Krieg

Forum: Geschichte - Politik


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Krieg

Beitragvon Svart-Vinter » 19. Apr 2010 - 19:39


Vor 2 Wochen kamen 4 deutsche Soldaten in Afghanistan ums Leben.

Am vergangenen Donnerstag kamen wieder 4 deutsche Soldaten um, was durch die vorherige Nachricht untergegangen ist.

Gestern war ich unterwegs und als ich wieder kam, standen vorm Nachbarhaus viele Kerzen und ich hatte mich gefragt warum.
Erst dachte ich, dass diese wegen der Beerdigung des polnischen Präsidenten aufgestellt wurden und damit war das Thema für mich erledigt.

Gerade eben traf ich eine Nachbarin aus meinem Haus, die gerade Geld eingesammelt hat und mich auch nach Geld fragte.
Dadurch habe ich erfahren, dass mein Nachbar unter den 4 toten Soldaten vom letzten Donnerstag ist.

Ich bin ziemlich schockiert, da es mein direkter Nachbar war und seine Frau im 4. Monat schwanger ist.
Er war erst 32 Jahre.

Was soll man davon halten? Hat der Aufenthalt von deutschen Soldaten in Afghanistan überhaupt einen Sinn oder gab es jemals einen Sinn?


Grüße.
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Re: Krieg

Beitragvon Mike » 20. Apr 2010 - 13:37


Ja, manchmal sind der Krieg und seine Folgen gar nicht so weit weg von uns wie uns durch die Medien vermittelt wird. Durch die Nachrichten (Fernseh/Druck-Medien) erscheint der Krieg immer als "so weit weg", dass wir gar nicht wirklich begreifen, was da eigtl. geschieht. In deinem Fall ist das dann natürlich ein ziemlich brutales Wachrütteln.

Ich bin der Meinung, dass wir im ganzen Bereich dort unten nicht wirklich was zu suchen haben. Klar, Länder wie Afghanistan, Iran und Irak sind Pulverfässer. Und wir sollten wachsam bleiben und gut informiert sein, was dort unten vor sich geht - aber wieso müssen Soldaten dort stationiert sein?

Andererseits... ich kann Terroranschläge dort unten nur zu gut verstehen. Das Vorgehen ist stellenweise unter aller Kanone, insbesondere durch eine bestimmte Nation. Kann allerdings nicht recht viel mehr dazu sagen, ohne Schwierigkeiten zu bekommen... aber wenn man Mal z.B. auf so wikileak-Seiten schaut, dann findet man ab und an Videos von solchen Vorfällen.
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
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Re: Krieg

Beitragvon Svart-Vinter » 20. Apr 2010 - 14:20


Mir wurde gesagt, dass gerade die deutschen Soldaten in Afghanistan sehr ungern gesehen sind.

Es ist ja auch nicht unser Krieg, angezettelt hat es eine andere Nation.
Außerdem macht sich der deutsche Staat durch die Stationierung nicht unbedingt Freunde.

Der Deutsche muss halt überall seine Nase mit drin stecken haben...
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Re: Krieg

Beitragvon Thanatos » 9. Mai 2010 - 21:38


Auch wenn ich mich damit unbeliebt mache: Bei Soldaten kann ich am allerwenigsten verstehen, dass man sich so wundert, wenn sie ums Leben kommen. Immerhin steht das in der Berufsbeschreibung. Wer das Risiko nicht eingehen möchte, der meldet sich nicht zum Dienst an der Waffe oder unterschreibt nicht die Erklärung für Auslandseinsätze. Punkt.

Ja, es ist traurig um die Menschen, die in den Uniformen stecken, aber man muss sich auch schon an die eigene Nase fassen. Stichwort "Verantwortung".
Wer als Soldat eine Familie gründen und ein Häusle bauen will, der hat schlichtweg den falschen Beruf gewählt. So konsequent muss man sein.

Natürlich ist es ein (schlechter) Witz, dass deutsche Soldaten überhaupt in Afghanistan stationiert sein müssen. Aber das steht dann wieder auf einem anderen Blatt. Der ganze Krieg dort ist nichts anderes als eine Racheaktion seitens der USA, insbesondere des damaligen Commanders in Chief (aka ex-President George Walker Bush). Der Waffengang war und ist ein schwerer Fehler. Das entbindet aber nicht davon, auch mal selber nachzudenken, was man tut und ob man da mitmachen will.
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