Slang - Die Umgangssprache

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Slang - Die Umgangssprache

Beitragvon Svart-Vinter » 6. Mai 2008 - 05:58


Man sagt fast nirgends in Deutschland wird reines hochdeutsch gesprochen.

Ich komme vom Niederrhein, wo in manchen Gebieten "platt" gesprochen wird.
Leider habe ich mir hier auch einen eigenartigen Slang angewöhnt, obwohl ich ursprünglich aus Sachsen (Leipzig) komme.

Zu unserem Sprachgebrauch gehören Wörter wie: dat, wat, wat isset, wie isset, et (anstatt es), usw.
Ich muss zugeben, das sich die verhunzelte Sprache grausam anhört.

Eine Zeit lang habe ich mich dahinter geklemmt und versucht, mir das abzugewöhnen.
Es hatte auch geklappt, aber dann irgendwann kam der Slang wieder.

Ich würde von euch gerne wissen, ob man sich sowas überhaupt abgewöhnen kann?
Redet man bei euch auch einen Slang?

Warum sind manche Menschen anfälliger für solch einen Slang und andere nicht?


Liebe Grüße.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
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Beitragvon skygge » 6. Mai 2008 - 17:56


Also bei uns in München gibts viele die zwar bayerisch sprechen können aber normalerweise spricht man hier nur ein schlampiges Hochdeutsch mit ganz wenig bayerischen EInflüssen würde ich sagen.
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Beitragvon Hagazussa » 6. Mai 2008 - 19:30


Als ich auf's Land zog(kurz vor Holland), hatte ich bei manchen
Aussagen so meine Probleme und wusste nicht was gemeint war.

Die sagen hier:
Laß die Türe los, anstatt: Laß die Türe auf.
Oder:
Ich bin mit dem Übergegangen, anstatt: Ich bin mit dem zusammen den
Weg gegangen.

Da hatte ich des öfteren so einige Fragezeichen in meinem Gesicht stehen.
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Beitragvon Gast » 6. Mai 2008 - 20:16


Ohja.. Slang, Dialekte, Akzente..
finde ich sehr faszinierend.
Wie sehr sich allein der Klang der Stimme verändert, wenn man einen Akzent hat.. oder gar Dialekt spricht.

Ich mag es auch gern zu bemerken, dass ich noch ein paar Ausdrücke und Redewendungen aus meinem "heimat dialekt" in meinem Aktiven Sprachgebrauch habe, obwohl ich wo anders aufgewachsen bin.

Ich denke man übernimmt Slang und Dialekt schnell, wenn man sich wohl fühlt, bzw um sich "anzupassen"/ dazu zu gehören.
Es ist ja ein Zeichen von Sympathie, wenn man unbewusst seinen gegenüber kopiert. Sei es in der Körperhaltung oder auch das bekannte "Mitgähnen", oder halt auch in der Sprache.
Jede Generation entwickelt ihren eigenen Sprachgebrauch, um sich von den Eltern abzugrenzen..
und so hat man zum Beispiel im Freundeskreis auch bestimmte "Insider" die gepflegt werden, um Zusammengehörigkeit zu stärken und zu demonstrieren, denk ich.
Ähnlich ist es, meiner Auffassung nach, auch mit Namen.
Spitznamen können auch solche "Insider" sein, die der Außenwelt zeigen sollen "wir kennen uns, wir gehören zusammen".
Sprache ist schon etwas unheimlich faszinierendes :roll:
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Beitragvon Lirias » 22. Jun 2008 - 01:18


Jede Gruppe von Menschen gewöhnt sich einen eigenen Sprachstil an. Ob es nun ein Bundesland oder eine Schulklasse ist, auf dauer entwickelt sich einfach ein eigener Wortschatz.

Hier in Unterfranken wird oft "k wie g", "t wie d" und "p wie b" ausgesprochen, was durchaus seltsam klingen kann ^^.

Die Aussprache der Uhrzeiten macht auch manchen Leuten aus anderen Regionen zu schaffen. Viele können mit "viertel nach zwei" oder "fünf vor halb vier" nichts anfangen. Ein Radiomoterator hier sagt es immer auf drei verschiedene Arten. z. B. es ist halb drei, vierzehnuhrdreißig und dreißig minuten nach zwei.
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Beitragvon Hagazussa » 22. Jun 2008 - 19:37


Ja ja, die Sache mit den "Uhrzeiten"...
Da komm ich auch oft durcheinander. Ich kann mit "viertel Drei" oder so
z.B. gar nichts anfangen. :con:

Schlimm finde ich auch wenn Menschen sich mit der "Verstümmelung" der deutschen Sprache unterhalten bzw. es versuchen.
Von einer "wirklichen" Unterhaltung kann man da wohl nicht sprechen.

Wenn ich höre, wie sich Jugendliche in sogenannten "Ballungsgebieten"
unterhalten, wird mir übel.....

Dabei möchte ich aber klarstellen, das ich das jetzt nicht diskriminierend
meine.

Ich finde es nur traurig....
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Beitragvon The_Sorrow » 22. Jun 2008 - 21:14


Meinst du z.b. den Hip Hop Slang Haga?
Ich meine es wird nicht nur der Slang sein, aber der ist halt schon weit verbreitet und erinnert wenig an Hochdeutsch.
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Beitragvon Vordb » 22. Jun 2008 - 21:39


An der Küste im Norden haben wir 2 Arten von Dialekten.
eigentlich sogar drei,
Die Mecklenburger reden ehr in der Art wie es die Hamburger, S-holsteiner tun, während die Pommern in ihrem Dialekt ehr klingen wie die Brandenburger & Berliner.

zudem gibt es hier noch das Plattdeutsch, was etwa als eine Mischung aus normalem Deutsch und skandinavischen Sprachen angesehen werden kann.
wie z.B. "lütt" (im skandinavischen lyd) für klein.

Ich persönlich finde es nicht verkehrt einen Dialekt zu reden, und wüßte selbst auch nicht warum ich reines Hochdeutsch reden soll.
Irgendwo hat man ja auch eine Verbundenheit zur Heimat.
Ω
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Beitragvon Hagazussa » 22. Jun 2008 - 22:13


Ich glaube "Slang" ist was anders als "Dialekt".

Als Dialekt würde ich das bezeichnen, was kulturell gesprochen wird.
Also das "Platt", was man in der Region spricht.
Ich bin in Solingen geboren, verstehe zwar das "Solinger Platt", aber ich könnte es nicht sprechen.
Aber so ein klein wenig hört man, wo ich herkomme.
Das ist dann wohl der Dialekt, der Region.

Aber "Slang" ist doch was anderes...
Wenn jemand sagt: Ey, Alter..was geht...
Das ist doch Slang....

Es geht aber noch schlimmer.
Habt ihr mal die Talk-show's auf RTL um 14.00Uhr oder sat1 um 13.00Uhr
gesehen?

Das hat doch weder was mit "Slang" noch mit "Dialekt" zu tun....
Wie kann man sprachlich so abrutschen?
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Beitragvon The_Sorrow » 23. Jun 2008 - 15:27


Hehe oder wer kennt schon den Wurstbuden Slang.
Hört sich in etwa so an:

http://data.blogg.de/nico/imbissdeutsch.mp3

Nen Dialekt haben wir im Sauerland auch nennt sich Suerländer Platt versteh ich zwar nicht weil es kaum noch einer kann.
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