Redewendungen und ihre Interpretation

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Redewendungen und ihre Interpretation

Beitragvon Mike » 15. Okt 2008 - 19:19


Hab in nem anderen Forum bereits so ein Thema gestartet, wieso auch nicht hier. Es gibt viele Redewendungen, die wir regelmäßig verwenden, ohne uns der tiefgreifenden Wahrheit, die diese Worte bergen, bewusst zu werden.

Wir könnten hier Mal Redewendungen aufführen und dann die Interpretationen dazu schreiben... Uns vor Augen führen, was wir da eigentlich sagen, ohne es zu wissen. Die Interpretation der Sprichwörter ist natürlich abhängig vom eigenen Blickwinkel, der durch Religion, Weltanschauung und Kultur beeinflusst wird.

Ich fang Mal mit ein paar an:



Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus
Alles, was man aussendet, kommt auch wieder zu einem zurück. Actio gleich reactio. Man zieht das an, was man ist. Alternativ dazu: Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein

Auge um Auge, Zahn um Zahn
Eigentlich interpretiert man es immer so "wie du mir, so ich dir". Doch man kann es auch wie oben ("Wie man in den Wald...") interpretieren: Schlage ich dir (im übertragenen Sinne) einen Zahn aus, führt das dazu, dass du mir auch einen Zahn ausschlägst.
Eine andere Übersetzung, die laut meinem (studierten) Religionslehrer von früher näher am Original der Bibel liegen soll, lautet "Auge FÜR Auge, Zahn FÜR Zahn", sprich: Für jeden Zahn, den ich dem anderen ausschlage, soll ich ihm auch einen Zahn von mir geben. Wenn man etwas weiter denkt, erkennt man hier vielleicht die Ansätze der Karmabereinigung.

Das Licht am Ende des Tunnels

Um das Licht am Ende des Tunnels sehen zu können, muss man sich selbst im Dunkeln befinden. Das Licht kann nur erblicken, wer einen Kontrast dazu kennt.

Eile mit Weile
Eigentlich ein Oxymoron. Wenn man es aber genauer betrachtet, schließt es sich nicht aus. Wer ständig in Eile ist, um etwas zu erreichen, wird auf dem Weg, den er beschreitet, etwas vergessen und muss die Situation oft nochmals durchleben. Kennen wir alle aus der Schule: Man löst eine Mathe-Aufgabe, versteift sich auf eine Rechenweise und am Ende sieht man, dass man ganz am Anfang was falsch gemacht hat. Also nochmal machen. Hätte man stattdessen jeden Schritt nochmals gesondert geprüft, wäre man wohl schneller ans Ziel gekommen, obwohl man sich Zeit gelassen hat. Eile und Weile bilden zwei Gegensätze, die aber kombiniert etwas Neues ergeben.
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
Mike

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Redewendungen und ihre Interpretation

Beitragvon Hagazussa » 15. Okt 2008 - 21:37


Da fällt mir ganz spontan ein :D :

Was Du nicht willst, was man Dir tut,
das füg auch keinem Andern zu.

Woher das kommt, weiß ich allerdings nicht....

Dennoch finde ich die Redewendung sehr treffend.
Wenn du es eilig hast, gehe langsam
Hagazussa

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