Thanatos hat geschrieben:
Hast Du das Gilgamesh-Epos mal gelesen? In einer kritischen Ausgabe oder zumindest einer seriösen Zusammenfassung, die auf einer solchen Ausgabe basiert? Ich schon. Und da steht NICHTS drin, was auch nur im entferntesten Anhaltspunkte für die wirren Thesen der Prä-Astronautik liefern würde - zumindest nicht ohne eine kräftige Würze Spekulation, Phantasie und sehen, was man sehen will.
Ich hab das Gilgamesch-Epos Mal gelesen, ja. Aber nicht parallel zu Sitchin.
Dass bei Thesen Dänikens, Sitchins etc. immer Spekulation und etwas Phantasie dabei sind bezweifle ich keineswegs. Und das Gilgamesch-Epos habe ich hier nur als Beispiel genannt, weil ich es noch im Kopf hatte. In diesem Epos wird Gilgamesch als 2/3 göttlich und 1/3 Mensch bezeichnet - eine Kombination, die so selten nicht ist, wenn man auch die griechisch/römischen Mythen zu Rate zieht (z.B. Herkules/Herakles).
In Bezug auf das, was Götter wirklich sind, gibt es so viele Theorien wie es Menschen gibt. Man kann sie verkörperte Ideale, Wesen aus einer anderen Schwingungsebene oder eben Ausserirdische nennen. Nichts davon ist belegt - aber jeder wissenschaftliche Teilbereich sieht sich im Recht, wenn er z.B. behauptet, Götter seien keine real existenten Wesen gewesen. Das ist genau so eine unbelegte Theorie wie jede andere auch.
Und geht man von der Theorie aus, dass Götter Besucher von anderen Planeten sind, dann wäre das Gilgamesch-Epos in der Tat schon Mal ein Beweis dafür, dass sich Götter/Annunaki/Engel/ wie auch immer mit den Menschen gepaart haben.
Thanatos hat geschrieben:
Belege bitte. Also für die Herkunft der Informationen in den Apokryphen. Es ist Dir aber schon klar, dass gewisse Vorstellungen der christlichen, insbesondere der alt-christlichen Mythologie aus dem selben Gebiet stammen, in dem auch das Gilgamesh-Epos entstanden ist? Die Verwandtschaft ist daher wohl einfacher zu erklären, als es den Anschein hat.
Beleg ist mein Religionsunterricht, in dem ich das gelernt habe
Und ja, dass die Bibel einiges aus anderen Kulturen "übernommen" hat ist mir klar. Und ich finde es dennoch interessant, dass diese Thematik überhaupt in die Bibel Einzug gefunden hat.
Thanatos hat geschrieben:
Welche Gründe gäbe es, von einer solchen Annahme auszugehen? Historisch belegt ist meines Wissens keine dieser "Zyklen". Ach ich vergaß, Wunschdenken . . .
Sorry, das ich in diesem Diskussionsfaden grad so destruktiv bin, aber ich kann diese Geschichtsvergewaltigungen einfach nicht mehr hören. Illig mit seinem erfundenen Mittelalter, von Däniken mit seiner Prä-Astronautik. Menschen, die von Geschichtsforschung keine Ahnung haben, dürfen ruhig Romane schreiben und rumphantasieren, aber sie sollen doch bitte so anständig sein, ihre pseudowissenschaftlichen Gehirnfürze als das auszugeben, was sie sind.
Mit einem "Geisteswissenschaftler" über solche Theorien, die in Mythen und mythologisch-religiösen Überlieferungen fußen, zu diskutieren ist meines Erachtens zwecklos. Dafür sind die Standpunkte zu unterschiedlich.
Aber in einem kann ich dir zustimmen: Illig's These hab auch ich mehr als schwach gefunden.
Thanatos hat geschrieben:
Mike:(science de fiction - das Wissen um das, was gemacht/geschehen wird)
Nebenbei ist diese "Übersetzung" sachlich völlig falsch. Da steht "Fiktion" und "Wissenschaft" und nicht "Wissen um die Zukunft". Wo nimmst Du bloß den Wissensbegriff her?
Die Übersetzung ist keineswegs falsch.
la science(franz.) = "Das Wissen, die Wissenschaft, die Lehre"
Oder gleich zurück zum Ursprung: scientia (lat.) = das Wissen
Und Fiktion/fiction kommt meines Wissens von facere und ist die Zukunftsform (was auch logisch wäre, geht es hier doch meistens um Zukünftiges). Und facere bedeutet "tun, machen".
Daher meine Herleitung: Das Wissen um das, was getan wird. Oder, frei formuliert: Das Wissen um die Zukunft.

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