Thilo Sarrazin

Forum: Geschichte - Politik


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Thilo Sarrazin

Beitragvon Svart-Vinter » 8. Dez 2010 - 20:20


Thilo Sarrazin dürfte mittlerweile allen ein Begriff sein.

Mit seinem Buch "Deutschland schafft sich ab" hat er jetzt schon Geschichte geschrieben, indem er seine Meinung ganz offen preis gibt und über das redet, wovor viele Angst haben, darüber zu reden, nämlich über Immigranten und deren Eingliederung in die deutsche Kultur.
Außerdem ist die Sprache von der sogenannten Unterschicht und Hartz IV Empfänger, denen Thilo Sarrazin kritisch gegenüber steht.
Auch lässt er sich über die Bildungspolitik und viele andere Themen die Deutschland betreffen, aus.

Er redet Tacheles...

Viele Menschen sagen, er hat absolut recht mit seinen Äußerungen, aber viele sagen auch, dass es völlig ungerecht und diskriminierend ist.

Hier mal ein paar markante Aussagen:

Thema: Hartz IV

Wer als Hartz-IV-Empfänger die Kraft für ein Ehrenamt hat, sollte vielleicht mal die Kraft aufbringen, sich um Arbeit zu bemühen und dort seine ersten Aktivitäten hineinlegen.


Berlin hat einen Teil von Menschen, etwa zwanzig Prozent der Bevölkerung, die nicht ökonomisch gebraucht werden, zwanzig Prozent leben von Hartz IV und Transferleistungen.



Thema: Unterschicht

Je niedriger die Schicht, umso höher die Geburtenrate.


Berlin ist belastet von zwei Komponenten: Der Achtundsechzigertradition und dem Westberliner Schlamp-Faktor. Es gibt auch das Problem, dass 40 Prozent aller Geburten in der Unterschicht stattfinden.


Jeder, der bei uns etwas kann und anstrebt, ist willkommen; der Rest sollte woanders hingehen.



Thema: Ausländer

Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch höhere Geburtenrate. Das würde mir gefallen, wenn es osteuropäische Juden wären mit einem um 15 Prozent höheren IQ als dem der deutschen Bevölkerung.


Die unqualifizierte Migration, die wir gegenwärtig haben, und die Migration des ungebildeten, unqualifizierten Familiennachzugs, das kann in dieser Form nicht weitergehen.


Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert. Das gilt für 70 Prozent der türkischen und 90 Prozent der arabischen Bevölkerung in Berlin.


Ich möchte nicht, dass das Land meiner Enkel und Urenkel zu großen Teilen muslimisch ist, dass dort über weite Strecken Türkisch und Arabisch gesprochen wird, die Frauen ein Kopftuch tragen und der Tagesrhythmus vom Ruf der Muezzine bestimmt wird. Wenn ich das erleben will, kann ich eine Urlaubsreise ins Morgenland buchen.



Was sagt Ihr dazu?
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
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Re: Thilo Sarrazin

Beitragvon Mike » 22. Dez 2010 - 10:03


Leider eine sehr späte Antwort, aber hatte die letzten Wochen einiges zu tun ;-)

Ich hab das Buch von Sarrazin noch nicht gelesen, habs aber auf meinem Wunschzettel. Daher kann ich nur die Aussagen beurteilen, die du hier aufgeführt hast.

Wer als Hartz-IV-Empfänger die Kraft für ein Ehrenamt hat, sollte vielleicht mal die Kraft aufbringen, sich um Arbeit zu bemühen und dort seine ersten Aktivitäten hineinlegen.

Absolut korrekte Aussage in meinen Augen. HartzIV ist als Hilfe und Unterstützung gedacht für diejenigen, die keine Arbeit mehr finden. Wenn jemand allerdings dann die Zeit hat, ein Ehrenamt auszuüben, könnte er sich genausogut darum bemühen, eine Arbeit zu finden. Das Problem daran ist nur: Es gibt eben Jobs, bei denen man weniger verdient als man mit HartzIV bekommt. Insofern kann ich den Grundtenor "Wieso arbeiten für das gleiche Geld, das ich auch ohne Arbeit bekomme" irgendwie nachvollziehen. Tatsache ist aber auch: HartzIV zu beziehen obwohl man für das gleiche Geld Arbeit bekommen könnte ist asozial und ich bezeichne solche Leute einfach als Schmarotzer. Denn Hartz IV ist keine Alternative und man hat kein wirkliches Anrecht darauf - es ist eine Notlösung, eine Übergangslösung.

Berlin hat einen Teil von Menschen, etwa zwanzig Prozent der Bevölkerung, die nicht ökonomisch gebraucht werden, zwanzig Prozent leben von Hartz IV und Transferleistungen.

Naja... mag sein, aber ich sehe an dieser Aussage jetzt nichts, dem ich zustimmen oder großartig widersprechen könnte?

Je niedriger die Schicht, umso höher die Geburtenrate.

Tja... traurige Tatsache. Und wieso? Weil Gebildete und solche, die ich jetzt zur Mittel-/Oberschicht zählen würde, sich eben stark auf ihre Karriere und ihr Potential versteifen und somit wohl (geschätzt) erst mit 40 Jahren rum daran denken, Kinder zu bekommen. Letzter Teil ist geschätzt, wie gesagt - aber ich glaub, damit dürfte ich richtig legen, wenn ich Studium und Berufserfahrung etc. miteinrechne. Niemand will Menschen Kinder verwehren - aber es ist eine berechtigte Frage, ob es denn wirklich so sinnvoll ist, wenn Langzeitarbeitslose bzw. HartzIV-Empfänger mehr als ein Kind haben. Klingt hart, weil es stark in das "menschliche Persönlichkeitsrecht" eingreift. Aber man muss bedenken, dass hier a) der Staat diese Kinder größtenteils mitfinanziert und b) dass die Bildung dieser Kinder ein Problem darstellen könnte. Und nicht zuletzt die Tatsache, dass Kinder durch ihr Umfeld geformt werden und das Verhalten ihrer Eltern annehmen, sprich: Arbeitslos-Sein als "ganz normal" betrachten, ohne das schlechte Gewissen "Ich lebe auf Kosten ANDERER".

Jeder, der bei uns etwas kann und anstrebt, ist willkommen; der Rest sollte woanders hingehen.

Dem wiederum kann ich nicht zustimmen. Zum Einen, weil nicht jeder, der etwas kann, willkommen sein sollte. Priorität sollte eher sein, diejenigen, die Potential in unserem Land haben, AUSZUBILDEN, um aus ihnen die Elite von morgen zu machen anstatt sich Fachkräfte aus aller Herren Länder zu importieren. Nationalität hin oder her, aber wir dürfen hier nicht nur nach "wo können wir am Meisten Profit draus ziehen" schaun - wir haben auch PFLICHTEN.

Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch höhere Geburtenrate. Das würde mir gefallen, wenn es osteuropäische Juden wären mit einem um 15 Prozent höheren IQ als dem der deutschen Bevölkerung.

Dem ersten Teil kann ich zustimmen. Dem zweiten Teil nicht. Für mich haben beide Parteien nichts hier zu suchen. Muss aber dazu auch sagen, dass diese Meinung aufgrund eigener Erfahrungen geformt wurde, nicht aufgrund irgendwelcher Hassparolen oder Vorurteile.
Interkultureller Austauch - meinetwegen. Auch wenn ich sowohl den Koran/Talmud als auch diejenigen, die streng daran glauben, verurteile. Das hat mit der Religion, nicht mit den Menschen zu tun. Und zwar aus dem urarchaischsten Trieb heraus, den es gibt: Selbsterhaltung. Ich habe noch nie und werde auch nie eine Religion tolerieren, die mich als minderwertig bezeichnet, weil ich anderen Glaubens bin.
Und dass Türken Deutschland erobern, ist nun Mal Fakt. Dazu muss ich nicht Mal in ne Großstadt gehen. Dazu reicht eine kleine Kreisstadt schon aus, um die Auswirkungen zu sehen.

Die unqualifizierte Migration, die wir gegenwärtig haben, und die Migration des ungebildeten, unqualifizierten Familiennachzugs, das kann in dieser Form nicht weitergehen.

Nichts weiter dazu zu sagen. Vollständige Zustimmung.

Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert. Das gilt für 70 Prozent der türkischen und 90 Prozent der arabischen Bevölkerung in Berlin.

Absolute Zustimmung. Mit einer Erweiterung: Dies trifft nicht nur auf die türkisch-arabische Bevölkerung zu.

Ich möchte nicht, dass das Land meiner Enkel und Urenkel zu großen Teilen muslimisch ist, dass dort über weite Strecken Türkisch und Arabisch gesprochen wird, die Frauen ein Kopftuch tragen und der Tagesrhythmus vom Ruf der Muezzine bestimmt wird. Wenn ich das erleben will, kann ich eine Urlaubsreise ins Morgenland buchen.

Auch hier: Zustimmung. Wir haben unsere eigene Kultur - und DAS gehört mit Sicherheit nicht dazu.




Fazit also: Ich kann zwar nicht in allen Punkten mit ihm übereinstimmen, und teilweise bin ich anderer Meinung. Aber ich finde es gut, dass solche Aussagen auch Mal von einem Politiker kommen und diese öffentlich gemacht werden. Es ist eine Wahrheit, vor der jeder Politiker Angst hat, weil es längst nicht mehr darum geht, als Politiker das Beste für sein Land zu tun - es geht um Prestige und Arschkriecherei.
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
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