Tiere als Therapeuten
Tiergestützte Therapieverfahren sind alternativmedizinische Behandlungsverfahren zur Heilung oder zumindest Linderung der Symptome
bei psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen und Behinderungen, bei denen Tiere eingesetzt werden.
Je nach Tierart wird tiergestützte Therapie in verschiedenen Einsatzgebieten praktiziert.
Es gibt z.B. Angebote mit Delfinen, Hunden, Pferden und Lamas.
Die Therapie mit Tieren wird erst seit etwa Anfang der 60er Jahre wissenschaftlich erforscht.
Es wurden aber schon sehr viel früher Tiere herangezogen, um die Gesundheit der Menschen positiv zu beeinflussen.
Schon im achten Jahrhundert wurden in Gheel (Belgien) Tiere zu therapeutischen Zwecken eingesetzt.
1792 gründete der Quäker William Tuke den York Retreat in England.
Dabei handelte es sich um eine Einrichtung für Geisteskranke,
welche die strafähnlichen Methoden des Umgangs mit Geisteskranken zu korrigieren versuchte.
Die Insassen des York Retreat bekamen die Möglichkeit, Gärten zu pflegen und kleine Tiere,
z. B. Kaninchen, Seemöwen, Geflügel und Falken zu halten.
Die historischen Wurzeln des therapeutischen Einsatzes von Tieren reichen auch nach Deutschland:
Ende des neunzehnten Jahrhunderts wurde in Bielefeld Bethel gegründet, ein Behandlungszentrum für Epileptiker,
in dem Tiere eine bedeutende Rolle spielten.
In den 80er Jahren bestand in Bethel die Möglichkeit, über 5000 Patienten aufzunehmen und das Angebot umfasste Reittherapie,
Hunde, Katzen, Vögel usw.
Obwohl die Tiere bei der Behandlung der Patienten bedeutsam waren, wurde das Ausmaß der möglichen therapeutischen Vorteile nicht erfasst.
1942 wurde im Pawling Army Airforce Convalescent Hospital in New York erstmals der Einsatz von Tieren dokumentiert.
Inmitten von Vieh, Pferden und Geflügel kurierten Kriegsveteranen ihre körperlichen und seelischen Verletzungen aus.
Leider wurde in der Einrichtung nie eine Studie darüber erstellt, wie die Tiere eingesetzt wurden.
Tiere verdrängen durch ihre bloße Anwesenheit Gefühle der Einsamkeit.
Sie sind in der Lage, emotionale Lücken, wie z. B. durch den Verlust eines nahen Angehörigen, zu füllen.
Es wurde auch nachgewiesen, dass die Verantwortung, die man für ein Tier übernommen hat, Menschen davon abhält, Selbstmord zu begehen.
Eben diese Verantwortung wirkt vor allem auf ältere Menschen stabilisierend, da sie den Tagesablauf strukturiert.
Außerdem müssen die mit einem Tier verbundenen Pflichten wahrgenommen werden, unabhängig von der momentanen Stimmung und Befindlichkeit.
Nach großen Aufregungen helfen Tiere den Menschen dabei, sich wieder zu beruhigen.
Tierische Gefährten sind in der Lage, Spannungen zu vermindern oder gar aufzulösen.
Besonders in Krisensituationen schätzen Menschen die Anwesenheit von Tieren,
da sie Anteil nehmen und die Regeneration nach psychischen Belastungen fördern.
Quellen:
- http://web.archive.org/web/200705171226 ... r/text.htm -
- http://de.wikipedia.org/wiki/Tiergest%C ... e_Therapie -
- http://www.tiere-als-begleiter.de/ -
Konntet ihr auch schon mal den heilenden Effekt eines Tieres feststellen ?
Liebe Grüße, Vision...

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