Hartz4

Forum: Geschichte - Politik


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Hartz4

Beitragvon Svart-Vinter » 21. Nov 2008 - 21:27


Gerade eben habe ich durch Zufall im Teletext eine Umfrage gelesen:

"Hartz4 Kochbuch - Eine gute Idee?"


Ich finde diese Umfrage recht makaber bzw. diskriminierend gegenüber den Empfängern von Hartz4.
Wie man ja bekanntlich weiß, sind viele unverschuldet da rein gerutscht und müssen nun mit 345 Euro auskommen.

In den Medien wird oft darüber berichtet, wie schwer es diese Menschen haben
und das sie sich von dem Geld nicht mal eine gesunde Ernährung leisten können...

Deswegen finde ich diese Umfrage ziemlich krass.

Was sagt Ihr zu Hartz4? Kann man davon gut leben?


Viele Grüße.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
Svart-Vinter

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Beitragvon Otsy » 21. Nov 2008 - 21:49


Es ist in der Tat traurig, dass in einem der renomiertesten (so berichtet man sich...) Rechtsstaaten dieser Welt eine künstliche Unterschicht erschaffen wird, für die diverse Rechte, welche im Grundgesetz verankert sind, nicht oder nur partiell zu gelten scheinen.

Man könnte meinen, dass Darwins Thesen in Bezug auf "Survival of the fittest" nur in einen anderen, in diesem Fall gesellschaftspolitschen Sektor übersetzt worden seien.

Natürlich muss in diesem Fall von "relativer Armut" die Rede sein. Doch sind es die "relative Armut" bzw. der "relative Wohlstand", welche über die Lebensqualität eines jeden von uns entscheiden.

Ich könnte jetzt über Dinge wie die "Anhebung des Spitzensteuersatzes" in Kombination mit dem oft gepriesenen, jedoch selten angewandten Begriff der "Solidarität" referieren, aber danach war und ist schliesslich nicht die Frage.

Den meisten Menschen wird wohl niemals oder erst spät auffallen, dass ein Menschenleben (in Bezug auf den tatsächlichen Akt des ERlebens) nicht naturgemäß genug zählt, um es anderen "hochwichtigen" Beschlüssen überzuordnen.

Ich schliesse mit einem (leider) sehr zutreffenden Satz, wie ich finde: "Der Begriff 'Rechtsstaat' hat nur peripher etwas mit 'Gerechtigkeit' zu tun..."
"Ein edles Motiv rechtfertigt keine schlechte Tat."
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Beitragvon Otsy » 19. Dez 2008 - 13:09


UPDATE:

Eine offizielle Studie aus dem Jahre 2006 besagt, dass zum damaligen Zeitpunkt einer durchschnittlichen Hartz-IV-Empfängerfamilie die finanziellen Mittel bei "gesunder und angemessener Ernährung" im Durchschnitt am 24. eines jeden Monats ausgehen.
Ich bezweifle, dass seither ein positiver Trend erkennbar ist.
"Ein edles Motiv rechtfertigt keine schlechte Tat."
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