Heute erzähle ich mal eine Geschichte über unseren treuen Begleiter Spike, welcher unsere Familie vier Jahre lang durch alle Lebenslagen begleitet und beschützt hat. Spike war ein englischer Cocker-Spaniel, welcher in Halle/Saale geboren wurde und in einer bescheidenen Familie von sechs Wuffis bis zur achten Wochen heranwuchs. Er hatte drei zwei Brüder und zwei Schwestern und gefiel meiner Familie sofort als die ihn gesehen haben. Er hatte einen wunderschönen Farbschlag abbekommen von seinen Eltern und war einfach nur knuffig. Meine Familie überlegte lange bevor wir uns entschieden haben uns einen Hund anzuschaffen, denn immerhin braucht ein Hund wesentlich mehr Aufwand als ein Hase oder Meerschwein, dass war uns allen bewusst. Nach einigen Wochen Beratungszeit hatten wir Glück das unsere Bekannten uns erzählten, das gerade eine Züchterin bei Ihnen in der Nähe einen neuen Wurf von sechs süßen Cockern erwartete. Wir machten also einen Termin aus und führen am besagten Tag vorbei um uns ein Bild zu machen. Die Welpen waren schon alle verkauft bis auf zwei und das waren Spike und Lisa. Ich muss zugeben dass ich eher zu Lisa tendierte, aber wir haben uns doch dann gemeinsam auf Spike geeinigt.
Wir holten dann eines Tages unseren kleinen „Spike“ von seiner Züchterin ab und hatten sehr viel Spass zusammen. Das rausgehen machte Spass und man erlebte immer wieder neue Sachen, denn Hunde sind schon was tolles, man kann Ihnen viel beibringen wie z.B. „Wie machen die Indianer“ und dann kroch Spike flach auf dem Boden nach vorne wie ein Indianer.
Eines Tages, es war ein Tag im Dezember, waren meine Eltern mit Verwandten unterwegs am Kanal, welcher ein Fluss mit ein wenig Strömung war. Dieser Kanal war zugefroren, und die Hunde rannten beide über das Eis. Zum einen der Golden Retriver unserer Verwandtschaft und zum anderen Spike. In einer unvoraussehbaren Sekunde knacke das Eis unter dem Gewicht von Spike zusammen und er hing nun in einem etwa einem Meter breiten Eisloch im Wasser und probierte sich am Eis vergebens wieder aus dem Wasser rauszuziehen. Versuche ihm mit der Leine zu helfen schlugen auch fehl und die Strömung drohte ihn unter das Eis zu Spülen sobald er zu schwach werden würde. Meine Schwester erkannte die Gefahr (ich war nicht mit dabei) und sprang sofort ins Wasser um ihn zu Retten, was ihr auch gelang und seit diesem Tage waren meine Schwester und Spike unzertrennbar, denn er wusste, dass sie Ihm das Leben gerettet hatte. Irgendwann wo Spike über ein Jahr alt war fing sich sein Jagdtrieb an auszubilden und einmal rannte er Richtung Schnellstrasse einem Hasen hinterher, der aber glücklicher Weise wieder umdrehte. Er war ein Super Beschützer, denn als ein Türke meine Schwester unterwegs anlaberte spürte er sofort die Gefahr und zeigte ihm die Zähne. Irgendwie war dieser Unbeeindruckt und dachten wahrscheinlich der macht nur Spass und näherten sich meiner Schwester und zack biss Spike ihm ins Bein. Der Türke trat zwar nach ihm aber ergriff darauf sofort die Flucht und Spike hatte eine Prellung aber hatte mal wieder seine Treue zur Schau gestellt.
Eines Tages sind wir dann aufs äußere Stadtgebiet umgezogen und wohnten in einem 2000 Mann Dorf, welches von Feldern umgeben war und Spike wurde immer mehr zum Killer. Es gab Tage da tötete er ganze Mäusefamilien auf dem Feld. Er war ein wahrhaftiger Jäger, so wie es von Jagdhunden wie dem englischen Cocker gefordert wird. Das schlimme an der Jagd war, das er auf nichts mehr hörte und sich weit über seinen eigentlichen Radius vom Begleiter entfernte.
Eines Tages war er mit meiner Schwester spazieren und hatte einen Hasen gesehen, welchen er sofort nachrannte in Richtung Straße, welche ca. 1 Kilometer entfernt lag. Meiner Schwester verfolgte ihn, doch verlor sie Ihn aus den Augen… als sie weiter Richtung Strasse ging stellte sie ein Auto fest welches dort Stand (es ist ein 100km/h Bereich) und sie eilte dort hin. Dort lag Spike auf der Straße, das Auto hatte gebremst sagte der Fahrer, aber ein rechtzeitiges anhalten war nicht mehr möglich. Spike hatte wahrscheinlich mehr innere als äußere Verletzungen erlitten, er starb noch in den Armen meiner Schwester.
Als ich von Arbeit kam wunderte ich mich sofort wieso mich Spike nicht begrüßen kam, dann sah ich meine Schwester auf dem Bett und Spike eingewickelt in eine Decke und nur noch sein Kopf schaute heraus. Er sah aus als würde er Schlafen und ich verstand nicht sofort was geschehen war und schrie ihn an „steh wieder auf“ aber das tat er nicht. Langsam realisierte ich was geschehen war. Es war wohl der traurigste Tag meines Lebens, denn ich und meine ganze Familie hatten ein Familienmitglied verloren, welches uns vier Jahre jeden Tag begleitete, in unserem Bett schlief und mit uns speiste, mit uns schmuste und mit uns spielte und dies alles war in weniger als einer Minute zerstört wurden.
Wir einigten uns darauf Ihn nicht zu vergraben und suchten uns einen Tierbestatter, welcher es uns möglich machte das unser Spike für Immer und Ewig ganz nah bei uns sein kann, indem wir ihn Einäschern ließen und seine Asche nun auf unseren Fernseher in der elterlichen Wohnung steht, dort wo man immer hinschaut und unseren Spike niemals vergisst.
Im Gedenken an Spike!!
P.S.: Bilder werden nachgereicht!!!

