Als Bomben auf die Städte Europas fielen, saßen Millionen von Menschen, Erwachsene und Kinder, in den Luftschutzkellern.
Die Kinder mussten erleben, wie Erwachsene vor Angst zitterten, hörten das rollende Dröhnen der bedrohlich näher kommenden Flugzeuge
und sahen in den zerbombten Städten brennende Häuser und Leichen von Menschen.
Es gab niemanden, der sie inmitten des Untergangs in den Arm nahm, dem sie ihre Albträume hätten erzählen können.
Die Kinder wurden in andere Orte gebracht oder "landverschickt".
Auf der Flucht sahen viele, wie ihre Mütter vergewaltigt wurden und ihre Väter kannten sie oft nicht.
Sie blieben fremde Männer auf abgegriffenen Fotos, die nicht zu ihren Familien zurückkehrten.
Allein in Deutschland hinterließ der Zweite Weltkrieg 1,8 Millionen Witwen und 2,5 Millionen Halbwaisen.
Dennoch: Nach Kriegsende merkte man den Kindern nicht an, welch große Last auf ihre Seelen geladen worden war.
Sie bissen die Zähne zusammen, versuchten die Vergangenheit hinter sich zu lassen und nach vorne zu schauen.
Die meisten gründeten Familien, waren erfolgreich im Beruf - jahrzehntelang.
Ein Grund für das lange Schweigen war auch die Schuld der Deutschen am Holocaust.
Sie trauten sich nicht, über ihr Schicksal zu klagen, zumal ihre Eltern zum Teil mitverantwortlich waren.
Erinnerungen holen Betroffene wieder ein
Doch ins Rentenalter gekommen, holt der Krieg die Kinder von damals wieder ein. Plötzlich haben sie körperliche Beschwerden,
die sie bisher nicht kannten, werden von Angstzuständen, Albträumen oder Depressionen geplagt.
Erst in den vergangenen Jahren gelangten die Kriegskinder und deren kriegsbedingte, oft lebenslang wirksame psychische,
soziale und körperliche Belastungen verstärkt in den Blick der Forschung.
Heute weiß man, welchen Einfluss eine frühe Traumatisierung auf die Entwicklung eines Menschen haben kann.
Quelle: Klick
Das ist ein Thema, wovon ich immer wieder einen Kloß in den Hals bekomme, da ich genau weiß, wie schlimm es für manche Menschen war.
Durch die Arbeit im Altenheim habe ich viele dieser Kriegskinder kennen gelernt und ich kann dem Artikel oben 100% zustimmen.
Die Erinnerungen kommen bei den meisten Menschen im Alter wieder.
Ich habe großen Respekt vor diesen Menschen.
Kennt ihr auch Menschen mit Kriegserfahrungen oder habt ihr Möglichkeiten, Betroffene diesbzgl. zu befragen?
Liebe Grüße.

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