Vampire

Forum: Mythen - Urbane Legenden


Kennt Ihr Mythen und Sagen aus Eurer oder aus anderen Gegenden? Egal ob moderne Legenden oder uralt. Erzählt uns davon!




Vampire

Beitragvon Blackhair » 16. Jul 2010 - 10:59


Guten Morgen an die Frühaufsteher und Arbeiter und guten Abend an die Nachteulen,

in diesem Thread würde ich gerne über Vampire und all ihre Unterarten und Variationen diskutieren. Blutsaugende Untote oder Verfluchte, die im Sonnenlicht verbrennen (verbrennen, wohlgemerkt, nicht glitzern), übermenschliche Stärke und Agilität besitzen und außerdem meist auch sehr charismatisch wirken, bis hin zum Liebeszauber. Der wohl gängigste Vampirmythos ist der des transyvanischen Grafen. Bram Stoker wird nicht umsonst der Urvater der Vampire genannt und hat die Mythenbildung (ab da an, versteht sich) nachhaltig geprägt.
Aber Vampirmythen gab es ja schon lange bevor der gute Herr Stoker auf die Idee kam einen Roman daraus zu machen. Soweit ich weiß stütze er sich ja sogar auf die historische Person des Vlad Dracul III., oder Vlad Tepes, der ja einerseits seine Feinde besonders grausam hinrichtete (Tepes = der Pfähler) und andererseits auch im Ruf stand, ihr Blut zu trinken oder zumindest sein Brot darin einzutunken. Wie viel davon wahr ist sei dahingestellt, auf jeden Fall hat es Bram Stoker genug fasziniert um sich den Namen des Pfählers auszuborgen und seine Geschichte mit älteren Vampir-Sagen zu vermischen.
Seit Stoker wurde das Thema natürlich immer wieder aufgegriffen und behandelt, literarisch und in so ziemlich allen anderen Medien. Nebenbei, kennt jemand gute Vampirfilme, -romane oder auch Sachbücher zu dem Thema?

Der ursprüngliche Vampirglaube entwickelte sich soweit ich weiß eigentlich aus der Suche nach einem "Sündenbocks" für Missernten, Schlechtwetter, Krankheit und andere Schicksalsschläge. Und fand man dann einmal einen wenig verwesten Leichnam, ein offenes Grab oder Ähnliches, wurde der darin befindliche Leichnam "erneut" getötet, soll heißen verbrannt, zerhackt oder durchs Herz gepfählt.

Womit wir gleich beim nächsten Thema wären, die mannigfaltige Art der Vampir-Abwehr und -Bekämpfung. Dass sie als unheilige Geschöpfe der Nacht sowohl das Sonnenlicht als auch das Kreuzzeichen fürchten ist nachvollziehbar, auch das Verbrennen als "Reinigung" kennen wir ja schon aus Zeiten der Spanischen Inquisition. Köpfen und der Holzpflock durchs Herz dürften die etwas direkteren Methoden gewesen sein die aber auch ihren Zweck erfüllten, zumindest stehen nach solchen Aktionen scheinbare Vampire selten wieder auf.
Aber kann mir jemand erklären woher der Glaube, Knoblauch helfe gegen Vampire, kommt? Das scheint mir irgendwie unsinnig, aber vielleicht übersehe ich auch nur einen offensichtlichen Zusammenhang.

So, ich schreibe schon wieder Romane, das genügt mal für den ersten themenbezogenen Post. ;)
Noch zu Allerletzt: Vampirsagen gibt es ja mit leichter Variation in fast jeder Kultur (muss also was dran sein *g*), mir fiele da zum Beispiel der Chaing-Shi aus China ein. Kennt ihr noch andere "Verwandte" des europäischen Blutsaugers?

Und, ganz am Puls der Zeit, woher kommt die plötzliche Faszination für Vampire in jüngster Zeit? Also nicht für Vampire die des Nachts auf der Suche nach dem frischem Blut Unschuldiger sind sondern nach Vampiren mit Strubbelhaar und großen Hundeaugen die sich in Highschool-Girlies verlieben. Das ist mir unbegreiflich, und ich bin sicher Bram Stoker rotiert in seinem Grab. Also in seinem Sarg. Vor allem da der sich verliebende Vampir ja nicht mal was Neues ist, seine Liebe zu einer Frau war ja sogar der Grund warum der brave, gläubige Kreuzritter Dracula zum untoten, nach Menschenblut lechzenden Dracula wurde.

So, ich freue mich schon mal auf rege Diskussionen und Wissenaustausch. :D
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Re: Vampire

Beitragvon Mike » 16. Jul 2010 - 13:33


Interessantes Thema.

Zuerst zum Knoblauch: Das ist auch etwas, was ich mich schon lange gefragt habe. Wieso (zur Hölle) hilft Knoblauch gegen Vampire? Die einzige "Erklärung", die ich bisher gefunden habe und die einigermaßen logisch klingen würde, wäre aus Wikipedia geklaut:

Knoblauch war schon im Altertum als Nahrungs- und Heilmittel bekannt. (...)Im Talmud wird sein stetiger Genuss empfohlen, denn der Knoblauch sättige den Körper, gebe dem Geist Klarheit, stärke die Manneskraft und vertreibe Parasiten aus dem Darm. Die Erläuterungen in der Schrift De materia medica des antiken Arztes Pedanios Dioscurides aus dem 1. Jahrhundert, der (in Buch II, Kapitel 152) den Knoblauch ausführlich für vielfältige Einsätze in der Medikation empfohlen hatte, blieben auch für das gesamte Mittelalter maßgeblich, wo etwa Bisswunden (wie von Hunden oder Schlangen), Haarausfall, Zahnschmerzen, Hautausschläge, Lungenleiden oder Menstruationsstörungen damit behandelt wurden. Im Spätmittelalter wurde der Knoblauch, der ganz allgemein als entgiftend galt, auch gegen die Pest angewandt.


Zum Einen, weil er gegen Bisswunden angewandt wurde, und zum Anderen weil er im Talmud empfohlen wurde. Das ist für mich die bisher einzige, logische Erklärung. Denn "was von Gott als gut erachtet wird, MUSS für Wesen der Hölle schlecht sein".

Ich war schon seit jeher von Vampiren fasziniert. Schon seit ich damals in der PM einen Artikel über Vlad Tepes gelesen habe - und seine psychologische Kriegsführung mit den aufgespießten Leibern seiner Feinde, während er (wie du schon beschrieben hast) das Blut seiner Feinde trank bzw. Brot in das Blut seiner Feinde tunkte. Wieviel davon wahr ist, sei dahingestellt. Aber ich halte diese Methode der Kriegsführung für sehr ergiebig ;-)

Die Vampirfilme, die ich kenne, wirst du wahrscheinlich selbst bereits kennen. Ich hab seit der dt. Erstausstrahlung JEDE Folge von Buffy z.B. gesehen. Man mag jetzt sagen "Teeny-Horror-Serie". Aber vom okkulten und mystischen her halte ich diese Serie immer noch für eine der glaubwürdigsten, was die Umsetzung betrifft. Vor allem kann man der Serie auch nicht grade nachsagen, dass immer nur das Gute gewinnen würde.
Eine andere Serie, auf die ich vor Kurzem aufmerksam geworden bin: True Blood. Leider ist die Serie viel zu sehr auf die Beziehung zwischen Vampir und Mensch Wert gelegt worden, wofür auf den Faktor Okkultismus/Mythologie verzichtet werden muss. Aber ich finde sie - im Vergleich zu anderen Serien oder gar Filmen - doch recht annehmbar. Wenngleich ich natürlich eingestehen muss, dass sie DEUTLICHE Spuren des "modernen Vampirs" aufweist.
Ansonsten...
- John Carpenters Vampires
- From Dusk Till Dawn (nur Teil 1)
- Lost Boys (eigtl. nur Teil 1, Teil 2 ist höchstens als "ganz nett" einzustufen)
- Sundown - The Vampire in Retreat (ein früher Film mit Bruce Campbell von 89 - trashig, aber einfach klasse!!!)
- Interview mit einem Vampir (Klassiker)
- Vampire in Brooklyn (Wes Craven's Komödie mit Eddie Murphy ^^)
- Bordello of Blood (aus der genialen Tales from the Crypt-Reihe)
- Blade natürlich
- Legion of the Dead (eher ein "From Dusk till dawn" in billig, von der dt. underground Splatter-Ikone Olaf Ittenbach)
- The Twins Effect (asiatisch, Mal etwas Anderes, mit Jackie Chan in einer Nebenrolle!!)
- Underworld
- Vampires: The Turning (nur für zwischendurch, nicht wirklich gut, aber ganz nette Unterhaltung)
- 30 Days of Night: Vampirfilm der härteren Sorte, mit ordentlich Splattereffekten und ANIMALISCHEN Vampiren, wie sie sein sollten
- Vampire Girl vs. Frankenstein Girl: Japanischer Splatter - hat wenig mit dem Mythos Vampir zu tun wie wir ihn kennen, aber trotzdem ein sehr geiler Splatter/Gore-Film!

Ansonsten fallen mir grad momentan keine mehr ein.

Was den Vampirmythos in anderen Kulturen betriff: Mir ist grad kein besonderer Fall bekannt. Aber Blut wurde schon seit jeher in alten Religionen oder Kulten als DAS Mittel schlechthin betrachtet. Blut für die Götter, Blut als Sitz der Seele und so weiter und so fort. Insofern ist die Schöpfung eines übermächtigen Wesens, welches seine Kraft aus dem Blut der Menschen bezieht, auch nicht so abwegig. Verbunden mit dem erotischen Aspekt (das Animalische, die Aufnahme von Blut als die pure Essenz des anderen Menschen, das Schlagen seiner Beisserchen in das Fleisch der anderen Person) ergibt das ein sich sehr gut selbst verkaufendes Produkt.

Dass der "emotionale" Vampir in der heutigen Zeit so boomt liegt wohl daran, dass sich allgemein in der Jugend eine "Emo-Szene" breit macht. Ich muss zugeben, dass ich mir alle Teile der Twilight-Trilogie angschaut habe. Nicht, weils mich interessiert hätte. Und Gott bewahre, keine einzige Stelle in auch nur einem der drei Filme hat mir auch nur ansatzweise gefallen. Aber ich dachte mir "Verdammt... einfach Mal schaun, was die WIRKLICH fabrizieren, anstatt nur in Kritiken drüber zu lesen". Und ich muss sagen: Mir war schlecht. Es ist eine reine Kastration des Vampir-Mythos (und als obs nicht schlimmer wäre - auch Werwölfe werden hier noch kastriert... einfach Hunde darstellen, die doppelt so groß sind -,-). Ich krieg das Kotzen, wenn ich dran denke wie Schwärme von kleinen Mädels mit feuchten Augen (und wer weiß was sonst noch so feucht wird) ausm Kino rennen, weil Vampire ja soooo süß und soooo klasse sind. Und sie wären ja am liebsten selbst soooo gern ein Vampir, weil die einfach nur cool sind.
Genau HIER wäre die passende Situation, in der sich ein Trupp Vampire vom Kinodach schwingen könnte, die Mädels angrinsen könnte und wenn dem Anführer locker flockig - kurz vor dem Blutbad - der Spruch "Hey, Baby... der Film war klasse... aber es ist alles gelogen" über die Lippen huschen würde.
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Re: Vampire

Beitragvon Blackhair » 16. Jul 2010 - 14:34


Mike hat geschrieben:Zuerst zum Knoblauch: Das ist auch etwas, was ich mich schon lange gefragt habe. Wieso (zur Hölle) hilft Knoblauch gegen Vampire? Die einzige "Erklärung", die ich bisher gefunden habe und die einigermaßen logisch klingen würde, wäre aus Wikipedia geklaut:

Zum Einen, weil er gegen Bisswunden angewandt wurde, und zum Anderen weil er im Talmud empfohlen wurde. Das ist für mich die bisher einzige, logische Erklärung. Denn "was von Gott als gut erachtet wird, MUSS für Wesen der Hölle schlecht sein".

Hmm, das leuchtet zumindest teilweise ein. Ich werd mal schauen ob ich da noch irgendwas Genaueres drüber finde, weil es mir nie ganz in den Kopf wollte dass Knoblauch was gegen übermenschlich starke, blutsaugende Monster ausrichten sollte. :D

Mike hat geschrieben:Ich war schon seit jeher von Vampiren fasziniert. Schon seit ich damals in der PM einen Artikel über Vlad Tepes gelesen habe - und seine psychologische Kriegsführung mit den aufgespießten Leibern seiner Feinde, während er (wie du schon beschrieben hast) das Blut seiner Feinde trank bzw. Brot in das Blut seiner Feinde tunkte. Wieviel davon wahr ist, sei dahingestellt. Aber ich halte diese Methode der Kriegsführung für sehr ergiebig ;-).

Im Endeffekt ist es ja eigentlich egal ob es wahr ist, entscheidend war dass seine Feinde es für wahr hielten. Und nichts demoralisiert so gut wie Angst. Auf jedenfall eine sehr effektive Methode die sich der gute Vlad da ausgesucht hat, stimmt.

Mike hat geschrieben:Die Vampirfilme, die ich kenne, wirst du wahrscheinlich selbst bereits kennen. Ich hab seit der dt. Erstausstrahlung JEDE Folge von Buffy z.B. gesehen. Man mag jetzt sagen "Teeny-Horror-Serie". Aber vom okkulten und mystischen her halte ich diese Serie immer noch für eine der glaubwürdigsten, was die Umsetzung betrifft. Vor allem kann man der Serie auch nicht grade nachsagen, dass immer nur das Gute gewinnen würde.
Eine andere Serie, auf die ich vor Kurzem aufmerksam geworden bin: True Blood. Leider ist die Serie viel zu sehr auf die Beziehung zwischen Vampir und Mensch Wert gelegt worden, wofür auf den Faktor Okkultismus/Mythologie verzichtet werden muss. Aber ich finde sie - im Vergleich zu anderen Serien oder gar Filmen - doch recht annehmbar. Wenngleich ich natürlich eingestehen muss, dass sie DEUTLICHE Spuren des "modernen Vampirs" aufweist..

Danke vielmals für die Filmempfehlung. ;) Einige davon kenne ich (Blade, From Dusk Till Dawn, klar^^), andere sagen mir aber gar nichts, wie zum Beispiel Lost Boys oder Bordello of Blood. Klingen aber schon einmal ganz nett, werde schauen ob ich die irgendwo auftreiben kann.
Zu den Serien: Ja, Buffy habe ich auch ne Zeitlang sehr gerne geschaut aber dann irgendwie aufgehört. Ich glaube weil sie nicht mehr auf RTL II liefen oder so. Aber das war sicher vor 5 Jahren, oder mehr. So langsam glaube ich ich habe da was verpasst. :D Aber die Buffy-Staffeln sollten sich ja leicht finden lassen.
True Blood hingegen sagt mir gar nichts. Die einzige neuere Serie die mir einfälle und die halbwegs in Richtung Vampir geht wäre "Vampire Diaries", und die habe ich einmal gesehen und mir war speiübel danach. Twilight in 20 Minuten Häppchen.

Mike hat geschrieben:Was den Vampirmythos in anderen Kulturen betriff: Mir ist grad kein besonderer Fall bekannt. Aber Blut wurde schon seit jeher in alten Religionen oder Kulten als DAS Mittel schlechthin betrachtet. Blut für die Götter, Blut als Sitz der Seele und so weiter und so fort. Insofern ist die Schöpfung eines übermächtigen Wesens, welches seine Kraft aus dem Blut der Menschen bezieht, auch nicht so abwegig. Verbunden mit dem erotischen Aspekt (das Animalische, die Aufnahme von Blut als die pure Essenz des anderen Menschen, das Schlagen seiner Beisserchen in das Fleisch der anderen Person) ergibt das ein sich sehr gut selbst verkaufendes Produkt..

Ich bin mir sicher die alten Griechen kannten etwas vampirähnliches. Und auch eine Art Werwolf natürlich, die Sage des König Lykos, der vom lieben Zeus in einen Wolf verwandelt wurde stammt schließlich von den Griechen. Heißt ja nicht umsonst Lykanthropie.
Zu Blut habe ich erst unlängst einen interessanten Artikel in einer neueren Ausgabe des PM History gesehen. War auch was über Vampire und andere Nachtgestalten, allerdings großteils über die glitzernde Sorte. Aber der Artikel über Blut war ganz gut. Aderlass, der ja teilweise bis ins 20. Jahrhundert vorgenommen wurde, Blutopfer der Atzteken und Mayas und und und. Blut fasziniert den Menschen offenbar seit Anbeginn.
Und der erotische Aspekt ist ja mehr oder minder offensichtlich. Austausch von Körperflüssigkeiten, Eindringen in den Körper des anderen...da ist die Parallele zum Geschlechtsverkehr ja schnell gezogen.

Mike hat geschrieben:Dass der "emotionale" Vampir in der heutigen Zeit so boomt liegt wohl daran, dass sich allgemein in der Jugend eine "Emo-Szene" breit macht. Ich muss zugeben, dass ich mir alle Teile der Twilight-Trilogie angschaut habe. Nicht, weils mich interessiert hätte. Und Gott bewahre, keine einzige Stelle in auch nur einem der drei Filme hat mir auch nur ansatzweise gefallen. Aber ich dachte mir "Verdammt... einfach Mal schaun, was die WIRKLICH fabrizieren, anstatt nur in Kritiken drüber zu lesen". Und ich muss sagen: Mir war schlecht. Es ist eine reine Kastration des Vampir-Mythos (und als obs nicht schlimmer wäre - auch Werwölfe werden hier noch kastriert... einfach Hunde darstellen, die doppelt so groß sind -,-). Ich krieg das Kotzen, wenn ich dran denke wie Schwärme von kleinen Mädels mit feuchten Augen (und wer weiß was sonst noch so feucht wird) ausm Kino rennen, weil Vampire ja soooo süß und soooo klasse sind. Und sie wären ja am liebsten selbst soooo gern ein Vampir, weil die einfach nur cool sind.
Genau HIER wäre die passende Situation, in der sich ein Trupp Vampire vom Kinodach schwingen könnte, die Mädels angrinsen könnte und wenn dem Anführer locker flockig - kurz vor dem Blutbad - der Spruch "Hey, Baby... der Film war klasse... aber es ist alles gelogen" über die Lippen huschen würde.

Erstmal meinen Respekt dass du dir diesen Schund angetan hast, das würde ich nicht durchstehen. Schon gar nicht dreimal. Dafür sollte man dir eine Tapferkeitsmedaille verleihen. :D
Ich habe meine Meinung zu dem Schund ja bereits kundgetan, was mit dem Vampir-Mythos angestellt wird ist wirklich eine Frechheit. Vor allem ist es seit Jahrhunderten die selbe Geschichte. Verbotene Liebe, das hat Shakespeare schon nur aufgewärmt. Es ist eine trashige Story mit trashigen Schauspielern. Sexszenen gibts keine da er sie dadurch umbringen würde (what the [zensiert]?), Action dürfte sich bei dem großen Anteil von weiblichen Fans unter 14 in Grenzen halten. Bäh. Mir wird wirklich schlecht bei dem Schund.
Und pah, wer braucht ein Rudel wirklicher Vampire (wobei ich mir eher vorstellen könnte dass Vampire einzeln jagen. Egoman und so.^^), es würde schon ein bewaffneter Wahnsinniger im Dracula-Outfit genügen. *g*

30 Days of Night: Vampirfilm der härteren Sorte, mit ordentlich Splattereffekten und ANIMALISCHEN Vampiren, wie sie sein sollten

Noch kurz dazu, animalische Vampire, wie sie sein sollten? Da muss ich widersprechen. Das rein Animalische würde ich dem Werwolf zusprechen. Vampire sind in meinen Augen (meistens) eher wohlgesittet und tragen die Maske des Gentlemans. Charismatisch, gutaussehend, irgendwie verführerisch halt. Das "Animalische", mach einer würde sagen ihr wahres Gesicht, kommt dann erst bei der Jagd heraus. Wenn sie im Blutrausch stehen sozusagen.
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Re: Vampire

Beitragvon Mike » 16. Jul 2010 - 15:09


Danke vielmals für die Filmempfehlung. ;) Einige davon kenne ich (Blade, From Dusk Till Dawn, klar^^), andere sagen mir aber gar nichts, wie zum Beispiel Lost Boys oder Bordello of Blood. Klingen aber schon einmal ganz nett, werde schauen ob ich die irgendwo auftreiben kann.
Zu den Serien: Ja, Buffy habe ich auch ne Zeitlang sehr gerne geschaut aber dann irgendwie aufgehört. Ich glaube weil sie nicht mehr auf RTL II liefen oder so. Aber das war sicher vor 5 Jahren, oder mehr. So langsam glaube ich ich habe da was verpasst. :D Aber die Buffy-Staffeln sollten sich ja leicht finden lassen.
True Blood hingegen sagt mir gar nichts. Die einzige neuere Serie die mir einfälle und die halbwegs in Richtung Vampir geht wäre "Vampire Diaries", und die habe ich einmal gesehen und mir war speiübel danach. Twilight in 20 Minuten Häppchen.


Lost Boys ist ein Klassiker! Und Bordello of Blood ist Trash, aber genial mMn. Wobei ich ja auch ein Fan der "Geschichten aus der Gruft"-Reihe bin :-)
Buffy hab ich alle Folgen im Original. Die Fernsehserie hab ich mir seit der dt. Erstausstrahlung angschaut - da war ich grad Mal ein kleiner Pimpf von 12 oder 13 Jahren.
True Blood ist wie gesagt recht nett - Blut, Gewalt, Sex, nackte Tatsachen. Wird alles gezeigt. Aber im Großen und Ganzen handelt es sich hier auch nur um die Liebesbeziehung zwischen Mensch und Vampir. Sozusagen ein "Buffy für Erwachsene, nur mit etwas weniger Okkultismus".

Werwölfe waren auch im alten Germanien schon bekannt: Als Ulfhedhnar, sozusagen die alternative Variante des Berserker. Aber ich kenne auch die Sage des König Lykos. Allgemein gilt der Wolf als sehr mächtiges Tier, insofern verwundert es auch nicht, dass er als Sinnbild für den Krieger dient. Wild, entschlossen und gefährlich - was braucht man mehr im Krieg? Aja... und Fenriz nicht zu vergessen.

Sexszenen gibts keine da er sie dadurch umbringen würde

Ja, da hab ich mir schon auch dacht "Ja wie? Platzt sie dann? Hat er Rasierklingen da unten? oder vielleicht nochmal zwei Fangzähne?". Mehr als lächerlich...

Das "Animalische", mach einer würde sagen ihr wahres Gesicht, kommt dann erst bei der Jagd heraus. Wenn sie im Blutrausch stehen sozusagen.

Naja... in dem Film sind sie nur im Blutrausch, insofern ^^
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Re: Vampire

Beitragvon Blackhair » 16. Jul 2010 - 15:21


Mike hat geschrieben:Lost Boys ist ein Klassiker! Und Bordello of Blood ist Trash, aber genial mMn. Wobei ich ja auch ein Fan der "Geschichten aus der Gruft"-Reihe bin :-)
Buffy hab ich alle Folgen im Original. Die Fernsehserie hab ich mir seit der dt. Erstausstrahlung angschaut - da war ich grad Mal ein kleiner Pimpf von 12 oder 13 Jahren.
True Blood ist wie gesagt recht nett - Blut, Gewalt, Sex, nackte Tatsachen. Wird alles gezeigt. Aber im Großen und Ganzen handelt es sich hier auch nur um die Liebesbeziehung zwischen Mensch und Vampir. Sozusagen ein "Buffy für Erwachsene, nur mit etwas weniger Okkultismus". .

Mir scheint ich habe da einiges an Nachholbedarf. :D Bordello auf Blood klingt auch schon trashig. *g* Aber Lost Boys werde ich mir bei Zeiten mal gönnen, wenn er so gut ist wie du sagst kann ja nichts schiefgehen.
Gewalt, Sex, und Blut? Klingt doch schon mal ganz nett. *g* Werde ich mir auf jeden Fall auch mal anschauen.


Mike hat geschrieben:Werwölfe waren auch im alten Germanien schon bekannt: Als Ulfhedhnar, sozusagen die alternative Variante des Berserker. Aber ich kenne auch die Sage des König Lykos. Allgemein gilt der Wolf als sehr mächtiges Tier, insofern verwundert es auch nicht, dass er als Sinnbild für den Krieger dient. Wild, entschlossen und gefährlich - was braucht man mehr im Krieg? Aja... und Fenriz nicht zu vergessen. .

Klar, da ist die Parallele zum starken Krieger schnell gezogen. Ich finde es übrigens immer wieder erstaunlich wie sich so ähnliche Sagen und Mythen wie zum Beispiel die über Werwölfe oder Vampire ziemlich zeitgleich in allen Ecken der Welt entwickeln. Oder auch über Außerirdische. Das ist schon seltsam. Da kommt doch fast der Verdacht auf dass was an den Geschichten dran ist. *g*


Ja, da hab ich mir schon auch dacht "Ja wie? Platzt sie dann? Hat er Rasierklingen da unten? oder vielleicht nochmal zwei Fangzähne?". Mehr als lächerlich....

Es ist viel schlimmer als Rasierklingen oder Fangzähne, es ist Zensur und Jugendschutz. *dun dun duuuun* Die kleinen Mädchen könnten ja zutiefst gestört werden wenn sie ihren Helden mal nackt sehen. Oder zutiefst enttäuscht, je nachdem. *fg*


Naja... in dem Film sind sie nur im Blutrausch, insofern ^^

Wie gesagt, habe den Film bis dato noch nicht gesehen, kann ich daher schwer beurteilen. Verdammt, mir fällt auf ich habe eindeutig viel zum Aufholen was Vampire in Film und Fernsehen betrifft. :D Den letzten anständigen Vampirfilm den ich gesehen habe war Bram Stoker's Dracula von '92.
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Re: Vampire

Beitragvon Thanatos » 18. Jul 2010 - 15:55


Blackhair hat geschrieben:Und, ganz am Puls der Zeit, woher kommt die plötzliche Faszination für Vampire in jüngster Zeit? Also nicht für Vampire die des Nachts auf der Suche nach dem frischem Blut Unschuldiger sind sondern nach Vampiren mit Strubbelhaar und großen Hundeaugen die sich in Highschool-Girlies verlieben. Das ist mir unbegreiflich, und ich bin sicher Bram Stoker rotiert in seinem Grab. Also in seinem Sarg. Vor allem da der sich verliebende Vampir ja nicht mal was Neues ist, seine Liebe zu einer Frau war ja sogar der Grund warum der brave, gläubige Kreuzritter Dracula zum untoten, nach Menschenblut lechzenden Dracula wurde.


Lasst Musik sprechen:

Godsmack - Vampires hat geschrieben:Few creatures of the night have captured our imagination like vampires.
What explains our enduring fascination with vampires?
What is it about the vampire myth that explains our interest?
Is it the overtones of sexual lust, power and control?
Or is it a fascination with the immortality of the undead?

And what dark and hidden parts of our psyche are aroused and captivated by the legends of the undead?
...
The mystery of the undead will continue to fascinate the living.


Trifft den Nagel auf den Kopf. m.M.n.
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Re: Vampire

Beitragvon Blackhair » 18. Jul 2010 - 16:00


Is it the overtones of sexual lust, power and control?
Or is it a fascination with the immortality of the undead?

Das träfe ja auf die Count Dracula-Art der Vampire zu, ich meinte aber eher die "neue" Art von Vampir, die freundlich-netten Nachbarschaftsvampire. Die strahlen nämlich weder Lust, Macht noch Kontrolle aus. Und das mit der Unsterblichkeit wird gleich viel weniger faszinierend wenn das Highschool-Girlie nicht auch unsterblich ist. Damit ist's nämlich total uninteressant ob er ewig lebt.
Was an den herkömmlichen Vampiren interessant und faszinierend ist ist mir ja klar, warum aber gerade jetzt diese "verweichlichte" Art Vampir so im Trend liegt verstehe ich nicht.
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Re: Vampire

Beitragvon Thanatos » 19. Jul 2010 - 12:22


Dazu steuer ich einfach mal ein paar Artikel der taz bei, die das Phänomen der neueren Vampire genauer unter die Lupe nehmen.
In chronologisch absteigender Reihenfolge (also neueste zuerst):


http://www.taz.de/1/leben/film/artikel/1/ich-gehoere-dir-vampir/
http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/der-pruedeste-sex/
http://www.taz.de/1/debatte/kolumnen/artikel/1/blutige-beisser-ade/

Meiner Ansicht nach, sind die "neuen" Blutsauger eine Reaktion auf den Zeitgeist.
Stichwort: Feminisierung. Wir Männer werden Weicheier. Da sollten doch auch Vampire Weicheier werden, oder? ;)
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Re: Vampire

Beitragvon Mike » 19. Jul 2010 - 12:49


So, hab mir Mal alle 3 Artikel durchgelesen... und ja, bleibt eigentlich nicht sonderlich viel dazu zu sagen.

Wenn das unser Zeitgeist sein soll, dann Prost Mahlzeit. Dieser über insgesamt 6 Stunden (3 Teile) andauernde Schmalz der "ewigen Liebe", des jugendlichen Traumes dass etwas ewig wäre, dazu diese versuchte(!) Romantik... mir kommt einfach nurs Kotzen dabei. Wäre es ein ganz normaler Teeniefilm, dann könnt ich ihn links liegen lassen. Aber Vampire... und, was das Beste ist: Dann kommen natürlich auch noch Werwölfe hinzu. Aber jetzt hör ich lieber wieder auf, denn sobald ich Mal angfangn hab mich darüber aufzuregen, fällts mir schwer, mich wieder zu beruhigen.
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Re: Vampire

Beitragvon Blackhair » 19. Jul 2010 - 13:27


Mike hat geschrieben:Wenn das unser Zeitgeist sein soll, dann Prost Mahlzeit. Dieser über insgesamt 6 Stunden (3 Teile) andauernde Schmalz der "ewigen Liebe", des jugendlichen Traumes dass etwas ewig wäre, dazu diese versuchte(!) Romantik... mir kommt einfach nurs Kotzen dabei. Wäre es ein ganz normaler Teeniefilm, dann könnt ich ihn links liegen lassen. Aber Vampire... und, was das Beste ist: Dann kommen natürlich auch noch Werwölfe hinzu. Aber jetzt hör ich lieber wieder auf, denn sobald ich Mal angfangn hab mich darüber aufzuregen, fällts mir schwer, mich wieder zu beruhigen.

Dem stimme ich zu. Es lohnt sich aber auch gar nicht sich weiter drüber aufzuregen. Typischer Teenie-Schmalzstreifen in neuer Verpackung. Klar, es ist ein Trauerspiel was mit dem Vampirmythos für böses Spiel getrieben wird, aber solang's die Leute kaufen wird es weitergehen. Und in einem, vielleicht einem halben, Jahr wird der große Vampir-Hype abgestorben sein und alles zur Normalität zurückkehren. War bei Harry Potter doch ähnlich.
Die im Artikel angesprochene "neue" Keuschheit, die durch diesen Schund ja ganz gut symbolisiert wird, ist mir übrigens was ganz Neues. Soweit ich weiß wurde die Biss-Reihe ja auch von einer Mormonin geschrieben, da passt das ja ins Bild.
Trotzdem, ich verstehe jetzt zwar im Ansatz was den Leuten an diesen Filmen/Romanen gefällt, aber ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen. Allein schon der so furchtbar kitschige "Und dann verliebte sich der Wolf in das Lamm"-Spruch lässt mich aufstoßen. Manchmal glaube ich echt in der falschen Generation geboren zu sein.
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