Es zählt, je nach Interpretation, schon entweder die Wahrscheinlichkeit oder der Wunsch eine Straftat in der Zukunft zu begehen.
Weltweite Bekanntheit erlangte der Begriff durch den Roman 1984 von George Orwell,
der von 1941 bis 1943 bei der BBC die Aufgabe hatte, antijapanische Propaganda zu betreiben.
Der weltweit beachtete Roman führte nach seinem Erscheinen zu teilweise sehr kontroversen Debatten über den Begriff Gedankenverbrechen, z. B.:
- ob bereits der Gedanke ein Verbrechen sein kann,
- oder ob erst die Umsetzung der Gedanken eine Straftat ist,
- ab wann der Gedanke über ein Verbrechen beginnt, zum Plan und damit zum Willen zu werden und
- ab wann die Strafbarkeit für ein noch nicht ausgeführtes Verbrechen beginnt
Ein Zitat aus dem Buch:
"Gedankenverbrechen führt nicht zu Tod, Gedankenverbrechen ist der Tod!" -- Orwell, "1984"
Ein Gesetz aus Österreich besagt Folgendes:
§ 15 Strafbarkeit des Versuches
(1) Die Strafdrohungen gegen vorsätzliches Handeln gelten nicht nur für die vollendete Tat, sondern auch für den Versuch und für jede Beteiligung an einem Versuch.
(2) Die Tat ist versucht, sobald der Täter seinen Entschluss, sie auszuführen oder einen anderen dazu zu bestimmen (§ 12), durch eine der Ausführung unmittelbar vorangehende Handlung betätigt.
(3) Der Versuch und die Beteiligung daran sind nicht strafbar, wenn die Vollendung der Tat mangels persönlicher Eigenschaften oder Verhältnisse, die das Gesetz beim Handelnden voraussetzt, oder nach der Art der Handlung oder des Gegenstands, an dem die Tat begangen wurde, unter keinen Umständen möglich war
Seht ihr das auch so? Ist der Gedanke an einen Mord bereits ein Verbrechen?
Viele Grüße.

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