Erleben religiöse Menschen öfter paranormale Phänomene?

Forum: Parapsychologie - Grenzsituationen


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Erleben religiöse Menschen öfter paranormale Phänomene?

Beitragvon Svart-Vinter » 3. Feb 2009 - 23:50


Wenn man sich viel mit paranormalen Dingen beschäftigt, fällt einem auf,
dass solche Phänomene besonders gehäuft bei religiösen Menschen vor zu kommen scheinen.

Könnte es vielleicht sogar ein Teil des Puzzels für solche Erscheinungen sein?
Nämlich das speziell religiöse Menschen viel gläubiger für eigenartige Dinge sind und sie evtl. sogar deswegen auch empfänglicher sind?


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Beitragvon Lirias » 4. Feb 2009 - 00:09


Woher nimmst du die Vermutung, dass es bei religiösen Menschen öfter vorkommt?
Meiner Meinung nach ist die Religion vieler Menschen nur eine Angewohnheit. Das regelmäßige durchführen von gewohnten, aber nicht weiter bedeutsamen Ritualen.
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Erleben religiöse Menschen öfter paranormale Phänomene?

Beitragvon Iss » 4. Feb 2009 - 10:00


Ich kann mir durchaus vorstellen, dass bei tief religiösen Menschen, solche "Phänomene" öfter auftreten. Ich denke hier spielt wie zB. im Wikipedia-Artikel über Stigmata (http://de.wikipedia.org/wiki/Stigmatisation#Erkl.C3.A4rungsversuche) (fällt das darunter (?)) Autosuggestion eine Rolle. Bei einer festen, unumstößlichen Überzeugung und dem ständigen Bewusstmachen der Existenz von all dem Schnickschnack treten sicher Erscheinungen und "Existenzbeweise" auf die das Hirn einem dann, meiner Meinung nach, vorgaukelt. Um zu behaupten, es seien reelle Vorkommnisse bin ich doch ein bisschen zu sehr Atheist ;)
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Erleben religiöse Menschen öfter paranormale Phänomene?

Beitragvon Mike » 4. Feb 2009 - 20:13


Dass der Glaube Berge versetzen kann ist nicht nur irgend ein Sprichwort. Genausowenig wie der Spruch "Man muss etwas nur wirklich wollen, damit es wahr wird".

Religiöse Menschen behaupten, dass ihr Gott ihre Gebete erhört hat und dass er der Auslöser für diese Wunder war. Welche Schlussfolgerung würde sonst auch übrig bleiben?

Esoteriker glauben daran (bzw. konstatieren es), dass der Wille Dinge erschaffen kann, dass er direkten Einfluss auf die Materie hat.

Je nach paranormalem Phänomen behaupten Naturwissenschaftler, dass alles nur durch wiederholte Autosuggestion beeinflusst wird.

Eines ist aber bei allen gleich: Der Glaube an etwas Größeres, an etwas, das die Materie beeinflussen kann. Religiöse Menschen glauben, dass Gott etwas verändern kann. Esoteriker glauben daran, dass sie selbst etwas verändern können.

Ich tendiere da eher in die esoterische Richtung. Wenn man an etwas glaubt, dann besteht auch die Möglichkeit, dass man selbst die Materie beeinflussen kann. Beispiele dafür gibt es einige. Ich nenne nur Mal zum Einen die Phantomschmerzen in amputierten Gliedmaßen. Oder (bei den Jungens) die nächtliche Ejakulation, sprich: feuchte Träume. Tatsache ist, dass man nicht selbst Hand anlegt, somit auch kein direkter Reiz entsteht. Aber man steigert sich so sehr in diese Ekstase hinein, dass es dann doch zum Abschuss kommt. Das Ganze geht nur von mental-geistiger Ebene aus. Man veranlasst seinen Körper unbewusst zu gewissen Aktionen.

Ein weiteres Beispiel wäre meines Erachtens Nervosität. Wenn man besonders nervös ist, beginnt man zu zittern und zu schwitzen. Evtl. kommen noch Magenschmerzen hinzu. Das alles hat aber keinerlei physische Ursache. Es ist nur kopfgesteuert. Man merkt, dass man nervös wird und steigert sich meistens auch noch mehr rein, so dass es zu einer nach oben offenen Spirale wird (wie bei Hyperventilation). Was ich damit meine ist, dass der Kopf die Reaktionen des Körpers veranlasst. Man schwitzt nicht, weil man Sport treibt, etwas Scharfes gegessen hat oder aus sonst nem Grund. Man schwitzt, weil sich der Kopf etwas einbildet. Im Grunde genommen beeinflusst bereits hier der Geist die Materie.

Wieso sollte es also nicht auch andersrum möglich sein? Man steigert sich nicht in negative Gefühle rein, sondern in positive Gefühle. Ein etwas primitives Beispiel ist hier der "körperzellenrock" (bei Interesse einfach bei Youtube danach suchen). Das Problem ist nur, dass man Zeit benötigt, um sich in das Gute hineinzusteigern. Nervosität etc. sind Dinge, die kommen von selbst, in ungelegenen Situationen. Um etwas Positives zu erreichen, benötigt man Ausdauer, Durchhaltevermögen - und GLAUBEN an die Sache.

Ein Naturwissenschaftler kann das alles sicherlich rein wissenschaftlich erklären. Aber er erklärt nur den Effekt, nicht die Ursache.

Somit stimme ich Sao's These zu, dass diese Dinge v.a. bei gläubigen Menschen auftreten.
Allerdings darf man nicht vergessen, dass es auch viele Quacksalber gibt, die nicht die Materie verändern, sondern die lediglich ihre Vorstellung der Realität in eine Wahnvorstellung umwandeln.
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Erleben religiöse Menschen öfter paranormale Phänomene?

Beitragvon Svart-Vinter » 7. Feb 2009 - 20:18


Stigmatisation gehört auch in den Bereich "Paranormal", da es nicht normal ist,
wenn bei Menschen plötzlich blutende Wunden auftreten, die an Jesus erinnern.
Die Wissenschaftler und Forscher haben keine schlüssigen Erklärungen.


Lirias hat geschrieben:Woher nimmst du die Vermutung, dass es bei religiösen Menschen öfter vorkommt?


Ich denke, dass Menschen die "religiös" sind, solche Erlebnisse öfter haben, da sie in einer gewissen Hinsicht gläubig sind
und demnach vielleicht auch offen für mehr.

Neulich las ich ein Buch, da war ein Fall von einer Stigmatisierung bei einer Nicht Gläubigen Frau beschrieben,
so dass die Wissenschaftler anhand des einen Falles darauf geschlossen haben,
dass nicht nur religiöse Menschen von so etwas betroffen sind.
Und da kam mir der Gedanke, ob religiös sein auch etwas mit paranormalen Dingen zu tun hat.

Ich möchte auch an die Fälle erinnern, wo Jesus in einer Pfanne, auf der Baumrinde oder auf einem Toast erschien,
nicht Gläubige Menschen würden vermutlich nichts erkennen, aber ein Gläubiger sieht sofort Jesus oder Maria darin
und dann sind die Wissenschaftler gefragt.
Wer kann schon den Beweis bringen, dass es nicht doch Jesus auf dem Toast ist?


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Beitragvon Lirias » 7. Feb 2009 - 22:26


Das ist in etwas der gleiche Effekt wie bei den Tintenbildern von Psychologen. Jeder Mensch sieht etwas anderes darin.
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Beitragvon Kha » 9. Feb 2009 - 11:01


Es gibt oft diese Phänomene, dass plötzlich irgendwelche Statuen Blut weinen usw. Das halte ich persönlich für Humbug. Menschen die blind an soetwas glauben haben z.B. den christl. Glauben in keinster weise verstanden. Das sagte Martin Luther schon, Die Leute sollen lesen und genau hinschauen, sollen exegese betreiben und es sich einprägen, täte man das, so wisse man, das theoretisch gesehen kein "Wunder Gottes" hioer geschehen kann.

Natürlich interpretieuren viele Gläubige und vorallen Dingen vllt etwas unterbelichtete Menschen in solche Sachen etwas rein, aber im großen und ganzen.

Ich möchte dennoch mir grad selbst widersprechen, denn ich finde, dass es durchaus solche Sachen geben kann. Nur haöt nicht in Form von weinenden statuen usw. Sondern ich denke dass man auf viele kleine Wunder stoßen kann, aber die erscheinen uns einfach alltäglich. Und um sie zu sehen, und als ganz wunderbar aufzunehmen, muss man noch nicht einmal religiös sein.
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Beitragvon Mike » 9. Feb 2009 - 20:11


Das mit den weinenden Statuen ist keine allzu schwere Sache. Zwei chemische Flüssigkeiten miteinander in Kontakt bringen und schon siehts aus wie Blut. Hab das Mal aufm Abi-Streich gemacht, mir die eine Flüssigkeit aufn Arm gestrichen (war "durchsichtig"), und ein Messer in die zweite Flüssigkeit getunkt. Und als ich dann angetäuscht hab, mir die Arme aufzuschneiden, hats echt ausgschaut als ob ich bluten würde. Hintergrund war der, dass mein Englisch-LK-Lehrer und ich "Blutsbrüderschaft" geschlossen haben ;-)

Es gibt auch chemische Flüssigkeiten, die Löcher in die Hände machen, aber DIESE Flüssigkeiten schmerzen ziemlich hehe.

Ich denke im Übrigen auch, dass sehr viel Humbug betrieben wird mit diesen religiösen Wundern. Aber wie heißt es so schön? Der erste Schluck vom Trank der Naturwissenschaften macht atheistisch, doch am Grunde des Bechers erkennt man Gott.
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Beitragvon Kha » 21. Feb 2009 - 13:31


Du bringst es mit dem letzten Satz auf den Punkt Mike. Genau das ist es, was ich so oft denke. Man kann vieles erklären, aber mit jeder Erklärung stoßen Wissenschaftler weitere Türen auf.
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Beitragvon Mike » 21. Feb 2009 - 13:47


Ich kenne diese Entwicklung nur zu gut von mir selbst. Man hat so viele Fragen, wenn man ein Kind oder ein Jugendlicher ist. So viele Fragen, die einem niemand wirklich beantworten kann. Alles sind nur vage Vermutungen, die man zu hören bekommt. Also besinnt man sich auf das, was klar auf der Hand liegt und was man beweisen kann. Die Naturwissenschaft, die Physik, die Mathematik etc. Doch irgendwann erkennt man, dass einem diese Wissenschaften genausowenig die Fragen beantworten können, die einem immer noch auf der Seele brennen. Und irgendwann kommt man vielleicht Mal drauf, dass die Antworten auf diese Fragen nicht so sehr in einer Wissenschaft, nicht so sehr draussen in der Welt, sondern vielleicht sogar tief in einem selbst schlummern.

Und letzten Endes ist doch eines sowieso klar: Die Wissenschaft könnte ohne den Glauben gar nicht existieren. Denn ohne den Glauben, dass man ein Phänomen erklären könnte, würde sich doch kein Wissenschaftler an die Arbeit machen. Der Glauben bringt letztendlich die Dinge hervor, welche von der Wissenschaft bewiesen oder widerlegt werden. Und diese Wissenschaft wiederum bringt Wissenschaftler hervor, welche die Wissenschaft selbst widerlegen wollen.
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