Der letzte Schnee schmilzt (war bei uns vor ner Woche tatsächlich so!), die Sonne scheint, es ist hell wenn man aufsteht und es ist noch hell, wenn man schlafen geht. Die Vögel zwitschern wieder, die Mücken stechen wieder, und die Gefühle spielen wieder Mal verrückt.
Ich finde es schon verblüffend, wie sehr sich dieser Wetterumschwung auch auf unsere Gefühle auswirkt. Ich sehe es momentan auf Arbeit: Am 1.4. hat eine neue Kollegin bei uns angefangen, und schon spielen die Hormone bei ein paar Männern verrückt. Die einen baggern sie an, obwohl sie doppelt so alt sind, die anderen wiederum empfinden wegen diesem Anbaggern grundlose Eifersucht. Und obwohl man Ansprüche an sich selbst stellt, seine Gefühlsschwankungen unter Kontrolle halten zu wollen - es ist, als ob man fremdgesteuert werden würde, als ob eine animalische Kraft von einem Besitz ergriffen hätte, die gegen alle Einwände und Argumente taub ist.
In den lichten Momenten - die während diesen Frühlingsgefühlen zugegebenermaßen rar gesät sind - wundert man sich nur ob der Substanzlosigkeit seiner Bestrebungen.
Und in diesem Moment kommt einem nur eines in den Sinn: Liebe ist etwas, was Launen übersteht - alles andere ist nur Schwärmerei.

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