Internetabhängigkeit

Forum: Missbrauch - Abhängigkeit


Diskussionen und Infos zum Thema: Sucht und Missbrauch, stoffgebunden - nicht stoffgebunden.




Beitragvon Sashira » 13. Jun 2008 - 21:19


Jupp, da stimme ich dir total ueberein. Machen genau diese Thematik zurzeit im Deutschunterricht und muessen Pro- und Kontra Argumente sammeln^^
Liebe ist schwer zu finden, leicht zu verlieren,
schoen zu haben und verdammt schwer zu vergessen ..
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Beitragvon Vordb » 14. Jun 2008 - 23:47


Ich weiß nicht....
Wenn ich mal ehrlich bin... sitze ich leiber am PC als mich in der Welt draußen zu bewegen....
Alternativ dazu geht allerdings auch Bücher lesen, oder ....aufräumen :roll:
Ω
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Beitragvon leanabh gealaich » 12. Jul 2008 - 23:55


Eine Computerabhängigkeit wollten mir "die Ärzte" schon vor 5 Jahren andichten... Aber ganz ehrlich...Ich finde es jetzt nicht sooo schlimm, wenn man viel Zeit vor dem Rechner verbringt, wenn man arbeitet oder auch noch ein "Offline-Leben" hat... Aber mein Gott. Computer sind meine Passion, also who cares...

Und wie heißt es doch so schön: "There is no Real Life, there's only AFK!"
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Beitragvon Mike » 4. Sep 2008 - 17:50


Nun, meiner eigenen Einschätzung nach war ich ne Zeit lang internetsüchtig. Besonders merkt man das daran, dass man sich eigentlich was vorgenommen hat (wie Wohnung putzen oder Gitarre üben), es aber nicht tut, weil man lieber im Internet rumhängt. Oder wenn man vor dem PC sitzt, eigentlich nichts im Internet sucht, aber dennoch ständig seine Mails abruft.

Ich hab jetzt ne 2-jährige "Internet-Pause" hinter mir, da ich vor 2 Jahren umgezogen bin und im neuen Haus keinen Zugang beantragt habe. Es war anfangs schwierig, aber ich hab in dieser Zeit wesentlich mehr geschafft, als ich mir hätte vorstellen können. Ich hab mir nur wieder Internet zugelegt, weil ichs fürs Fernstudium benötige.
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
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Beitragvon Lewis501 » 20. Sep 2008 - 11:05


Ich denke das ich auch Internetsüchtig bin. Zumindest hole ich mir fast alle Infos aus dem Netz weil ich den Medien nicht mehr ungeprüft vertraue.
Aber bin ich da wirklich süchtig oder nur hungrig nach Informationen? Und ist es nicht so das wir uns nun dieses Mittels bedienen um zu kommunizieren? Und wie begranzen wir eigentlich das Internet? Das wäre mal eine Interessante Frage. Das Internet verbindet doch alle Informationswege heutzutage.
Ich finde das es Ategato ganz gut getroffen hat. Das Problem ist nur das man sich auskennen muss im Netz. Gestern hatte ich eine längere Diskussion mit einem Clanmitglied über Hacks und Viren. Der hat einen Virus geschrieben der sich aktivieren kann wenn jemand auf diesem Server Hacks oder Cheats benutzt. Irgendwie hat mir das imponiert mich aber auch nachdenklich gemacht. Die Ip Adresse ist nunmal eine der ungeschütztesten Geheimnisse des Internetzeitalters.
Wenn ich Informationen sammele gebe ich soviel von mir preis wie ich eigentlich gar nicht will.
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Beitragvon Svart-Vinter » 19. Okt 2008 - 16:53


Ich finde, Ategato hat einen weiteren interessanten Punkt angesprochen.

Ein weitere interessante Frage wäre:

Wie verändert das Internet unsere Psyche ?

Das Internet an sich ist nicht mehr "nur" eine Plattform, für viele Menschen ist es eine Welt zum abtauchen geworden, ein Ort um Geschäfte abzuwickeln,
wie z.B. die Verabredung auf einen Kaffee oder auch ganz krass: zum gemeinsamen Suizid.

Nirgendwo sonst kann man so schnell neue interessante Menschen kennen lernen als in dem Dorf, das sich Internet nennt.
Es verbindet und es schafft damit für viele auch ein Verbundenheitsgefühl her, dass sie so in der Realität nicht finden.

Das Internet ist ein Teil von uns geworden, der Teil, der fast jede (positive und negative) Aktivität in der Realität ersetzen kann.

Okay, kommen wir zurück zu der Frage, wie das Internet unsere Psyche verändert? Passiert das bei jedem?

Und, inwiefern verändert das Internet aus psychologischer Sicht unsere gesamte Gesellschaft?


Viele Grüße.
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Beitragvon Mike » 20. Okt 2008 - 17:04


So, nachdem ich schon geantwortet hab und dann mein Internet abgekackt ist... hier nochmal...

Ich bin der Meinung, dass das Internet unsere Psyche negativ verändert. Zuerst sei gesagt: Natürlich hat das Internet auch gute Seiten, sonst würden wir uns hier wohl kaum unterhalten können. Ohne Internet hätte ich wohl so manche Bekanntschaft, die mir wichtig war oder immer noch wichtig IST, nicht gemacht. Und das würde ich vom heutigen Standpunkt aus sehr bereuen. Aber das ist nur ein positiver ASPEKT des Internets - es hat keine positive Auswirkung auf unsere Psyche.

Was aber am großen weiten Weltnetz verändert unsere Psyche negativ?

    - Anonymität:
    Durch die Anonymität, die uns das Netz verschafft, müssen wir nicht befürchten, für unsere Handlungen Konsequenzen tragen zu müssen, bzw. das Bewusstsein für eine Straftat wird geringer. Auch wenn ich ein Freund von mp3s bin, da ich dadurch schon auf viele Alben aufmerksam wurde, ich mir dann auch gekauft habe: Das Herunterladen von Musik und Filmen ist ein Verbrechen. Ob es nun Diebstahl ist, sei dahingestellt, da man die Datei selbst ja eigentlich von niemandem klaut. Aber man besitzt etwas umsonst, wofür man eigentlich hätte zahlen müssen. Klar, man hat früher Tapes kopiert oder CDs gebrannt. Aber das blieb in überschaubarem Rahmen. Wenn man aber auf der Festplatte im Musik-Ordner Hunderte von mp3s hat... naja.
    - Emotionslosigkeit
    Klar, es gibt "Smilies", aber die wichtigsten Dinge einer Kommunikation fehlen: Mimik und Unterton (nicht zu verwechseln mit Subtitles *g*). Wie oft ist es einem nicht selbst schon passiert, dass man bei etwas ganz normalem missverstanden wurde?


Hinzu kommt noch, dass jeder, der denkt, er hätte auch nur ein Fünkchen Depressivität in sich, im Netz sofort und v.a. wesentlich leichter Gleichgesinnte findet. Ich sag nur Emo-Kinder... Mal eins vorweg, ich mach mich nicht lustig über Personen, die WIRKLICH depressiv sind oder WIRLICHE Probleme haben. Aber diese gegenseitige Beweihräucherung, wie schlecht es einem doch geht und diese Profilierungssucht gehen mir ziemlich aufn Keks. "Der hat mir mein Pausenbrot gestohlen... jetzt setz ich mich in die Ecke und schreib ein Gedicht". Bullshit... durch das Internet werden solche Menschen auch noch in ihrer Meinung bestärkt. Aber das kann man nicht wirklich dem Internet anlasten.
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Beitragvon Svart-Vinter » 20. Okt 2008 - 17:30


Na ja, doch...

Man bestärkt sich im Internet dadurch, dass man eben Gleichgesinnte sucht, die die Gleiche Meinung teilen
und dadurch werden gute so wie schlechte Emotionen verstärkt.
Ein gutes Beispiel habe ich schon in einigen Foren gefunden, wo einer schreibt "Hach, mir gehts so schlecht", da sieht man dann,
dass es den anderen auch auf einmal so geht, bzw. die Laune von gut gelaunten Menschen runterzieht.
Man bringt sich quasi auf ein Level... und genau das ist manchmal nicht so gut.

Noch mal zurück zum Beispiel: "Suizidforen".

Da treffen gefährdete Menschen auf andere gefährdete und alle zusammen ziehen sich noch mehr runter,
bis man irgendwann sicher ist, es jetzt zu beenden.

Man sucht eben das, was man in der Realität nicht findet...
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Re: Internetabhängigkeit

Beitragvon Hector » 25. Jul 2009 - 12:38


Bei mir persönlich ist es so,dass ich nach der Schule wenn ich keine Arbeiten oder so schreibe eig die ganze Zeit vor dem Pc verbringe in den Ferien oder an Feiertagen ist es noch schlimmer!
Ganz ehrlich mann hat manchmal auch keine Lust was anderes zu machen da der Pc eig alles erfüllt was man braucht!
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Re: Internetabhängigkeit

Beitragvon Nibiru » 25. Jul 2009 - 18:18


Ich verbringe ca. 12 STunden am Tag im Internet, würde mich aber dennoch nicht als Abhängig bezeichnen. Oft ist mir sogar langweilig im Internet. Ich nutze dem PC hauptsächlich um mit Leuten im MSN zu reden oder was interessantes zu lesen, oder Informationen einzuholen...Wenn ich das von einen Tag auf den anderen Tag nicht hätte, wäre das nicht so schlimm...es ist eben bloß beschäftigung.

Und mein fehlendes Interesse am rausgehen und mich zu Bekannten zu treffen, hatte ich schon immer..daran ist nicht das Internet schuld.
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