Gedankenverbrechen

Forum: Kriminalpsychologie - Bekannte Mordfälle


Infos und Diskussionen zum Thema: Serienkiller und Kriminalfälle aus aller Welt. Kriminalpsychologisch und Forensik.




Beitragvon Vordb » 31. Mai 2008 - 23:24


och die habe ich oft genug.... und nicht ohne Grund!
aber ich weiß auch das die Leute grundsätzlich ihre Retourkutsche bekommen
von daher muß ich mir nicht die Finger schmutzig machen.

Jeder bekommt seine Portion, die ihm zusteht!
früher oder später....
vom Leben selbst!
Ω
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Beitragvon Hagazussa » 31. Mai 2008 - 23:44


Vordb hat fogendes geschrieben
Jeder bekommt seine Portion, die ihm zusteht!
früher oder später....
vom Leben selbst!

Auch wenn es nicht so häufig vorkommt, aber auch da gebe ich Dir Recht.
Was man gibt bekommt man auch wieder.

Wenn man mal die Gedanken, die viele Menschen haben, öffentlich sehen
könnte....
Ich glaube, da würde uns ganz anders werden.
Wenn du es eilig hast, gehe langsam
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Beitragvon Vordb » 1. Jun 2008 - 15:07


Das ist richtig.

Ich erinnere mich an letztes Jahr als ich zeitweise keinen eigenen
PC hatte und auf Netzcafes angewiesen war.
In der Ecke sas oft ein Mann Ende 40.
Total unauffällig, aber oft da.
Eines Tages nicht mehr, und der Betreiber des Cafes macht andere Teilnehmer darauf aufmerksam das sie sich überlegen sollten welche Seiten
sie besuchen, im Netz.

Der ältere Mann wurde einen Tag zuvor von der Polizei abgeführt, wegen
des Ansehens von Kinderpornografie.
Ω
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Beitragvon vacuum » 1. Jun 2008 - 16:42


Interessanter Filmtipp zum Thema: Minority Report mit unserem allseits beliebten, Scientology-Wahnsinnigen: Tom Cruise.


Wirklich sehr empfehlenswert der Film.

Viele Verbrechen geschehen affektiv, nicht geplant.
Der Grat zwischen dem gedanklichen Vorgang und dessen Umsetzung ist oft nur Sekundenbruchteile groß.

Im Film werden deswegen auch sogut wie keine vorsätzlichen Verbrechen mehr begangen,
aber die Behörden haben so ihre liebe Mühe, die Spontanen zu verhindern. Meist gelingt es nur knapp.

Ob man jemanden bestrafen kann/darf, nur weil er "verbrecherische" Gedanken hegt, bezweifle ich stark.
Wenn jemand Gedanken hegt, ein Verbrechen auch wirklich in die Tat umzusetzen, sähe die Sache etwas anders aus.

Aber wie schon erwähnt wurde, NOCH kann niemand Gedanken lesen.

Oder vielleicht doch? :mrgreen:
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Re: Gedankenverbrechen

Beitragvon Blackhair » 16. Jul 2010 - 11:37


Gedankenverbrechen...ein interessanter Gedanke, ja. Nur halte ich eine Verurteilung oder Bestrafung für das Denken einer Straftat, rein theoretisch, ist ja noch nicht mögich, für Schwachsinn.
Ich glaube jeder hat schon mal, meist scherzhaft natürlich, an Mord oder irgendeine Gewalttat gedacht. Nur ist es ein riesiger Schritt vom Gedanken an einen Mord zur Umsetzung dieses Gedankens, ein Schritt den die meisten Menschen (Gott sei Dank) nie wagen. Wegen moralischer Hemmschwellen oder der Angst vor Bestrafung.
Ist wie mit Kinderschändern. Solange sie sich nur vorstellen wie es wäre ein kleines Mädchen zu missbrauchen, mag das zwar dennoch krank sein, aber straffrei. Weil sie ja nichts unternehmen, nur in ihrem Kopf. Und da stört es ja niemanden.
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Re: Gedankenverbrechen

Beitragvon Mike » 16. Jul 2010 - 12:52


Nun, Gedanken zu BESTRAFEN halte ich natürlich auch für falsch. Und ich bin froh darüber, dass ich die Gedanken der meisten Leute gar nicht kenne.

Ist wie mit Kinderschändern. Solange sie sich nur vorstellen wie es wäre ein kleines Mädchen zu missbrauchen, mag das zwar dennoch krank sein, aber straffrei. Weil sie ja nichts unternehmen, nur in ihrem Kopf. Und da stört es ja niemanden.


Stimme ich teilweise nur zu. Ja, solche Gedanken sind natürlich verdreht und krank. Und solange es nur Gedanken sind, liegt auch noch keine Straftat vor - aber GEDANKEN können sehr gefährlich werden. Denn wenn zumindest in Gedanken die Bereitschaft existiert, dann steigert man sich in diesen Gedanken hinein. Und irgendwann kommt der Trieb, diese Gedanken ausleben zu wollen. Nicht bei jedem, und diese "Möglichkeit" rechtfertigt keine Präventiv-Bestrafung. Doch sind Gedanken nicht ungefährlich.

Wie oft handeln wir Menschen irrational, nur weil wir zu sehr in unserer Gedankenwelt verwurzelt sind? Man muss nicht psychisch krank sein, um Selbst"gespräche" zu führen - in Gedanken. Gerade wenn man alleine ist, und sei es nur für ne Stunde. Ich bin überzeugt, dass 90% der Menschen (Intelligenz vorausgesetzt) es nicht schaffen würden, sich von hier auf jetzt einfach Mal nur 30 Minuten rein mit ihren Gedanken zu beschäftigen, ohne nen leichten Knaks zu bekommen. Und insbesondere Gedanken sexueller Art (ob Kinder, Gewalt oder ähnliche Dinge) basieren nicht nur auf GEDANKEN, sondern auch auf Trieben. Und wenn Gedanken UND Triebe zusammenwirken, ist das eine gefährliche Explosion.
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
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Re: Gedankenverbrechen

Beitragvon Blackhair » 16. Jul 2010 - 13:19


Mike hat geschrieben:Nun, Gedanken zu BESTRAFEN halte ich natürlich auch für falsch. Und ich bin froh darüber, dass ich die Gedanken der meisten Leute gar nicht kenne.

Und ich bin froh dass die meisten Menschen meine Gedanken nicht kennen. *g* Spaß beiseite, natürlich kann man jemanden nicht nur für den Gedanken bestrafen.

Mike hat geschrieben:Stimme ich teilweise nur zu. Ja, solche Gedanken sind natürlich verdreht und krank. Und solange es nur Gedanken sind, liegt auch noch keine Straftat vor - aber GEDANKEN können sehr gefährlich werden. Denn wenn zumindest in Gedanken die Bereitschaft existiert, dann steigert man sich in diesen Gedanken hinein. Und irgendwann kommt der Trieb, diese Gedanken ausleben zu wollen. Nicht bei jedem, und diese "Möglichkeit" rechtfertigt keine Präventiv-Bestrafung. Doch sind Gedanken nicht ungefährlich.

Fiele mir nie ein das zu bestreiten. Natürlich sind Gedanken gefährlich. Sie sind zumindest der Beginn einer Straftat, das erste Mal Durchspielen im Kopf. Aber wie gesagt, nur sehr, sehr wenige Menschen sind mutig oder irre genug um ihre Gedanken auch in die Tat umzusetzen.

Mike hat geschrieben:Wie oft handeln wir Menschen irrational, nur weil wir zu sehr in unserer Gedankenwelt verwurzelt sind? Man muss nicht psychisch krank sein, um Selbst"gespräche" zu führen - in Gedanken. Gerade wenn man alleine ist, und sei es nur für ne Stunde. Ich bin überzeugt, dass 90% der Menschen (Intelligenz vorausgesetzt) es nicht schaffen würden, sich von hier auf jetzt einfach Mal nur 30 Minuten rein mit ihren Gedanken zu beschäftigen, ohne nen leichten Knaks zu bekommen. Und insbesondere Gedanken sexueller Art (ob Kinder, Gewalt oder ähnliche Dinge) basieren nicht nur auf GEDANKEN, sondern auch auf Trieben. Und wenn Gedanken UND Triebe zusammenwirken, ist das eine gefährliche Explosion.

Das ist zugegebenermaßen eine sehr schwierige Situation. Soll man jeden, bei dem Verdacht besteht, er könnte zB mit dem Gedanken spielen ein kleines Mädchen zu missbrauchen, verhaften und einsperren? Das ist ja keine Lösung. Aber wenn man untätig abwartet bis erwähnter Mann sich dazu entschließt seine Fantasie Realität werden zu lassen ist es dann schon zu spät, der Schaden ist passiert. Klar, dann kann man diesen Mann wegsperren, therapieren oder sogar töten. Und damit verhindert man zumindest dass er's nochmal tut, aber das macht seine bisherige(n) Tat(en) ja nicht ungeschehen. Ganz böse Zwickmühle. Das Gesetz ist nun mal machtlos bis ein Strafbestand besteht.
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