Fragen, die man sich gestellt haben sollte!?

Forum: Geschichten vom Leben


Wie habt Ihr Eure Kindheit und Jugend erlebt und wie ist das Erwachsensein? Besondere Ereignisse aus Eurem Leben und vieles mehr.




Fragen, die man sich gestellt haben sollte!?

Beitragvon Svart-Vinter » 18. Jun 2008 - 19:06


"Der Mensch braucht die Antworten auf gewisse Fragen, die ihm das Leben aufgibt.
Er braucht sie zu der ihm notwendigen Seelenruhe, zum inneren Frieden, zur Sicherheit im Leben und Wirken;
nur durch eine solche Antwort kann er ein brauchbares Mitglied der menschlichen Gesellschaft sein, kann er seinen Platz in der Welt richtig ausfüllen.

Gewiss, es gibt unzählige Menschen, welche heute solche Fragen noch gar nicht aufwerfen, welche keine Sehnsucht nach ihrer Beantwortung fühlen.
Aber diese Menschen tun das nur deshalb nicht, weil ihnen nicht die Gelegenheit gegeben wird, die Notwendigkeit davon zu empfinden."

- Rudolf Steiner -


Man sollte sich im Klaren sein, dass man diese Fragen nicht innerhalb weniger Minuten beantworten kann.

Viel Energie ist notwendig, um die Antworten zu ergründen.

- Was beugt mich?
- Was richtet mich wieder auf?
- Wie bin ich bisher durch mein Leben gegangen?
- Was ist mir wichtig?
- Was ist mir nicht wichtig?
- Wie sollte meine eigene Grabrede inhaltlich aussehen?


Habt ihr euch diese Fragen schon mal gestellt? Oder habt ihr bereits eine Antwort gefunden?
Mit welchen "Lebensfragen" habt ihr euch schon mal beschäftigt? In welche Richtung gehen diese?


Liebe Grüße.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
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Beitragvon Lucivar » 18. Jun 2008 - 22:29


Mich quaelt besonders oft die Frage

Hab ich alles beruecksichtigt?
Falls ich die noch ergaenzen darf.

Ich hab oft das quaelende Gefuehl, eine Person, die in einem bestimmten Themengebiet meines
Lebens eine tragende Rolle spielt nicht gut genug beruecksichtigt zu haben, dass ich was
unterschlagen hab, vllt nur, um es leichter zu haben. Ich meine...grosse Entscheidungen, in die
auch andere verwickelt sind treff ich ja nich nur fuer mich, die anderen zieh ich ja zwangsweise
mit...
Das is mir auch wichtiger als meine Grabrede ich mein, ich bin dann nun mal hin und wenn ich
Leuten bestimmte Dinge sagen moechte, dann verfasse ich selbst Briefe und hinterlege sie fuer
den Fall meines Ablebens.. oder?

"Du magst Eis, du magst Eis, du liebst Eis, du kannst ohne Eis nicht leben, ohne Eis bist du hoffnungslos, deine Existenz ist sinnlos - ohne Eis. Ohne Eis bist du ein Scheiss."

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Beitragvon Svart-Vinter » 19. Jun 2008 - 00:43


Klar, dürfen die Fragen noch ergänzt werden.

Ich denke bei der Frage mit der Grabrede geht es darum, was in dieser Rede alles über Dich erwähnt werden soll.
Grabreden handeln sich meist um das, was dieser Mensch in seinem Leben geschafft hat,
was er überhaupt für ein Mensch war in Bezug auf Familie oder auch Arbeitsleben usw.

Die Frage wirft natürlich viele weitere Fragen auf mit denen man sich beschäftigen muss,
wenn man sich die Frage nach der Grabrede beantworten möchte.
Das Leben besteht so oder so aus einem ewigen Denkprozess, wenn man es zulässt und ich finde, man kann nur weiter kommen,
wenn man sich damit auseinandersetzt.


Liebe Grüße.
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Beitragvon Lucivar » 19. Jun 2008 - 21:10


Naja, vllt. liegt es an meiner zum Teil sehr starken Zurueckgezogenheit, aber es ist mir nicht
wichtig, Dinge in der Rede zu erwaehnen, ich meine, die kennen mich eh nicht und wie gesagt, tot
bin ich tot, ich hab bis jetzt auch noch nich viel erreicht, liegt vllt auch daran, dass ich noch nich
wirklich alt bin...

ich glaube auch, wer mich wirklich kannte, der weiss, wie ich war, was ich schuf, was mir
wichtig war etc. Jeder hat Geheimnisse, die nehm ich natuerlich auch mit ins Grab.



Das Leben besteht so oder so aus einem ewigen Denkprozess, wenn man es zulässt
und ich finde, man kann nur weiter kommen,wenn man sich damit auseinandersetzt.


Den Satz find ich schoen und richtig. Leider (oder Bob sei Dank?) sind Gedanken ein ewiger
Prozess, unendlich denke ich, denn jeder Gedanke faechert sich schon wieder in duzend
andere auf... so geht es mir zumindest...manchmal denke ich Stunden lang nach ohne das
geringste Ergebnis...

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Beitragvon Hagazussa » 19. Jun 2008 - 22:33


Das sind in meinen Augen, sehr tiefgründige Gedanken.

Lucivar hat folgendes geschrieben
ich glaube auch, wer mich wirklich kannte, der weiss, wie ich war, was ich schuf, was mir
wichtig war etc.

Du hast geschrieben, das Du noch nicht alt bist...
Ich glaube, das es nichts mit dem Alter zu tun hat.

Es gibt Menschen mit 12, die schon sehr weit denken und es gibt auch Menschen mit 50, wo man nur denkt: Häh...???Was redet der da...

Ich denke nicht, das man das am Alter festmachen kann.
Wenn Du wüßstest, über welche Dinge ich so nachdenke....

Aber man kann sich auch in den "Wahsinn" denken... Verstehst Du?

Ich habe das auch, dann denke ich über etwas nach, worauf ich gerne eine Antwort hätte.
Wenn ich aber frage, dann bekomme ich oft die Antwort: Frag nicht...weil es so ist...
Damit gebe ich mich aber nicht zufrieden und denke weiter nach.
Dann versuche ich mir, die Antwort selber zu geben....
Worauf ich nur noch mehr Gedanken und Fragen habe.

Vielleicht sind wir "Denkende" Menschen einfach nur zu unbequem. :con:
Wenn du es eilig hast, gehe langsam
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Beitragvon Lucivar » 19. Jun 2008 - 22:51


Naja... also... es hat in gewisser Weise auch mit dem Alter zu tun, was man erreicht hat,Materiell
meinte ich, nicht gedanklich :] Gedanklich hast du total recht.

Ich denke, Gedanken macht man sich nicht immer, um eine Antwort zu bekommen...zumindest
geht es mir so.
Es gibt ein chinesisches Sprichwort:
Ein Ziel ist nicht immer zum Erreichen da, oftmals dient es nur zum richtigen Zielen
und ich lass es jetzt so stehen, damit ihr euch Gedanken macht xD

Ich denke, es haengt auch stark vom Status des bereits Erlebten ab, wie man all die Fragen hier
beantworten wuerde...

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Beitragvon Hagazussa » 19. Jun 2008 - 23:20


Lucivar hat folgendes geschrieben
es hat in gewisser Weise auch mit dem Alter zu tun, was man erreicht hat,Materiell
meinte ich, nicht gedanklich

Das finde ich interessant.
Das wirft wieder eine Frage auf....

Sind wir Menschen mehr wert, wenn wir "Matriell" etwas erreicht haben?

Ich befürchte fast, ja....

Menschen, die was erreicht haben und finaziell unabhängig sind, sind immer attraktiver.
Eigentlich schlimm, oder?

Obwohl ich mich auch dabei erwische, das ich Menschen mehr Aufmerksamkeit widme, die etwas erreicht haben, als die, die am Existensminimum leben...

Obwohl diese Menschen bestimmt nicht Dumm sind.
Ich respektiere diese Menschen auch, wie jeden anderen. Und behandel sie auch nicht irgendwie anders.

Dennoch hat man mehr Achtung vor Menschen, die etwas erreicht haben.
Warum ist das so?
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Beitragvon Lucivar » 19. Jun 2008 - 23:27


Naja nich unbedingt, manche der Menschen aus meinem Bekanntenkreis sind Selbststaendige
oder sehr erfolgreiche oder haben Kohle ohne Ende oder stehen kurz vor einem gut bezahlten
Beruf, aber ich .. naja, ich nehm die deswegen nich als fuer sympathischer oder so was...

Ich denke aber, dass das eh ein altes Ueberlebensprinzip ist, nach jemandem zu sehen, der gut
gestellt ist, Materiell.


aber ich meinte eher, auch den Bildungsweg, eben Leistung an sich, nicht die Art oder Weise wie
wir denken oder gar was...

oder? :gruebl:

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Beitragvon Lirias » 19. Jun 2008 - 23:30


Hagazussa hat geschrieben:Dennoch hat man mehr Achtung vor Menschen, die etwas erreicht haben.
Warum ist das so?


Weil es offensichtlicher ist. Man sieht Menschen die etwas erreicht haben und evtl. Geld haben ihren Status an.

Doch was ist Geld? Was ist Titel? Wie man so schön sagt, Namen sind nur Schall und Rauch. Wenn man an Wiedergeburt glaubt, an einen unsterblichen Teil von sich selbst, eine Seele, dann ist geistige "Reife" mehr wert als alles andere. Es wäre dann etwas was es zu erringen lohnt, etwas was man mitnehmen kann.
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Beitragvon Svart-Vinter » 20. Jun 2008 - 06:23


Hagazussa hat geschrieben:Obwohl ich mich auch dabei erwische, das ich Menschen mehr Aufmerksamkeit widme, die etwas erreicht haben, als die, die am Existensminimum leben...


Bei mir ist es nicht so.

Mir ist es egal, was ein Mensch "materiell" in seinem Leben geschafft hat und schließe mich Lirias an.
Die geistige Reife ist es, was einen Menschen für mich wirklich attraktiv macht.

Und geistige Unreife sehe ich als Herausforderung an,
man kann versuchen diesen Menschen ein Stück von sich ab zu geben und ihren Horizont zu erweitern.
Früher als ich noch viel jünger war hatte ich ein Mädel kennen gelernt, die mich auch ungemein weiter gebracht hat,
gerade was mein Wesen und meine Reife betraf.
Sie hat mir gezeigt, dass man auch mit wenig sehr gut leben kann.
Heute bin ich ihr sehr dankbar für und ich schätze sie sehr.

Sowas kann Geld nicht ersetzen, Geld macht in dem Sinne nicht klüger und es bringt einen auch nur weiter in dem Moment wo man es hat.

Na ja... Das waren jetzt mal meine Gedanken dazu.


Liebe Grüße.
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