Probleme unter Kollegen

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Probleme unter Kollegen

Beitragvon Mike » 19. Mai 2010 - 10:32


Mich würde es Mal interessieren, wie's bei euch im kollegialen Umfeld aussieht. Versteht ihr euch mit euren Kollegen? Gibts immer wieder kleine oder größere Streitereien? Wie geht ihr damit um?

Die Kollegen sind ja fast schon wie eine kleine Familie. Wenn ich von einer "normalen" 40-Stunden-Woche ausgehe (in meinem Fall +x Überstunden), dann ist man schon ne verdammt lange Zeit mit den Kollegen zusammen. Die Woche hat 168 Stunden, und wenn ich davon 7 Stunden Schlaf/Tag abziehe, bleiben noch 119 übrig. Wir sind also mindestens ein Drittel unserer Zeit mit den selben Menschen zusammen - das kann auf Dauer doch zu Problemen führen.

Ich komme auf das Thema, weils bei mir im Team momentan ziemlich kracht. Meine Kollegen und ich (sind insgesamt 6 Leute im Team) sind durch schwere Zeiten gegangen. Wir haben bei der alten Firma gekündigt und die neue von Grund auf mitaufgebaut. Einer musste dann mehr oder weniger Abteilungs/Team-Leiter werden. Unglücklicherweise ist diese Person rein vom menschlichen her betrachtet (fachliche Kompetenz aussen vorlassend) völlig ungeeignet für diesen Job. Er geht in die Richtung "Nach oben kriechen, nach unten treten", das Wohl der ganzen Gruppe kümmert ihn überhaupt nicht, und wenn er aus irgend nem Grund sauer ist, lässt er es in übersteigertem Maß an einer zufälligen Person aus, die ihm grad im Moment nicht passt. Mit ihm darüber zu sprechen bringt rein gar nichts, denn "Ich bin im Recht, und ihr seid nichts". Unglücklicherweise ist es aufgrund der Verkettung diverser Umstände nicht möglich, ihn von seinem "Thron" zu stoßen. Ein Gespräch mit unserer Geschäftsleitung ist also aussichtslos, und er selbst lässt sich wie gesagt auch nicht darauf ein, Mal drüber nachzudenken, was er eigtl. für ne Scheisse fabriziert.
Wenn er seine guten Tage hat, kommt man gut mit ihm aus. Aber wehe wenn er schlecht gelaunt ist, dann pickt er sich einen Kollegen raus und macht diesen grundlos vor allen anderen zur Sau. Zufrieden ist er eigentlich nur, wenn man ihm nicht widerspricht und jeder genau das macht, was er will. Zudem schimpft er grundsätzlich über die Arbeit des Kollegen, der halt grad nicht im Raum ist - sprich, wenn er sich mit mir unterhält, lästert er über Kollege A, unterhält er sich mit Kollege A, lästert er über mich und meine Arbeit.

Wie zur Hölle soll man mit solchen Leuten umgehen? Noch dazu wenns Vorgesetzte sind? Kennt jemand von euch so nen Fall? Hat evtl. selbst so nen Kollegen/Vorgesetzten?

Mein Problem ist: Eine Kündigung schließe ich zwar nicht aus, ziehe sie aber noch nicht in Betracht, da ich a) mit dem Rest der Kollegen gut klarkomme b) mir meine Arbeit EIGENTLICH Spaß macht und c) die Bezahlung optimal ist.
Andererseits kanns auch nicht sein, dass ich auf Arbeit ausstemple und mich dann dennoch weiterhin in meiner Freizeit über diese Person ärgere. Und auf Arbeit hab ich schon fast Gewaltphantasien, wenn er den Raum betritt.
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
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Re: Probleme unter Kollegen

Beitragvon Svart-Vinter » 20. Mai 2010 - 14:13


Das klingt wirklich mies und nach einem schwerwiegenden Problem, Deine Zwickmühle kann ich sehr gut verstehen, da ich selber nicht genau wüsste, was man da machen kann.

Es gibt keine höheren Instanzen als den Krieskram?

Warum ist er von Euch sechs Leuten der Leiter geworden? Das musste ja spezielle Gründe haben, wenn Ihr zu sechst neu angefangen habt.
Hat er seine "Führerqualitäten" denn schon mal ausführen können oder ist das für ihn das Erste mal?

Nach Deinen Erzählungen könnte man meinen, dass der Kollege an einem massiven Burnout oder einem anderen privaten Problem leidet.
Ist seine Art und Weise vorher einfach nicht aufgefallen, weil Ihr einen anderen Chef hattet und der Kollege auch nur ein normaler Arbeiter war?

Es klingt als würde ihm alles über den Kopf wachsen. Das sind natürlich nur Vermutungen...

Auf jeden Fall würde ich dazu raten, die Sache nicht zu lange schleifen zu lassen.

Du arbeitest gerne da, also solltest Du kämpfen, denke ich.
Nicht unbedingt gegen ihn, aber für Deinen Job, praktisch müsstest Du dann zu einer höheren Instanz greifen, wenn Du bei ihm nicht durchkommst.

Von mir selber kann ich nur sagen, dass ich seit 4 Jahren nicht mehr im Team arbeite, sondern seitdem immer eigenständig und meine Arbeitskollegen sind in dem Sinne die Familien, wo ich arbeite.
Es sind zwei Familien und mit beiden komme ich super klar.

Ich habe aber auch schon 7 Jahre im Team gearbeitet und da hat es auch öfters mal geknistert, das bleibt bei einem Team, dass für 28 Altenheimbewohner zuständig ist, leider nicht aus.
Aber die Chefin hat den Dienstplan nach Möglichkeit immer so geschrieben, dass die Leute halbwegs zusammen passten und evtl. konnte man die Schicht ja auch noch tauschen, also Früh gegen Spät oder andersherum.

Wir bekamen irgendwann mal einen neuen Pfleger, der aus der Krankenpflege kam und diese arbeiten schon etwas anders als Altenpfleger.
Krankenhaus im Gegensatz zum Altenheim, ist ein großer Unterschied, man sollte es nicht für möglich halten...

Dieser besagte Pfleger hieß Thomas und war ein Arschloch wie es im Bilderbuch steht.

Arschlöcher zeichnen sich eigentlich grundsätzlich durch ihre Launen aus, mal scheisse freundlich, mal Arschloch.... wenn ich das mal so sagen darf.

Mir hat es vor jeder Schicht mit Thomas gegraut, die Frühschichten gingen, da noch mehr Arbeitskollegen da waren und man sich anderweitig beschäftigen konnte.
In den Spätschichten waren wir aber immer nur zu dritt und da konnte ich gar nicht anders als mit ihm zu arbeiten.

Thomas war im Prinzip schon ein netter Typ, er konnte fleißig arbeiten und was das Tempo und die Qualität der Arbeit betraf, konnte ich locker mit ihm mithalten.
Ich denke, das hat ihn schon beeindruckt, da er gerne mit mir alle bettlägrigen Schwerstkranken in einem Zug gepflegt hat, da ging alles Hand in Hand und wir waren mit 5 Bewohnern in einer Stunde fertig ohne das sie dabei zu kurz kamen.

Das habe ich gerne mit ihm zusammen gemacht...

Aber Thomas ist auch öfters ausgerastet und es brauchte allgemein nicht sehr viel, um ihn richtig sauer zu machen.
Er bekam dann immer einen erschreckenden Gesichtsausdruck, beinahe schon böse, die Pupillen erweiterten sich bei ihm so enorm, das es schon beängstigend war.
Ich bin mit ihm einmal extrem aneinander geeckt als ich zu ihm sagte, dass er bei Fr. XY den Blutdruck messen könne, wenn er sie sowieso gleich lagert.

Der war so sauer und hat mich vor einem anderen Kollegen derartig zur Sau gemacht, so das ich erstmal relativ sprachlos war.
Mir stand das Pippi in den Augen, aber ich hatte kurz Zeit um mich alleine zurück zu ziehen, ich war auf 180 BPM, also sehr sauer.
Erhöhte Adrenalinstöße führten mich mit 360 BPM in DAS Dienstzimmer, wo Thomas und Attila saßen und dann zeigte mein Adrenalin sein Gesicht in den hässlichsten Fasaden.
Ich bin ausgerastet.... ich habe meinen Standpunkt vertreten, denn Thomas ist völlig zu Unrecht so auf mich los gegangen, denn ich habe in einem normalen Ton mit ihm geredet.
Ich sagte nicht, "Du sollst den Blutdruck bei der Lagerung der Frau messen", sondern "Könntest Du bitte gleich bei Fr. XY den Blutdruck messen?"

Das alles habe ich unter Tränen rausgepoltert, es überkam mich einfach so, ich war so wütend und fühlte mich eigentlich machtlos ihm gegenüber, denn er hatte ja die Schichtleitung.

Er hat dann erstmal verwundert geschaut und sah etwas erschrocken aus über meine Reaktion, ich glaube nicht, das ihm bewusst war, dass er mich mit seiner Art verletzt hat.
Und seitdem konnte ich mit ihm halbwegs gut zusammen arbeiten, ich bin einfach noch distanzierter als zuvor gewesen und das hat er auch gemerkt.

Viele meiner anderen Kollegen hatte aber auch die selbe Meinung über ihn.

Irgendwann ging er dann auf einen anderen Wohnbereich und da ich gerne mal auf andere Wohnbereiche verliehen wurde - wenn irgendwo jemand gefehlt hat -, kam ich nochmal in den Genuss mit ihm im Team zusammen zu arbeiten.
Zu der Zeit war Thomas gerade erst wieder am arbeiten nach einer längeren Auszeit aufgrund von Herzproblemen.
Er war so ca. 36 Jahre zu dem Zeitpunkt.

Nach dieser Erkrankung hat er sich aber ganz merklich verändert, er ist ruhiger geworden.

Ich denke, Du musst irgendwie versuchen, Deinen Standpunkt klar zu machen, lass es einfach raus, dass ist alle male besser als die Sache einfach so weiter laufen zu lassen.

Eine mögliche Kündigung Deinerseits würdest Du entfernt in Betracht ziehen, kannst Du eine evtl. Kündigung von Seiten des Betriebes aus auch entfernt in Kauf nehmen?


Grüße.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
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Re: Probleme unter Kollegen

Beitragvon Mike » 20. Mai 2010 - 15:03


Es gibt höhere Instanzen, aber das wäre a) ungesund fürs Arbeitsklima und würde b) wirklich nix dran ändern.

Hm... um zu erklären, wieso er der Leiter wurde, muss ich etwas ausholen. 5 von uns 6 waren in einer anderen Firma vorher. 3 von uns haben zusammen gekündigt (zum gleichen Zeitpunkt, nur um 3 Tage versetzt). Gab 3 Teams (Programmierer/System-Admins/Reporting+SQL-Server-Administration). Jeder von uns hat in einem Team gearbeitet und war eigtl. der Beste davon. Und unser AL hat sich eben von Anfang an mehr oder weniger schon festschreiben lassen im Arbeitsvertrag, dass er AL wird, wenn wir einen benötigen. Mir wars egal, denn ich bin zu jung/frisch im Beruf als dass ich mich für die Stelle hätte bewerben können. Kollege B wollte sich das auch nicht aufhalsen.

Unser AL hatte bereits Mal ne Burnout-Phase, ist aber schon ein paar Jährchen her. Er übernimmt sich, will überall mitmischen, will alles wissen (auch was unsre Abteilung Mal sowas von gar nicht betrifft), hatte so wie's ausschaut auch ein Verhältnis mit ner Kollegin (obwohl er verheiratet ist... tz... ) und hat Angst, dass jeder an seinem Stuhl sägen könnte. Vorher war er "nur" Teamleiter, jetzt denkt er, dass er im Kreis der Großen mitspielt. Natürlich weiß er, dass er nach wie vor nur Abteilungsleiter ist und kein Geschäftsführer, aber er blendet das konsequent aus.

Es gibt eigentlich in regelmäßigen Abständen (meistens in 2-3 Wochen-Abständen) Situationen, in denen wir aneinander geraten. Damals, als wir nur zu dritt im Team waren, hab ich ihm sogar knallhart ins Gesicht geschrien(und ich muss wirklich VERDAMMT sauer sein, wenn ich nicht mehr normal rede sondern schon schreie), dass er mir gar nix zu sagen hat, weil er noch mit keinem Wort zum Abteilungsleiter ernannt wurde, also solle er den Ball flach halten.

Arschlöcher zeichnen sich eigentlich grundsätzlich durch ihre Launen aus, mal scheisse freundlich, mal Arschloch.... wenn ich das mal so sagen darf.


Ja, das darf man so sagen. Und das trifft auch genau auf meinen AL zu. Er kann so scheisse freundlich sein dass es nimma schön ist. Dann lässt man sich dazu verleiten, ihm doch tatsächlich zu erzählen, was einem aufm Herzen liegt. Und wenn er dann wieder mies gelaunt ist, wirft er einem genau das vor und stichelt richtig mit allem, was er von einem weiß.


Deine Geschichte hört sich auch so an, als obs ne unerträgliche Situation gewesen wäre. Nur mit dem einen Unterschied: "Und seitdem konnte ich mit ihm halbwegs gut zusammen arbeiten, ich bin einfach noch distanzierter als zuvor gewesen und das hat er auch gemerkt.".
Dem ist bei mir nicht so. Denn mein Problem ist... mein AL beurteilt Menschen (grob gesagt) nach zwei Kriterien:
- er kann keine Menschen respektieren und ernst nehmen, die ihm in Sachen fachlicher Kompetenz nicht das Wasser reichen können (hat er sogar Mal in einer schwachen Stunde genau so gesagt)
- er kann keine Menschen respektieren, die eine größere fachliche Kompetenz aufweisen als er (das erkennt man ganz klar, würde er aber nie eingestehen).

Sein Problem ist jetzt: JEDER bei uns im Team schlägt ihn in Bezug auf fachliche, praxisbezogene Kompetenz. Abteilungsleiter sind immer etwas entfernter von der Praxis, das kann man ihnen auch nicht übel nehmen. Aber dann sollten sie zumindest auf die Arbeit ihrer Kollegen vertrauen.

Von Zeit zu Zeit krieg ich daher richtige Wutanfälle und hab regelrechte Gewaltphantasien gegen ihn...
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Re: Probleme unter Kollegen

Beitragvon Svart-Vinter » 20. Mai 2010 - 19:50


Glaube ich gerne.

Ist die Arbeit denn richtig verteilt bei Euch, also hat jeder seine Aufgaben?

Denn danach klingt das irgendwie nicht, außerdem klingt es so als würde er Angst haben, was falsch zu machen.
Und wenn er solche Probleme mit Respekt und Akzeptanz hat, dann kann man eigentlich davon ausgehen, dass das schon immer so war und das er damit - rein theoretisch gesehen - schon immer irgendwo angeeckt sein müsste.

Dieses Problem mit höheren Autoritäten beginnt meistens schon in der Kindheit.

Ich habe dazu eine leicht verständliche Erklärung gefunden:

Derjenige blockiert innerlich, wenn er/sie mit einer "Autorität" zu tun hat.
Der eine wird dann patzig, der andere verstummt.
Menschen mit Autoritätsproblemen sind entweder mit Gewalt aufgewachsen oder sie durften alles. Sie sind psychisch "vernachlässigt" und haben deshalb auch keinerlei Selbsteinschätzung. Viele machen sich einen guten Lebensweg durch ihr falsches Verhalten komplett zunichte. Das ist sehr schade,denn die meisten dieser Menschen sind überdurchschnittlich intelligent und könnten es weit bringen.
Ich freue mich jedes Mal,wenn es mir gelingt,so jemand davon zu überzeugen,dass nicht jede Autorität eine miese Null ist, die man sofort ablehnen muss.


Quelle: http://de.answers.yahoo.com/question/in ... 258AAB7mTv


Worauf ich damit hinaus möchte ist, dass ich denke, wenn man das Problem des Chefs besser versteht, dann kann man ihm evtl. ganz individuell begegnen oder auf deutsch gesagt: manchmal bewirkt es kleine Wunder, wenn man mit den selben Waffen wie sein Gegner kämpft.
Wenn man versteht, welche Impulse ihn leiten, dann kann man sich das zu Gute machen... eine entfernte Form von Manipulation halt ;)

Mein Stiefvater hat mir das mal geraten als ich mit jemanden im damaligen Freundeskreis Probleme hatte.
Und das hat eigentlich sehr gut geklappt und heute läuft das bei mir schon ganz automatisch.
Ich begegne den Menschen genau so wie sie mir begegnen, wenn es anders wäre, dann würde es mich kaputt machen, denn es kann nicht nur eine eingleisige Schiene sein, es muss zwei solcher Schienen geben um sich begegnen zu können.

Es kann ja nicht sein, das ich jemanden meinen Respekt gerne zolle und vom Gegenüber kommt eigentlich genau das Gegenteil zurück.


Mike hat geschrieben:Es gibt höhere Instanzen, aber das wäre a) ungesund fürs Arbeitsklima und würde b) wirklich nix dran ändern


a) Ich denke, es führt kein Weg daran vorbei, es darauf ankommen zu lassen oder b) ihn unbemerkt mit seinen eigenen Waffen zu bekämpfen.

Was gedenkst Du sonst zu tun? Wird sich die Lage von alleine entspannen oder wird vielleicht sogar einer der anderen Kollegen mal mit der Faust auf den Tisch hauen?


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Re: Probleme unter Kollegen

Beitragvon Mike » 21. Mai 2010 - 13:08


Eigentlich hat jeder seine Aufgaben. Jeder ist für seinen Bereich verantwortlich, und unser Firmenchef hat auch bei der Einstellung gesagt "Ich vertraue JEDEM von euch, dass er seine Arbeit macht und ich will keinen Wasserkopf drüber stellen. Ich kenne eure Arbeit und weiß dass jeder eigenverantwortlich das Beste gibt". Sagt eigentlich genug darüber aus, was unsere Arbeit wert ist. Tatsache ist nur: Der AL hat eine andere Auffassung, denn er mischt ÜBERALL mit, selbst wenn er keinen Peil hat (und das hat er selten). Hauptsache er hat sein Revier markiert und uns gezeigt, dass ER derjenige ist, der sagt wo's lang geht.

Ja, er IST schon immer angeeckt. Aber das macht ihm nix aus, denn "Einer muss ja das Arschloch spielen, und wenn ich etwas für richtig halte, wird es auch so gemacht".

Ich kenne ihn und bin mir auch zu 99% sicher, dass ich ihn verstehe. Ich verstehe, wieso er so reagiert. Ich hab in der Hinsicht eine relativ gute Menschenkenntnis und Einschätzung seiner Persönlichkeit - ohne dass es überheblich klingen soll. Ich habe auch schon oft genug versucht, NORMAL mit ihm zu reden, Situationen zu entschärfen und alles auf die richtige Bahn zu lenken. Aber mittlerweile ist er mir so oft an den Karren gefahren, dass da keine Bereitschaft meinerseits mehr vorhanden ist, ihn verstehen zu WOLLEN.

Die Lage wird sich von selbst nicht entspannen - es gibt zwar Situationen, in denen er wieder besser drauf ist und man mit ihm klar kommt, aber man hat während der ganzen Zeit noch im Hinterkopf, was er eigentlich für ein hinterfotziger Bastard ist. Von den anderen Kollegen wird keiner was sagen. Eine ist erst seit 6 Monaten hier, einer schaffts recht gut abzuschalten und lässt sich davon am Arsch lecken, ein anderer regt sich zwar auf, kapituliert aber dann doch auch irgendwie und einer schimpft zwar auch recht mit und sagt ihm ab und an die Meinung, ist aber naiv genug sich immer wieder einlullen zu lassen und hat mir letztens erst wieder mehr oder weniger das Messer in den Rücken gerammt.
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Re: Probleme unter Kollegen

Beitragvon Thanatos » 22. Mai 2010 - 09:55


Bei uns läuft das prima im Kollegium.
Viel Kommunikation, auch zwischenmenschlich, flache Hierarchien, grundsätzlich haben alle das Ziel miteinander zu arbeiten.
Allerdings wird bei uns da auch stark schon bei der Einstellung sortiert: Wer passt zu uns und wer nicht?
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