Psychische Gesundheit / Stabilität - Psychohygiene

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Psychische Gesundheit / Stabilität - Psychohygiene

Beitragvon Svart-Vinter » 4. Dez 2010 - 00:23


"Eine Person ist psychisch gesund, wenn sie in der Lage ist, sein Leben für sich selbst befriedigend, sozial verantwortlich und autonom zu gestalten, Belastungen zu bewältigen und - soweit es die somatischen und ökologischen Bedingungen zulassen - Wohlbefinden zu erleben."
(Tönnes)

Es ist schwierig eine Definition für die Allgemeinheit zu finden, die psychische Stabilität beschreibt, denn jeder würde es vermutlich anders beschreiben, da es doch eine recht subjektive Angelegenheit ist.
Momentan haben wir das Thema in der Schule in Psychopathologie und ich finde es sehr spannend, da heutzutage die psychische Gesundheit sehr wichtig ist um den Anforderungen gerecht werden zu können.

Was bedeutet psychische Gesundheit für Euch? Woran macht man psychische Gesundheit fest? Was tut ihr, um seelisch gesund zu bleiben?
Betreibt Ihr aktive Psychohygiene?


Viele Grüße.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
Svart-Vinter

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Re: Psychische Gesundheit / Stabilität - Psychohygiene

Beitragvon Mike » 3. Jan 2011 - 10:39


Aktive psychische Hygiene... ein interessanter Ausdruck ;-)

Für mich zählt dazu, bewusst manche Gedanken auszuschließen und sie bereits im Keim zu ersticken, sobald sie auftauchen. Dazu zählt zum Beispiel Neid, oder wenn man sich z.B. im Supermarkt über jemanden aufregen will, weil er den ganzen Gang blockiert. Statt sich innerlich über ihn auszulassen, das "Gespräch mit sich selbst", das im Kopf stattfindet, sofort abzubrechen - das zählt für mich auf jeden Fall dazu. Denn am nächsten Tag erinnere ich mich nicht mehr daran, was im Supermarkt war. Ich weiß jetzt nicht mehr, wieso und über wen ich mich vor 5 Jahren im Supermarkt aufgeregt habe - ich weiß, DASS damals mit Sicherheit was war, aber es ist eigtl. für mein Leben völlig irrelevant. Und doch hab ich mich in dieser Situation mit etwas Nutzlosem beschäftigt.

Je mehr man sich nämlich in solche Situationen reinsteigert, desto ungesünder wird es für die Psyche - und für den Körper. Man kanns nicht immer unterdrücken, und es gibt genügend Situationen (bei mir oft währendm Autofahren), in denen man sich über Mitmenschen aufregt. Aber letzten Endes schaden wir uns selbst auf eine Weise, die wir nicht verstehen - weil wir u.U. irgendwann alles verbissen und verbittert sehen.
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
Mike

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Re: Psychische Gesundheit / Stabilität - Psychohygiene

Beitragvon ~GrEaT_bElIeVeR~ » 26. Feb 2011 - 07:33


Mike hat geschrieben:Aktive psychische Hygiene... ein interessanter Ausdruck ;-)

Für mich zählt dazu, bewusst manche Gedanken auszuschließen und sie bereits im Keim zu ersticken, sobald sie auftauchen. Dazu zählt zum Beispiel Neid, oder wenn man sich z.B. im Supermarkt über jemanden aufregen will, weil er den ganzen Gang blockiert. Statt sich innerlich über ihn auszulassen, das "Gespräch mit sich selbst", das im Kopf stattfindet, sofort abzubrechen - das zählt für mich auf jeden Fall dazu. Denn am nächsten Tag erinnere ich mich nicht mehr daran, was im Supermarkt war. Ich weiß jetzt nicht mehr, wieso und über wen ich mich vor 5 Jahren im Supermarkt aufgeregt habe - ich weiß, DASS damals mit Sicherheit was war, aber es ist eigtl. für mein Leben völlig irrelevant. Und doch hab ich mich in dieser Situation mit etwas Nutzlosem beschäftigt.

Je mehr man sich nämlich in solche Situationen reinsteigert, desto ungesünder wird es für die Psyche - und für den Körper. Man kanns nicht immer unterdrücken, und es gibt genügend Situationen (bei mir oft währendm Autofahren), in denen man sich über Mitmenschen aufregt. Aber letzten Endes schaden wir uns selbst auf eine Weise, die wir nicht verstehen - weil wir u.U. irgendwann alles verbissen und verbittert sehen.

In diesem Sinne betreibe ich auch Psychohygiene. Das ich mich gedanklich nicht über andere Menschen so oft aufrege. Es bringt halt nix. Man muss die meisten Menschen halt so akzeptieren wie sie sind. Will man sich die Mühe machen sie zu ändern? Man muss halt einige Macken, solange sie nicht allzu gravierend sind, akzeptieren. Was wäre ein Mensch ohne Macken - wahrscheinlich ein langweiliger Roboter.
Psychische Gesundheit bedeutet für mich, mit meinem Verhalten zufrieden zu sein und wie oben beschreiben, andere zu akzeptieren, sowie mich mit meinen Macken zu akzeptieren. Für mich spielt der Begriff der Zufriedenheit in diesem Zusammenhang eine große Rolle, für andere wäre es vielleicht das Glück.
~GrEaT_bElIeVeR~

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Re: Psychische Gesundheit / Stabilität - Psychohygiene

Beitragvon Mike » 27. Feb 2011 - 01:00


Hm... für mich persönlich gibt es wenig "Akzeptanz". Es ist eine sehr komische Sache in meinen Augen. Denn auf der einen Seite versteh ich die Leute, die tagtäglich solch gravierende Fehler begehen. Ich verstehe, WIESO sie es tun, was dazu geführt hat etc. pp. Aber dann wiederum, auf der anderen Seite, versteh ich es nicht nur, sondern es ist mir egal. Wieso sollte ich mich um jeden Scheiss kümmern müssen? Wieso alles verstehen? Wieso Rücksicht auf alle nehmen? Aus welchem Grund?

- Bedeuten sie mir etwas: Nein
- Sind sie mir für meine persönliche Entwicklung zweckdienlich: Wohl kaum
- sehen sie die Menschen so objektiv, wie ich sie sehen KÖNNTE, wenn ich WOLLTE? Seltenst

Was also kommt letztendlich dabei raus? Ein Verhalten, das solche Geschöpfe einfach links liegen lässt - nicht in Respekt, denn solchen haben die wenigsten von ihnen selbst für sich übrig. Mehr in Verachtung.
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Re: Psychische Gesundheit / Stabilität - Psychohygiene

Beitragvon Anxiolytika » 31. Aug 2011 - 14:36


Ich finde das Zitat eingangs schon sehr gut und treffend formuliert.
Für mich gehörte in den letzten Jahren zur psychischen Hygiene zum Beispiel nicht mehr alles tot zu denken.
(Ein wesendlicher Grund dafür, dass ich sehr lange nicht aktiv hier war.)
Außerdem ist es wichtig Humor zu beweisen und all diese Dinge nicht so ernst zu nehmen.
Ein gewisser grad an egalität (wie schon von meinen Vorrednern erwähnt) ist hilfreich, damit man sich nicht alles so schnell zu Herzen nimmt was einen nicht betrifft, genauso aber eine große Portion Humor, denn gerade das was einen selbst betrifft pflegt man häufig überzubewerten.
Man ist nachtragend oder beleidigt, weil man meint seine sogenannte "Persönlichkeit" schützen/ in Schutz nehmen zu müssen.
Man muss lernen sich selbst nicht so ernst zu nehmen (gerade was soetwas betrifft).
Das ist nach meiner aktuellen Auffassung das wichtigste für eine psychische Gesundheit.
Ausnahmen bestätigen die Regel.
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