Liebe & Hass - Sind sie sich wirklich so nah ?

Forum: Philosophie - Eigene Ansichten


Philosophie ist der Versuch des Menschen mit dem Mittel des Denkens sein Dasein, die von ihm wahrgenommene äußere Welt und sein eigenes Inneres zu erklären.




Beitragvon Lirias » 15. Mai 2008 - 15:34


Dazu ein Zitat von ASP aus dem Lied Ungeschickte Liebesbriefe:
"Nur wer sich öffnet für den Schmerz, lässt auch die Liebe mit hinein".
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Beitragvon Hagazussa » 15. Mai 2008 - 21:58


@Lirias
Du hast vollkommen recht....

Man muß sich schon öffnen um Lieben zu können.
Das wirft wieder die Frage auf, was Liebe für den Einzelnen bedeutet.

Ich glaube, das wir Menschen gar nicht zu "wirklicher" Liebe fähig sind.
Erwachse verwechseln oft Liebe mit Egoismus.
Wirkliche Liebe ist doch bedingungslos....

Das können nur kleine Kinder und Tiere.

Da fällt mir ein schöner Sinnspruch bei ein:

Ein kleines Mädchen erwartet keine Liebeserklärung von seiner Puppe;
es liebt sie, und damit gut.
So sollte jede Liebe sein.
(Remy de Gourmont)
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Beitragvon Svart-Vinter » 15. Mai 2008 - 22:18


Hagazussa hat geschrieben:Ich glaube, das wir Menschen gar nicht zu "wirklicher" Liebe fähig sind.
Das können nur kleine Kinder und Tiere.


Der Meinung bin ich auch, nur das Kinder ab einem gewissen Alter auch nicht mehr ohne Bedingungen lieben.

Aber Tiere.... das ist ein tolles Beispiel.

Tiere sind da wirklich einzigartig und genial.
Meine Eltern haben 2 Vogelhäuschen in ihrem Garten, wo sich auch grad Babys drin befinden.
Es ist wunderbar mit an zu sehen, wie bedingungslos die Eltern die Babys versorgen.

Den ganzen Tag fliegen sie und suchen Essen, selbst sind sie abgemagert und verzichten auf ihr Essen.
Das ist für mich bedingungslose Liebe.

Hunde, die von ihrem Herrchen geschlagen werden, lieben sie trotzdem noch bedingungslos.
Zu sowas sind wir nicht im Stande, vielleicht auch, weil wir etwas weiter entwickelt sind.


Liebe Grüße.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
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Beitragvon Gast » 15. Mai 2008 - 22:33


Meine Auffassung stimmt weitestgehend mit der von Hagazussa überein.
"Liebe" sollte eigentlich ohne "Besitzansprüche" auskommen.
Für mich ist das der wesendliche Unterschied zwischen "jemanden Lieben" und "verliebt sein":

"Jemanden Lieben bedeutet, man will, dass er glücklich ist.
in jemanden verliebt sein bedeutet, man will, dass er mit einem glücklich ist."

Demnach liegt der Hass nah am verliebt sein.
Enttäuschte "Besitzansprüche".
Nicht aber nah an der "tatsächlichen Liebe".

Ob ein Erwachsener lieben kann ohne verliebt zu sein mag ich nicht so pauschal beurteilen.
Ich würde schon daran zweifeln, dass es "nicht möglich" wäre.
(Ob Tiere lieben können.. wär sicherlich ein anderes {umfangreiches} Thema.)
Das "Puppenzitat" ist zwar ganz schön, aber es lässt einen wesentlichen Punkt außer acht.
Die Puppe.. kann auch nicht wieder lieben.
Die Puppe hat keine Wahl.
Die Puppe kann einen nicht verlassen.
Sie hat keinen freien Willen.
Wie rein die Liebe zu einem "Gegenstand" ist, ist also eigentlich nicht von Relevanz, in diesem Zusammenhang.
Denn auf sieser Liebe KANN kein Hass werden.
Auch bei einem Erwachsenen nicht, oder?
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Beitragvon Hagazussa » 15. Mai 2008 - 22:52


Sao hat folgendes geschrieben
Hunde, die von ihrem Herrchen geschlagen werden, lieben sie trotzdem noch bedingungslos.
Zu sowas sind wir nicht im Stande, vielleicht auch, weil wir etwas weiter entwickelt sind.


Das ist eine interessante These.
Mich fasziniert was z.B. Hunde alles ertragen und trotzdem dem Menschen
lieben.
Das soll man erstmal nachmachen....
Ich persönlich könnte das nicht.

Das es vielleicht daran liegt, das wir Menschen weiter entwickelt sind,
bringt mich zum Nachdenken...
Haben wir in unserer rasanten Entwicklung vielleicht vergessen, wie man
liebt?
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Beitragvon Gast » 15. Mai 2008 - 23:19


Meint ihr wirklich, dass sei "Liebe", die den Hund dazu bringt so an seinem "Herrchen" zu hängen? oÔ
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Beitragvon Svart-Vinter » 15. Mai 2008 - 23:28


Hagazussa hat geschrieben:Haben wir in unserer rasanten Entwicklung vielleicht vergessen, wie man liebt?


Vergessen nicht, aber die Ansprüche sind einfach andere geworden, anders kann ich mir das nicht erklären.
Ich denke, die Urmenschen waren evtl. auch noch im Stande bedingungslos zu lieben.

queezle hat geschrieben:Meint ihr wirklich, dass sei "Liebe", die den Hund dazu bringt so an seinem "Herrchen" zu hängen?


Ich denke schon, ja.
Bei den Hunden meiner Eltern kann ich das gut beobachten und ich würde es als Liebe einstufen.

Wenn es keine Liebe ist, was soll es sonst sein?


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Beitragvon Hagazussa » 15. Mai 2008 - 23:49


Sao hat folgendes geschrieben
Ich denke schon, ja.
Bei den Hunden meiner Eltern kann ich das gut beobachten und ich würde es als Liebe einstufen.


Da kann ich Dir nur Recht geben.
Ich habe selber einen Hund. Und er erstaunt mich sehr oft.
Das ist ein Liebe, die wir Menschen nicht nachvollziehen können.

Ein Beispiel:
Ich habe einen total stressigen Tag und keine Zeit für meinen Hund.
Und trotzdem kommt er zu mir und zeigt mir, wie lieb er mich hat.
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Beitragvon dieJule » 16. Mai 2008 - 12:58


Also hier würd ich mich queezle anschließen. Die Zuneigung zwischen einem Hund und seinem Herrchen ist mit der Liebe zwischen zwei Menschen in meinen Augen nicht vergleichbar.

Ich bin selber mit Hunden aufgewachsen, da meine Großeltern eine Zucht hatten. Ich weiss, wie unendlich diese Zuneigung scheint.
Und versteht mich bitte nicht falsch, es gibt kaum etwas schöneres als von einem freudigen, schwanzwedelnden Vierbeiner begrüßte zu werden, besonders nach einem harten (oder auch mal einfachen) Tag. Aber mit LIEBE hat das meiner Ansicht nach nichts zu tun.
dieJule

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Beitragvon Hagazussa » 16. Mai 2008 - 19:28


dieJule hat folgendes geschrieben
Und versteht mich bitte nicht falsch, es gibt kaum etwas schöneres als von einem freudigen, schwanzwedelnden Vierbeiner begrüßte zu werden, besonders nach einem harten (oder auch mal einfachen) Tag. Aber mit LIEBE hat das meiner Ansicht nach nichts zu tun.


Liebe ist doch Liebe....
Oder würdest Du sie unterteilen?
Tiere lieben so, Menschen lieben anders.

Also ich teile Deine Meinung nicht.
Wenn ein Lebewesen(ob jetzt Tier oder Mensch) liebt, dann liebt es nunmal. Wo liegt da für Dich der Unterschied?

Ich gehe sogar noch weiter.
Menschen stellen immer Bedingungen in der Liebe.
Tiere lieben Bedingungslos.
(hab ich, glaube ich, schonmal geschrieben)
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