Lebensbilanz

Forum: Geschichten vom Leben


Wie habt Ihr Eure Kindheit und Jugend erlebt und wie ist das Erwachsensein? Besondere Ereignisse aus Eurem Leben und vieles mehr.




Lebensbilanz

Beitragvon Svart-Vinter » 13. Jun 2008 - 10:16


Habt ihr schon mal eine Bilanz von eurem Leben gemacht?

In welchen Momenten des Lebens zieht man Bilanz?
Macht man es in eher schlechten oder eher in guten Phasen des Lebens?

Wie schaut das Ergebnis aus und was lässt sich damit alles machen?
Wozu ist eine Lebensbilanz überhaupt gut oder sinnvoll?

Lebensbilanz bedeutet auch immer ein Blick in die Vergangenheit,
dabei können viele verdrängte Gefühle und Erinnerungen neu aufkommen und einen überwältigen.
Aus diesem Grund stelle ich mir vor, dass viele Menschen keine Lebensbilanz ziehen möchten.


Viele Grüße.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
Svart-Vinter

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Beitragvon Kha » 13. Jun 2008 - 10:22


Bilanz ziehen ist, finde ich, sher wichtig. Man kann aus alten Fehlern lernen.
Natürlich tut es vllt weh, wenn man an schreckliche Ereignisse denkt. Aber ich vertrete die Einstellung das man aus jeder schlechten Situation etwas gutes ziehen kann.

Eine Bilanz ist vllt nötig wenn man sein Leben noch einmal neu anfangen will. Oder ein wichtigen Punkt im Leben erreicht hat, wie z.B. ein Abitur oder ein anderer Schulabschluss. Denn dann muss man sehen was als nächtes kommt.

Ob man in guten oder in schlechten Situationen Bilanz ziehen sollte weiß ich nicht. Ich denke beides wäre nicht verkehrt. Wer die Nas` zu hoch trägt fliegt schnell hin. Aber wer auch nur noch unten schaut kommt niemals hoch.

Immer schön richtung Morgen gucken :tee:
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Beitragvon Lucivar » 13. Jun 2008 - 18:02


Ich denke, ueberwiegend zieht man in den Momenten Bilanz, in denen man Zeit zum Nachdenken hat.
Und ich denke, die Art wie man zurueckblickt ist stark vom Moment abhaengig, ist man gerade sehr
negativ eingestellt wird man hauptsaechlich pessimistisch Bilanz ziehen. :gruebl:

Das Wort Bilanz kommt aus der Buchhaltung, man hat ein Eroeffnungsbilanzkonte und ein Schlussbilanzkonto,
sie muessen ausgeglichen sein, denn sonst hat man wirklich eine verfluchte Rechnerei vor sich. Irgendwie
glaube ich, kann man das auch auf das Leben uebertragen. Wirklich gute Bilanz kann man nur ziehen,
wenn sich alles die Waage haelt, ansonsten verliert man sich schnell im Hoehenflug oder im Tiefenrausch. :fly:

Ich persoenlich ziehe vor wichtigen Ereignissen Bilanz, die mein Leben entschieden und nachhaltig
beeinflussen koennen. :nugly:

"Du magst Eis, du magst Eis, du liebst Eis, du kannst ohne Eis nicht leben, ohne Eis bist du hoffnungslos, deine Existenz ist sinnlos - ohne Eis. Ohne Eis bist du ein Scheiss."

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Beitragvon Pendragon » 28. Aug 2008 - 17:52


Bilanz ziehen oh ja ,das sollte mann von Zeit zu Zeit.
Ich stelle dann immer drei Fragen.

1. Was wolltest du erreichen ?

2. Wo stehst du ?

3. Wo willst du hin ?

Das fasse ich dann zusammen und weiß wohin meine Lebenswaage ausschlägt .
Hab ich das was ich wollte erreicht ,kannich mich auch mal
zurücklehnen.
Der Weg ist das Ziel / das Ziel ist die Weisheit
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Beitragvon Mike » 3. Sep 2008 - 08:20


Von Zeit zu Zeit sollte man Mal über bereits Erlebtes reflektieren. V.a. sollte man sich immer wieder Mal die negativen Ereignisse in Erinnerung rufen und sich überlegen, wie sie einen beeinflusst haben. Es ist ja so, dass wir aus Problemen lernen sollen. Wenn wir also zurückblicken und sehen, dass es da ein Ereignis gibt, aus dem wir immer noch nichts gelernt haben, ein Ereignis, bei dem wir es immer noch bedauern, dass es überhaupt geschah... dann sollten wir uns vielleicht gerade darüber Gedanken machen.

Bei mir ist es auch von Zeit zu Zeit so, dass Erlebnisse, die ich im Moment des Erlebens als negativ eingestuft hab, aus entsprechender Distanz betrachtet eigentlich eine langfristig gesehen mehr als positive Wirkung hatten.
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
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Re: Lebensbilanz

Beitragvon Lucivar » 3. Sep 2008 - 21:05


Mike hat geschrieben:
Bei mir ist es auch von Zeit zu Zeit so, dass Erlebnisse, die ich im Moment des Erlebens als negativ eingestuft hab, aus entsprechender Distanz betrachtet eigentlich eine langfristig gesehen mehr als positive Wirkung hatten.


Ich denke, dass so mancher Schliff im Leben grausam stattgefunden hat, aber eine schoene Form und Struktur hinterlassen haben koennte, trotz aller Grobheit.


Pendragon hat geschrieben:Das fasse ich dann zusammen und weiß wohin meine Lebenswaage ausschlägt .
Hab ich das was ich wollte erreicht ,kannich mich auch mal
zurücklehnen.


Ich persoenlich forme oft meine Ziele um. Ich hab ein grobes, aber viele Wege fuehren dort hin, oftmals entscheide ich impulsiv und muss dann auch mal die Zaehne (und Pobacken) zusammen kneifen, dass ich nich denke heilige scheisse!

Bei meiner Bilanz denke ich an eine altchinesische Weisheit:
Ein Ziel ist nicht immer zum Erreichen da, oftmals dient es nur zum richtigen Zielen
Das Leben legt immerhin nicht nur Steine in den Weg, manchmal liegen da sogar Tickets fuer die Seilbahn ;) Man muss nur mal gucken, was da so alles rumliegt..

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Beitragvon Mike » 3. Sep 2008 - 21:07


Das chinesische Zitat gefällt mir, hab ich bisher noch nicht gekannt.

Es gibt immer zwei Wege zum Lernen - der eine Weg ist die rechtzeitige Erkenntnis, der andere Weg ist die schmerzvolle Erkenntnis. Die Schmerzvolle überwiegt jedoch meines Erachtens. Wenn man genug Schmerz hat, wählt man irgendwann den anderen Weg... oder sieht ihn das erste Mal, je nachdem.
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Beitragvon Lucivar » 3. Sep 2008 - 21:25


Oft sind wir auch unter der Autoritaet von anderen, als Kinder sind das die Eltern, spaeter die Lehrer und irgendwann mal der Chef etc. Wir koennen nichts dafuer, wenn sie uns schmerzvolle Wege aufs Auge druecken, glaube ich. Man muss es lernen. Man hat nicht immer die Wahl. Ich glaube, man hat nur die Wahl, wie man darauf reagiert, aber man muss es lernen... traurig, aber wahr =/

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