Ich habe 1995 meinen Schwager Torsten verloren.
Er ist an Krebs gestorben, alles ging sehr schnell.
Im Mai auf seinen 30. Geburtstag merkte er, das er überall am Hals "Eier" hängen hatte,
darauf hin ging er zum Arzt und die Diagnose lautete: "Krebs", im Juli war er tot.
Er hatte wohl kurze Zeit vorher schon Symptome wie z.B. Müdigkeit.
Torsten hatte einen besonders aggressiven und seltenen Lymphdrüsenkrebs und nur ganz geringe Heilungschancen,
er starb innerhalb von 3 Monaten.
Leider konnte ich nicht mit zur Beerdigung, da ich zu dieser Zeit 400 km entfernt war und auch keine Möglichkeit hatte, dahin zu kommen.
Ich war mit einer Freundin unterwegs und dachte mir, das ich mal meine Eltern anrufen könnte.
Mein Stiefvater ging ans Telefon und ich fragte direkt nach meiner Mutter, weil sie normalerweise immer ans Telefon ging,
da wusste ich schon bescheid.
Er sagte zu mir, das meine Mutter jetzt nicht in der Lage ist, mit mir zu reden, ich fragte: warum?
"Der Torsten ist heute Morgen gestorben."
Das war für mich sehr schlimm, da ich Torsten total gerne hatte.
Er war ein Mensch, der mich und alle anderen immer zum lachen gebracht hat,
er hat immer eine Kiste voller Scherzartikel gehabt und uns allen gerne einen Streich mit diesen Artikeln gespielt.
Er hat mich immer "Strangula" genannt und mich ausgekitzelt und gesagt: "Sag Gnadi mein Herchi".
Torsten hatte kurz vor seiner Erkrankung ein riesiges Haus (ehemaliges Hotel) in Frankreich gekauft, es war eine Ruine, aber er hatte einen Traum.
Er wollte sich dieses Haus restaurieren und irgendwann mal drin wohnen.
Dafür hat er viel Zeit und Geld investiert, er fuhr immer gleich nach der Arbeit rüber nach Frankreich und arbeitete bis spät in die Nacht.
Torsten, Du warst ein toller Kerl, leider bist Du viel zu früh von uns gegangen.
Viele Grüße.

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