Schlafstörungen im Zusammenhang mit psychischen Problemen

Forum: Schlafstörungen - Schlafforschung


Störungen des Schlafes, Parasomnien, Nachtängste und Tipps gegen Schlafprobleme.




Schlafstörungen im Zusammenhang mit psychischen Problemen

Beitragvon Svart-Vinter » 23. Feb 2008 - 20:52


Schlafstörungen im Zusammenhang mit psychischen Problemen

- Depressive Erkrankungen -

Schlafstörungen können Vorboten wie auch Symptome einer Depression sein.
Die meisten Betroffenen können nicht gut einschlafen. Sie wachen nachts häufiger auf und erwachen morgens früher als gewohnt.
Quälende Gedanken halten sie vom Schlafen ab. Viele klagen über schlechte Träume.
Werden derartige Schlafstörungen diagnostiziert, dann sollte in jedem Fall auch die Grunderkrankung behandelt werden.


- Angsterkrankungen -

Auch Angsterkrankungen gehen häufig mit Ein- und Durchschlafproblemen einher.
Betroffene wachen in der Nacht mit Herzjagen, Schweißausbrüchen und Atemnot auf.
Manchmal sind Alpträume der Grund, manchmal treten solche Panikattacken auch ganz spontan auf.
Ihre Angst und zwanghafte Gedanken hindern viele daran, wieder einzuschlafen.
Auch solche Beeinträchtigungen des Schlafs sind heute gut behandelbar.


- Posttraumatische Belastungsstörungen -

Schwere traumatische Erlebnisse - wie zum Beispiel Unfälle, Gewalt, Missbrauch, Kriegsereignisse oder Naturkatastrophen -
verfolgen die Betroffenen oft ein Leben lang.
Man spricht dann von einer "Posttraumatischen Belastungsstörung". Tagsüber kann es gelingen, diese Erlebnisse und Bilder zu verdrängen;
Nachts brechen sie häufig ungewollt wieder auf: in Form von gestörtem Schlaf, von Ängsten, von Träumen und Alpträumen.
Bei der Bewältigung solcher Erlebnisse sollte und kann dem Betroffenen psychotherapeutisch geholfen werden.


- Alkoholabhängigkeit -

Der ständige Konsum von Alkohol kann die normale Schlafstruktur zerstören.
Wir schlafen unter Einfluss von Alkohol zwar schneller ein, doch auf Dauer werden Tief- und REM-Schlaf unterdrückt.
Im Laufe der Nacht, wenn der Alkohol im Körper abgebaut wird, kommt es zu Entzugserscheinungen.
Alpträume stellen sich ein oder die Betroffenen schlafen unruhig und wachen unerwartet auf.


- Schlafstörung bei Hypnotikaabhängigkeit -

Durch eine dauerhafte Einnahme von Hypnotika kann sich der Körper an die synthetische Schlafhilfe gewöhnen.
Oft muss die Dosis des Medikamentes daraufhin erhöht werden, denn der Körper spricht nicht mehr wie gewohnt auf die Einnahme an.
Nach dem Absetzen von Hypnotika tritt häufig eine noch grössere Schlaflosigkeit auf, als vor der Einnahme der Schlafmittel.
Die Beschwerden können längere Zeit andauern und am Tage zu Schwindel, Ruhelosigkeit und Übelkeit führen.


- Schlafstörung bei Stimulanzienabhängigkeit -

Die Einnahme von sogenannten Stimulanzien, wie z. B. Amphetamine, Nikotin, Koffein oder Appetitzügler,
kann den Schlaf verkürzen oder völlig unterdrücken.
(Auch die Wirkstoffe einiger anregender Medikamente, wie z. B. Theophyllin,
können sich übrigens negativ auf die Schlafdauer und Schlafqualität auswirken.
Sprechen Sie darauf Ihren Arzt an.)

Quelle: Klick


Erkennt ihr euch in einer oder sogar mehreren von den Beschreibungen wieder?

Ich habe mindestens 3 dieser Schlafstörungen.

Was kann man Betroffenen Menschen raten?


Liebe Grüße.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
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Schlafstörungen im Zusammenhang mit psychischen Problemen

Beitragvon Agrypnia.. » 29. Jul 2008 - 15:46


Ein guter Beitrag.

Wiedererkennen tue ich mich in 2 der Beschreibungen.

Vor dem Einschlafen quälen mich oft Gedanken an meine Vergangenheit, an Dinge die ich vergessen will. Oft liege ich stundenlang wach bevor ich letztendlich einschlafe. Probleme beim Durchschlafen gibt es durch Alpträume. Ich versuche dann mich kurz mit Hilfe von einem Buch oder dem Fernseher etwas abzulenken, um dann wieder einschlafen zu können.

Was man Betroffenen raten könnte?
Je nachdem was für ein Problem vorliegt wäre eine Psychotherapie (wie unter "Posttraumatische Belastungsstörungen" angedeutet) vielleicht eine gute Idee, um Erlebnisse die einen beschäftigen besser verarbeiten zu können.

Mir persönlich hilft es oft auch vor dem Schlafengehen soetwas wie ein kleines Ritual zu haben, eventuell lesen und sich damit ablenken oder aber Musik hören. Ab und zu auch das Aufschreiben der Gedanken die man gerade im Kopf hat, um sie praktisch vor dem Einschlafen abzulegen.


Ebenfalls liebe Grüße. :)
Agrypnia..

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Re: Schlafstörungen im Zusammenhang mit psychischen Problemen

Beitragvon Lillifee » 28. Nov 2009 - 01:11


Hallo,
ich dacht, ich lass dieses Thema mal neu aufleben.
Ich habe eine soziale Phobie und habe schon seit ca. 15 Jahren Einschlafstörungen. Ich bin mir sehr sicher, dass dies zusammenhängt. Ständig gehe ich im Kopf alles durch was ich zu wem gesagt habe. Ich analysiere die Reaktionen meiner Mitmenschen und mache mir dann Gedanken, was diese wohl negativ finden könnten:/
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Re: Schlafstörungen im Zusammenhang mit psychischen Problemen

Beitragvon Svart-Vinter » 28. Nov 2009 - 12:32


Aktuell habe ich das gleiche Problem wie Du, nur das meine Durchschlafstörungen auch immer noch vorhanden sind.

Das Gefühl, einfach nicht abschalten zu können, ist wirklich grausam.
Für Suchtgefährdete Menschen wie mich, ist es dann immer besonders schwierig, die Selbstbeherrschung nicht zu verlieren.

Es gibt viele Lösungen gegen das Problem, doch leider sind die wenigsten wirklich gesund oder dauerhaft hilfreich.

Was machst Du denn, wenn Du Dich im Bett mit diesen Gedanken rumschlägst?
Gehst Du den Gedanken nach oder hast Du bereits hilfreiche Methoden entwickelt, dem entgegen zu wirken?

Wie lange brauchst Du zum einschlafen?


Viele Grüße.
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Re: Schlafstörungen im Zusammenhang mit psychischen Problemen

Beitragvon Lillifee » 28. Nov 2009 - 16:16


Hey,
also ich akzeptiere dass ich nicht schlafen kann. Natürlich höre ich erstmal unzählige Hörspiele, aber dann irgendwann werde ich sauer, weil es den nächsten Tag unnötig kompliziert macht. Ich gereizt und nicht geniessbar für die Umwelt. Aber ich strukturiere mir die Tage so, dass ich zwischendurch Zeit zum schlafen habe.
Das heißt ich liege abends im Bett und muss am nächsten Tag früh aufstehen. Ab 22 Uhr ( da lieg ich natürlich noch nicht im bett) circa schaue ich nicht mehr auf die Uhr damit mir nicht immer bewusst wird, wie wenig ich tatsächlich geschlafen habe (haha Selbstbetrug:)) Dann stehe ich am nächsten Tag auf und wenn ich zwischendurch Zeit habe, dann schlaf ich etwas.
DAs große Problem was viele haben, ist, dass sie sich Stress machen, wenn sie abends im Bett liegen. Sie sagen sich:"Oh Gott, jetzt ist es schon 2 und ich muss um 6 Uhr aufstehen, …" und das führt dazu, dass alles noch schlimmer wird.

Wäre es dir möglich tagsüber mal ne Std PAuse zu machen zum schlafen?
Wie ist es bei dir?
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Re: Schlafstörungen im Zusammenhang mit psychischen Problemen

Beitragvon Svart-Vinter » 28. Nov 2009 - 16:43


Ja das kenne ich, aber ich habe das mittlerweile im Griff und rechne mir nicht mehr aus, wie viel Zeit mir noch zum schlafen bleibt.
Das bringt mich nicht weiter, das macht es ja nur noch schlimmer... der Selbstbetrug - wie Du sagst -, ist schon eine gute Methode.
Das Komische ist, dass ich ab und zu fitter bin, wenn ich weniger geschlafen habe, aber Mittagsschlaf muss ich meistens doch machen,
sonst halte ich den ganzen Tag nicht durch.
So gegen 17 Uhr kommt dann immer der ganz böse Tiefpunkt, wo gar nix mehr geht.

Zur Zeit gehe ich meistens so gegen 21 Uhr schlafen, da ich am nächsten Tag um 5 Uhr morgens aufstehen muss,
aber ich bin trotzdem manchmal richtig matschig im Kopf und kann mich gar nicht konzentrieren.
Für andere sieht das immer ganz lustig aus, für mich sind das dann so Momente, wo ich mir selbst tierisch auf den Nerv gehe,
weil ich zu nichts zu gebrauchen bin.

Na ja, aber irgendwie muss man sich immer zusammen reißen...

Die Gedanken beim zu schlafen gehen versuche ich irgendwie weg zu atmen mit Atemübungen, das klappt aber auch nicht immer.


Viele Grüße.
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