Teufelskreis: Kaufsucht

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Teufelskreis: Kaufsucht

Beitragvon Svart-Vinter » 28. Jan 2008 - 23:11


Übermäßiger, zwanghafter Konsum ist häufig Ausdruck seelischer Defizite und führt in vielen Fällen auch noch zu großen finanziellen Schwierigkeiten.

Für Europa ist die Kaufsucht ein relativ neues Phänomen - ein seltenes ist es allerdings nicht.
Seinen Anfang nahm das rauschhafte Kaufen zur Zeit des Wirtschaftswunders in den fünfziger und sechziger Jahren.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und den langen Hungerjahren füllten sich in Deutschland langsam wieder die Teller.
Für viele rückte der Traum vom guten Leben mit steigenden Einkommen in greifbare Nähe.
Konsum spielt seitdem in unserer Gesellschaft eine zentrale Rolle, die durch die Werbung noch überhöht wird:
Sie verspricht psychischen Ausgleich und Problemlösung durch Konsum.

Es kommt zur Abhängigkeit vom Kaufen, die bis zum Verlust der Selbstkontrolle führen kann.

Das Kaufen bleibt dem Süchtigen als alleiniges Ausgleichs- und Befriedigungsmittel.
All seine Interessen zielen auf das Suchterleben - fällt dieses weg, folgen Entzugserscheinungen.

Der unwiderstehliche, stets wiederkehrende Drang, kaufen zu müssen, hat finanzielle wie psychische Konsequenzen.
Was mit einem regelmäßig überzogenen Konto beginnt, kann zur Verschuldung in Millionenhöhe führen.
Das Gefühl von Einengung und Vereinsamung, von Scham und schlechtem Gewissen verstärkt den Leidensdruck noch.
Aus Verzweiflung flüchten sich die Betroffenen wieder in den Kaufrausch - ein Teufelskreis.

Wie bei jeder anderen Sucht, verschafft nicht das Suchtmittel selbst Befriedigung, sondern das Suchterleben.
Kaufsüchtigen dient dazu der Akt des Kaufens, nicht der Besitz oder das anschließende Konsumieren der gekauften Güter.
Die während des Kaufens empfundenen euphorischen Glücksgefühle wandeln sich zu Hause schnell in Schuld und Angst:
Gekaufte Dinge werden gesammelt, unausgepackt gelagert, versteckt, verschenkt oder weggeworfen.

Kaufen kann dem Süchtigen kurzfristig erlauben, innere Unruhe zu betäuben, Ängste und Depressionen zu unterdrücken.

Auf der anderen Seite wirkt es aber auch wie ein stimulierendes Aufputschmittel:
Es verschafft Glücksgefühle, sich selbst zu beschenken, um eine innere Leere zu füllen.

Die aufregende "Jagdlust" beim Kaufen hilft außerdem, den deprimierenden Alltag zu vergessen.

Quelle: Klick


Hilfe bei Kaufsucht:

- http://www.psychologe.de/beratung/themen/kaufsucht.php -
- http://www.psychologe.de/beratung/theme ... fsucht.php -
- http://www.stangl-taller.at/ARBEITSBLAE ... ucht.shtml -



Kennt ihr betroffene Menschen?
Wie schafft man es aus diesem Teufelskreis heraus?


Liebe Grüße, Vision.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
Svart-Vinter

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