Religiöser Fanatismus

Forum: Glaubensfragen - Geheimbünde


Religiöse Weltanschauungen und Sinngebungssysteme. Religionspsychologie, Religionsgeschichte, spirituelle Religion, Religionsphilosophie und eigene Ansichten.




Religiöser Fanatismus

Beitragvon Svart-Vinter » 26. Apr 2009 - 19:05


Thanatos hat geschrieben:Quizfrage: Wieso sprengen sich religiöse Fanatiker mit Freuden für ihren Gott in die Luft? Weil sie glauben, in ein Jenseits einzugehen, dass ihnen ein besseres Leben verspricht, als es das Diesseits je konnte



Es kommt darauf an, welche religiösen Fanatiker damit gemeint sind.
Einige von ihnen werden von Kindesbeinen auf einer Gehirnwäsche unterzogen, sie werden gedrillt zu hassen,
gedrillt sich irgendwann in die Luft zu sprengen und möglichst viele unschuldige Leute mit in den Tod zu reißen.
Man könnte meinen die Eltern dieser Kinder ziehen eine Bombe groß, die dann nur noch entschärft werden muss.

Und dieser Wahnsinn hat nichts mit Gott zu tun, es ist nicht rational was sie tun und nach welchem Sinnbild sie erzogen werden,
es ist einfach nur dumm und unterbelichtet, mit sonderlich viel Intelligenz hat das nichts zu tun.
Das gute Leben im Jenseits kann man auch anders erreichen und vor allem mit weniger Gewalt,
denn wenn sie es für einen Gott machen, was bitte ist das dann für ein Gott?

Falls es wirklich einen Gott gibt, dann hätte er vermutlich etwas dagegen, wenn ein Mensch so viele andere Menschen mit in den Tod nimmt,
es heißt doch immer, das Gott für Frieden steht. . .

Also welche Art von religiösen Fanatismus meinst Du konkret?


Viele Grüße.
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Re: Das größte Rätsel der Menschheitsgeschichte

Beitragvon Thanatos » 26. Apr 2009 - 19:35


Sao hat geschrieben:Ich wollte noch die Quizfrage beantworten:


Da freu ich mich doch über diese Antwort. Jetzt muss ich mich inhaltlich erstmal wieder sammeln und umdenken. . .

Also, den konkreten Fall, den ich vor Augen hatte, waren natürlich Islamisten, auch wenn das sicher verkürzend ist. Man könnte, wenn man es etwas anders wenden will, aber auch die Frage nach den christlichen Märtyrern stellen. Die Grundfrage ist: Wieso gehen sehr religiöse Menschen freiwillig in den Tod, oder haben keine Angst ihr Leben - oder das anderer - für ihren Glauben zu geben? Diese Menschen gehen nachlässig mit ihrem Leben - und den Leben anderer - um, weil sie vorgeben zu wissen, dass sie nach dem Tod weiterexistieren, ja gar belohnt werden, für ihr treues Verhalten ihrem Glauben/ Gott gegenüber. Das lässt sich auch ausdehnen auf religiöse Fanatiker, die ein generelles Verbot von Abtreibungen fordern, oder für die Todesstrafe sind, oder für die, die den Selbstmord anderer veurteilen.

Falls es wirklich einen Gott gibt, dann hätte er vermutlich etwas dagegen, wenn ein Mensch so viele andere Menschen mit in den Tod nimmt,
es heißt doch immer, das Gott für Frieden steht. . .


Woher weißt Du, was (ein) Gott will? Wer behauptet, Gott stehe für Frieden? Wer hat überhaupt die Autorität, sich solche Aussagen anzumaßen? Im Prinzip sind diese Aussagen von Dir vom Gewicht her nicht anders zu beurteilen, als die Aussagen wahrer islamischer, christlicher oder jüdischer Gläubiger. Wann begreifen wir endlich, dass uns Aussagen wie diese nicht zustehen? Dass wir keinen Zugang zu diesen Bereichen haben und dass, selbst falls (ein) Gott existieren sollte, wir niemals ob seiner Existenz oder seiner Absichten Erkentnisse gewinnen können, weil er schon vom Prinzip seiner Existenz her (also von den Eigenschaften, die einen Gott im Vergleich zu einem Menschen prinzipiell ausmachen, diese Eigenschaften werden oft durch Negation menschlicher Unzulänglichkeiten gewonnen) ein von uns völlig Anderes sein müsste. . .

. . . , es ist nicht rational was sie tun und nach welchem Sinnbild sie erzogen werden, es ist einfach nur dumm und unterbelichtet, mit sonderlich viel Intelligenz hat das nichts zu tun.


Alles absolut richtig. Mit einer zusätzlichen Bemerkung: Alle Religionen beinhalten grundsätzlich nicht-rationale Elemente. Wer rein rational handeln will, der muss im Prinzip a-religiös sein.

Anmerkung: Lustig. Kaum hatte ich gepostet, war Saos Antwort nich mehr da :)
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Beitragvon Svart-Vinter » 26. Apr 2009 - 20:37


So wird es z.B. kleinen Kindern in der Schule beigebracht, das Gott ein friedliebendes Wesen ist, der immer für einen da ist
und der in der Vergangenheit vielen Menschen geholfen hat über schlechte Zeiten weg zu kommen.
Von mir kommt diese Aussage nicht, aber "Frieden" bringen viele Menschen mit Gott in Zusammenhang.

Nun kommt es eben auch darauf an von welcher Religion bzw. welchem Glauben die Rede ist,
die Islamreligion hat bis auf ein paar Ausnahmen rein gar nichts mit dem zu tun, was man hier zu Lande unseren Kindern in der Schule lehrt,
sei es denn evangelisch oder katholisch.

Wenn man mal tiefer in die islamistische Religion blickt, dann würde man vermutlich feststellen, dass deren Gott mit unserem Gott gar nichts gemeinsam hat.

Bzw. haben die religiösen Bombenselbstmörder einen anderen Gott als die normalen Islamisten, die sich nicht in die Luft sprengen?

Scheinbar schon, denn nicht jeder von denen sprengt sich in die Luft.


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Beitragvon Mike » 26. Apr 2009 - 21:21


Die Grundfrage ist: Wieso gehen sehr religiöse Menschen freiwillig in den Tod, oder haben keine Angst ihr Leben - oder das anderer - für ihren Glauben zu geben? Diese Menschen gehen nachlässig mit ihrem Leben - und den Leben anderer - um, weil sie vorgeben zu wissen, dass sie nach dem Tod weiterexistieren, ja gar belohnt werden, für ihr treues Verhalten ihrem Glauben/ Gott gegenüber. Das lässt sich auch ausdehnen auf religiöse Fanatiker, die ein generelles Verbot von Abtreibungen fordern, oder für die Todesstrafe sind, oder für die, die den Selbstmord anderer veurteilen.


Wieso gehen Menschen bei Grün über die Straße, ohne Angst zu haben? Weil ihnen beigebracht wurde, dass die Autos stoppen müssen, wenn die Fußgängerampel grün zeigt. Und wieso opfern sich religiöse Fanatiker? Weil ihnen beigebracht wird, dass sie dann ins ewige Himmelreich eingehen. Somit gehen sie alles andere als nachlässig mit ihrem Leben um - denn sie opfern das Geschenk Gottes, um ihm einen Dienst zu erweisen. In ihren Augen natürlich, nicht dass das hier noch jemand falsch versteht. Insofern stellt es auch keinen Widerspruch dar, wenn ein religiöser Fanatiker sich selbst für Gott in die Luft sprengen will, jedoch den Selbstmord anderer verurteilt. Denn während in seinen Augen ein "normaler Selbstmörder" Gottes Geschenk für nichts weggibt und es verschwendet, opert er sich selbst wie gesagt im Namen Gottes.

Falls es wirklich einen Gott gibt, dann hätte er vermutlich etwas dagegen, wenn ein Mensch so viele andere Menschen mit in den Tod nimmt,
es heißt doch immer, das Gott für Frieden steht. . .


Dass wir keinen Zugang zu diesen Bereichen haben und dass, selbst falls (ein) Gott existieren sollte, wir niemals ob seiner Existenz oder seiner Absichten Erkentnisse gewinnen können, weil er schon vom Prinzip seiner Existenz her (also von den Eigenschaften, die einen Gott im Vergleich zu einem Menschen prinzipiell ausmachen, diese Eigenschaften werden oft durch Negation menschlicher Unzulänglichkeiten gewonnen) ein von uns völlig Anderes sein müsste. . .


Grundsätzlich stimme ich Thanatos zu. Wenn es einen Gott gibt, ist er allein durch sein Gott-sein schon unverständlich für uns. Allerdings dürften wir uns auch keine Aussage über seine Eigenschaften anmaßen, da wir darüber genausowenig wissen. Womit wir bei der Definition "Gott" wären. Was macht einen Gott aus? Reden wir über einen allmächtigen Schöpfer oder über eine Art Olymp?
Wieso Sao zu dieser Aussage kommt ist allerdings leicht nachvollziehbar, bedenkt man unsere Kulturkreis und den Einfluss der christlichen Erziehung (gemäß dem neuen und nicht dem alten Testament, in welchem Gott auch rachsüchtig etc. war).
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
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Re: Religiöser Fanatismus

Beitragvon Thanatos » 26. Apr 2009 - 23:31


Sao hat geschrieben:So wird es z.B. kleinen Kindern in der Schule beigebracht, das Gott ein friedliebendes Wesen ist, der immer für einen da ist
und der in der Vergangenheit vielen Menschen geholfen hat über schlechte Zeiten weg zu kommen. Von mir kommt diese Aussage nicht, aber "Frieden" bringen viele Menschen mit Gott in Zusammenhang.


Mag ja sein, dass Menschen das anderen Menschen erzählen. Aber wieso? Auf welcher Grundlage? Wenn ich den Kids ab morgen in der Schule erzähle, Gott ist grün und hat lange Ohren, stimmt das dann auch? Stimmt es, wenn ich alle Kollegen dazu bekomme, das selbe zu erzählen? Wenn ich alle Lehrer der Welt mit Berufsverbot und Todesstrafe erpresse, wenn sies nicht tun? Nebenbei, genauso hat die Katholische Kirche über Jahrhunderte funktioniert.

Wenn man mal tiefer in die islamistische Religion blickt, dann würde man vermutlich feststellen, dass deren Gott mit unserem Gott gar nichts gemeinsam hat.


Zuerstmal: Bitte behalt Deinen Gott für Dich, ist nicht meiner, danke. ;)
Zweitens: Der Islam hat historisch die selben Wurzeln wie das Juden- und das Christentum. Soviel zu Gemeinsamkeiten.
Drittens: Selbst wenn die Götter (Achtung: Polytheismus!) nichts miteinander gemeinsam haben sollten, gibt das Gläubigen das Recht, andere Gläubige zu töten? Nur deswegen?

Mike hat geschrieben:Wieso gehen Menschen bei Grün über die Straße, ohne Angst zu haben? Weil ihnen beigebracht wurde, dass die Autos stoppen müssen, wenn die Fußgängerampel grün zeigt.


Noch nie gezweifelt? Gehst Du immer im Blinden Vertrauen auf die Ampelfarbe über die Straße? Wenn Du nicht fahrlässig mit Deinem Leben umgehen willst, solltest Du vielleicht mal die Zuverlässigkeit von Menschen hinterfragen. Indoktrination ist gefährlich. Immer. Sapere aude. ;)
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Beitragvon Svart-Vinter » 27. Apr 2009 - 07:32


Thanatos hat geschrieben:Mag ja sein, dass Menschen das anderen Menschen erzählen. Aber wieso? Auf welcher Grundlage? Wenn ich den Kids ab morgen in der Schule erzähle, Gott ist grün und hat lange Ohren, stimmt das dann auch? Stimmt es, wenn ich alle Kollegen dazu bekomme, das selbe zu erzählen? Wenn ich alle Lehrer der Welt mit Berufsverbot und Todesstrafe erpresse, wenn sies nicht tun? Nebenbei, genauso hat die Katholische Kirche über Jahrhunderte funktioniert.


Diese Beispiele hinken, da das eine mit dem anderen nichts zu tun hat.
Ich kann nichts an einer solchen Tatsache ändern und die Tatsache, dass es Kindern in der Schule so beigebracht wird auch nicht ;)

Thanatos hat geschrieben:Zuerstmal: Bitte behalt Deinen Gott für Dich, ist nicht meiner, danke.


Nur zur Info: Ich bin nicht religiös erzogen worden, in diesem Sinne habe ich auch keinen Gott und selbst wenn ich einen hätte,
dann würde ich nicht versuchen, mein Gegenüber von diesem überzeugen zu wollen.
Und so lange mir kein Gott erscheint oder er mir ein Zeichen gibt, dann glaube ich auch nicht an diesen abstrakten Wahnsinn namens Gott.

Auf das was ich eigentlich hinaus wollte steht in meinem letzten Beitrag:

Wenn man mal tiefer in die islamistische Religion blickt, dann würde man vermutlich feststellen, dass deren Gott mit unserem Gott gar nichts gemeinsam hat.


Fraglich ist, warum sprengen sich beispielsweise Deutsche nicht für ihren Gott in die Luft?
Weil ihnen ein ganz anderes Bild von Gott vermittelt wird und die Erziehung spielt dabei sicherlich auch noch eine Rolle.

Und da wären wir auch schon beim letzten Punkt angekommen, die Erziehung seitens der Eltern, Lehrer und des gesamten Umfelds spielen eine Rolle,
sie ist die Antwort auf alle vorher gegangenen Fragen in diesem Thema.

Würden die Eltern im Islam ihre Kinder anders erziehen, gäbe es dort weniger Bombenanschläge?

Ich vermute, ja.


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Re: Religiöser Fanatismus

Beitragvon Thanatos » 27. Apr 2009 - 09:50


Sao hat geschrieben:Diese Beispiele hinken, da das eine mit dem anderen nichts zu tun hat.
Ich kann nichts an einer solchen Tatsache ändern und die Tatsache, dass es Kindern in der Schule so beigebracht wird auch nicht ;)


Was genau hat womit nichts zu tun?
Wo liegt der Unterschied zwischen der Behauptung "Gott ist Liebe" und "Gott ist grün und halt lange Ohren"?
Lässt sich irgendeine der beiden Aussagen intersubjektiv begründen oder vermitteln?


Auf das was ich eigentlich hinaus wollte steht in meinem letzten Beitrag:

. . .

Fraglich ist, warum sprengen sich beispielsweise Deutsche nicht für ihren Gott in die Luft?
Weil ihnen ein ganz anderes Bild von Gott vermittelt wird und die Erziehung spielt dabei sicherlich auch noch eine Rolle.


Keine Frage, dass Erziehung eine wichtige Rolle spielt. Nur, wer kann von sich behaupten, seine Kinder richtig zu erziehen? Die streng religiösen (auch christlichen) Eltern behaupten, der Rest der Eltern habe in der Erziehung Unrecht und die säkularen Eltern behaupten das Gegenteil. Es geht mir hier um die Legitimation einer bestimmten Form von Erziehung. Eine theologsiche Begründung ist da völlig beliebig, sie geht von einem religiösen Konstrukt aus, das wie Du sekbst gesagt hast, aller Wahrscheinlichkeit und Erfahrung nach eine Phantasterei ist. Egal, ob diese Phantasterei Gott als Liebe bezeichnet, oder den Tod ungläubiger fordert. Bei der Legitimation haben beide das gleiche Problem: Welches Bild von Gott ist bloß das richtige?

Natürlich wird dieser Umstand in Deutschland etwa dadurch verwässert, dass in unseren Breiten die Aufklärung so wirkmächtig gewesen ist, dass sie selbst zur Korrektur und Anpassung der Glaubensinhalte an wissenschaftliche Erkenntnisse geführt hat. Die Kirche kann schon lange nicht mehr alles ungestraft behaupten und ihre Unzulänglichkeiten nehmen ständig zu. Das aber ist ein Zugeständnis der Kirchen an ihre Gläubigen . unfreiwillig gemacht, auf den Druck einer Instanz hin, die besser begründet ist, als reiner Glaube - ich rede, wovon auch sonst, von Wissenschaft. Wenn es dieses Korrektiv nicht gäbe, gäb es auch hier noch immer Zustände wie im Mittelalter. In Breiten, in denen die Aufklärung nicht so wirkmächtig ist, ist das sehr schön zu beobachten. Die Schizophrenie, mit der etwa islamische Radikal-Gläubige Technik nutzen, aber andererseits deren wissenschaftliche Grundlagen anzweifeln, ist da nur ein Beispiel.
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Beitragvon The_Sorrow » 15. Mai 2009 - 20:43


In Bezug auf Bombenattentäter und solche Sachen hab ich letztens eine interessante Theorie über unsere heutige Zeit gelesen.
Diese Theorie besagt das wir dem Mittelalter so nah wie nie zu vor in den letzten 500 Jahren sind.
Diese Kern Aussage wird anhand folgender Beispiele untermauert.

1.Folter die als Werk für eine gerechte Sache bezeichnet wird. (Stichwort Usa)
Sowas gab es auch im Mittelalter, zu dieser Zeit im Namen der Kirche durch die Inquisition betrieben.
2.Islamische Terroristen die sich als Gotteskrieger bezeichnen. Genauso ist es 11xx passiert als der Papst
Ritter nach Israel geschickt hat.
3.Seuchen die wie die Pest im Mittelalter wüten. (Zum Beispiel Ebola,Sars, Bse)
4.Die steigende Macht der Konzerne(Microsoft) auf die Politik. Im Mittelalter lenkten Banker wie Jakob Fugger
beinahe die Hälfte aller Europäischen Regenten.
5.Das wiedererstarken des Söldner Gewerbes. Früher ersetzten sie die stehenden Heere der Fürsten.
Heutzutage sind wieder ca. 1,5 Millionen Söldner im Einsatz (z.b. von der Firma Blackwater)
6.Die Zahl der Hinrichtungen in den Usa ist so hoch wie noch nie.
7. Sklaverei gilt als mittelalterlich. Heutzutage arbeiten allein hier in Europa über Zehntausend Lohnsklaven aus Afrika und Osteuropa auf Baustellen und in der LAndwirtschaft.
8. Der Output der technischen Innovationen ist drastisch zurückgegangen und entspricht etwas dem Wert des Jahres 1600.
9. Russland ist formell eine Demokratie. Jedoch ähnelt diese in Bezug auf Menschenrechte und persönlicher Freiheit den Zuständen im Zareneich.
10. Im Mittelalter wurden Mauern und Türme gebaut um das Sicherheitsbedürfniss der Menschen zu befriedigen. In unserer heutigen Zeit gibt speziell in den Usa wieder solche Siedlungen.
Diese sogenannten Gated Communities beherbergen mittlerweile ca. 12% der amerikanischen Bevölkerung.
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Beitragvon Mike » 15. Mai 2009 - 21:00


Naja, ich würd nicht so weit gehen und behaupten, dass wir dem Mittelalter nahe wären. Ich würde eher sagen, dass wir einer gewissen Kontinuität folgen. Folter gab es auch vor dem Mittelalter bereits. Die Macht der Konzerne. naja. ich sag nur "Brot und Spiele". Hinrichtungen und Sklaverei waren auch früher schon an der Tagesordnung, und ersteres finde ich persönlich auch gar nicht so schlimm (sofern natürlich die Schuld auch zweifelsfrei bewiesen ist!). Dieses "jeder Mensch hat Recht auf Leben" geht mir gelinde gesagt aufn Sack.
Mauern und Türme gabs auch im alten Rom schon, wie man z.B. am Limes sehen kann, der sich hier in meiner Nachbarschaft durchschlängelt.
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
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Re: Religiöser Fanatismus

Beitragvon Thanatos » 16. Mai 2009 - 15:33


The_Sorrow hat geschrieben:Diese Theorie besagt das wir dem Mittelalter so nah wie nie zu vor in den letzten 500 Jahren sind. . . .


Man sollte bei allen Parallelen aber auch die Unterschiede nicht vergessen. Die sind so zahlreich, dass ich sie gar nicht alle aufzählen will.
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