Sucht nach Input

Forum: Missbrauch - Abhängigkeit


Diskussionen und Infos zum Thema: Sucht und Missbrauch, stoffgebunden - nicht stoffgebunden.




Sucht nach Input

Beitragvon Svart-Vinter » 5. Jul 2008 - 10:27


Gibt es sowas wie eine Sucht nach Informationen und Weiterbildung?


Viele Grüße.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
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Beitragvon Lucivar » 5. Jul 2008 - 14:04


JA! Auf jeden Fall! Mein Freund kann nicht leben, ohne jede Woche was Neues zu lernen. Er ist suechtig nach
Wissen, wo er nur ist sammelt er davon so viel wie es nur geht! Weil er so wenig spielt hab ich ihm mal Seifenblasen
geschenkt. Er hat sich sofort informiert, wie die aufgebaut sind, wieso die schillern, wie ihre Statik ist etc. etc.
Erst dann hat er gespielt und aufgepasst: er schafft es, in eine Seifenblase noch weitere zu machen und noch
mehr und so weiter. Er sammelt erst mal so viel Wissen wie moeglich und testet dann alle Moeglichkeiten. Er
kann nich einfach spielen, er muss erst wissen, wie es geht und dann optimiert er alles und bringt wieder mal lauter
Zeug zu stande... o_O
Er studiert auch ein schweres Fach und fuehlt sich darin richtig wohl. Am liebsten wuerde er den Master in Mathe machen...

"Du magst Eis, du magst Eis, du liebst Eis, du kannst ohne Eis nicht leben, ohne Eis bist du hoffnungslos, deine Existenz ist sinnlos - ohne Eis. Ohne Eis bist du ein Scheiss."

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Beitragvon Ategato » 25. Sep 2008 - 18:53


Input hört sich sehr allgemein an. Also sinnlosen Input vom TV mag ich überhaupt nicht. Aber:

Ich kann ohne Wissen nicht leben,
würde mich selber aber nur scherzhaft süchtig davon nennen.

Ich liebe es viel zu wissen und mich weiterzubilden.
Nachdem ich vor kurzem die Psychologie erstmal abgehakt habe, beschäftige ich mich momentan mehr mit Neurologie und Politik.
Ich liebe es danach mit diesem Wissen darüber mit anderen zu diskutieren, Wissen weiterzugeben und eventuell etwas neues dazuzulernen.


Ich sehe mein Lebensziel auch darin, mich geistig so weit wie möglich weiterzuentwickeln. :D
Schaff ich mit links!!! *selbst-Ironie* -.-

Lucivar hat geschrieben:Er studiert auch ein schweres Fach und fuehlt sich darin richtig wohl. Am liebsten wuerde er den Master in Mathe machen...


Ich hörte, bei einem Mathestudium diskutiert man darüber, weshalb nach der 2 die 3 kommt. Ich meins ernst o_O

MfG,
Ategato
Alles Vergängliche ist eine Illusion.
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Beitragvon Mike » 25. Sep 2008 - 19:44


Interessantes Thema. Bei mir wechselt sich das ab. Es gibt Wochen und Monate, da verschling ich Wissen. Seit Ende Mai diesen Jahres hab ich z.B. über 20 Bücher gelesen (macht nach Adam Riese 5 pro Monat...). Da führ ich aber dann nur diejenigen auf, die man auch Wissen nennen kann und nicht die Fantasy-Romane, die ich ab und an noch gelesen hab, um auf andere Gedanken zu kommen. Nebenbei mach ich noch ein Fernstudium ;-)

Dann gibt es aber auch Wochen und Monate, wo ich kein einziges Buch lesen kann.

Mein Problem ist nur: Ich bin recht schlecht drin, mir Dinge wie Jahreszahlen oder Namen zu merken. Daher les ich erst gar nicht großartig Geschichtsbücher oder ähnliches - aber zum Glück gibt es hier auch Romane, die Wissen enthalten zu der historischen Zeit, die mich interessiert. Da fällt das Merken etwas leichter.
Mein Hauptinteresse dürfte wohl am Besten mit "Grenzwissenschaften" umschrieben sein. Esoterik, Okkultismus, alte Hochkulturen und ihre Geheimnisse, Religion, ...

Man sollte meiner Meinung nach in zwei "Wissens-Sucht"-Gebiete aufteilen. Das Eine wäre das Wissen von Information, das andere das Wissen um die Dinge.
"Weltliches" Wissen und metaphysisches Wissen, das unserer geistigen Fortentwicklung dient. Denn die Definition und die Berechnung einer Integral-Gleichung mag vielleicht interessant sein und unser Gehirn schulen. Aber für die geistige Entwicklung bringt es weniger. Das Gleiche gilt mit Geschichte. Zu wissen, ob um 333 ne große Schlacht war oder wann Cäsar den Rubicon überschritt ist zwar interessant und man erscheint gebildet. Aber interessanter finde ich die Frage: WARUM hat er das getan. Und was können wir aus dieser Geschichte lernen?

Mich interessiert eher letzteres.
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
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