Liebe & Hass - Sind sie sich wirklich so nah ?

Forum: Philosophie - Eigene Ansichten


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Liebe & Hass - Sind sie sich wirklich so nah ?

Beitragvon Svart-Vinter » 8. Jan 2008 - 07:14


Mich würde interessieren, ob Liebe und Hass wirklich so nah aneinander liegen, wie man immer sagt.

Zuerst müsste man sich die Fragen stellen:

Was ist Liebe? - Was ist Hass?

Wann und warum kommen Menschen zu dem Entschluss, das sich Liebe und Hass ähneln?

Klar ist, das beide Gefühle sehr starke Gefühle sind, beide können blind machen und sie können einen überwältigen.

Erzählt mir, wie ihr darüber denkt.


Lieben Gruß.
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Beitragvon Gast » 13. Mär 2008 - 14:38


Ich kann nur aus meiner momentaren Erfahrung erzählen.
Vor 2 Jahren hat meine Freundin mich verlassen. Ich liebe sie über alles, auch jetzt noch. Irgendwie wünsche ich ihr das beste und schönste Leben, sie soll glücklich werden und auch bleiben.
Aber...
Sie hat mich verlassen. Ich hasse sie. Ich will, dass sie in allen Lebenslagen scheitet, dass ihr jede annehmlichkeit versagt bleibt.
Ich kann beide Gefühle nicht vereinen, aber sie existieren direkt parallel. Ich kann nur bestätigen, dass Liebe und Hass nah beieinander liegen.
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Beitragvon Svart-Vinter » 13. Mär 2008 - 19:39


Ich kann Dich gut verstehen, Du hast auch ein sehr gutes Beispiel gegeben.

Dieses hin- und her gerissen sein zwischen diesen starken Gefühlen ist kaum definierbar.
Ich wüsste zu gerne mal, warum das so ist und warum beide Gefühle meistens zusammen auftreten.

Ist der Hass, der parallel mit der Liebe zusammen auftritt der Gleiche Hass wie dieser, der nicht gemeinsam mit Liebe in Erscheinung tritt?

Außerdem würde ich gerne wissen wie man den Satz "Liebe kennt keine Grenzen" anders oder deutlicher erklären kann.

Heute als ich den Satz gehört habe, kamen mir einige Gedanken und Fragen dazu.

Ist es wirklich so, das Liebe keine Grenzen kennt? Welche Grenzen sind überhaupt gemeint damit?


Viele Grüße, Vision.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
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Beitragvon The_Sorrow » 13. Mai 2008 - 22:44


Nun Liebe und Hass liegen so nah bei einander weil sie zwei Extreme darstellen.
Zum einen der Hass.
Hass ist eine Form der Abneigung gegen jemanden die bis hin zum Wunsch
des Todes des Gehassten kommen kann.

Und Liebe ist:
Liebe ist eine Form der Zuneigung bei der man den Geliebten so sehr mag das ein Leben ohne ihn unmöglich scheint .
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Beitragvon kriegnix » 13. Mai 2008 - 23:01


Wollen wir doch eines erst einmal festhalten:
Was ist das Gegenteil von LIEBE?
Das Gegenteil von Liebe ist NICHT der Hass.
Das Gegenteil von Liebe ist die GLEICHGÜLTIGKEIT.

Ich stelle in Zweifel, daß die meisten wirklich hassen können....sauer sein; ja....verärgert; ja.....dem anderen die Pest an den Hals wünschen; ja.....aber richtig hassen ist eine sehr aufwendige und harte Sache die man nicht so eben aus dem Ärmel schütteln kann........
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Beitragvon Hagazussa » 13. Mai 2008 - 23:04


Liebe und Hass können sehr Nahe beieinander liegen.

Für mich ist Liebe: Das es dem anderen gut geht.
Und auch loslassen zu können.

Das ist aber nicht die Regel.
Liebe oder das was der einzelne darunter versteht, kann auch heißen:
Niemand liebt Dich so, wie ich....

Das hat in meinen Augen aber nichts mit Liebe zu tun.
Sondern mit einem gesteigertem Selbstwertverlust. Das man nur durch den andern existieren kann bzw. glaubt ohne den anderen nicht leben zu können.
Und wenn der andere nicht ebenso empfindet, kann sich diese Liebe
in Hass umwandeln.
Weil der "angeblich" geliebte Mensch ja nicht gleich empfindet, wird
man wütend darüber. Und das verwandelt sich dann in Hass.

Das ist in meinen Augen eine Art "Kontrollzwang".
Wenn du es eilig hast, gehe langsam
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Beitragvon The_Sorrow » 13. Mai 2008 - 23:10


@ kriegnix nun ich stimme dir nicht ganz zu am besten kann man sich die ganze sache vorstellen wie ein dreieck.



Liebe
/ \
/ \
/ \
Hass--------Gleichgültigkeit
Weil meiner Meinung nach kann die Gleichgültigkeit nicht das gegenteil sein sondern nur eine von zwei Möglichkeiten.
Was man auch dazu sagen muss ist das man da keine Richtige einteilung oder regel feststellen kann weil Liebe,Hass und Gleichgültigkeit extreme Gefühle sind und es ja noch Mischformen und nicht ganz so extreme Gefühle gibt.
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Beitragvon kriegnix » 13. Mai 2008 - 23:11


Weil der "angeblich" geliebte Mensch ja nicht gleich empfindet, wird
man wütend darüber. Und das verwandelt sich dann in Hass.


Liebe hat aber auch gaaaanz viel mit Toleranz und Akzeptanz zu tun........wir sind eben alle unterschiedlich...
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Beitragvon Gast » 13. Mai 2008 - 23:26


Hagazussa hat es auf den punkt gebracht.
(ich woll mich eigentlich nicht einmischen, aber ich finde zu gut,
was du geschrieben hast.. aber dabei belasse ich es jetzt auch schon :wink:)
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Beitragvon dieJule » 15. Mai 2008 - 09:01


Also ich denke, dass es noch eine weitere Verbindung zwischen Liebe und Hass gibt, als die Wut über die nicht erwiderte Liebe.

Jeder einzelne von uns würde am liebsten eine Blase um sich aufbauen, aus der alles Böse verbannt wird. Eine magische Anti-Schmerz-und-Leid-Mauer. Wir wünschen uns, dass unsere eigenen Gefühle, Interessen und Gedanken diese Barriere ungehindert passieren können, aber von außen wollen wir alles Schlechte von uns fernhalten.

Liebe? Naja - Liebe durchbricht dieses Schutzschild. Liebe macht uns verletzlich. Ein Mensch, den wir lieben, kann uns auf einer Ebene angreifen, die andere Menschen nie erreichen. Ein Mensch, den wir lieben, hat die Macht hinter diese Mauer zu treten und ordentlich für Unordnung zu sorgen.
Und DAS gefällt uns nun mal gar nicht, ob wir es nun wollen oder nicht.

Ich glaube je mehr wir einen Menschen lieben, um so mehr kann dieser Mensch uns verletzen, vielleicht sogar zerstören - und um so mehr >hassen< wir diesen Menschen dafür. Wir hassen ihn für diese Macht, die sich so leicht gegen uns wenden kann. Und vor allem, wir hassen diesen Menschen, weil wir uns nicht dagegen wehren können, weil wir keine Verteidigung gegen diesen Menschen aufbringenn können.
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