Emo

Forum: Kultur - Subkultur


Wie haben sich Kulturen mit der Zeit verbessert? Gab es früher auch schon Subkulturen? Hier könnt Ihr Euch darüber austauschen.




Emo

Beitragvon Ategato » 19. Mai 2008 - 22:58


Eines der bekanntesten und relativ interessantesten "Kulturen" sind die Emos:

Wikipedia - Emo hat geschrieben:Emo (Emotional Hardcore; dt. [ˈeːmo], engl. [ˈiːmoʊ]) bezeichnet ursprünglich ein Subgenre des Hardcore-Punk, auch Emocore genannt, das sich durch das stärkere Betonen von Gefühlen wie Verzweiflung und Trauer sowie durch die Beschäftigung mit persönlichen Themen wie Liebe und Freundschaft auszeichnet.

Ungefähr seit dem Jahre 2000 wird mit Emo auch ein jugendkulturelles Modephänomen bezeichnet, das mit dem gleichnamigen Musikstil nur mittelbar in Verbindung steht.

Abgeleitet von Emotional, stellen Angehörige dieser Kultur emotionale, meist dunkel gekleidete Leute dar. Sie haben auch eigene Musikgenres wie EmoPunk oder EmoCore.

Mich interessiert es sehr, wie es zu dieser "Kultur" kam und wie diese sich psychologisch gesehen von den anderen Kulturen unterscheiden.

Ich habe bisher mitbekommen, dass diese homophil und leider oft depressiv sind. Kann mich natürlich auch irren.

Vielleicht kennt ihr ja einige Emos oder gehört selbst zu dieser Kultur an?
Freue mich auf Antworten.

MfG,
Ategato
Alles Vergängliche ist eine Illusion.
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Beitragvon Vordb » 22. Mai 2008 - 21:36


In meinen Augen lächerlich.

Depressionen und andere negative Emotionen werden
hier kokketiert, bzw. nicht wirklich empfunden, weil sie
da sind, sondern weil sie da sein "müssen"!
Ich glaube nicht das ein Großteil dieser Leute ihr Leben
wirklich am Rand der inneren Zerstörung fristen.
Für mich, wie schon erwähnt eine reine Modeerscheinung,
so wie es mal "in" war wie ein Skinhead rum zu laufen,
oder diese breiten Hosen so tief zu tragen das es aussieht als hätte man eingeschissen :!:

Kann damit nix anfangen.
Das is meine Meinung dazu.
Ω
Vordb

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Beitragvon InDustriaL Razor » 29. Mai 2008 - 18:04


Ich denke,dass im MOm sehr viele Jugendliche oder sogar 7-8 Klässler sich als "Emo" betiteln und es Trend ist,sich als solches zu kleiden. Im Prinzip habe ich nichts gegen diese,die evtl so waren,bevor es mit der angefangen hat,"In" zu sein [ meiner meinung nach war der Auslöser Tokio Hotel]. Aber ich finde Mitläufer allgemein schrecklich und ich werde des öfteren als Emo bezeichnet nur durch irgendwleche Kleidungsstücke,was ich nich nachvollziehen kann. Muss halt jeder selbst wissen,was er sein möchte,nur sollte er sich nich beeinflussen lassen,
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Beitragvon Vordb » 20. Jun 2008 - 20:34


Was ich bei diesen .... Leuten jetzt schon ein paar mal amüsiert beobachtet habe, ist, das sie grundsätzlich Probleme haben mit ihren überdimensionalen Scheiteln....
Das die Schwerkraft auch so gemein sein muß.... :roll:

Immer wieder, und dabei sind sie emsig wie die Immen, müssen sie ihn zurecht streifen, weil er ihnen immer vor die Augen rutscht....
Ω
Vordb

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Beitragvon Lucivar » 20. Jun 2008 - 20:46


Ich finde, dass die Gesellschaft eh immer verweichlichter und "depressiver" wird in dem Sinne,
dass sie sich sagen ach ich armer Mensch, mir gehts ja soo schlecht. Die meisten achten beim
EmoStil eher darauf, dass sie eine Rechtfertigung dafuer haben, dass sie in Selbstmitleid suhlen
und sumpfen, suchen Aufmerksamkeit, jemanden, dem sie ein Ohr abjammern koennen und so
weiter. Ich glaub, Leute, denen es wirklich scheisse geht und die quasi in einer tiefen Krise
und/oder Verzweiflung und vltl sogar am Ende ihrer Kraefte stehen pupsen auf diese Tour und
versuchen lieber statt aufzutragen, rein Tisch zu machen und wieder alles ins Lot zu kriegen,
soweit meine Meinung.

Uebrigens harmoniere ich auch stark mit Vordb, find ich gut, was du schreibst.

einmal hab ich das auch nen Emo gefragt, der hat mir gleich sein Leid geklagt, dass ihn alle
missverstehen, immer hacken sie auf ihm rum und ach, alle diese boesen Klischees blablabla.
Ich hab ne Standartanwort fuer so was: Heul doch. Naja gut,ich geb zu, die kam schlecht in dem Moment...
:glotz:

Ich glaub, die Bands sind teilweise auch keinen Deut besser, manche sind eh nur auf Komerz aus
und singen auch ohne Grund, wie scheisse es ihnen doch geht blabla und ja, dieser Faneffekt ist
grauenvoll, nich nur bei Emos.
:motz:

In der Bravo oder so stand mal was Lustiges, in etwa, dass Emo eine Richtung sei, die sich mit
Depression und halt so schlechten Sachen ausnander setzen wuerde usw. und drunter stand
dann "Und so kopierst du den Emostyle" xD Ich mein... muss man sich da noch wundern?
Die meisten Kiddies haben eh nie was anderes als Komerz gelernt oder im Sinn, finde ich und
ich sag ma provoaktiv, dass sich viele Gothics nich wirklich von Emos unterscheiden. Nur in
den Klamotten. Das Geritze und depressiv und blablablubber is da genau das gleiche
Gewaesch.
:nugly:

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Beitragvon vacuum » 21. Jun 2008 - 12:46


Ach, immer diese Vorwürfe gegenüber irgendwelchen Trend-Tumoren, die anfangen zu wuchern.

Wenn ich mich umschaue, sind eh nur sehr wenig Leute wirklich aussergewöhnlich und nicht kategorisierbar.
Emos haben doch ne ähnliche Neurose mit ihren Frisuren wie die Metal Gemeinde, die peinlichst Wert auf lange Haare legt.
Irgendwo geht es immer um Zugehörigkeit und Dogmen (auch wenn sie meist nur oberflächlich sind)...
Anstatt Kraft aus sich selbst zu schöpfen, schmückt man sich mit der Zugehörigkeit, zu einer vermeindlich exklusiven Szene.
Viele Leute wirken aufgesetzt, als ob sie zwanghaft etwas darzustellen versuchen.

In der Tat werden Negativ-Emotionen stilisiert und theatralisiert.
Könnt ich aber beispielsweise Shining etc. auch vorwerfen. Dazu brauch ich keine Emo Bands, um ebensolchen Dünnpfiff zu finden.
Alles nur Entertainment.

Wahre Depression sieht man nicht, schon garnicht durch szenetypische Merkmale.

Ein ehemaliger Bekannter von mir hat sich vor drei Jahren für seinen Freitod entschieden,
nie hatte man es auch nur annähernd vermutet, er hatte nie über irgendwas geklagt,
und man sah es ihm nicht an.
Wenn ich nun Leute sehe, die ihre ganze "Kultur" auf sowas aufbauen, ist das ziemlich lauwarme Scheiße.
Muffig patchoulibenetzt, Selbstmitleid, 14jährig, kajalgeschwärzt, Visual Kei im Gettoblaster. Toll! Dann w**t euch halt einen drauf.

Schlußendlich kann und soll ja jeder machen wie es ihm beliebt.

Also nix für ungut. Lasst die lieben Emos in Ruhe :tee:
vacuum

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Beitragvon Lucivar » 21. Jun 2008 - 13:08


jaa, die Aspekte find ich auch alle gut, wobei das mit der Depression und dem Freitod wieder so
Dinge sind, einige suchen ehrlich vorher Hilfe und ich hab einen meiner Freunde durch Zufall grad
noch abhalten koennen und ich wusste von der Depression, zumal die viele Begleiterscheinungen
hat, die man erkennen kann, sowohl die heitere, versteckte und erst recht die offene
Depression. Aber das nur nebenbei.

Ich finde, dass Emos nur deshalb besonders herausstechen, weil sie zur Zeit besonders "in" sind,
das is wie mit nem Buch, die einen moegens, die anderen nich so, aber je bekannter es wird,
desto extremer die Lager des Dafuer und Dagegen und umso mehr Mit- bzw. Gegenlaeufer, die,
die das Buch von Anfang an mochten - oder eben nicht - die werden dabei total uebersehen und
mit in die Kaesten gesteckt, was eig auch falsch ist, egal welche Szene, egal welches Thema.

Schlussendlich, klare und interessante Meinungsansage vacuum :]

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Beitragvon Vordb » 21. Jun 2008 - 14:05


Vll. ist es auch eine Art "Teenage-rebellion". (Wie bei fast jeder Subkultur)
Anstatt ihre Eltern anzuschreien und sich deren Ge/Verboten
mit Gewalt zu widersetzen, werden sie eben depressiv.

"Mama hat mir verboten bis um 24 Uhr raus zu gehen, wo sind meine Rasierklingen?"

Man sieht auch nicht oft, (oder ich bis jetzt noch gar nicht)
Emos die älter sind als 23-24.
Liegt vll. daran das der Trend noch neu ist....
Man sollte es mal beobachten wie viele von denen in ca 10 Jahren noch da sind. Ich prognostiziere das es nicht all zu viele sein werden.

Zum schon angesprochenen Aufbau seiner Welt auf Klischees...
Es gibt einige die eben sind, und sehr viele die es eben nicht sind.
Die Zeit wird zeigen, wer wahrhaftig ist und wer nicht!
Ganz einfach.

Und in der Tat, nicht jeder geht mit seinen Emotionen hausieren.
Sicher, mit der ein oder anderen Person wird man darüber sprechen wollen. Das heißt aber nicht das man sein Innerstes nach außen trägt.

Was den "ehemaligen Bekannten" angeht, ich denke das hier wohl auch der Charakter der Person eine Rolle spielt.
Manche Dinge behalten die einen eben für sich, andere sind da offener.
Manche suchen definitiv Hilfe, andere machen es eben mit sich selbst aus, warten bis ein gewisser Punkt erreicht ist, und handeln dann.

Mehr oder minder werden Emos ja auch oft genug "Opfer"
von "Verunglimpfungen" und Witzen.
Aber auf dem Berufsschulpausenhof sehe ich ebenfalls nie einen von denen die da sind, die sich irgendwohin alleine zurück ziehen, sie stehen immer in ihren Grüppchen.
Da kann also etwas nicht stimmen!!
Und so ist es an sich mit jeder Szene...

Ich persönlich denke nach wie vor nicht das irgendwer von denen einen scheiß Kindheit hatte.
Sie wollen sein, sind es aber nicht.
Ω
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Beitragvon Lucivar » 21. Jun 2008 - 14:22


Sie wollen sein, sind es aber nicht.


naja, das is wie mit den Gothics, einige tummeln sich da, weil sie ehrlich traurig sind und was
suchen, mit dem sie umgehen koennen. Trotzdem sind viele Blender und
Aufmerksamkeitssuechtige.

Ich denke, das mit Emos haelt sich spaeter auch wegen einer gewissen Reife in Grenzen. Nach
wie vor glaube ich auch, dass viele Mitlaeufer typische Selbstmitleidshascher sind und je aelter
man wird, desto mehr merkt man, wie andere drauf reagieren und aendert die Taktik.

Zum Thema Inneres nach aussen tragen, als Kind hab ich bei Oma mal an der Wand gelesen:

Einjeder hat eine Last zu tragen
Egal wie gluecklich er auch scheint
Der eine ergeht sich in lautem Klagen
Der andere gruebelt, verzweifelt und weint
Ob Armut ob Kummer,
Ob Krankheit man nimmt
Ein Kreuz zu tragen ist jedem bestimmt


so siehts aus, nur heute sind sehr viele viel zu verweichlicht, die Arschbacken zusammen zu kneifen.

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Beitragvon Vordb » 21. Jun 2008 - 14:24


Irgendwer schrieb mal etwas ähnliches....

"Lerne leiden ohne zu klagen"
Ω
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