Selbsterfüllende Prophezeiung

Forum: Gesundheit - Allgemeine Medizin


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Selbsterfüllende Prophezeiung

Beitragvon vacuum » 3. Jul 2008 - 12:28


Kann es sein, daß negatives Denken, also die übermässige Befürchtung, eine Krankheit zu bekommen,
den Ausbruch dieser Krankheit auch begünstigen könnte?

Es ist schon eine halbe Ewigkeit her, 5 Jahre mindestens, als ein guter Freund von mir sich übermässig starke Sorgen machte,
an irgend einer Form von Krebs zu erkranken. Und tatsächlich, einige Monate später wurde bei ihm Hautkrebs diagnostiziert.

Hab mich oft gefragt, ob das eine Art Vorahnung war, oder ob er mit seinem Denken eine Krankheit "heraufbeschworen" haben könnte.
Zur potentiellen Hautkrebs Gefahrengruppe zählt er jedenfalls nicht.

Klar ist es Unsinn, zu glauben, NUR der bloße Gedanke an Krebs, würde diesen auch auslösen.
In diesem Fall spielen auch genetische Voraussetzungen und etliche andere Faktoren eine Rolle.

Aber ich glaube, daß Gedanken durchaus die Verfassung des Immunsystems und den Verlauf einer Krankheit beeinflussen können.

Positives Denken spielt beim Genesungsprozess jedenfalls eine Rolle.
Patienten, die sich ständig mit ihrer Erkrankung beschäftigen, haben oft einen ungünstigeren Heilungsverlauf.
Patienten, die ganz unbedarft mit ihrer Krankheit umgehen, sind meist deutlich schneller wieder auf den Beinen.

Angst vor einer bestimmten Krankheit fördert im Körper einen ständigen Stresspegel und der drückt auf das Immunsystem und die Psyche.
Die Gefahr, in eine Depression zu steuern oder dauernd erkältet zu sein, ist hier wesentlich größer,
als beispielsweise eben an einem schweren physischen Schaden wie Krebs zu erkranken.


Wie seht ihr das?
vacuum

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Beitragvon Lucivar » 3. Jul 2008 - 12:54


Ich denke schon, dass derartiges Wahndenken die gefuerchtete Krankheit (oder eine andere) beguenstigen kann. Bzw. das positive Denken es heilen kann. Ich weiss nich,warum es so ist, aber das hab ich schon oefters gehoert. Zudem leidet meine Mutter an einer sehr seltenen, unheilbaren Krankheit, die man ihr aber ums Verrecken nicht ansieht, dabei nimmt sie ueberhaupt keine Medikamente dagegen. Sie spricht nicht oft drueber, aber sie hat das alles mit ihrer Einstellung unter Kontrolle. Also ein gutes Beispiel, dass allein die Einstellung dahinter viel zu bewirken scheint.

"Du magst Eis, du magst Eis, du liebst Eis, du kannst ohne Eis nicht leben, ohne Eis bist du hoffnungslos, deine Existenz ist sinnlos - ohne Eis. Ohne Eis bist du ein Scheiss."

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Beitragvon The_Sorrow » 3. Jul 2008 - 15:12


Nun das kann etwas mit den Hormonen zutun haben die im Körper bestimmte Effekte haben. Negatives Denken ist vergleichbar mit Stress und wie man weiß begünstigt Stress z.b. den Ausstoß von Streßhormonen und den freien Radikalen die die Zellen des Körpers schädigen(durch diese Angriffe auf die Zellen,die daraufhin zerstört werden können, altern wir auch
weil der Körper versucht diese Ausfälle zu ersetzten und sich dabei Fehler einschleichen).
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Beitragvon Mike » 2. Sep 2008 - 19:31


Stress begünstigt diverse Krankheiten, in der Tat. Aber das ist nicht immer die Ursache.

Wie Placebos im Übrigen beweisen, können Gedanken Einfluss auf Krankheiten haben (aber nicht auf alle!). Egal wie rum man's dreht - man kommt zum gleichen Schluss:

- Placebo's helfen, weil man sich eine Krankheit nur eingebildet hat: In diesem Fall hat man nur durch die Angst vor etwas körperliche Symptome hervorgerufen

- Placebo's helfen bei ner wirklichen Krankheit, die nicht durch Angst hervorgerufen wurde: Allein durch den Glauben an Heilung treten körperliche Symptome zurück.

Es gibt nur diese beiden Wege, und bei beiden wird klar, dass Gedanken nicht nur etwas nicht greifbares sind, sondern dass sie eben auch materielle Auswirkungen haben.
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
Mike

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