Schwarzmetall und deren gleichen.

Forum: Kultur - Subkultur


Wie haben sich Kulturen mit der Zeit verbessert? Gab es früher auch schon Subkulturen? Hier könnt Ihr Euch darüber austauschen.




Schwarzmetall und deren gleichen.

Beitragvon Lucivar » 14. Sep 2008 - 21:59


Nee, um ehrlich zu sein fand ich die recht dumm, der eine betonte, dass er mal am Gym war.. ja Und?

Ich fand die eher bisschen stark ins Klischee verbissen, ehrlich gesagt eben dumm, bei dir hab ich da nich den Eindruck, hab auch schon bei Myspace geguckt ;)

"Du magst Eis, du magst Eis, du liebst Eis, du kannst ohne Eis nicht leben, ohne Eis bist du hoffnungslos, deine Existenz ist sinnlos - ohne Eis. Ohne Eis bist du ein Scheiss."

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Beitragvon The_Sorrow » 17. Sep 2008 - 19:19


Naja, es gibt die Leute die sich besonders viel darauf einbilden besonders trve,evil oder sonst was zu sein und es gibt die Leute die diese Musik mögen und nicht so viel auf sowas geben.
Ich finde man sollte da immer sein eigenes Ding machen anstatt irgendwelchen 'Dogmen' oder Szenen interne Regeln zu folgen zumindest nicht alzu extrem.
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Beitragvon Mike » 17. Sep 2008 - 20:02


Die Klassifizierung von true ist das gleiche, wie hip, "in" oder sonstwas zu sein. In jeder Szene gibt es Leute, die wirklich das leben, was sie sagen. Diese müssen von sich nicht behaupten, true zu sein - sie SIND es einfach. True im Sinne von wahrhaftig. Aber wer selbst nicht so ist, muss eben laut genug schreien, damit andere glauben, er wäre es.
Aber man sollte eben auch nicht vergessen, dass ein bisschen Show zu JEDEM Musikstil gehört. Glaubt ihr, dass die Volksmusikanten zu Hause nur mit Dirndl rumrennen? Oder noch besser... glaubt ihr, dass die selbst an den Schwachsinn glauben :mrgreen:

Gewisse "Regeln" gibt es. Ungeschriebene. Aber das hat meines Erachtens wenig mit den Regeln zu tun, an die man sich halten muss - man hat es einfach irgendwie "im Blut". Ich mein jetzt keine Regeln wie "Kleide dich nur schwarz und trage Nieten" oder "Schau ständig böse". Wer dieses Lebensgefühl besitzt, weiß es instinktiv.

@Lucivar
Das freut mich aber, dass du bei mir nicht den Eindruck hast ;-)
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Beitragvon The_Sorrow » 17. Sep 2008 - 20:19


Da muss ich dir zustimmen Mike.
Es gibt so Dinge die man einfach beachtet und SHow gibt es wirtklich überall.
Ich wollte damit indirekt ansprechen das diese ewigen trve Diskussionen mich ankotzen. Diese Klappspaten (ich drücke mich jetzt einfach etwas ausfallender aus) die das nur tun um ihr Selbstwertgefühl zu steigern und sich ganz toll vorkommen sind meiner Meinung nach genauso toll wie die die keine Ahnung haben. Ich finde wenn man diese Musik liebt soll man sie leben aber das sollte man mit Stil tun und nicht so Aufmerksamheischend.
Aber das sagtes du ja bereits.


P.S. Musik ist Leben.
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Re: Schwarzmetall und deren gleichen.

Beitragvon Thanatos » 19. Dez 2009 - 14:58


Ich muss mal ganz ehrlich sagen: Beim Lesen dieses Threads musste ich teilweise kotzen.
Traurig, dass sich wieder mal die meisten meiner Vorurteile gegenüber Schwarzmetallern bestätigt haben.
Leute, belegt nen Biologie-Kurs und lest danach mal ein Buch über philosophische Anthropologie bevor ihr Statements über die Menschheit loslasst.

:sad:
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Re: Schwarzmetall und deren gleichen.

Beitragvon Nibiru » 20. Feb 2010 - 05:11


Schwarzmetall ist schon eine Musik über die man viel schreiben kann.
Ich möchte auch ein bisschen was dazu schreiben, da ich früher sehr viele jahre in dieser Szene verkehrt habe. Jetzt zwar nichtmehr, aber ich höre sehr viel BM u.a. immernoch, allerdings eingegrenzt.

Als ich mit Metal begonnen hab, hörte ich eigentlich nur Death Metal. Früher interessierten mich Wikinger und Geschichte sehr, also wollte ich das auch irgendwie in meiner Musik haben, und so kam ich zu Viking und Nordischen Pagan Metal, von denen es kaum Bands gab. Durch die glorifizierung der Nordischen Kultur wurde man schon aufmerksam auf diverse Black Metal Bands, aber wenn man reinhörte, dann war das nicht das was man sich als Viking Metal Hörer vorstellte.

Ich weiss nicht wieso, aber irgendwann hat es dann klick gemacht und irgendwie endeckte ich Ästhetik in der Black metallischen Musik. Schritt für Schritt nahm ich so Auffassungen an, dass Black Metal Bands richtiges Corpse Paint haben müssen, um sich gut zu präsentieren. Dann trug ich auch solche Stiefel, und einen Thorshammer/Rune um den Hals...Das verrückte war aber, dass dies alles noch garnicht Populär war so wie heute. Ich fand es angemessen, ohne überhaupt zu wissen warum. Ich dachte einfach, es muss so sein.

Dann gab es eine Phase wo ich irgendwie einen Sinn sah im NSBM, und hörte Tag ein Tag aus diverse Bands. Es war einfach extremer, auch hier wurde der Norden Glorifiziert und einfach als "wahr" darsgestellt. Ausserdem hatte ich einen unbegründeten Fremdenhass zu der Zeit.

Es lässt sich schwer erklären warum das alles so eine anziehung ausübte. Ich glaube der größte Grund war, dass es andere Leute gab, die Sichtweisen und konformität teilten. Es wurde ja von den Bands vorgegeben. Es ist mir recht peinlich wenn ich daran denke, dass ich damals mit Hose in den Stiefeln durch die Einkaufsstraße ging neben tausenden von Leuten. Es ist einfach lächerlich.

Was mir aber die Augen geöffnet hat, war genau Das. Ich hab mich gefragt, wieso sollen gute BM Bands Corpse Paint tragen ? Ich weiss zwar um den Sinn der im "Lords of Chaos" (Ein Buch indem auf die BM Szene eingegangen wird) steht über Corpse Paint, aber stimme ich mit dem was da steht wirklich überein?

Warum sollte man Sachen glorifizieren, die es garnicht Wert sind glorifiziert zu werden!? Als bestes Beispiel dient hier der Wolf. Der Wolf wird im Black metal seit jeher glorifiziert - aber warum eigentlich? Ein einzelner Wolf ist schwach. Er würde sich nichtmal an einen Hirsch herantrauen. Nur im Rudel sind Wölfe stark.

Warum wird Kälte und Frost glorifiziert? Weil es nördlich liegt? Ich hasse es, wenn mir kalt ist. Ich wusste darauf keine Antwort.. Und Dinge die für mich Grundlos sind, haben einfach keine berechtigung.

Warum wird Krieg glorifiziert? Krieg ist eines der schrecklichsten Dinge die einem widerfahren können..
Warum wird Misanthropie glorifiziert? Menschen mit Misanthropie haben ein sehr schweres leben
Warum wird depression glorifiziert? Damit sich die traurigen BM'ler von den Emos abheben können?

Und nach und nach wurde mir bewusst, dass diese ganze Szene und Musik nicht wirklich seriös war. Alles war gespielt und unberechtigt. Selbst die Musik entwickelte sich nicht weiter, es blieb alles gleich und wurde langweilig.

Als ich mich dann von dem ganzen distanziert hatte, quasi meine Ansichten geändert hatte... z.b. das was im "Lords of Chaos" ist für mich keineswegs mehr die wirklichkeit, wollte ich die Spielart des Black Metals nicht aufgeben, und hab angefangen mir Bands zu suchen, die meine Ansichten unterstüzen. Ich laufe nichtmehr ganz in Schwarz rum, ich finde Corpse paint überflüssig ja sogar recht dumm, und der Norden hat in meiner Musik die ich höre überhaupt nichtsmehr zu suchen.

Und als ich eine einfache Regel aufgestellt hatte: " Ich höre nurmehr dass, wo ich das Image, die Musik und die Texte für gut befinde " begann ich auch wieder BM Bands zu finden, die mich nicht langweilten. Zwar fristen solche bands meistens eine Randerscheinung - aber das ist völlig okay für mich, denn die "Szene" fährt sowieso auf was anderes ab.

Ich stimme zwar überein, dass Musik Leben ist, doch bei weitem nicht Szene Verhalten.
Die Leute glauben, wenn sie sich Balckmetallisch geben oder Verhalten, dass sie damit irgendwie näher bei der BM Szene sind, aber das ist nicht wahr! Ich rate einfach jedem Black metal hörer gut die Augen und Ohren aufzumachen - Black Metal ist keine Musik in der einem die Texte oder das image mal einfach so egal sein kann. z.b. wird in vielen Texten unterschwellig Rassenhass verkündet, ohne dass man es nach aussen hin bemerkt. Und wenn ihr dann solch eine CD kauft unterstüzt ihr die falschen Leute.

Das Problem ist, dass sich die Black Metal hörer in ihrer Rolle als " Elite Mensch " recht wohl fühlen. Sie glauben, dass sie mehr sind als der normale Mensch, weil die Musik sich nicht jedem erschließt. Spätestens wer anfängt nachzudenken, und dies alles hinter sich lässt, wird verstehen, warum Black Metal keine "schwarze" Musik ist, keine Musik für Elitäre leute oder Misanthropen, und dass Black Metal im Kern nichts mit den Norden zu tun hat.
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Re: Schwarzmetall und deren gleichen.

Beitragvon Svart-Vinter » 7. Apr 2010 - 23:47


Wie findet Ihr es eigentlich, wenn sich Frauen auf musiktechnischer Ebene in der Metal Branche bewegen?
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
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Re: Schwarzmetall und deren gleichen.

Beitragvon Thanatos » 8. Apr 2010 - 00:36


Sao hat geschrieben:Wie findet Ihr es eigentlich, wenn sich Frauen auf musiktechnischer Ebene in der Metal Branche bewegen?


Normal?
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Re: Schwarzmetall und deren gleichen.

Beitragvon Mike » 8. Apr 2010 - 13:07


Ich finds klasse. Ich wäre bei der Partnerwahl zwar in musikalischer Hinsicht nicht wählerisch (in manch anderen Bereichen dafür umso mehr), aber ähnlicher Musikgeschmack verbindet ebenso. Mal davon abgesehen, dass mir das Outfit und ganze Drumherum von Frauen, die in dieser Szene verwurzelt sind, mehr zusagen als es z.B. eine Barbie-Tussi tut.
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Re: Schwarzmetall und deren gleichen.

Beitragvon Nibiru » 22. Mai 2010 - 05:07


Ich weiss nicht...Ich bin zwar kein frauenhasser aber bei Frauen die sich im Metalbereich heimisch fühlen könnte man es werden *g*
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