Es gibt verschiedene Arten von Träumen, hier ein kleiner Überblick:
- Agressionsträume -
Tritt in jeder „Alterskategorie“ auf. Meist geht es darum, wie man anderen Schmerzen (seelisch oder körperlich) zufügt, oder man sieht,
wie Andere einem Menschen Schaden zufügen.
Man lässt sozusagen seinem inneren Wunsch freien Lauf. Entweder man tut selbst jemandem weh
(der, dem man vielleicht gern verletzen würde muss nicht als tatsächliche Person im Traum auftreten,
sondern kann auch das Gesicht einer fremden Person annehmen),
weil man es gern möchte oder aber meint, dadurch könnte man etwas ändern oder man lässt im Traum „andere“ diesem Jemand Schmerzen „zukommen“.
Es kommt darauf an, wie die Gefühle hierbei sind.
- Angstträume -
Sie stellen sich meist als Verfolgungs-, Agressions-, oder Todestraum dar.
Alp-/Angstträume erzeugen beim Träumer ein so starkes Angstgefühl, dass sie meist zum plötzlichen Erwachen führen.
Hierbei kann es sich um einen seelischen Konflikt handeln. Meistens geht es aber um Themen, bei denen man sich um etwas Sorgen macht.
Die im Traum dargestellte Angst spielt auch im Wachleben des Träumers eine Rolle.
- Außerkörperliche Erfahrungsträume -
Viele Menschen hatten während eines Traumes schon einmal das Gefühl, ihren Körper zu verlassen.
Träume, die solche Erfahrungen mit einschließen, sind meist besonders realistisch und farbenfroh.
Da sie kaum Symbole enthalten, sind sie in der Regel schwer zu entschlüsseln.
Außerkörperliche Erfahrungsträume treten auf, wenn sich der Träumende an einem Wendepunkt in seinem leben befindet,
das Bedürfnis hat, aus sich herauszugehen und die Situation aus einer übergeordneten Perspektive zu betrachten.
- Fallträume -
Sehr schnell kann aus einem Flugtraum ein Falltraum werden. Gerade noch gehörte die Welt dem "fliegenden Träumer",
doch mit der "Bewusstwerdung" des Vorgangs oder anderen störenden Einflüssen, kann sehr schnell die Angst kommen,
und mit Angst kann man nicht fliegen.
Flugträume, die in Fallträume übergehen, können als Warnsignale der Vernunft gedeutet werden:
der Träumende soll den Boden nicht unter den Füssen verlieren, "auf dem Teppich bleiben".
- Flugträume -
Wer im Traum ohne Hilfsmittel fliegt, verfügt in der Regel über ein gesundes Selbstbewusstsein,
hat sein Leben unter Kontrolle (oder glaubt dies zumindest).
Wichtigstes Element der Flugträume ist die Freiheit, bzw. Unabhängigkeit.
In der modernen Traumforschung werden Flugträume oft auch negativ interpretiert, als Ausdruck eines übersteigerten Selbstbewusstsein.
- Geburtsträume -
Ein Geburtstraum ist oft das Anzeichen dafür, das man die Geburt des Kindes (in der Familie) nicht verarbeitet hat.
Geburtsträume haben oft was beängstigendes und spiegeln ein Trauma (vielleicht von der ersten oder der eignen Geburt) wieder.
Im Geburtstraum kommt häufig "Wasser" vor.
Wasser steht für: neues Leben oder das Ende des Lebens. Der Geburtstraum kann einem auch mitteilen,
das man ein Kind erwartet ohne es selbst schon zu wissen.
- Geruchsträume -
Die träumende Person nimmt einen oder mehrere intensive Gerüche wahr; solche Träume können aber auch künstlich hervorgerufen werden,
indem man eine stark riechende Essenz an die Nase des Träumenden hält.
- Hexen- und Gespensterträume -
Man träumt von Hexen (diese geben meist eine tatsächlich existierende Person an) und Geistern.
Die Bedeutung solcher Träume wird überall anders gedeutet.
Manche sagen, es handle sich um Träume von Toten
(vielleicht bekannte oder aber auch unbekannte; oft werden diese tatsächlich toten Personen nicht wirklich gezeigt).
Bei vielen Wahrsagern und Hellsehern hieß es diesbezüglich, Tote würden versuchen, Kontakt aufzunehmen.
Bei anderen Deutungen heißt es jedoch, es handle sich um eine besondere Fähigkeit einer selbst,
die noch nicht wirklich zu erkennen ist (sich entwickelt) oder aber schon abgestorben ist. Dies bezieht sich auf Geister.
Bei Kindern können es jedoch auch Angstträume sein oder ein Wunsch, mal einem Geist zu begegnen.
- Katastrophenträume -
Wenn die reale Situation Angst bereitet oder ausweglos erscheint, ist das Resultat ein Katastrophentraum.
Es taucht vielleicht ein traumatisches Ereignis im Leben des Träumers auf. Seine Seele reitet darauf herum.
Es ist, als könne das Traum-Ich hier nicht mehr tun, als den Träumenden aufstören und ihn mit der Tatsache irgendeiner drohenden Gefahr konfrontieren,
in der Hoffnung, dass der Träumende im Wachleben dadurch besser mit ihr umgehen können.
Diese Traumart darf man nicht wörtlich nehmen, trotzdem sie vielleicht eine persönliche Angelegenheit betrifft.
Nach solch einem Traum bedenke erst einmal, dass er möglicherweise bloß Deinen körperlichen Zustand zusammenfasst.
Er kann Dich auch warnen, indem er Tatsachen berichtet, die Deinen bewussten Sinnen entgangen,
unterschwellig aber im Bewusstsein hängengeblieben sind.
Er kann überlebte Begrenzungen aufzeigen oder Einladung zu einer Entwicklung sein, die Du bisher gefürchtet hast.
Selbst wenn er deprimierend sein sollte, vergesse niemals, dass Träume gerne übertreiben
- Klarträume ( luzide Träume ) -
Die wohl erstaunlichste Entdeckung der Traumforschung ist der luzide Traum. Bei dieser Art von Traum wird sich der Schläfer bewusst,
dass er "nur" träumt und sich in einer "getürkten" Welt befindet.
Während eines luziden Traums kann man verschiedene Stufen erreichen. Diese sind jedoch von Mensch zu Mensch verschieden.
Leichte Luzidität
Sie ist die am weitesten verbreitet und viele Menschen haben diese bereits erfahren wenn
ihnen für einen kurzen Augenblick im Traum der Gedanke kommt, ja nur zu träumen, wonach sie
aber sofort in ihren Traum zurückgleiten.
Mittlere Luzidität
Manche Menschen können sich im Traum der eigenen Identität
mit Lang- und Kurzzeiterinnerung bewusst werden. Sie beobachten das Traumgeschehen
wie einen ablaufenden Film, greifen aber nicht in den Traum ein.
Gute Luzidität
Eine noch kleinere Zahl von Menschen hat das Glück aktiv im Traum zu agieren
und das Geschehen zu lenken, es zu verändern und zu leiten.
Volle Luzidität
Schließlich gibt es noch eine verschwindend kleine Zahl von Menschen die einen ganz erstaunlichen
Zustand erreichen kann: Es scheint, dass sie durch ihre luziden Träume befähigt werden, ein AKE
(außerkörperliche Erfahrung) auszulösen, das Gefühl, sich außerhalb des eigenen Körpers zu befinden.
Es ist egal was ein luzider Träumender im Schlaf erlebt. Ob er fliegt, ein sexuelles Erlebnis hat
oder mit einem Verstorbenen spricht. Die Erfahrung ist so überzeugend und echt,
dass sie sich von der Wirklichkeit kaum unterscheidet.
Die meisten luziden Träumer sind von der Echtheit des Traums so überwältigt, dass sie der Überzeugung
sind sich in einer anderen Ebene der Realität zu befinden - und wer kann behaupten, dass dies nicht so ist?
- Körperträume -
Diese Träume sind oft als Warnungen aufzufassen; körperliches Unbehagen, gesundheitliche Störungen und Krankheiten können sich in ihnen mitteilen.
- Musikträume -
Man glaubt, einzelne Töne oder auch ganze Musikstücke zu hören.
- Nacktträume / Hemmungsträume / Verlegenheitsträume -
Der meist geträumte Verlegenheitstraum ist mit Sicherheit der Nackttraum.
Man läuft durch die belebten Strassen einer Stadt, und merkt erst nach einer Weile, dass man ganz oder teilweise nackt ist.
In der Regel bemerken die anderen Passanten die eigene Nackheit erst in dem Moment, in dem sie einem selbst bewusst wird.
So locker und beschwingt man vorher war, so beschämt und peinlich berührt ist man nun.
Oft enden solche Träume in einer kopflosen Flucht, verzweifelt sucht man ein Versteck oder ein Bekleidungsstück, um die Nacktheit zu verbergen.
Nacktträume können zum einen als ("interner") Appell zu mehr Offenheit und Ehrlichkeit, zum anderen als Angst vor Bloßstellung gedeutet werden.
- Prophetische Träume / Präkognitive Träume / Wahrträume -
Hellseherische Träume beziehen sich auf Situationen, die der Träumer nicht bewusst wahrgenommen hat.
Hier bildet das Traumbewusstsein aus vielen Kleinigkeiten - so nichtig,
dass man sich dessen nicht bewusst war - eine Bildergeschichte, die die Dinge logisch zusammensetzt und den Träumer oft verwundert.
Im Wahrtraum sind „reale“ Ereignisse offensichtlich. Abhängig vom Zeit- und Ortsbezug wird in retrospektiver,
prospektiver und telepathischer Wahrtraum unterschieden.
Einige Aspekte der Phänomene können wissenschaftlich erklärt werden, andere sind Gegenstand esoterischer und parapsychologischer Diskussionen.
- Reinkarnationsträume -
Der Träumer ist der Meinung, wiedergeboren zu werden, oder aber schon mal gelebt zu haben.
Dies kann zum einen eine Wiedergeburt im bewussten Sinne bedeuten
(d.h. man ändert sich, etwas neues wird geboren) oder aber altes, längst vergessenes und abgestorbenes, erwacht neu
(Abgelegtes wird neu entfacht, man kehrt zu ursprünglichen Dingen zurück, z.B. Ansichten)
- Sexualträume -
Das Erleben von Sexualität im Traum kann unterschiedliche Ursachen haben.
Die nächstliegende Ursache liegt in dem Urbedürfnis der Menschen nach Nähe, Wärme und Liebe.
Träume, in denen es zu einer sexuellen Vereinigung kommt, haben in der Regel gar nichts mit Sexualität zu tun.
Hier tauchen oft ganz andere Inhalte und Probleme auf, die als Sexualträume verschlüsselt wurden.
Die körperliche Kontaktaufnahme symbolisiert vielmehr den Wunsch nach seelischer Geborgenheit.
- Tierträume -
Hier gilt es darum, zu unterscheiden zwischen männlichen Tieren und weiblichen.
Nicht vom Geschlecht her, sondern eher vom beschriebenem „Artikel“. z.B.:
DER Löwe, DER Tiger, DER Wolf, DER Hund, aber DIE Kuh, DIE Spinne, DIE Schlange.
- Todesträume -
Es gibt zwei Arten von Todesträumen. Einerseits können wir den tatsächlichen Tod von Menschen, die uns nahe stehen, "vorher träumen".
Hierbei können ganz alltägliche Bilder, also keineswegs Todes- oder Sterbeszenen, erscheinen.
Dennoch hat man das "sichere Gefühl", dass die betroffene Person gestorben ist.
Traumsymbole bei dieser Art von Träumen sind vor allem "Fremde".
Fremde Menschen drängen sich im Traum zwischen uns und die Sterbenden, manchmal nehmen sie auch deren Identität an.
Man sieht die betreffende Person im Traum, doch man "weiß" genau, dass es eine "Kopie" ist.
Die andere Art von Todesträumen haben nichts mit dem "wirklichen Tod" zu tun.
Sie symbolisieren vielmehr Veränderungen, Wandlungen, das Ende menschlicher Beziehungen, und gleichzeitig einen Neuanfang.
- Verfolgungsträume / Fluchtträume -
Im Traum verfolgt zu werden, dieses erlebte in seinen Träumen wohl ein jeder schon einmal, der von gelegentlichen Albträumen geplagt wurde.
Verfolgungsträume sind in der Regel eigentlich als kein eigenständiger Traumtyp anzusehen, sondern eher eine Erscheinungsform von Albträumen.
Verfolgung, Fliehen, sowie vergebliche Fluchtversuche, sind in unseren Träumen sehr häufige Traumerlebnisse.
Auch wenn Albträume bereits unter einen eigenen Punkt abgehandelt wurden, da Verfolgungsträume im direkten Zusammenhang mit unseren Leben stehen,
so sollen diese hier noch einmal kurz gesondert erwähnt werden.
Wer oftmals unter Verfolgungsträume leidet, der sollte im Wachzustand einmal in sich gehen und sich fragen, vor was läuft er im Leben davon.
Mit dem im Leben vor etwas davon laufen könnte individuell vieles verbunden sein.
An erster Stelle sollte dabei die Frage stehen, drücken wir uns eventuell bewusst oder auch unbewusst davor für etwas die Verantwortung zu übernehmen?
Gehen wir Konflikten um des lieben Friedens willen eventuell lieber aus dem Weg? Was ignorieren wir?
Oder schieben wir seit längerer Zeit unbehagliche Umstände lieber beiseite, weil wir nicht mit diesen endgültig aufräumen möchten?
- Wachträume / Falsches Erwachen -
Auch wenn man während eines Traumes gewöhnlich seines Urteilsvermögens beraubt ist,
sollte man doch wenigstens zweifelsfrei feststellen können, dass man aufgewacht ist.
Irrtum!
So mancher Mensch ist schon vermeintlich aufgewacht, ist aufgestanden, hat sich zurecht gemacht, gefrühstückt und sich auf den Weg zur Arbeit oder Uni gemacht.
Und das alles nur um dann beim tatsächlichen Aufwachen festzustellen, dass alles nur ein Traum war.
Falsches Erwachen kann auch mehrmals hintereinander auftreten.
Der Unterschied zu einem normalen Traum, in dem man einfach träumt, irgendwo aufzuwachen und irgendwohin zur Arbeit zu gehen,
liegt darin, dass die Traumgeschehnisse so ablaufen, wie sie auch in Wirklichkeit ablaufen. Der Traum bietet ein ziemlich genaues Abbild der Wirklichkeit.
Auch glaubt man, sich daran zu erinnern, gerade noch geschlafen und geträumt zu haben, jetzt aber wach zu sein.
Schließlich hat man auch hier u. U. Zugriff auf seine wahren Erinnerungen.
- Warnträume -
Warnträume kündigen eine Gefahr oder eine Krankheit an, lassen sich aber durchaus mit unseren Sinneswahrnehmungen,
die wir im Alltagsleben empfangen, erklären.
Mahn- und Warnträume beziehen sich auf Situationen oder Ereignisse, die irgendwann einmal bewusst geworden sind,
denen aber kaum Beachtung geschenkt wurde.
In solchen Fällen wird dem Träumer vor Augen geführt, welche Folgen die Nicht-Beachtung haben könnte.
So träumt man zum Beispiel, die Treppe hinunterzufallen und stellt dann im Wachleben fest, dass das Treppengeländer lose oder eine Stufe morsch ist.
Ein anderer Traum handelt vielleicht von ausfallenden Zähnen und macht den Träumer darauf aufmerksam, dass ein Zahnarztbesuch dringend fällig ist.
Dies zeigt, dass wir im Schlaf psychologische und physiologische Informationen erhalten und in den Traum miteinbeziehen.
- Wiederkehrende Träume -
Wiederkehrende Träume sind der Versuch, dem Träumer Dinge bewusst zu machen, die er trotz ihrer großen Bedeutung bisher nicht erkannt hat.
Lange bestehende Träume treten dann wieder in Erscheinung,
wenn sie durch ein äußeres Ereignis an die Oberfläche des Unbewussten kommen und nach einer Lösung drängen.
Serienträume sind Wiederholungen eines Themas in verschiedenen Träumen oder auch nur die wiederkehrende Erscheinung von bestimmten Symbolen und Handlungen.
Bei manchen Serienträumen lassen sich nur schwer Gemeinsamkeiten finden. Man bemerkt erst nach der Deutung,
dass sie sich auf ein und dieselbe Sache beziehen.
Es geht auch darum, bestimmte Stimmungen zu erkennen und die entsprechende Situation im Wachleben zu finden.
_____________________________________________________________________________________________

![[ Anstaltsleitung ] [ Anstaltsleitung ]](./images/ranks/Admin.gif)