Kommunikation in Beziehungen

Forum: Geschichten vom Leben


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Kommunikation in Beziehungen

Beitragvon Gast » 10. Jun 2008 - 09:27


Gerade heute Morgen habe ich in der Straßenbahn eine Unterhaltung mitgehört, die mich zu nachdenken brachte:
Er: "Meine Bude sieht wieder aus Wie Sau."
Sie: (schnippisch) "Die räumst du aber wieder auf!"
Sind es nicht genau solche Spekulationen des Partners und desser Überreaktion die eine Beziehung erschweren.
Er wollte ihr damit garnicht suggerieren, sie solle doch bei ihm aufräumen.

Manchmal ist das allerdings schwer zu differenzieren, da vor allem Frauen (und manipulative """ wie ich) dazu neigen, ganze Botschaften in einfachen Sätzen zu verpacken.
Viele Menschen haben dafür kein Gespür und laufen somit auf.

Was ist eure Erfahrung in vergangenen und bestehenden Beziehung?
Regen euch Menschen auch so sehr auf, die durch solche "Zwischen den Zeilen" Botschaften etwas suggerieren wollen?

Ich brauche in einer Beziehung absolute Ehrlichkeit und Offenheit.
Und um dazu mal ein ganz einfaches Beispiel zu nennen:
Es heißt: "Kannst du bitte Butter einkaufen?"
Und nicht: "Die Butter ist leer."

Natürlich geht es noch weitaus hinterlistiger, aber genau diese Hinterlistigkeit ist es, die ich in einer Beziehung nicht sehen will.
ES SEI DENN die Partner sind so aufeinander abgestimmt, dass sie sich genau verstehen und auch so kommunizieren können.

So.. Jetzt nehmt mal Stellung dazu. :)

LG Wahngott
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Beziehungen mit Subtext

Beitragvon Anxiolytika » 10. Jun 2008 - 13:11


Interessantes Thema.
Ich glaube aber nicht, dass eine Beziehung durch solche Dinge großartig erschwert wird. Eine zynische oder schnippische Bemerkung sollte jede Beziehung ab und zu durchaus vertragen.
Wenn zwei Leute allgemein nicht gut miteinander Kommunizieren können steht die Beziehung sowies unter keinem guten Stern.

Wer mit viel Subtext kommuniziert braucht halt einen Partner, der auch zwischen den Zeilen ließt.
Und wer nur direkt ist, braucht einen Partner, der auch nicht versucht etwas hineinzuinterpretieren.
Im Übrigen würde ich das eigentlich nicht auf Partnerschaftliche Beziehungen beschränken.

Ich selbst halte Ehrlichkeit auch für sehr wichtig.
Ein Satz wie "Die Butter ist leer." kann aber auch einfach nur Informativ gemeint sein.
"Die Butter ist leer, such nicht danach."
"Die Butter ist leer, wir müssen Margarine essen."
Es muss ja nicht automatisch folgern, dass sofort neue Butter benötigt und beschaffen werden muss.
Wenn aber am Morgen ein Satz wie "die butter ist leer (heute gibt es margarine)" gefallen ist, so KANN derjenige, der einkaufen geht ja daran denken und welche mitbringen, aber darauf zu bestehen wär nach meinem Verständnis Unsinn.

Ich rege mich eher nicht über suggestive Botschaften auf, aber ich verstehe sie ja auch (meistens).
Wenn es mich stört, sage ich es meinem Gegenüber und wenn ich mir bei etwas nicht sicher bin, Frage ich nach.
Man kann sich auch Probleme machen, wo eigentlich keine Sein müssten.

Und was Kommunikation tatsächlich kaputt macht (unter Partnern) sind Tabuthemen, meiner Meinung nach.
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Re: Beziehungen mit Subtext

Beitragvon Gast » 10. Jun 2008 - 13:26


Anxiolytika hat geschrieben:Eine zynische oder schnippische Bemerkung sollte jede Beziehung ab und zu durchaus vertragen.


Ich beziehe mich hierbei auf das Beispiel.
Es war nicht so, dass nur dieser eine Satz gefallen ist, sondern der komplette Dialog dieses Format hatte.

Und zu der leeren Butter..
Ich weiß ja, dass es verschiedene Arten gibt, wie man es meinen könnte und daher frag ich in solchen Situationen auch immer nach dem genauen Sinn der Aussage. Und dann zu hören, dass es tatsächlich so gemeint war (geh einkaufen), lässt mir die Hutschnur platzen, denn in dem Fall kann man doch auch einfach sagen, was man will.

Dass es Paare gibt, die so reden können, weil sie sich verstehen, sagte ich bereits.
Das ist übrigens die Partnerin, die ich brauche. Ich hab schon viel "konservative" Menschen verschreckt, weil sie den Wink mit dem Zaunpfahl nicht verstehen.
Da man dazu eine gewisse Intelligenz braucht und ich oberfläch bin, können diese Leute mir allerdings gestohlen bleiben.

Um auf das Beispiel zurückzukommen,
er redet oft so, qwie es scheint, aber sie nimmt alles ernst oder versteht Dinge, die garnicht gemeint sind und deswegen bin ich sicher, es wird nicht halten.

Das Thema interessiert mich so, da ich eine Freundin ohne den leisesten Funken Humor hatte. Jemand, der zu allem sagt, das kannst du doch nicht machen, was sollen denndie Leute denken, geht mir persönlich tierisch aufn Keks.
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Drama, Baby

Beitragvon Anxiolytika » 10. Jun 2008 - 14:01


Wahngott hat geschrieben:
Anxiolytika hat geschrieben:Eine zynische oder schnippische Bemerkung sollte jede Beziehung ab und zu durchaus vertragen.


Ich beziehe mich hierbei auf das Beispiel.
Es war nicht so, dass nur dieser eine Satz gefallen ist, sondern der komplette Dialog dieses Format hatte.


Ich wollte damit ja auch nur sagen, dass mancher Leute Beziehung so etwas vielleicht ganz gut gebrauchen kann.
(Das Prinzip Drama-King/ Drama-Queen.
Wenn man sich immer versteht wird es dem entsprechenden Dramatiker langweilig, daher braucht die Beziehung immer ein bisschen Zündstoff.)
Wenn du selbst nicht zu diesen Drama-Liebenden gehörst, fällt es vielleicht schwer das nachzuvollziehen, aber es gibt solche Streit/Drama-reichen Beziehungen, und sie funktionieren nicht schlecht.



Wahngott hat geschrieben:Ich hab schon viel "konservative" Menschen verschreckt, weil sie den Wink mit dem Zaunpfahl nicht verstehen.
Da man dazu eine gewisse Intelligenz braucht und ich oberfläch bin, können diese Leute mir allerdings gestohlen bleiben.


Den Teil versteh ich jetzt allerdings nicht. Wodurch hast du "konservative" Menschen verschreckt und was hat Intelligenz mit Oberfläche zu tun?

Wahngott hat geschrieben:Das Thema interessiert mich so, da ich eine Freundin ohne den leisesten Funken Humor hatte. Jemand, der zu allem sagt, das kannst du doch nicht machen, was sollen denndie Leute denken, geht mir persönlich tierisch aufn Keks.


Ja Humor ist ein gutes Stichwort.
Das seh ich genauso.
Ist natürlich sehr wichtig den Humor des Gegenübers zu verstehen, und bestmöglich auch zu teilen. Sonst wird man in der Beziehung wohl auch nicht froh.
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Beitragvon Gast » 10. Jun 2008 - 14:19


Das war Paradox ja. ^^
Ich meine, ich brauche intelligente Menschen und wer sowas nich versteht, dem fehlt was in der Hinsicht.
Ich hab einfach die falschen Worte benutzt.

Ich brauch auf jeden Fall jemanden, der mal streiten kann, aber das soll in Lachen und Umarmung nden und nicht in "3 Tage Funkstille".
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Beitragvon Kha » 10. Jun 2008 - 17:32


Erst mal finde ich es nicht schlimm, eine Partnerschaft wo vllt nicht alles klappt. Vielleicht kennen sie sich noch nicht lange...oder ähnliches. Man wächst mit jeder Partnerschaft und weiß danach umso mehr worauf es einem ankommt.

Ich hatte einen der sprach gar nicht, das kann einen wahnsinnig machen. Der andewre quasselte mehr als ich, auch furchtbar, also brauch ich ein Mittelmaß.

Humor ist auch so eine Sache. Manche verstehen unter Humor Witze auf Kosten anderer, andere wiedwer etwas anderes.

Wer in einer partnerschaft wo es keine kommunitkation oder falsche kommunikation gibt, der ist meiner meinung nach selber schuld, denn: Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.
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Beitragvon Anxiolytika » 10. Jun 2008 - 17:49


Ich finde Kha hat da durchaus recht. Ein paar Makel darf jede Beziehung ruhig haben.
Man muss sowieso permanent daran arbeiten, wenn man will, dass es hält, oder man genießt es einfach solange es schön und unkompliziert ist und akzeptiert, dass es dann eben nicht so lange hällt.

kha, meinst du mit "er sprach gar nicht", dass er stumm war? Oder verfolgst du da das Prinzip "übertreibung macht anschaulich"?

Was den Humor betrifft hast du damit natürlich recht, dass es unterschiedliche Arten von Humor gibt. Eben deshalb meine ich ja, dass es wichtig ist den Humor des Gegenübers zu verstehen oder gar zu teilen.

Kha hat geschrieben:Wer in einer partnerschaft wo es keine kommunitkation oder falsche kommunikation gibt, der ist meiner meinung nach selber schuld, denn: Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.


Keine Kommunikation halte ich für ziemlich unmöglich und Kommunikation ist ja auch mehr als Sprechen.
Dennoch würde ich dir insoweit zustimmen, dass man Kommunikation lernen kann und daher "selbst schuld" ist, wenn man dazu nicht bereit ist.
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Beitragvon Hagazussa » 10. Jun 2008 - 19:46


Ich bin ganz und gar nicht der Meinung, wer nicht Kommunzieren kann, ist selber Schuld.

Da macht ihr Euch das etwas zu einfach, finde ich.

Es gibt Menschen, die einfach nicht viele Worte machen und die lernen es auch nicht.
Das ist ein Wesenszug eines Menschen, der sich nicht so einfach ändern läßt. Ich finde das sehr Oberflächlich dann zu behaupten, dieser Mensch wäre selber Schuld.
Ich war selber mit einem sehr verschlossenen Mensch zusammen.
Egal was ich versucht habe, ihn zu etwas mehr Kommunikation zu bewegen. Nichts half...
Wir haben einfach nur nicht zusammengepaßt. Da hat doch niemand
Schuld dran.

Ich finde es viel problematischer wenn in einer Beziehung, einer der Partner versucht, den anderen so zu verändern, wie er ihn gerne hätte.
Da hilft auch keine Kommunikations mehr.
Diese würde wahrscheinlich nur aus Vorwürfen bestehen.

Du hörst nie zu....Sei doch mal so....lach doch mal u.s.w.
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Beitragvon Anxiolytika » 10. Jun 2008 - 20:50


Ok, Hagazussa, du hast recht, das hab ich nicht bedacht, bei meiner Formulierung.
Ich meine dennoch, dass man Kommunikation bis zu einem gewissen Punkt lernen kann. Damit will ich nicht behaupten, dass jemand, der sehr schüchtern und verschlossen ist zu nem Unterhaltungskünstler wird, aber zumindest kann man seine Kommunikationsfähigkit in seinem Ramen "verbessern". Ob dieser "verbesserte" Zustand dann für die "Anforderungen" des Partners (wenn er zum beispiel sehr kommunikativ ist) ausreichen steht auf einem anderen Blatt. Natürlich sollte man sich nicht für seinen Partner verbiegen müssen, noch sollte man versuchen seinen Partner zu verbiegen.
Kompromisse zu schließen und an sich und der Beziehung permanent zu arbeiten ist aber doch nötig, um eine Beziehung auf lange Sicht beständig zu machen und dazu sollte man bereit sein, wenn man seinen Partner liebt.
Damit meine ich aber man sollte es zu geben bereit sein, nicht, dass mann es "einfordern" sollte. Jeder muss selbst wissen wie weit er sein Verhalten ändern kann und will, um eine Beziehung zu pflegen.
Ausnahmen bestätigen die Regel.
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Beitragvon Hagazussa » 10. Jun 2008 - 21:46


Da liegt ja oft das Problem in einer Beziehung.
Das man aufhören muß, zu meinen, das der Partner so denkt und handelt,
wie man selber.
Das geht doch gar nicht. Jeder Mensch ist ein Induvidium.
Man sollte respektieren, das jeder Mensch anders ist.

Beziehung ist doch Liebe, oder?
Also sollte man den anderen doch so nehmen, wie er ist.
Oder es zumindest versuchen.

Wiederrum gebe ich Dir recht, das man in einer Beziehung auch Kompromisse eingehen sollte.
Ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Ohne das man sich selbst aufgibt.
Wenn du es eilig hast, gehe langsam
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