Sterben und Tod sind immer mehr aus dem Leben verdrängt und tabuisiert worden.
Um das Sterben in unser Leben zu "re-integrieren" müssen wir dem Tod, der unabänderlich jedem von uns bevorsteht,
seinen ihm angemessenen - und in unserer Gesellschaft verloren gegangenen - Platz zurück geben.
Max Frisch (Schriftsteller) unternimmt hierzu einen Versuch mit seinem Fragebogen.
Quelle: Buch aus dem Gymnasium
Mich würde sehr interessieren, wie ihr die Folgenden Fragen bewertet und beantworten würdet.
Habt ihr euch solche oder gar diese Fragen schon einmal gestellt?
Der Fragebogen
01. Haben Sie Angst vor dem Tod und seit welchem Lebensjahr?
02. Was tun Sie dagegen?
03. Haben Sie keine Angst vor dem Tod, aber Angst vor dem Sterben?
04. Möchten Sie unsterblich sein?
05. Haben Sie schon einmal gemeint, dass Sie sterben, und was ist Ihnen dabei eingefallen:
a. was Sie hinterlassen?
b. die Weltlage?
c. eine Landschaft?
d. dass alles vergänglich war?
e. was ohne Sie nie zustande kommen wird?
f. die Unordnung in den Schubladen?
06. Möchten Sie wissen, wie Sterben ist?
07. Wem gönnen Sie manchmal Ihren eigenen Tod?
08. Haben Sie Freunde unter den Toten?
09. Möchten Sie lieber mit Bewusstsein sterben oder überrascht werden von einem fallenden Ziegel, Herzschlag oder einer Explosion?
10. Wissen Sie, wo Sie begraben sein möchten?
11. Wenn der Atem aussetzt und der Arzt es bestätigt: Sind Sie sicher, dass man in diesem Augenblick keine Träume mehr hat?
12. Wenn Sie an ein Reich der Toten (Hades) glauben: Beruhigt Sie die Vorstellung,
dass wir uns alle wiedersehen auf Ewigkeit, oder haben Sie deshalb Angst vor dem Tod?
13. Wenn Sie jemanden lieben: Warum möchten Sie nicht der überlebende Teil sein, sondern das Leid dem anderen überlassen?
14. Wieso weinen die Sterbenden nie?
Viele Grüße.

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