Synonyme: Religion & Wissenschaft

Forum: Glaubensfragen - Geheimbünde


Religiöse Weltanschauungen und Sinngebungssysteme. Religionspsychologie, Religionsgeschichte, spirituelle Religion, Religionsphilosophie und eigene Ansichten.




Synonyme: Religion & Wissenschaft

Beitragvon Ategato » 19. Jul 2008 - 19:12


[align=center]Wissenschaft? Wer glaubt denn schon an die Wissenschaft?
Das ist doch nur ein Hirngespinnst von Leuten, die auf Drogen sind. Sie wurde nur erfunden, um die Menschen unter Kontrolle zu halten.
Wissenschaftler sind einfach nur macht- und geldgierige Menschen, die die Wissenschaft für egoistische Zwecke benutzen.
[/align]

Ihr haltet mich für einen Spinner, weil ich Quatsch labere?
Hmm maybe ist das so, aber dann gilt das dank der Meinungsrelativität auch für jeden anderen. Ich habe diesen Einstieg bewusst so gewählt. Lasst es mich näher erläutern.

Betrachten wir doch mal das Wesen der Wissenschaft. Auf was basiert sie? Auf Logik und Fakten. Auf was basieren Fakten? Auf Erkenntnissen, die man mit Maßstäben feststellt.
Durch wen sind diese Maßstäbe entstanden? Menschen. Genau! Und genau hier liegt der Knackpunkt.
Nehmen wir an, Religionen sind nur durch den Menschen entstanden und nicht von göttlicher Entität. Wieso wird dann die Wissenschaft nicht genauso betrachtet, wie die Religion? Im Endeffekt basieren doch beide auf Menschen oder?
Sogar mein atheistischer Mathelehrer sagt, dass beispielsweise die Mathematik auf einer Lüge basiert. Zahlen existieren nicht, sondern wurden von Menschen erfunden; sie existieren nicht real. Das hat er selber als Mathelehrer und überzeugter Atheist gesagt. Und Wissenschaftler glauben an diese Zahlen, weil sie dadurch besser im Leben klarkommen. Etwa genau so wie Religiöse an Gott? ;)

Ok, dann könnte man jetzt zur Verteidigung der Atheisten sagen, dass bei der Wissenschaft Experimente bestätigen, dass diese wissenschaftliche Erkenntnisse richtig sein müssen und somit Gültigkeit haben. Schön und gut.

1. Punkt: Wenn ein Experiment ein positives Ergebnis hat, muss das nichts bedeuten. Es ist schon sehr oft passiert, dass nach Jahren bei einem Ergebnis herausgefunden wurde, dass es wegen etwas ganz anderem so ist, wie es ist. Das schonmal als Argument, dass die Wissenschaft längst nicht so perfekt ist, wie die meisten es behaupten.
2. Punkt: Hier kann man ganz locker sagen, dass es bei der Religion auch "Experimente" gibt, die positive Resultate ergeben. Das einzige ist nur, dass diese nicht auf dem Weg der Wissenschaft nachweisbar ist. Das hat jedoch nicht zu bedeuten, dass sie deswegen falsch sind. Man könnte auch sagen, dass es nötig ist, wissenschaftliche Erkenntnisse auf religiöser Basis zu untersuchen. Wenn dann kein positives Ergebnis rauskommt, dann ist die wissenschaftliche Erkenntnis nicht unbedingt richtig. Die Wissenschaft und Religion sind im Wesen viel ähnlicher, als es den Anschein hat.
Und ich kann es nicht nachvollziehen, dass die Wissenschaft obwohl ihrer Wesensgleichheit aus epochalen Faktoren der Religion bevorzugt wird.
3. Punkt: Wer nun als Argument benutzt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse dazu beigetragen haben, dass wir uns so weit entwickelt haben, hat es nicht ganz verstanden. In der Religion gibt es viele Dinge, die man nur damit und nicht mit der Wissenschaft erreicht. Beispielsweise sind religiöse Eingebungen etc. mit bestimmten Riten möglich. Durch Kabbala oder bestimmte Meditationsarten kann man sein Schicksal beeinflussen (welches in der Wissenschaft nicht mal existiert) oder oder oder. Die Wissenschaft bezieht sich hauptsächlich auf das materielle, aber das ist nur eine Seite von zwei.

Fazit:
Schlussendlich wird die Wissenschaft so hochgepriesen, obwohl es doch so gleich ist mit der Religion. Es sind zwei verschiedenartige Systeme, die laut der genannten Begründung eigentlich total gleichwertig sind. Wissenschaft ist demnach ein Synonym für Glaube bzw. in dem Fall sogar Religion.
Atheismus resultiert nach meiner hier erläuterten Begründung aus Arroganz, weil die Wissenschaft auf menschlicher Ebene basiert und nicht, wie in der Religion behauptet, auf göttlicher. Im Endeffekt, sind jedoch trotzdem beide im Wesen gleich und jeder muss für sich selber entscheiden, welchen Weg er wählt, aber er kann nicht das eine oder andere total falsch reden.

Mein Fazit: Die Mischung machts!

Vielen Dank.

MfG,
Ategato
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Synonyme: Religion & Wissenschaft

Beitragvon Lucivar » 19. Jul 2008 - 20:23


1. Punkt: Wenn ein Experiment ein positives Ergebnis hat, muss das nichts bedeuten. Es ist schon sehr oft passiert, dass nach Jahren bei einem Ergebnis herausgefunden wurde, dass es wegen etwas ganz anderem so ist, wie es ist. Das schonmal als Argument, dass die Wissenschaft längst nicht so perfekt ist, wie die meisten es behaupten.


Wie erklaerst du dir dann die Wissenschaft bezueglich der Forschung am z. B. menschlichen Koerper? Die DNS, die Hirnforschung etc. ? Immerhin sind daraus einige unfehlbare wissenschaftliche Erkenntnisse hervorgegangen, auf denen dann Arzneimittel aufbauen, um nur ein Beispiel zu nennen.

Ausserdem sind Wissenschaft und Religion dennoch eher Konkurrenz (Glauben heisst nichts wissen), im Grunde ist ja Satanismus und Christentum auch nur Religion, aber das eine schliesst das andere aus. Wie verhaelt es sich mit unserem Wortschatz und unseren Ansichten von Farben? Gelb ist Gelb, weil wir es so festgelegt haben und wir erkennen gelbfarbene Toene auch in anderen orangefarbenen Toenen wieder, weil wir Gelb eben als solches kennen und akzeptieren und wahrnehmen. Nichts anderes sind Zahlen. Auf ihnen bauen viele logisch Vorgaenge auf und die Tatsache, dass es immer noch absolut ungeloeste mathematische Raetsel gibt zeigt meiner Ansicht nach auch auf, dass auch die Zahlen eine selbststaendige Ordnung entwickelt haben.

Ich glaube, dass Wissenschaft und Religion vllt aehnliche Grundzuege haben, aber viele hochausgezeichnete Wissenschaftler sagen selbst, dass sie sich irren koennen und neue Ergebnisse das Alte widerrufen koennen. Die Wissenschaft sieht sich also nicht als absolut und unfehlbar an, sie betrachtet Dinge, die sich wiederholen und versuchen, daraus eine Regelmaessigkeit abzuleiten, die dem Menschen im Ablauf des Lebens von Vorteil sein kann, wie viele andere kleine Dinge, die wissenschaftlich sind. Angefangen von damaligen Alchemisten bis zu heutigen Doktoren, Professoren und blabla. Ohne Systeme gaebe es heute sehr viel nicht, ohne Wissenschaft keine Chemie, ohne Chemie keine Medikamente und keine Kunststoffe, ohne Kunststoffe verminderter Lebensstandard etc. etc.

Ich finde, trotz Aehnlichkeit kann man beides nicht gleichsetzen, denn z. B. glaube ich an keine Religion, verfolge jedoch gerne wissenschaftliche Ereignisse.
Und obwohl viele Menschen in Wissenschaft ihre eigene Religion und ihren Glauben erkennen koennen, wie sie meinen, ist es dennoch kein Ersatz, sondern etwas, das dem Menschen mehr Einblicke und wohl auch Vorteile verschaffen soll, waehrend Religion eine reine Glaubenssache und innere Erfuelltheit oder so Zeug vermitteln soll.

[...]

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Re: Synonyme: Religion & Wissenschaft

Beitragvon Ategato » 20. Jul 2008 - 01:30


Estmal danke für die Antwort :D

Lucivar hat geschrieben:
1. Punkt: Wenn ein Experiment ein positives Ergebnis hat, muss das nichts bedeuten. Es ist schon sehr oft passiert, dass nach Jahren bei einem Ergebnis herausgefunden wurde, dass es wegen etwas ganz anderem so ist, wie es ist. Das schonmal als Argument, dass die Wissenschaft längst nicht so perfekt ist, wie die meisten es behaupten.


Wie erklaerst du dir dann die Wissenschaft bezueglich der Forschung am z. B. menschlichen Koerper? Die DNS, die Hirnforschung etc. ? Immerhin sind daraus einige unfehlbare wissenschaftliche Erkenntnisse hervorgegangen, auf denen dann Arzneimittel aufbauen, um nur ein Beispiel zu nennen.

Ausserdem sind Wissenschaft und Religion dennoch eher Konkurrenz (Glauben heisst nichts wissen), im Grunde ist ja Satanismus und Christentum auch nur Religion, aber das eine schliesst das andere aus. Wie verhaelt es sich mit unserem Wortschatz und unseren Ansichten von Farben? Gelb ist Gelb, weil wir es so festgelegt haben und wir erkennen gelbfarbene Toene auch in anderen orangefarbenen Toenen wieder, weil wir Gelb eben als solches kennen und akzeptieren und wahrnehmen. Nichts anderes sind Zahlen. Auf ihnen bauen viele logisch Vorgaenge auf und die Tatsache, dass es immer noch absolut ungeloeste mathematische Raetsel gibt zeigt meiner Ansicht nach auch auf, dass auch die Zahlen eine selbststaendige Ordnung entwickelt haben.

Ich glaube, dass Wissenschaft und Religion vllt aehnliche Grundzuege haben, aber viele hochausgezeichnete Wissenschaftler sagen selbst, dass sie sich irren koennen und neue Ergebnisse das Alte widerrufen koennen. Die Wissenschaft sieht sich also nicht als absolut und unfehlbar an, sie betrachtet Dinge, die sich wiederholen und versuchen, daraus eine Regelmaessigkeit abzuleiten, die dem Menschen im Ablauf des Lebens von Vorteil sein kann, wie viele andere kleine Dinge, die wissenschaftlich sind. Angefangen von damaligen Alchemisten bis zu heutigen Doktoren, Professoren und blabla. Ohne Systeme gaebe es heute sehr viel nicht, ohne Wissenschaft keine Chemie, ohne Chemie keine Medikamente und keine Kunststoffe, ohne Kunststoffe verminderter Lebensstandard etc. etc.

Ich finde, trotz Aehnlichkeit kann man beides nicht gleichsetzen, denn z. B. glaube ich an keine Religion, verfolge jedoch gerne wissenschaftliche Ereignisse.
Und obwohl viele Menschen in Wissenschaft ihre eigene Religion und ihren Glauben erkennen koennen, wie sie meinen, ist es dennoch kein Ersatz, sondern etwas, das dem Menschen mehr Einblicke und wohl auch Vorteile verschaffen soll, waehrend Religion eine reine Glaubenssache und innere Erfuelltheit oder so Zeug vermitteln soll.


Du meinst sicher Humanbiologie, Neurologie u.ä.
Ich könnte jetzt sagen, dass man selbst nicht sieht, ob an genau dieser oder dieser Stelle des Armes irgendein Elektroimpuls durch das periphere Nervensystem zum Gehirn düst. Oder kannst Du es mir zeigen? ^^
Gut, Medikamente etc. können dies bestätigen sagst Du. Aber man wird nie wissen, ob diese Medikamente aus dem in der Schule erklärten "Fakten" so wirken oder aus einem anderen Grund. (ich benutze eigentlich nicht gerne absolute Wörter wie "nie" oder "egal was passiert", aber hier passt es anscheinend^^)
Zudem kommt mir das ziemlich seltsam vor, weil der Mensch es sich eigentlich lieber leichter macht und sich auf bereits vorgegebenen Fakten beruht, statt immer wieder feststellen zu müssen, dass etwas wegen etwas anderes so ist, wie es ist.


Was bedeutet denn wissen? Wie würde Deine Definition von "ich weiß etwas" lauten? Und danach bitte ich dich höflichst darum, diesen Part nochmal zu lesen:

Betrachten wir doch mal das Wesen der Wissenschaft. Auf was basiert sie? Auf Logik und Fakten. Auf was basieren Fakten? Auf Erkenntnissen, die man mit Maßstäben feststellt.


Wir Menschen übernehmen Prüftechniken "von der Seite der Wissenschaft" und betiteln diese als wahr. Jedoch ist die Wissenschaft insofern eigentlich nur eine Art System ebenso wie die Religion (vor allem bestimmte Religionen).

Gut, das wäre ein Argument, welches man benutzen könnte, um sagen zu können, dass die Religion zu sicher von sich selber ist. Das steht meiner Meinung nach in Relation mit der jeweiligen Religion, denke ich.

Lass mich raten: Du beziehst Dich jetzt hauptsächlich auf den Christentum?
Denn im Koran ist selbst Wissenschaft enthalten. Astronomie, Biologie, Mathematik (<- vor allem das) sogar Physik etc. Auch wenn ich es empfehlen würde Arabisch zu lernen, kann ich das von keinem Verlangen, aber dann kann ich auch nicht erwarten, dass mein Gegenüber in Bezug auf den Koran mit Ganzwissen antwortet. (ich bin nämlich kein Fan von Übersetzungen, da diese viele Übersetzungsfehler und somit auch Interpretationsfehler beinhalten können: Sofern ich noch kein Thread dazu eröffnet habe, werde ich auch in einem neuen Thread gerne den Koran thematisieren)
Oder auch im Buddhismus und auch Taoismus, wenn ich mich nicht irre, sind viele Dinge enthalten, die in der heutigen Wissenschaft relevant sind. Beispiel dafür Yoga, Meditation etc. Alles von der königlichen Wissenschaft geprüft.


Verzeiht meinen Papagei-Post, ich wollte meine Antworten nur exakt der Textstelle zuordnen :P Und danke an denjenigen, der diesen Thread verschoben hat :mrgreen:

MfG,
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Beitragvon The_Sorrow » 20. Jul 2008 - 21:52


Nun wenigstens ist es in der Wissenschaft möglich eine aussage die dort gemacht wurde zu überprüfen. Und genau genommen sind Fehler in der Wissenschaft vorprogrammiert,dort heerscht meiner Meinung nach das Prinzip von Versuch,Irrtum und Erkenntnis.

Und zu deiner Aussage:Religion ist auch eine Erfindung von Menschen auf Drogen.Die nur aus MAcht und Geldgier handeln.

Ich weis nicht diese Aussage die du gemacht hast und die die ich gemacht haben, haben was von Schlagzeilen in irgendwelchen Boulevardblättern.
Reiserisch und
extrem einseitig.

Und mit Religion zu vergleichen scheint mir ein wenig kompliziert da jede Religion andere Weltanschauungen hat und sich die WElt vollkommen anders erklärt.
The_Sorrow

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Re: Synonyme: Religion & Wissenschaft

Beitragvon Ategato » 20. Jul 2008 - 23:52


The_Sorrow hat geschrieben:Nun wenigstens ist es in der Wissenschaft möglich eine aussage die dort gemacht wurde zu überprüfen. Und genau genommen sind Fehler in der Wissenschaft vorprogrammiert,dort heerscht meiner Meinung nach das Prinzip von Versuch,Irrtum und Erkenntnis.



Ähm natürlich ist es möglich wissenschaftliche Aussagen zu überprüfen, wenn man wissenschaftliche Prüfweisen benutzt :lol: (<- soll nicht beleidigend oder hämisch sein)
Aufgrund der Wesensgleichheit der Reigion und Wissenschaft kann man genauso auch sagen, dass man wissenschaftliche Erkenntnisse mit religiösen Prüfweisen überprüfen muss. Schließlich ist die Wissenschaft wesensgleich wie die Religion und somit nur ein Synonym.

Und zu deiner Aussage:Religion ist auch eine Erfindung von Menschen auf Drogen.Die nur aus MAcht und Geldgier handeln.

Ich weis nicht diese Aussage die du gemacht hast und die die ich gemacht haben, haben was von Schlagzeilen in irgendwelchen Boulevardblättern.
Reiserisch und
extrem einseitig.


Ich habe den Anfang nur deswegen so geschrieben, weil das gleiche über die Religion behauptet wird. Ich hatte nur die Intention auf die Synonymität aufmerksam zu machen und natürlich mindestens etwas Interesse zu wecken ;P und nicht, weil ich der Meinung bin, dass die Wissenschaft auf Drogen basiert.

Das was Du gesagt hast, um das gleiche wie ich zu machen, ist genau das, was ich mit meiner zugegebenerweise etwas polarisierenden Einstieg kritisieren wollte.
Man kann nicht einfach sagen, das ist durch Menschen im Drogenrausch oder macht- und kontrolliergeile Menschen entstanden. Weder über die Religion noch über die Wissenschaft.

Falls Sachen unverständlich sind und das kann durchaus der Fall sein, erläutere ich sie gerne nochmal.

MfG,
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Beitragvon vacuum » 21. Jul 2008 - 08:41


Der Gleichsetzung von Religion und Wissenschaft kann ich nicht zustimmen.

Wissenschaft ist nichts anderes als das vorläufig Mögliche, das, was sich nicht den Beobachtungen entzieht.
Klar basiert sie auf der menschlichen Wahrnehmung und den logischen Rückschlüßen, die aus diesen Wahrnehmungen gewonnen werden.

Wissenschaft geht nicht selbstgefällig davon aus, automatisch recht zu haben.
Jede Erkenntnis muß sich bewähren. Tut sie dies nicht, ist sie widerlegt.

Glaube ist Glaube, wie das Wort schon sagt.
Nicht nachweisbar, es entzieht sich der Wahrnehmung vieler Menschen.

Abgesehen dieser wissenschaftlich geprüften Teilgebiete.
Doch diese allein sind nunmal nicht die grundlegende Essenz einer jeden Religion. Es ist halt immer noch der Glaube.


Dem entgegen können religiöse Menschen aber durchaus wissenschaftliche Rückschlüße wahrnehmen.

Das einzige was Wissenschaft und Religion gemeinsam haben, sie gestehen sich nicht gerne Fehler ein. Das wars dann aber auch schon.
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Beitragvon Kha » 21. Jul 2008 - 13:25


Zunächst einmal: Du schneidest ein interessantes und sehr brisantes Thema an. Finde ich gut :!:

Mathematiker (um zu deinem ersten Beispiel da oben zurückzukommen), lernen als erstes in ihrem Mathematikstudium, dass 1 + 1 =/= 2 ist. Denn 1 ist nicht definierbar, und somit gibt es keine gültige Lösung für diese Aufgabe.
Theologen aller Art (Gelehrte Gurus, usw usw.), haben auch ihre Beweise.

z:b: gibt es in der christlichen Geschichte viele die versucht haben gültig zu erklären dass es Gott gibt. Genauso wie ein Wissenschaftler uns genau sagen will, dass die DNA sich in ihrer Gammastruktur als Spirale schraubt.

Denn auch dass, wurde nie gesehen. Es sind spekulationen die aufgrund von gewissen bewiesen angestellt wurden. Soweit mir bekannt ist, ist es eine sichere vermutung, aber nie ganz bewiesen.

Es z.b. einen Gottesbeweis der sagt "Wo ein Feuer ist, muss auch ein Funke sein, wer ist der Funke, woher kommt der Funke? Der Funke muss von Gott kommen." oder " Der Stein rollt, eine Energie muss den Stein ins rollen gebracht haben, diese energie war Gott."

Natürlich ist das etwas banal, allerdings sind diese Versuche mehrere Jahunderte alt.
Es git heute weitaus moderne versuche gott zu beweisen.

Ich gebe dir völlig recht Ategato.
Der Mensch braucht seine Lebensansätze, sei es die Wissenschaft oder die Religion um sich selbst zu schützen, um seine extenziellen Ängste zu unterdrücken.
<b>Wer lachen kann, ist klar im Vorteil.</b>
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Beitragvon vacuum » 21. Jul 2008 - 14:33


Im Grunde gibt es nur drei Arten von Beweisen:
Den naturwissenschaftlichen Beweis, den mathematischen Beweis und den historischen Beweis.

Normalerweise erwarten wir von einem Beweis, daß nach dessen Darlegung alle Widersprüche verstummen.
Wer sich einen solchen Beweis für die Existenz Gottes erhofft, wird ihn schwerlich finden.

Die Flamme veranschaulicht wieder schön den "god of gaps".
vacuum

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Re: Synonyme: Religion & Wissenschaft

Beitragvon Kha » 21. Jul 2008 - 18:35


vacuum hat geschrieben:Im Grunde gibt es nur drei Arten von Beweisen:
Den naturwissenschaftlichen Beweis, den mathematischen Beweis und den historischen Beweis.

Normalerweise erwarten wir von einem Beweis, daß nach dessen Darlegung alle Widersprüche verstummen.
Wer sich einen solchen Beweis für die Existenz Gottes erhofft, wird ihn schwerlich finden.

Die Flamme veranschaulicht wieder schön den "god of gaps".


Woher weiß man genau das die DNA in ihrer Gammastruktur Spiralförmig ist? Ich finde man kann das eben nicht genau sagen, "in der Natur" geschieht das, weil das... Das ist ja jene Überlegung.Kann man mit absoluter Sicherheit sagen, dass der Archeopteryx wirklich halb Reptil halb Vogel wahr? Man kann nur vergleichen, einen gültigen Beweis gibt es nicht. Den schaffen sich die Menschen, damit sie weiterhin schön weiter machen können, denn, "das ist ja so."


Hatte ich bereits in meinem Beitrag davor geschrieben, selbst mathestudenten im ersten Semester lernen, dass 1 + 1 nicht gleich 2 ist. Sondern das dies Spekulationen sind.Also kannst du auch nicht mich sicherheit davon ausgehen, dass mathematische Beweise richtig sind. Sie sind sich ja noch nicht mal bei den Zahlen sicher.


Der historische Beweis, nunja. Ok, vllt aus den vergangen 200 Jahren, weil es Fotografien gibt. Aber es ist auch nachgewiesen dass gewisse Quellen einfach falsch sind. Komischerweise schreien immer alle laut auf wenn die Archive des Vatikans mal offen stehen (oha, ein Wunder) und man auch dort Quellen findet die etwas gegenteiliges Aussagen. Dann ist sofort alles falsch, weil >> Kirche.
In der Geschichte hat man versucht ganze Teile der "Geschichte" zu vertuschen, oder meinst du z.B. die lieben Amis erklären ihren Kiddies dass sie tausende Ureinwohner aufm gewissen haben?
Wo ist der Beweis? Ein schriftstück ist kein Beweis. Ein Foto schon eher, obwohl man da heute sehr vorsichtig sein muss.


Ich hoffe ihr könnt da etwas zu ordnen.

Und zu der Flamme, bitte lies richtig. Dieses Beispiel ist uralt. Es wahr ein Beispiel für ein beispiel. Natürlich kann man nicht mehr heute davon ausgehen.
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Beitragvon vacuum » 21. Jul 2008 - 19:56


Versteht man mich hier eigentlich andauernd falsch?

Was ich schrieb, bezog sich rein auf die Definition eines Beweises.
Und da gibts eben nur diese Drei. Auf etwas anderem kann ein Beweis (in der Bedeutung des Wortes) nicht basieren.

Mir ist auch klar, daß das alles relativ und fehlbar ist.



Aber wenn wir immer gleich davon ausgehen, daß sowieso alles falsch ist, was wir nach Stand des gegenwärtigen (Un)Wissens best möglich erforschen,
ergäbe es keinen Sinn, überhaupt noch an irgendwas zu forschen, und alles wäre somit Nichtig.

Die Menschen schmiedeten ihre Werkzeuge um diese Welt zu sezieren und zu erklären.
Davon auszugehen, daß diese Werkzeuge fehlerhaft geschmiedet sind, ist sicher berechtigt,
dem widerspreche ich ja auch nicht, aber man kann nach Jahrtausenden nicht alles über den Haufen werfen und sagen,
es sei sowieso alles in Frage zu stellen was mit diesen Techniken erreicht wurde.

Gerade auch in Sachen Mathematik, ein sehr universelles Tool,
da sag ich doch glatt, machen wirs erstmal besser, gell? :D

Und erfinden ein neues System, mit dem sich so einiges halbwegs plausibel veranschaulichen und erklären läßt.

Und diesmal ohne Fehler bitte! :D


Kha hat geschrieben:Der historische Beweis, nunja. Ok, vllt aus den vergangen 200 Jahren, weil es Fotografien gibt. Aber es ist auch nachgewiesen dass gewisse Quellen einfach falsch sind.


Uhm, ja. Historische Quellen sind immer mit Vorsicht zu genießen, dem pflichte ich bei.
Aber den historischen Aspekt konnte ich schlecht weglassen, schließlich zählt er ja weltweit auch zu den drei essentiellen Beweis-Begründungen.
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