende "Ich will [hier Rundum-Versorgungs-Paket ihrer Wahl einsetzen], und das am besten umsonst und ohne Konsequenzen"-Einstellung, die auch in Deiner ursprünglichen Forderung anklingt, inzwischen zunehmend auf die Nerven.


Um nochmal auf das "keusch sein" zurück zu kommen in diesem Zusammenhang...

Ich bin nicht jemand der gerne Kinder in die Welt setzt um sich dann vom Staat aushalten zu lassen,
also verhüte ich und muss Geld für die Verhütung bezahlen, um es mal einfach auszudrücken.
Du sagst, Sex ist nicht notwendig, das stimmt soweit... und was ist das Ende vom Lied?

Man lebt keusch, damit man nicht ein Kind nach dem anderen in die Welt setzt oder man bezahlt viel Geld für die Verhütung,
um dem Staat finanziell nicht auf der Tasche zu liegen, was ist Deiner Meinung nach besser?

Man verzichtet ganz auf Sex? Man bezahlt viel Geld für die Verhütung?
Der Staat übernimmt die Kosten für die Verhütung um weiteren finanziellen Lasten durch Kinder entgegen zu kommen?

Ich kann auch gut und gerne auf Sex verzichten, da es für mich nicht an 1. Stelle steht, aber wie ist das mit den Leuten,
die wirklich ein (ungewolltes) Kind nach dem anderen in die Welt setzen, weil sie kein Geld für Verhütung haben,
aber auf Sex nicht verzichten können und/oder wollen?


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Re: Verhütungsmittel

Beitragvon Mike » 25. Jul 2009 - 08:40


Sao hat geschrieben:Ich kann auch gut und gerne auf Sex verzichten, da es für mich nicht an 1. Stelle steht, aber wie ist das mit den Leuten,
die wirklich ein (ungewolltes) Kind nach dem anderen in die Welt setzen, weil sie kein Geld für Verhütung haben,
aber auf Sex nicht verzichten können und/oder wollen?



*hüstel* Das will ich Mal überhört haben hehe...

Was die Leute betrifft, die ungewollt ein Kind nach dem anderen in die Welt setzen... nun... man könnte ja die Kosten übernehmen, sie kastrieren zu lassen ;-)
Mal im Ernst - der Staat ist weder dazu da, für unser Vergnügen zu bezahlen (und das ist Sex nun Mal in erster Linie), noch ist er da, um unsere Sucht und deren Folgen zu finanzieren. Wenn jemand kein Geld für Verhütung hat und dennoch auf Sex nicht verzichten will muss ich sagen: Wie blöd kann man sein? Man riskiert es, dass man sich ein paar Euro spart und wenns blöd läuft zahlt man Tausende an Euros drauf?
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