Hallo,
ich leide an diesem Syndrom schon seit mehreren Jahren sowie an anderen Schlafstörungen.
Dazu ein paar Infos:
Den meisten ist es schon irgendwann mal passiert, dass sie nachts an den Kühlschrank gegangen sind und sich eine Mahlzeit einverleibt haben,
die eigentlich für den nächsten Tag gedacht war.
Starker seelischer Stress, schlechte Laune, Alpträume oder andere Frustrationen können im Gehirn ein Signal auslösen,
wonach der Magen nach Essen verlangt.
Meistens handelt es sich nicht um Hunger, sondern um Appetit auf eine bestimmte Art von Nahrung.
Sinkt beispielsweise der Stimmungspegel infolge von Ärger, der uns noch beim Einschlafen am Grübeln hält, so steigt die Wahrscheinlichkeit,
dass wir nicht durchschlafen können.
Der Ärger senkt aber auch die Ausschüttung positiver Stimmungshormone, wie etwa der Endorphine,
die im Gehirn für Glücksgefühle sorgen, unter das übliche Maß.
Dann verlangt das Gehirn, das wegen der miesen Laune nicht genug eigene Hormone produziert, nach Ersatz aus der Nahrung.
Schokolade ist ein typischer Endorphinlieferant.
Bei Beobachtungen von Versuchspersonen zeigte sich, dass sie rund vier Mal pro Nacht aufwachten.
Beim Weg in die Küche griffen sie bevorzugt nach energiereicher Nahrung mit vielen Kalorien.
Ein wichtiger Unterschied zu gelegentlichen Nachtessern:
NEDS-Betroffene essen nicht, weil sie wach werden – sondern sie werden wach, weil sie Hunger haben.
Über die Ursachen sind noch keine eindeutigen Aussagen möglich. Die Störung ist mit Disziplin und Willen heilbar.
Es muss nicht nur das Ess-, sondern auch das Schlafverhalten therapiert werden.
Um zu erreichen, dass die Patienten durchschlafen, wird die Schlafenszeit zunächst auf maximal sechs Stunden pro Nacht reduziert.
Wacht der Patient mit quälendem Hunger auf, sollte er einen Apfel essen oder Kräutertee trinken und eine halbe Stunde aufbleiben.
Danach wird eine neuer Versuch mit dem Schlafen unternommen.
Falls er innerhalb einer Viertelstunde nicht einschläft, steht er wieder auf, und versucht es nach einer halben Stunde erneut mit dem Einschlafen.
Nach zwei, drei Nächten mit wenig Schlaf wird er garantiert einschlafen – trotz Hunger.
Erst wenn er mehrere Nächte sechs Stunden durch schläft, darf nach und nach die Schlafdauer pro Nacht erhöht werden.
Während man normalen Leuten empfiehlt, drei, vier Stunden vor dem Einschlafen nichts mehr zu essen,
wird dem NEDS-Patienten eine Stunde vor der Nachtruhe ein leichter Imbiss zugestanden.
Schwere Mahlzeiten sind dagegen auch für sie nichts. Die Hoffnung, dass die Sättigung eines schweren Essens die ganze Nacht anhält, trügt.
Zwar schläft man leichter ein, aber die Verdauung und der Abbau der Kohlenhydrate (schnelles Absinken des Blutzuckerspiegels)
sorgen für unruhigen Schlaf.
Von einer Heilung kann erst gesprochen werden, wenn zwischen 20 Uhr und 6 Uhr früh weniger als 20 Prozent der Kalorien des Tages gegessen werden.
Gesunde nehmen in diesen Stunden im Durchschnitt nur 10 Prozent des täglichen Energiebedarfs mit Essen oder Getränken auf.
Den ganzen Artikel lesen: http://egonet.de/ego/1299/art5.htm
Leider hat sich das Problem bei mir verselbstständigt, ich wache ca. 2-4 mal die Nacht auf und manchmal esse ich mehr oder weniger.
Ich habe immer Süssigkeiten neben dem Bett liegen.
Vor längerer Zeit habe ich sogar Nachts in den Aufwachphasen gekocht.
Morgens wenn ich aufstehe ist mir schlecht von der ganzen Schokolade.
Wer kennt dieses Problem und hat vielleicht für sich schon eine Lösung gefunden?
Liebe Grüße, Vision...

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