Geschichten vom Besuch beim Zahnarzt

Forum: Geschichten vom Leben


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Geschichten vom Besuch beim Zahnarzt

Beitragvon Svart-Vinter » 12. Feb 2008 - 14:13


In den letzten Monaten hatte ich sehr oft Zahnschmerzen und diese habe ich mit Schmerztabletten betäubt.
Mir ist aufgefallen, das man auf Dauer gesehen unter diesen ständigen Schmerzen leidet.

Zuletzt wurde ich jeden Morgen mit starken Schmerzen wach, da ich u.a. Nachts mit den Zähnen knirsche.

Eines Morgens an einem Freitag wurde ich wach, wieder mal mit Zahnschmerzen,
die leider auch irgendwie nicht vor hatten wieder weg zu gehen.
Alle Mittel gegen Schmerzen haben nicht mehr geholfen, also musste ich Spätnachmittags zum Notdienst habenden Zahnarzt,
denn alle Praxen hatten schon zu.

Mittags als ich die Wohnungstür raus bin, bemerkte ich sofort als ich die Tür schloss:
"Halt!", da war doch noch was... Ja war es auch!
Der Schlüssel, den ich sonst immer aus dem Schloss zog bevor ich ging war nicht in meiner Hand wie sonst...

"Hmmmm" dachte ich mir und durchsuchte nervös meine Tasche und Jackentasche... doch ich fand nichts.
Also steckte der Schlüssel noch innen in der Tür.
Aus einer vorherigen selben Erfahrung (Sommer 2006) weiß ich, das man bei diesem Schloss die Tür nicht wieder so einfach aufbekommt,
wenn der Schlüssel von innen steckt.

Ich muss sagen, es hatte mich zwar beunruhigt, weil ich wusste was für ein Stress auf mich wartet,
wenn ich wieder in meine Wohnung möchte, aber ehrlich gesagt war mir das in dem Augenblick scheißegal,
da ich ungeheure Zahnschmerzen hatte und das erstmal klären musste.

Ich ging also zur Nachbarin und rief von ihr aus meine Eltern an und kurz darauf holte mein Stiefvater mich ab.

Zu Hause bei meinen Eltern angekommen rief ich gleich das Notdienst-Center an um die Nummer vom Notdienst habenden Zahnarzt zu erfahren.
Nachdem das erledigt war, wusste ich nicht wie ich zum Zahnarzt kommen sollte, da mein Stiefvater mich nicht fahren konnte.
Ich rief eine Nachbarin an mit der meine Eltern gut befreundet sind und fragte sie, ob sie mich fahren kann,
leider hatte sie Besuch und konnte auch nicht.

Sie bot mir ihr Auto an und ich fuhr damit zum Zahnarzt der 10km entfernt war.
Das Auto fahren war für mich wie eine lange Reise, wo man sich stark konzentrieren muss.
Im Grunde hätte ich nicht fahren dürfen, da ich schon einige Schmerztabletten zu mir genommen hatte,
aber was hätte ich machen sollen...

Ich musste die Reise antreten um Schmerzfrei ins Wochenende gehen zu können.

Ja... irgendwann war ich da endlich angekommen.... der Zahnarzt war sehr nett und vorsichtig,
ich glaube er hatte eine Zusatzausbildung für den Umgang mit Angstpatienten.
Er gab mir 2 Spritzen und dann bohrte er etwas um danach eine Füllung mit einem Medikament drauf zu machen.

Ich war ziemlich fertig mit den Nerven von dem ganzen Mist, aber ich war schmerzfrei.
Die Rückfahrt nach Hause war schon etwas angenehmer.
Als ich dann wieder bei meinen Eltern ankam, klärte ich noch die Sache mit meinem Wohnungsschlüssel.

Das war ein verdammt beschissener Freitag... :D


Weitere Geschichten folgen.
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Beitragvon Hagazussa » 9. Mai 2008 - 21:08


Ich kann auch eine Geschichte zum Thema "Zahnschmerzen" beisteuern.

Meine Schwester, Ihr Freund, meine Wenigkeit und mein Freund,wollten ein paar Tage nach Kiel fahren.
Wir haben uns tierisch darauf gefreut. Zwei Tage bevor wir los wollten, hatte ich leichte Zahnschmerzen im Unterkiefer.
Ich hab mir vorgenommen nachdem wir wieder da sind, gleich zum Zahnarzt zu gehen.
Also hab ich eine Tablette genommen. Am nächsten Tag bekam ich so ein
Pochen in dem Zahn.
Okay...dachte ich, nimm noch 'ne Tablette. Dann geht das wieder weg.
Denn wir wollten ja am nächsten Tag losfahren.Tja...Pustekuchen.
Das Pochen blieb und wurde mehr. Ich wollte aber unbedingt nach Kiel.
So habe ich gedacht: Das schaffste schon. (bin ja tapfer) :lol:
Wir sind dann auch losgefahren. Ich mit Tabletten ausgerüstet saß auf
dem Rücksitz.
Die Schmerzen wurden immer schlimmer und die Tabletten waren auch
alle.
Meine Ähnlichkeit mit Michael Schumacher wurde immer deutlicher.
(ich bin wirklich fast gestorben vor schmerzen)
Als wir in Kiel angekommen sind. So gegen 22.30Uhr haben wir bzw.
die anderen versucht, denn ich war zu gar nichts mehr in der Lage, einen
Zahnarzt aufzutreiben.
So gegen 0.00Uhr hatten sie dann einen Arzt gefunden, der sich mit uns
an seiner Praxis treffen wollte.
Ich habe mir noch nie sooo sehr einen Zahnarzt hergewünscht.
Wir also in die Praxis. Der Arzt meinte dann noch: Oh, sie sehen aber
gut aus.
Ich saß dann auf seinem Stuhl, mit den Beinen nach oben.
Warum wusste ich nicht, war mir auch egal...
Der sollte nur diese verdammten Schmerzen wegmachen.
Ich will Euch verschonen mit dem, was er dann mit mir gemacht hat.
Da lag auf jeden Fall ein Skalpell und ein paar andere beängstigende
Instrumente.
Als er fertig war gab er mir noch ein paar Kreislauftropfen, die ich auch wirklich nötig hatte.
Aber meine Schmerzen waren weg.

Das war der schlimmste Ausflug meines Lebens.
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Beitragvon Svart-Vinter » 12. Mai 2008 - 10:08


Oh Gott -.-

Aber aus sowas lernt man, oder?
Ich meine, Du wirst bestimmt keine Reise mehr mit Schmerzen antreten...?

Ich habe auch noch eine Geschichte dazu zu erzählen.

Anfang des Jahres hatte ich ja einige Zahnarztbehandlungen hinter mich zu bringen, das hatte mich psychisch sehr unter Druck gesetzt,
ich stand während der ganzen Zeit wie unter Strom und hatte nur "Das" im Kopf.

Ich benötigte 2 Wurzelbehandlungen... okay irgendwann hatte ich es endlich überstanden, ich war so froh.

"Den" sehe ich so schnell nicht wieder... dachte ich mir...

Und dann kam es, wie es eben kommen muss.
Ca. 4 Wochen nach Ende der letzten Behandlung bekam ich auf einmal (Sonntags) ein leichtes Ziehen in einem Zahn, wo eigentlich nichts dran war.
Im Laufe des Tages wurde dieses Ziehen immer stärker und einen Tag später war es schon um einiges schlimmer geworden.

Es hat gepocht, wenn ich leicht auf den Zahn getippt habe und ich wusste, dass es nichts gutes zu bedeuten hat.
Ich holte mir Informationen im Internet, aber instinktiv wusste ich schon, was es ist.

Und genau so und noch viel schlimmer war es dann leider auch.

Von Tag zu Tag wurde alles schlimmer und am Mittwoch bin ich dann zum Zahnarzt, ich winkte ihm nur zu mit einem gequälten Lächeln auf den Lippen.

Mein Verdacht einer Wurzelentzündung bestätigte sich nach dem der Zahn geröntgt wurde.
Unter dem Zahn hatte sich Eiter angesammelt, das drückte mächtig, die Backe schwoll stark an
und es sah aus als würde meine rechte Gesichtshälfte gelähmt, da der Mund und alles runter hing.

Mir war von vorne herein klar, das ich mich mit der starken Vereiterung nicht behandeln lassen würde, keine Spritze würde da helfen.
Also schrieb er mir Antibiotika auf und eine Woche später sollte ich wieder kommen.

Eine Wurzelbehandlung war trotz Heilung unausweichlich.

"Wieder eine Wurzelbehandlung... die 3. in diesem Jahr...."

Ich war fertig mit den Nerven, die Schmerzen wurden auch erstmal nicht besser.
Dann irgendwann zum Wochenende suchte sich das Zeugs einen Weg nach draußen, das war natürlich nicht angenehm,
aber froh war ich trotzdem, da ich große Angst vor einem Schnitt ins Zahnfleisch hatte.

Ich bin dann die Woche darauf zum Termin gegangen, er hat die Wurzelbehandlung durchgeführt, sie war trotz fünf Spritzen sehr schmerzhaft,
aber hat nur halb so lange wie alle anderen gedauert (1 1/2 Stunden, die anderen W.behandlungen hatten alle 3 Stunden gedauert).

Das hatte ich also überstanden, ich war sehr froh...

Leider bekam ich dann 2 Wochen später von den vielen Schmerztabletten (10 pro Tag) und den Antibiotika eine Magenschleimhautentzündung.
Mir ging es echt dreckig, ich habe mich wie ein sterbender Schwan gefühlt.

Aber auch das habe ich mal wieder überlebt :roll:

Ich kann jedem nur raten, mit Schmerztabeltten sehr vorsichtig umzugehen oder zumindest noch ein Mittel für die Schonung des Magens zu nehmen.


Liebe Grüße.
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Beitragvon Hagazussa » 12. Mai 2008 - 20:42


Auweia....Du Arme...das volle Programm. :shock:

Das schlimme ist ja, das keine Spritze wirkt, wenn da was vereitert ist.
Bei mir hat auch keine Spritze mehr gewirkt.

Und soll ich Dir was sagen...der Zahnarzt in Kiel hat mir meinen Kiefer
aufgeschnitten...ohne Betäubung. Da ging nämlich gar nichts mehr.

Und ja, ich habe gelernt.... :mrgreen:

Wäre das nicht cool wenn unsere Zähne, wie bei Haien immer wieder
nachwachsen würden?

Sie haben ein Problem am Zahn?
Kein Thema, den ziehen wir...der nächste kommt dann schon.
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Beitragvon Svart-Vinter » 12. Mai 2008 - 20:47


Ja, das wäre sicherlich toll.

Meine Mutter sagt z.B. immer, dass es manchmal selbst ohne Zähne sehr weh tun kann.
In den Momenten, wo ich die starken Schmerzen hatte, habe ich mir gewünscht, keine Zähne zu haben.
Die Aussage meiner Mutter hat mich dann beruhigt.

Tut der Schnitt ins Zahnfleisch denn sehr weh oder ist der "erwartete Schmerz" schlimmer als der wirkliche Schmerz?


Liebe Grüße.
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Beitragvon Hagazussa » 12. Mai 2008 - 21:07


Wieso kann es denn ohne Zähne trotzdem weh tun?

Als der Zahnarzt das Skalpell in die Hand nahm, dachte ich:
Okay, das wars...das Überlebst Du nicht.

Ich wartete auf den unsagbaren Schmerz....Ein Messer schneidet in meinen Kiefer, ohne Betäubung.... :shock:
Und soll ich Dir was sagen?
Ich habe garnichts gespürt. Nur der schmerzende Druck war weg.
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Beitragvon Svart-Vinter » 12. Mai 2008 - 21:15


Irgendwie dachte ich mir das schon.

Also ich kann mir das gut vorstellen, dass es grad in so einem Moment (mit starken Schmerzen) nicht weh tut.

Meine Mutter meinte, das man ohne Zähne und mit Prothese ganz üble Druckstellen bekommen kann,
wenn da manchmal ein Krümmel unter die Prothese gelangt.
Sie quält sich manchmal mit Druckstellen rum.
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Beitragvon Hagazussa » 12. Mai 2008 - 22:12


Treten diese Problem bei einer Prothese denn nicht nur auf, wenn diese
nicht richtig sitzt?
Das mit den Krummeln...ok. Aber es gibt doch diese Haftcremes. Oder?

Manchmal habe ich mir schon so gedacht, ist besser ohne Zähne. :lol:

Das habe ich auch schon mal erlebt beim Zahnarzt.

Ich war einige Zeit Privat versichert und ein Zahnarztbesuch stand an.
Ok, gesagt getan.
Ich saß dann in dem Stuhl einer Zahnärztin, die mir empfohlen wurde.
Die sagte dann was von meinem Zahnfleisch, das wäre wohl zu hoch über
meinen Zähnen.
So richtig verstanden habe ich das zwar nicht, aber ich dachte, die ist ja
Ärztin und weiß was sie tut.
Zuerst schob sie mir diese Watteröllchen in die Backen und unter die Zunge.
Das fing aber an zu brennen, das sagte ich ihr auch. Sie meinte dann, das
das gleich vorbei gehen würde.(tat es aber nicht)
Dann fing sie an mein Zahnfleisch zu versengen. Den Geruch kann ich
gar nicht beschreiben.
Ich saß da geschlagene 5 Std. mit Maulsperre und mit diesen Wattedingern im Mund.
Und sie war kräftig am versengen.
Als ich endlich fertig(im wahrsten Sinne des Wortes)konnte ich nicht mehr
sprechen.
Weil sich in meinem Mund alles durch diese blöden Wattedinger seltsam
verändert hatte. Alles war weiß und geschwollen.
Ich wollte nur noch nach Hause.
Nach ein paar Tagen sind die Schwellungen auch abgeklungen.
Und alles war wieder im grünen Bereich.
Aber seit dem habe ich ein leicht gestörtes Verhältnis zu Zahnärzten... :?
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Beitragvon Svart-Vinter » 12. Mai 2008 - 22:18


Oh man, es geht wirklich noch schlimmer :?

Das ist wirklich schlimm, was Du da erlebt hast.

Zu der Zahnprothese:

Ja ich denke, es ist genau so wie Du sagst, bei meiner Mutter sitzt es nicht richtig, aber eine neue Prothese ist halt sehr teuer.
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Beitragvon Hagazussa » 17. Mai 2008 - 21:54


Du weißt doch: Schlimmer gehts immer.

Ist das nicht traurig, das das so teuer ist?
Ich finde das erschreckend, das der Staat Geld für die unnötigsten Dinge
überhaupt ausgibt, aber das ein Mensch einfach nur richtig essen bzw.
keine Zahn/Kiefer Beschwerden hat. Dafür ist kein Geld da. :?

Denn wenn was mit den Zähnen nicht stimmt, beeinflusst das das ganze
Leben. Oder liege ich da falsch?
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