Ich war schon auf ca. 20 Beerdigungen .
Alle waren bis auf die Messen sehr unterschiedlich .
Das liegt aber auch daran ob ein Familienmitglied ,Freunde oder Bekannte beerdigt wurden .
Die Messen sind für mich überflüssig ,weil immer der selbe Schmarren abläuft . Das gelaber vom Pfaffen ,wie gut und nett der Verstorbene war,und das er es jetzt besser hatt und zum Herrn aufsteigt ,ist nicht mein Ding. Auch das ganze Bremborium drumherum ist doch nur Geldmacherei , denn alle wollen noch schnell ein paar Euronen machen .
Beim sogenannten Leichenschmaus hab ich auch schon die tollsten Sachen erlebt . Da wurde gesoffen , gestritten ( wegen Erbe ) und sogar ne Klopperei unter der Verwandschaft hab ich mitbekommen .
Die Frau meines Arbeitskollegen bekam am Tag der Trauerfeier von der LVA mitgeteilt das sie nur noch 60 % von der Rente erhält , das war schlimmer als der Tot des Mannes .
Ich bin halt nicht so ein Glaubensfanatiker , und kann auch in meinem Zimmer in mich gehen und dem Verstobenen die letzte Ehre erweisen.
Selbst möchte ich im kleinsten Kreis ohne Aufhebens , nach der Einäscherung ,irgendwo in einem sogenanten Friedwald beigesetzt werden , oder man soll die Asche ins Meer oder einen Fluss streuen .
Denn ich bin der Meinung ,ich hab mein Leben gelebt und vorbei ist vorbei.
Wem nützt es immer zum Friedhof rennen und das Grab zu pflegen , für das Geld soll sich lieber die Familie was kaufen ,ich brauch dann nichts mehr.
Anmerken möchte ich noch ,ich bin nicht gegen Friedhöfe , weil sie zu unserer Kultur gehöhren , habe schon bei einem Friedhofsgärtner gearbeitet und mitbekommen wie sehr manche den Friedhof brauchen um in der Nähe eines ehmals geliebten Menschen zu sein .
Das muß aber jeder mit sich selbst ausmachen .
Nur wenn wir Gräber wegmachen mußten oder Umbettungen vorgenommen haben und ich die mehr oder weniger vielen Knochen gesehen habe ,kam oft die Frage warum dieser Totenkult betrieben wird.
Der Friedhofsgärtner sagte mir ,ach Junge ,weils die Kirche so will und viele daran verdienen .

