Ich bin mittlerweile dazu übergegangen, dass die Zeit keine Wunden heilt sondern nur "Gras über die Sache" wachsen lässt. Und wenn Gras über etwas wächst, ist das Ursprüngliche trotzdem immer noch darunter verborgen... Man klammert sich an die Hoffnung, dass die Zeit vergeht und der Schmerz verblasst und letztlich gänzlich verschwindet. Doch letztendlich gilt doch die Losung "Nihil nove sub sole". Es ist alles eine Wiederkehr des Gleichen, in unterschiedlichen Facetten und Abwandlungen. Doch das zugrundeliegende Übel, die Wurzel, ist überall vorhanden.
Andererseits verarbeitet man manche Dinge und geht das nächste Mal anders damit um. Aber lässt sich eine Erfahrung wirklich gänzlich verarbeiten/vergessen/heilen? Es hat eine (wenngleich auch nur mikroskopisch feststellbare) Veränderung stattgefunden... und nichts ist mehr wie es war, und doch bleibt alles wie es ist.

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