Killerspiele

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Beitragvon Lirias » 1. Sep 2008 - 23:39


http://portal.gmx.net/de/themen/digital ... LhvPm.html

Ich hasse diese engstirnige Sichtweise!

1. Weiß keiner eigentlich was "Killerspiele" nun genau sind.
2. Hat keiner von denen jemals eins dieser Spiele gesehen

Die Spiele sind schon indiziert. Es gibt ab 18 Versionen die geschnitten sind. Ich frage mich was das soll... Sollen sie eine ab 21 Version rausbringen, wenn sogar Erwachsene in Deutschland nur geschnittene Versionen kaufen können.
Ich kann mir Apocalypse Now Redux als DVD kaufen, bekomme aber nur indizierte Spiele, wo ist da die Logik?
Jugendliche sind gewaltbereit weil sie nichts zu tun haben, sie sind arbeitslos.
Laut diesem Text müsste ich eigentlich in den Knast, weil ich bestimmte Spiele zuhause habe.

Angeblich schädigen Spiele die Noten von Jugendlichen. Wenn man alt genug ist so etwas zu spielen, kann man selbst über sein Leben entscheiden. Die Noten von Jugendlichen werden durch unser ***** Schulsystem beeinträchtigt und durch Eltern, die nicht mehr mit ihren Kindern klar kommen. Der Staat kann einem nicht vorschreiben, wie man seine Freizeit verbringt.

Killerspiele machen dick, dumm und aggressiv. Dies trifft meiner Meinung nach eher auf das Mittagsprogramm zu, wo asoziale Menschen sich gegenseitig vor der Kamera fertig und lächerlich machen.

Sie schädigen damit außerdem die ganze Spieleindustrie in Deutschland. Viele Spiele werden gar nicht mehr für den deutschen Markt herausgebracht, da die Entwickler sich die arbeit mit dem indizieren sparen wollen.

Am schlimmsten ist diese Aussage:
Spätestens seit den Olympischen Spielen in Peking wissen man, was möglich sei. "Was die Chinesen können, sollten wir auch können. Da bin ich gern obrigkeitsstaatlich."

Für mich ist das eine "Pro Diktatur Aussage". Wird bald der komplette Internetverkehr geschnitten wie in China? Darf uns der Staat vorschreiben was wir wissen dürfen?


Über so was könnte ich mich nur aufregen, bin gespannt wie ihr darüber denkt.

Gruß
Lirias
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Beitragvon Ategato » 2. Sep 2008 - 14:15


Kriminologe Pfeiffer: "Zuviel Medienkonsum macht dick, dumm und möglicherweise auch aggressiv."

Dem stimme ich voll zu!
Aaaaaaaber, das hat nichts speziell mit "Killerspielen" zu tun. Lasst es mich erklären:

Ich muss mich immer wieder fragen, was für lächerliche Neurologen bei solchen Berichten befragt wurden, falls überhaupt. Beim regelmäßigem "Verkehr" mit Waffenspielen kann der Spieler ein Sinn dafür entwickeln, wie man mit Waffen umzugehen hat, da er Erfahrung aus dem Spiel auf die Realität transferieren kann, indem Synapse X die Spielerfahrung in Form von elektrischen Impulsen ins Hirnareal Y, welches für die Realitätswahrnehmung zuständlich ist, sendet.

Schön und gut. Aber das hat nichts zu bedeuten.
Fragen wir uns doch einmal, WARUM der Spieler in der Realität an die Waffe kommt und kommen will?
Videospiele sind im Grunde genau so wie Alkohol und ähnliche Dinge. Es ist nur ein Unterhaltungsmittel. Ein Spaßmittel. Es liegt beim Menschen selber, wie er damit umgeht.
Ich meine, wenn ein psychisch labiler Frühstück-Liebhaber nen Buttermesser nimmt und aus Wut jemanden umbringt, bedeutet das dann, dass Frühstück nicht mehr gemacht werden darf? Also bitte...



@ Lirias

Videospiele werden in Deutschland nie verboten werden, da die Wirtschaft hier auch etwas von den verdiensten der Videospielindustrie hat. Und unsere "ach-so-besorgten" Politiker werden bestimmt keine Gelegenheit verbieten Geld zu machen.

[align=center]Um die ganze Sache mit etwas Humor zu erklären:
http://www.karpfenschleuder.de/flash/killerspiele.html[/align]

MfG,
Ategato
Alles Vergängliche ist eine Illusion.
Ategato

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Beitragvon Svart-Vinter » 2. Sep 2008 - 14:59


Videospiele sind im Grunde genau so wie Alkohol und ähnliche Dinge. Es ist nur ein Unterhaltungsmittel. Ein Spaßmittel. Es liegt beim Menschen selber, wie er damit umgeht.
Ich meine, wenn ein psychisch labiler Frühstück-Liebhaber nen Buttermesser nimmt und aus Wut jemanden umbringt, bedeutet das dann, dass Frühstück nicht mehr gemacht werden darf? Also bitte...


Da liegt der springende Punkt, viele Menschen können problemlos zum Alkohol oder zum Buttermesser greifen,
für viele andere aber ist es der Auslöser für ein Suchtverhalten oder für ein anderes Extrem.

Bei solchen Spielen wird nicht gleich jeder zum Mörder, aber es könnten gewisse Neigungen angesprochen werden,
die dem Verbraucher vorher noch nicht bekannt waren.
Ich denke, in den seltensten Fällen wird jemand durch solche Spiele wirklich ein Mörder und wenn,
dann waren andere Sachen vorher schon gegeben und sind nicht erst durch das Spiel gegeben worden.

Aber wie es hier nun mal so ist, ist es viel einfacher einen Riegel durch Verbote und Gesetze vor zu schieben als etwas für den Menschen an sich zu tun.
Es wird verboten, aber danach steht der Mensch trotzdem wieder alleine da mit seinen Problemen...


Viele Grüße.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
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Beitragvon The_Sorrow » 2. Sep 2008 - 19:17


Das ist ein durchaus ernstes Thema allerdings wird es meistens für Populistische Zwecke von den Politikern verwendet. Als Beispiel nehm ich mal unserer Mutter der Nation Frau von der Leyen und unseren Bayuvarischen Bluthund in dieser Sache Herrn Günther Beckstein.
Die beiden sind bei diesem Thema sehr aktiv obwohl ihnen offentsichtlich die nötige Expertisse fehlt um die Lage angemessen zu bewerten.
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Beitragvon Svart-Vinter » 2. Sep 2008 - 19:19


Ich glaube, die Politiker bewerten immer nur Resultate, aber das "Davor" und "Danach" interessiert die meisten wohl nicht.
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Beitragvon Mike » 2. Sep 2008 - 21:06


Die Politiker, die ein Verbot fordern, haben eines nicht verstanden... es gibt zwar den mathematischen Umkehrsatz, aber das gilt nicht bei Killerspielen und auch nicht bei Metal-Musik als Anlass für Amok-Läufe. Damit stehlen sie sich nur aus der Verantwortung.

- Wer gerne "Killerspiele" spielt, wird nicht zwangsläufig zum Amokläufer (die Prozentzahl ist geringst!!!)
- Wer Amok läuft hingegen hat oft Killerspiele gespielt

Die wenigsten bringen Menschen um, weil sie wissen wollen, wie es ist, jemanden zu töten oder weil sie denken, alles sei ein Spiel. In so ziemlich allen Meldungen wird aufgeführt, dass die Schüler entweder Aussenseiter waren oder gemobbt wurden oder ständig Verleumdungen, Beleidigungen und vor allem Demütigung ausgesetzt waren. Sie haben dann vielleicht versucht, ihre Wut in diesen Spielen auszuleben, und ja, vielleicht haben sie "geübt".
Jedenfalls interessiert sich niemand für die wirklichen Probleme. Oder, es KANN sich niemand mehr dafür interessieren, weil viele Menschen allein schon durch die Medien abgestumpft werden.

Ich bin jedenfalls der Meinung, dass in Zeiten, wo die tägliche Fernsehlandschaft von Vollidioten durchzogen ist, die zur geistigen Verblödung beitragen, ein Verbot von Killerspielen absolut indiskutabel ist.
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
Mike

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Beitragvon The_Sorrow » 2. Sep 2008 - 22:32


Die Fernsehlandschaft ist ein Faktor der zur Volksverblödung beiträgt.
Fakt ist die meisten Amokläufer litten unter Sozialen Probleme und die Politiker gehen mit diesen Verbotsauforderungen auf Stimmenfang bei den konservativen älteren Menschen. Und zu guter letzt muss man noch sagen das alle Amokläufer Brot und solche Sachen gegessen haben.....und sollte man etwa Brot verbieten.
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