Unordnung - Ordnung im Chaos

Forum: Philosophie - Eigene Ansichten


Philosophie ist der Versuch des Menschen mit dem Mittel des Denkens sein Dasein, die von ihm wahrgenommene äußere Welt und sein eigenes Inneres zu erklären.




Unordnung - Ordnung im Chaos

Beitragvon Svart-Vinter » 17. Jan 2009 - 11:59


Das Chaos ist ein Zustand vollständiger Unordnung oder Verwirrung.

Wie kann man diese Unordnung verstehen? Gibts auch eine Ordnung im Chaos?

Der Begriff Unordnung sagt aus, dass etwas nicht so ist wie es sein sollte, aber liegt das nicht im Auge des Betrachters
oder gibt es dafür Regeln und Gesetze, wie etwas zu sein hat, damit es unter die Ordnung fällt?

Wie wichtig sind Ordnung und Unordnung für die gesamte Welt oder für das Leben des Menschen?
Gibt es Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen? Wenn ja, wie sehen diese Grenzen aus?


Viele Grüße.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
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Beitragvon Lirias » 17. Jan 2009 - 13:03


Jedes Kind kennt die Aussage: "Dein Zimmer ist das reinste Chaos".
Für die Eltern trifft das zu, weil die Gegenstände nicht dort sind, wo sie denken, dass sie hingehören.
Für das Kind ist es kein Chaos, da es eine andere Perspektive hat und genau weiß wo alles liegt.
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Beitragvon Ategato » 18. Jan 2009 - 21:35


Eine Freundin von mir, kann sich viel besser an Sachen orientieren, wenn es unordentlich ist.
Bei mir ist es genau andersrum der Fall. Bin etwas edant bezüglich Ordnung etc. (auch wenn ich nicht immer meine Faulheit zur Praxis überwinden kann :P)

Jedenfalls könnte man "das Chaos" je nach Ansicht als Ordnung bezeichnen, welches andere Wesensprinzipien hat, als der uns bekannten Ordnung. Bestes Beispiel ist meine Freundin, die ja scheinbar ziemlich gut damit umgehen kann.

Gruß,
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Beitragvon Mike » 23. Jan 2009 - 15:48


Das Chaos ist lediglich eine Ordnung, die man nicht versteht ;-)
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Beitragvon The_Sorrow » 24. Jan 2009 - 14:58


Chaos ist der Wandel,Zerstörung und Wiedergeburt in ständigem, unvorhersehbaren Zyklen. Unsere Gesellschaft ist genau genommen auch ein einziges Chaos. Die unterschiedlichen Gruppen die durch ihre eigenen Aktionen andere beeinflussen und dadurch eine Reaktion auslösen.

Naja und zum Thema Unordnung.
Ich bin jemand der sich im Chaos super zurechtfindet und wenn alles aufgeräumt ist stundenlang suchen muss. :D
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Beitragvon Mike » 24. Jan 2009 - 15:24


Du findest dich sicher NICHT im Chaos zurecht, denn würde man sich im Chaos zurecht finden, wäre es kein Chaos mehr.

"Das Chaos (griechisch χάος, cháos) ist ein Zustand vollständiger Unordnung oder Verwirrung"

Von weitem betrachtet hat allerdings auch Chaos seine Regelmäßigkeit. Man muss eine Zufallskette nur lange genug betrachten, um eine Regelmäßigkeit feststellen zu können.
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Beitragvon Svart-Vinter » 24. Jan 2009 - 17:41


Langsam nähern wir uns dem auf was ich eigentlich hinaus wollte.

Es geht um Dinge, die trotz das sie scheinbar chaotisch wirken, doch ordentlich sind.

Etwas das Anfangs chaotisch war, kann mit der Zeit eine immer ordentlichere Form annehmen, wie z.B. die Geschehnisse nach dem Urknall.

Mike hat geschrieben:Von weitem betrachtet hat allerdings auch Chaos seine Regelmäßigkeit. Man muss eine Zufallskette nur lange genug betrachten, um eine Regelmäßigkeit feststellen zu können.



Dem stimme ich zu, aber gibts denn auch etwas, das wirklich chaotisch ist und keine Ordnung besitzt
oder ist alles auf der Welt geordnet ohne das einiges davon erkannt wird?!


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Beitragvon Mike » 24. Jan 2009 - 20:45


Ich als alter Mathematiker sage, dass kein wirkliches Chaos existiert. Denn Chaos bedeutet für mich grob gesagt, dass verschiedene Begebenheiten und Aktionen ungeplant, also nach dem ZUFALLSmuster geschehen. Und es ist statistisch erwiesen, dass von der Aktion nur die Anzahl der Wiederholungen abhängt, die notwendig sind, um den Zufall als Kontinuität zu kennzeichnen.

Sprich: Ein Würfel hat 6 Seiten. Bei nem Wurf bleibt er "rein zufällig" auf einer Seite liegen. Dieser Zufall ergibt sich durch verschiedene Dinge. Luftdichte, "Wind", Wurfbewegung, Geschwindigkeit, Beschaffenheit der Oberfläche auf der er rollt, . Dementsprechend ist es wirklich Glück, wenn man die richtige Zahl würfelt. Zumindest auf den ersten Blick. Wird der Würfel beliebig oft geworfen, lässt sicher aber bereits eine normale Verteilung der geworfenen Augen beweisen.

Das Beispiel ist mit relativ wenig Versuchen durchzuführen, nach ein paar tausend Versuchen hat man jede Zahl gleich oft gewürfelt.


Ich will Chaos nicht mit Stochastik gleichsetzen. Aber Stochastik zeigt, dass etwas, das augenscheinlich pures Glück und purer Zufall ist, im Grunde genommen doch nur konstant ist. Dazu muss man nur einen Schritt zurück machen.
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Beitragvon The_Sorrow » 24. Jan 2009 - 22:21


Naja aus rein mathematischer Sicht könnte da die Chaostheorie anführen oder schlicht sagen das der Begriff Chaos zu der Zeit erschaffen wurde als man noch nicht über so große Mathematische Erkenntnisse/Leistungsfähige Rechenmaschinen verfügte wie heute. Soll heissen das man es nicht mit Formeln erklären konnte.
Dem entgegen steht dann aber die Chaostheorie.
Da wäre zum Beispiel das Wetter welches extrem Wandlungsfähig sein kann.
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Beitragvon Mike » 28. Jan 2009 - 21:47


Nur, weil man ein Naturgesetz nicht existiert bedeutet es nicht, dass es seine Gültigkeit verliert ;-)

Das Wetter ist extrem wandlungsfähig, in der Tat. Aber das Wetter basiert auf Voraussetzungen. Es ist zwar "zufällig" in unseren Augen, aber egal wie das Wetter ist - es hat eine Ursache, einen Grund, wieso es so ist. Und sobald ein Ereignis eine Ursache hat, ist es nicht mehr wirklich Chaos.
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