Nächtliches Essen - Night-Eating-Syndrom

Forum: Schlafstörungen - Schlafforschung


Störungen des Schlafes, Parasomnien, Nachtängste und Tipps gegen Schlafprobleme.




Nächtliches Essen - Night-Eating-Syndrom

Beitragvon Svart-Vinter » 8. Jan 2008 - 00:16


Hallo,

ich leide an diesem Syndrom schon seit mehreren Jahren sowie an anderen Schlafstörungen.

Dazu ein paar Infos:

Den meisten ist es schon irgendwann mal passiert, dass sie nachts an den Kühlschrank gegangen sind und sich eine Mahlzeit einverleibt haben,
die eigentlich für den nächsten Tag gedacht war.
Starker seelischer Stress, schlechte Laune, Alpträume oder andere Frustrationen können im Gehirn ein Signal auslösen,
wonach der Magen nach Essen verlangt.
Meistens handelt es sich nicht um Hunger, sondern um Appetit auf eine bestimmte Art von Nahrung.

Sinkt beispielsweise der Stimmungspegel infolge von Ärger, der uns noch beim Einschlafen am Grübeln hält, so steigt die Wahrscheinlichkeit,
dass wir nicht durchschlafen können.

Der Ärger senkt aber auch die Ausschüttung positiver Stimmungshormone, wie etwa der Endorphine,
die im Gehirn für Glücksgefühle sorgen, unter das übliche Maß.
Dann verlangt das Gehirn, das wegen der miesen Laune nicht genug eigene Hormone produziert, nach Ersatz aus der Nahrung.

Schokolade ist ein typischer Endorphinlieferant.

Bei Beobachtungen von Versuchspersonen zeigte sich, dass sie rund vier Mal pro Nacht aufwachten.
Beim Weg in die Küche griffen sie bevorzugt nach energiereicher Nahrung mit vielen Kalorien.
Ein wichtiger Unterschied zu gelegentlichen Nachtessern:
NEDS-Betroffene essen nicht, weil sie wach werden – sondern sie werden wach, weil sie Hunger haben.

Über die Ursachen sind noch keine eindeutigen Aussagen möglich. Die Störung ist mit Disziplin und Willen heilbar.

Es muss nicht nur das Ess-, sondern auch das Schlafverhalten therapiert werden.

Um zu erreichen, dass die Patienten durchschlafen, wird die Schlafenszeit zunächst auf maximal sechs Stunden pro Nacht reduziert.
Wacht der Patient mit quälendem Hunger auf, sollte er einen Apfel essen oder Kräutertee trinken und eine halbe Stunde aufbleiben.
Danach wird eine neuer Versuch mit dem Schlafen unternommen.

Falls er innerhalb einer Viertelstunde nicht einschläft, steht er wieder auf, und versucht es nach einer halben Stunde erneut mit dem Einschlafen.
Nach zwei, drei Nächten mit wenig Schlaf wird er garantiert einschlafen – trotz Hunger.
Erst wenn er mehrere Nächte sechs Stunden durch schläft, darf nach und nach die Schlafdauer pro Nacht erhöht werden.

Während man normalen Leuten empfiehlt, drei, vier Stunden vor dem Einschlafen nichts mehr zu essen,
wird dem NEDS-Patienten eine Stunde vor der Nachtruhe ein leichter Imbiss zugestanden.
Schwere Mahlzeiten sind dagegen auch für sie nichts. Die Hoffnung, dass die Sättigung eines schweren Essens die ganze Nacht anhält, trügt.
Zwar schläft man leichter ein, aber die Verdauung und der Abbau der Kohlenhydrate (schnelles Absinken des Blutzuckerspiegels)
sorgen für unruhigen Schlaf.

Von einer Heilung kann erst gesprochen werden, wenn zwischen 20 Uhr und 6 Uhr früh weniger als 20 Prozent der Kalorien des Tages gegessen werden.
Gesunde nehmen in diesen Stunden im Durchschnitt nur 10 Prozent des täglichen Energiebedarfs mit Essen oder Getränken auf.

Den ganzen Artikel lesen: http://egonet.de/ego/1299/art5.htm


Leider hat sich das Problem bei mir verselbstständigt, ich wache ca. 2-4 mal die Nacht auf und manchmal esse ich mehr oder weniger.
Ich habe immer Süssigkeiten neben dem Bett liegen.
Vor längerer Zeit habe ich sogar Nachts in den Aufwachphasen gekocht.

Morgens wenn ich aufstehe ist mir schlecht von der ganzen Schokolade.

Wer kennt dieses Problem und hat vielleicht für sich schon eine Lösung gefunden?


Liebe Grüße, Vision...
Svart-Vinter

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Re: Nächtliches Essen - Night-Eating-Disorder-Syndrom

Beitragvon Zeljka » 6. Aug 2009 - 14:54


Sao hat geschrieben:Hallo,

ich leide an diesem Syndrom schon seit mehreren Jahren sowie an anderen Schlafstörungen.

Dazu ein paar Infos:

Den meisten ist es schon irgendwann mal passiert, dass sie nachts an den Kühlschrank gegangen sind und sich eine Mahlzeit einverleibt haben,
die eigentlich für den nächsten Tag gedacht war.
Starker seelischer Stress, schlechte Laune, Alpträume oder andere Frustrationen können im Gehirn ein Signal auslösen,
wonach der Magen nach Essen verlangt.
Meistens handelt es sich nicht um Hunger, sondern um Appetit auf eine bestimmte Art von Nahrung.

Sinkt beispielsweise der Stimmungspegel infolge von Ärger, der uns noch beim Einschlafen am Grübeln hält, so steigt die Wahrscheinlichkeit,
dass wir nicht durchschlafen können.

Der Ärger senkt aber auch die Ausschüttung positiver Stimmungshormone, wie etwa der Endorphine,
die im Gehirn für Glücksgefühle sorgen, unter das übliche Maß.
Dann verlangt das Gehirn, das wegen der miesen Laune nicht genug eigene Hormone produziert, nach Ersatz aus der Nahrung.

Schokolade ist ein typischer Endorphinlieferant.

Bei Beobachtungen von Versuchspersonen zeigte sich, dass sie rund vier Mal pro Nacht aufwachten.
Beim Weg in die Küche griffen sie bevorzugt nach energiereicher Nahrung mit vielen Kalorien.
Ein wichtiger Unterschied zu gelegentlichen Nachtessern:
NEDS-Betroffene essen nicht, weil sie wach werden – sondern sie werden wach, weil sie Hunger haben.

Über die Ursachen sind noch keine eindeutigen Aussagen möglich. Die Störung ist mit Disziplin und Willen heilbar.

Es muss nicht nur das Ess-, sondern auch das Schlafverhalten therapiert werden.

Um zu erreichen, dass die Patienten durchschlafen, wird die Schlafenszeit zunächst auf maximal sechs Stunden pro Nacht reduziert.
Wacht der Patient mit quälendem Hunger auf, sollte er einen Apfel essen oder Kräutertee trinken und eine halbe Stunde aufbleiben.
Danach wird eine neuer Versuch mit dem Schlafen unternommen.

Falls er innerhalb einer Viertelstunde nicht einschläft, steht er wieder auf, und versucht es nach einer halben Stunde erneut mit dem Einschlafen.
Nach zwei, drei Nächten mit wenig Schlaf wird er garantiert einschlafen – trotz Hunger.
Erst wenn er mehrere Nächte sechs Stunden durch schläft, darf nach und nach die Schlafdauer pro Nacht erhöht werden.

Während man normalen Leuten empfiehlt, drei, vier Stunden vor dem Einschlafen nichts mehr zu essen,
wird dem NEDS-Patienten eine Stunde vor der Nachtruhe ein leichter Imbiss zugestanden.
Schwere Mahlzeiten sind dagegen auch für sie nichts. Die Hoffnung, dass die Sättigung eines schweren Essens die ganze Nacht anhält, trügt.
Zwar schläft man leichter ein, aber die Verdauung und der Abbau der Kohlenhydrate (schnelles Absinken des Blutzuckerspiegels)
sorgen für unruhigen Schlaf.

Von einer Heilung kann erst gesprochen werden, wenn zwischen 20 Uhr und 6 Uhr früh weniger als 20 Prozent der Kalorien des Tages gegessen werden.
Gesunde nehmen in diesen Stunden im Durchschnitt nur 10 Prozent des täglichen Energiebedarfs mit Essen oder Getränken auf.

Den ganzen Artikel lesen: http://egonet.de/ego/1299/art5.htm


Leider hat sich das Problem bei mir verselbstständigt, ich wache ca. 2-4 mal die Nacht auf und manchmal esse ich mehr oder weniger.
Ich habe immer Süssigkeiten neben dem Bett liegen.
Vor längerer Zeit habe ich sogar Nachts in den Aufwachphasen gekocht.

Morgens wenn ich aufstehe ist mir schlecht von der ganzen Schokolade.

Wer kennt dieses Problem und hat vielleicht für sich schon eine Lösung gefunden?


Liebe Grüße, Vision...


Hallo Sao,

Ich freue mich wirklich Deinen Beitrag zu lesen,ich leide leider auch an diesem Nächtlichen essen und fühle mich mitlerweile ziemlich schlecht dabei.
Ich habe festgestellt das irgendetwas nicht ok mit mir ist. :?:
Mein Leben war ziemlich anstrengend,ist es heute eigendlich immernoch,aber ich hab mich daran gewöhnt.-Naja,hört sich schlimmer an als es ist...Gibt es da eine Möglichkeit sich dies "abzugewöhnen"? Es fällt mir allerdings schwer Nachts "garnichts" zu essen...Ich bin dann wie ein Roboter der eine Fressattacke hat.
:(
Kannst Du mir etwas dazu sagen?

LG Zeljka
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Re: Nächtliches Essen - Night-Eating-Disorder-Syndrom

Beitragvon Svart-Vinter » 7. Aug 2009 - 15:55


Hallo :-)

Ich habe das Problem auch immer noch, zwischendurch mal ganz schlimm und dann mal wieder gar nicht.

Das in den Griff zu bekommen ist wirklich sehr schwierig, ich habe eine Zeit lang einfach gar keine Süßigkeiten mehr gekauft,
aber wenn die nicht da sind, dann isst man in der Nacht auch was anderes, auch wenn die Zubereitung mit Aufwand verbunden ist.

Was wirklich dagegen hilft, weiß ich leider auch noch nicht, es gibt bei mir Zeiten, wo ich sehr lange gar keinen Stress etc. habe
und dann esse ich trotzdem Nachts, also kann es nicht nur am Stress oder an Problemen liegen.
Ich denke eher, das es da eine Art Gedächtnis gibt, das sich zu Wort meldet, wann es will, das Problem hat sich also verselbstständigt,
das bedarf wahrscheinlich schon professioneller Hilfe.

Wenn ich nächstes mal beim Arzt bin, dann werde ich es ansprechen, wenn ich daran denken sollte.

Was isst Du denn Nachts immer?


Viele Grüße.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
Svart-Vinter

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Re: Nächtliches Essen - Night-Eating-Disorder-Syndrom

Beitragvon Sinead77 » 21. Aug 2009 - 07:41


Hallo zusammen

Ich klinke mich auch ein.... ich bin auch eine mit diesem Problem.
Ich leider seit mehr als 10 Jahren darunter und es wird immer schlimmer! Momentan stehe ich ca. 5 mal die Nacht auf und esse zwischen 200-300 Gramm Schokolade.
Ich habe schon einige Sachen ausprobiert und war auch bei verschiedenen Ärzten, aber niemand konnte mir bis anhin helfen. Ich leide sehr darunter und kann echt bald nicht mehr.
Ein Arzt hat mir mal Antidepressiva verschrieben, welche ich dann auch brav ca. 1 Jahr genommen habe, aber auch das half nichts. Er hat gesagt, ich hätte diese Störung weil ich depressiv sei, ich glaube aber eher, das ich durch diese Schlafstörung depressiv werde.... langsam aber sicher dreh ich langsam durch. Möchte doch einfach mal wieder durchschlafen und mich am morgen erholt fühlen.
Das einzige was mir bis anhin angenehme Nächte bescherte war, wenn ich jeweils fastete, das mache ich ca. 2 mal im Jahr, dann kann ich durchschlafen ohne eine Schokoladenattake.

Falls Ihr irgendwelche Tipps habt, bin ich offen alles zu teste, ich kann ja nur gewinnen :-)

Grüessli
Sinead
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Re: Nächtliches Essen - Night-Eating-Disorder-Syndrom

Beitragvon Mike » 27. Aug 2009 - 11:42


Ich kenne das Problem nicht, und es ist mir ehrlich gesagt auch neu, dass es sowas als "Krankheit" überhaupt gibt.

Und auch wenn ich mit dieser Theorie vielleicht schon jemandem aufn Sack gehe... aber so wie es beschrieben wird, scheint alles eher psychosomatisch zu sein, d.h. der wahre Grund ist keine körperliche Disfunktion, sondern das Problem ist seelischer Natur (Stress/Ärger vorm Schlafengehen). Und dagegen kann man allein schon viel machen, indem man sich bewusst positive Gedanken einpflanzt (setzt aber auch voraus, dass man sich mitunter trotzdem seinen Problemen widmet).
Natürlich darf das nicht zwanghaft geschehen, während man am Erfolg zweifelt. Auch wenn es vielleicht etwas lächerlich klingt: Einfach lächeln - egal ob man Grund dazu hat oder nicht -, dem Magen zunicken mit "Jaja, wird schon wieder, Kleiner" und sich denken, dass man heute Nacht Mal NICHT aufwacht.
Die Methode an sich funktioniert - ob es auch bei DIESEM Problem hilft weiß ich nicht, aber nen Versuch wäre es wert. Natürlich ist es nicht mit ein Mal geschehen. Es kann sich schon über Wochen hinziehen - wie schon geschrieben erfordert das Wille und Disziplin. Und jeder Zweifel am Erfolg kann ihn im Vorhinein bereits zunichte machen.

Was wirklich dagegen hilft, weiß ich leider auch noch nicht, es gibt bei mir Zeiten, wo ich sehr lange gar keinen Stress etc. habe
und dann esse ich trotzdem Nachts, also kann es nicht nur am Stress oder an Problemen liegen.


Das kann schon daran liegen... wenn du es vorher lange genug "gewohnt" warst, dass du aus Stress/Frust isst, dann kann es zur Gewohnheit werden. Ein regelmäßiger Vorgang, der sich eben eingepflanzt hat und den der Körper automatisch ausführt. Der Mensch ist eben gewissermaßen ein Gewohnheitstier. Man hat immer zu diesen Zeiten Hunger, weil sich der Körper schon darauf eingestellt hat.
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
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Re: Nächtliches Essen - Night-Eating-Disorder-Syndrom

Beitragvon Haderlumpin » 28. Aug 2009 - 09:52


Dass Depressionen und Schlafstörungen eng miteinander verknüpft sind, ist bekannt und was nun zuerst da war, schwer zu sagen. Es dürfte sich wohl beides gegenseitig verstärken.
Aber ich spekuliere jetzt mal noch in eine andere Richtung. Grade wenn es sich tatsächlich um nächtlichen Hunger handelt und dann auch bevorzugt zu sehr kalorien/zuckerreichen Lebensmitteln gegriffen wird: Wurde denn schon ausgeschlossen, dass mit Eurem Insulinhaushalt etwas nicht stimmt? Ich könnte mir vorstellen, dass da eine Überproduktion und vermehrte Insulinausschüttung und in Folge dessen eine Unterzuckerung mit im Spiel ist. Eventuell könnte dann eine Ernährungsumstellung helfen, die darauf baut, abends wenig Kohlehydrate aufzunehmen? Haben die Ärtze schonmal die Blutzuckerwerte überprüft? Wenn nicht, wäre es ja interessant, sich mal über einen gewissen Zeitraum beim nächtlichen Aufwachen selbst zu testen. :)
"Dass das Leben Höhen und Tiefen kennt, weiß auch der moderne Mensch, aber in seinen Augen kommt eigentlich nur den Höhen ein Recht auf Existenz zu, die Tiefen haben es verwirkt, ihnen droht die Höchststrafe der Moderne, die Abschaffung und Entsorgung." (Wilhelm Schmid)
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Re: Nächtliches Essen - Night-Eating-Disorder-Syndrom

Beitragvon halo » 28. Aug 2009 - 11:11


Hallo,

ich leide seit 5 Jahren am NES.

Auch wenn es schön wäre, wenn ein körperliches Problem dahinterstehen würde, da man es dann "einfach" behandeln könnte, ist das nicht wahr. Kein Insulinproblem o.ä.
Klar ist dass Stress und depressive Phasen dahinterstehen. Dies verursacht Schlafstörungen. Aber jemand der An NES leidet hatte vor Beginn schon eine Art Essstörung und reagiert bei der Schlafstörung mit essen. Grund ist auch: Cortisol, Stresshormon ist ungewöhnlich hoch, durch Essen wird Serotonin ausgeschüttet und so dar Streehormonspiegel abgesenkt und man kann schlafen. Es ist aber noch komplizierter! Die Ursache für den Stress oder die Depression oder negative Gefühle können schon wieder verschwunden sein, aber das Verhalten ist erlernt: Konditionierung.
NES ist eine Kombi aus Zwang und SUCHT: man will irgendwie essen, denn man ist nach der Serotoninausschüttung süchtig.
Einen einzigen Weg aus der NES gibt es nicht: es ist wichtig viele Wege gleichzeitig zu beschreiten. Was stört mich in meinem Leben? Weshalb habe ich Essstörung? Was in der Vergangenheit führte zu ES und zu den Schlafstörungen? Sind diese Gründe noch vorhanden? Gibt es Ähnliches? welche Vorteile verspreche ich mir tief im Innersten? Was kann ich tun, um mich ohne NES gut zu fühlen?

lg Halo
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Re: Nächtliches Essen - Night-Eating-Disorder-Syndrom

Beitragvon Sinead77 » 18. Jan 2010 - 21:25


Hallo

Ich stehe seit ca 15 Jahren jede Nacht ca 5mal auf und Esse ca250gramm Schokolade.

Ich hab schon ettliches ausprobiert: Chinesische Medizin, Akkupunktur, Hypnose, Alternativmedizin, Parapsychologie, Psychoterapie, 2mal Schlafklinik in zwei verschiedenen Kliniken, Atlaslogie, Autogenestraining etc, etc.



Nun habe ich letzte Woche von einem Schlafmediziner Rivotril verschrieben bekommen. Leider ist aber bis jetzt die gewünschte Wirkung ausgeblieben. Eine Organische oder Psychische Störung wurde ausgeschlossen. Die Diagnose steht auf Schlafwandeln, aber nicht im herkömmlichen Sinne. Da ich ja genau weiss was ich tue in der Nacht und mich auch daran erinnern kann, es aber nicht kontrollieren, haben sie das Gefühl, das ein Hirnteil im Wach und der andere im Schlafzustand ist. Naja mal schauen, werde das Medi nun mal 10 Tage testen.



Ich hab einfach keine Kraft mehr, will das es aufhört.



Gruss



Jane
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Re: Nächtliches Essen - Night-Eating-Disorder-Syndrom

Beitragvon Svart-Vinter » 18. Jan 2010 - 22:20


Das ist ein relativ starkes Medikament mit häufigen Nebenwirkungen.

Bist Du schon lange bei dem Arzt in Behandlung, der das Medikament verordnet hat?

Ausprobiert hast Du ja ziemlich viel. Wenn das alles nicht gewirkt hat, dann sind die Aussichten wohl nicht gerade rosig, wenn ich das mal so sagen darf.
Es ist jetzt zwar nur ein Beispiel von vielen, aber für mich bedeutet das sehr viel, da ich kaum Kontakt zu Menschen mit dem gleichen Problem habe.

Ich hoffe, dass man dieses Problem irgendwie in den Griff bekommen kann. Manchmal denke ich,
dass vielleicht weder Schlafstörung noch psychische Erkrankung für das nächtliche Essen sorgen.
Sicher bin ich mir nicht, aber vielleicht ist es doch was ganz anderes.... vielleicht ist es eine Sucht oder auch Fress-Sucht,
nur eben auf die Nacht verlagert oder es geht in eine Richtung, die bisher noch keiner so richtig in Betracht gezogen hat.

Aber wie soll man ein Problem bekämpfen, wenn kein Mensch weiß, wo die Ursache liegt?!


Grüße.
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Re: Nächtliches Essen - Night-Eating-Disorder-Syndrom

Beitragvon Sinead77 » 18. Jan 2010 - 23:35


Ich habe wiedermal einen neuen Schritt gewagt und mich bei einer anderen Schlafklinik gemeldet. Dort wurde ich auch total durchgecheckt, doch wissen tun sie glaube ich nicht wirklich viel. Wurde dort von einem Arzt behandelt der mit meinem Fall überfordert war, er hat mich nun an einen Kollegen vewiesen.
Ich denke auch, dass es eine Sucht ist. Ich kann einfach nicht anders. Mein Verstand sagt nein, aber der Drang ist zu gross. Bin echt mit meinem Latein am Ende. Zudem hab ich schon Stunden im Internet gesucht und nicht wirklich was gefunden. Fühl mich manchal echt einsam und alleine mit meinem Problem. Meine Freunde glauben mir das auch nicht, da ich glücklicherweise eine gute Figur habe. Es zerrt an meinen Kräften und ich fühl mich einfach nur noch erschöpft und fühl mich depressiv.
Es tut gut, manchmal im Internet mit jemandem zu plaudern, der dieses Problem kennt.

Falls du auf die lösung des Problems stossen solltest, lass es mich bitte wissen!!!!!!

Halte Dich auf dem laufenden wegen dem Medi. Ich weiss, es icht nicht ohne, aber momentan bin ich so am Anschlag, dass ich einfach wiedermal durchschlafen und mich erholen möchte.

Schlaf schön.

LG Jane
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