Die Bedeutung der Hypnose bei der Behandlung psychischer und psychosomatischer Erkrankungen nimmt immer mehr zu.
In der Öffentlichkeit herrscht jedoch noch ein Bild von der Hypnose vor, das durch Bühnenshows, Film und Comics geprägt ist.
Kein Mensch kann durch Hypnose zu etwas gezwungen werden, was nicht seiner Moral entspricht.
Aber genau dieses Vorurteil transportieren die Medien.
Die Bühnenhypnose hat mit einer medizinischen Hypnose nichts zu tun und gefährdet teilweise die "Medien".
So kann etwa eine „Rückführung“ bei einer Showhypnose zu schweren Schäden bei den Betroffenen führen.
In vielen Ländern ist sie deshalb verboten worden.
Die klassische Hypnose, wie sie noch Sigmund Freud betrieb, versuchte eine Trancetiefe zu erreichen.
Die moderne Hypnose leitet eine mittlere Trance ein, bei der der Patient gut ansprechbar ist.
In Deutschland gibt es diverse Fachgesellschaften für Hypnose, die für eine seriöse Ausbildung der Therapeuten stehen.
Was erlebt der Patient bei einer Hypnose?
Zum einen nimmt er störende Geräusche nicht mehr wahr, Folge einer Einengung der Aufmerksamkeit.
Scheinbar wird die Bereitschaft zur Reizverarbeitung in den primären visuellen und akustischen Zentren reduziert.
Ferner treten bei ihm nicht suggerierte Veränderungen in der Körperwahrnehmung auf:
Beine oder Arme werden als länger oder kürzer wahrgenommen, Körperteile scheinen nicht mehr vorhanden,
es besteht ein Schwere- oder Leichtigkeitsgefühl.
Im Vergleich zum Wachzustand erscheinen die visuellen Vorstellungen klarer ("Es war so, als ob ich dagewesen wäre").
Hinzu kommen eine verzerrte Zeitwahrnehmung, eine erhöhte Suggestibilität,
ein leichterer Zugang zu den Gefühlen, das Ausblenden äußerer Reize.
Dies führt dazu, dass es auch keine Schmerzwahrnehmung mehr gibt, was sich etwa Zahnärzte auch zunutze machen.
Außerdem wurde eine Reduktion der körperlichen Funktionen, die durch das autonome Nervensystem gesteuert sind, festgestellt.
Dazu zählen die Abnahme der Atemrate, Herzschlagrate und des systolischen Blutdrucks.
Die Schmerzkontrolle unter einer Hypnose bietet eine verträgliche Ergänzung oder Alternative zu lokal wirksamen Betäubungsmitteln.
In einem Trance-Zustand können Blutungen und Speichelfluss kontrolliert werden.
Nach dem Eingriff wird das Zahnfleisch im Gegensatz zur noch Stunden andauernden Lokalbetäubung schneller vollständig durchblutet.
Dadurch heilt die Wunde besser ab. Operationen in Hypnose sind möglich. Allerdings bedarf es einer gründlichen Vorbereitung.
Die Ärzte müssen darauf achten, was sie sagen, denn der Patient hört mit.
Quelle: Klick
Habt ihr schon Erfahrungen mit selbst- oder von einem Therapeuten herbei geführten tranceähnlichen Zuständen gemacht?
Was könntet ihr als Fazit sagen, inwiefern hatte der Zustand eine heilende Wirkung?
Viele Grüße.

![[ Anstaltsleitung ] [ Anstaltsleitung ]](./images/ranks/Admin.gif)
![[ Stationsleiter ] [ Stationsleiter ]](./images/ranks/Mod.gif)
