Eigenes Raucherentwöhnungsprogramm

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Eigenes Raucherentwöhnungsprogramm

Beitragvon Svart-Vinter » 12. Jan 2008 - 13:36


"Ich bin Raucher und möchte endlich damit aufhören !"

Wer hat sich das nicht schon einmal gedacht ?

Habt ihr es mit dem rauchen aufgegeben oder war der Vorsatz mal wieder nur heiße Luft? Dann seid ihr hier richtig!

Ich habe vor längerer Zeit ein Programm auf die Beine gestellt, das erleichtern soll, mit dem rauchen aufzuhören.
(Für alle, die nicht gerne "viel" lesen: jetzt kommt ein langer, aber sehr interessanter Text.)

Los gehts mit ein paar Fragen und dem Programm...

Was sind eure Beweggründe aufzuhören? - Welche Gründe gibt es nicht aufzuhören?

Diese und andere Fragen sollten vor dem aufhören geklärt sein,
vor allem mit euch selbst müsst ihr ein Leben als Nichtraucher vereinbaren können und vor allem: wollen!
Mit dem Aufhören allein ist es nicht getan. Ohne Zigarette muss das Leben neu geordnet und müssen viele eingeübte Situationen "überlernt" werden.

Es gibt zwei Methoden, wie man aufhören kann:

1. Schlusspunkt - Methode (von jetzt auf gleich aufhören)
2. Reduktionsmethode (in Schritten reduzieren)

Es empfiehlt sich die 1. Methode, aber man kann es natürlich so machen, wie es für einen am leichtesten ist.

Schätzungsweise 80 % aller Raucher verwenden die "Schlusspunkt-Methode" ohne jede andere Unterstützung wie Selbsthilferatgeber,
Nichtraucherseminare oder Nikotinersatztherapie.

Das Programm beinhaltet Folgende Punkte:

01. Der Wille
02. Die Beweggründe - Vor- und Nachteile des Rauchens
03. Vorbereitet sein! Was wird mich erwarten? Was will ich erreichen?
04. Problematiken während des Entzugs
05. Der Tag des Aufhörens - Der Weg in das Leben als Nichtraucher
06. Tipps für eventuelle Problematiken und brenzliche Situationen
07. Der Rückfall - Was nun?
08. Hilfe durch Ersatzstoffe (Suchtverlagerung auf Nikotinersatzstoffe, Schokolade, Kaugummi und Eukalyptusbonbons) und Gesprächstherapie
09. Ich habe es geschafft! - Reflektion der Entzugszeit
10. Zusammenfassung der letzten Monate als Nichtraucher


„Erfolgreich zu sein setzt zwei Dinge voraus: Klare Ziele und den brennenden Wunsch, sie zu erreichen.“
~ Johann Wolfgang von Goethe ~

01. Der Wille

"Heute höre ich auf zu rauchen!" Vorraussetzung: der eigene Wille !

- Will ich das überhaupt?
- Warum will ich das?
- Wie kann ich meinen Willen für die erste schwere Zeit des Aufhörens stärken?

Gewollt ist es erst dann, wenn:

- zwei oder mehr zur Auswahl stehende Handlungsalternativen von einem Menschen in Betracht gezogen wurden,
- von ihm eine davon aus für ihn wichtigen Gründen ausgewählt wurde,
- er sich entschlossen hat, sich auf diese festzulegen
- und sie im weiteren – auf ebenfalls von ihm festgelegte Weise und zu einem von ihm bestimmten Zeitpunkt – in die Tat umgesetzt wird.

Hier noch etwas zum nachdenken:

"Ich treffe klare Entscheidungen und übernehme Verantwortung dafür (= Kontrolle des Handelns bzw. Beherrschung des Willens).
Jeder hat einen freien Willen und die Möglichkeit ihn zu nutzen. Sowohl ein Ja als auch ein Nein hat Folgen.
Sage ich zu etwas ja, obwohl ich Zweifel habe oder das ich nicht wirklich will, so gehe ich faule Kompromisse ein.

Habe ich schließlich den Entschluss gefasst etwas zu tun (= ja sagen), dann sollte ich dies auch zuverlässig nach dem Motto ausführen:
“Ich tue das, was ich tue in Hingabe ganz oder gar nicht”.
Jeder sollte seiner eigenen inneren Führung gehorchen und daran denken,
dass Wiederholungen von Situationen/Geschehnissen/Handlungen eine andere Wahlmöglichkeit zulassen und den Willen stärken."

Den eigenen Willen stärken kann man sehr gut, wenn man sich den folgenden Punkt 02. "Vorteile" vor Augen hält.


02. Die Beweggründe - Vor- und Nachteile des Rauchens

Das Aufhören wird schnell belohnt !

Wenn Du das Rauchen endgültig einstellst, fühlst Du Dich schon bald rundum wohler.
Du wirst mit steigender Fitness belohnt – und darfst auf ein längeres Leben hoffen:

- Binnen zwei Tagen erholen sich Geruchs- und Geschmackssinn – Essen und Trinken werden wieder zum Genuss.
- Innerhalb von drei Tagen verbessert sich die Atmung merklich.
- Nach drei bis neun Monaten legen sich Husten, Kurzatmigkeit und Atembeschwerden.
- Schon binnen eines Jahres halbiert sich das Infarktrisiko.
- Nach fünf Jahren ist das Schlaganfallrisiko nicht mehr höher als bei Nichtrauchern. Das Lungenkrebsrisiko ist um 50 Prozent gesunken.
- Nach 15 Jahren ist das Risiko für Herzinfarkt und Lungenkrebs wieder so niedrig, als hätten Sie nie geraucht.

Das klingt doch wunderbar! Das ist eine rosige Aussicht. Das wollen wir!
Die Nachteile des Rauchens sind jedem Raucher bekannt und doch werden sie gleich in den seelischen Mülleimer unter: "ist mir egal! verbannt.

Die Gleichgültigkeit ist ein Armutszeugnis sich selbst und der eignen Gesundheit gegenüber.
Warum resignieren die Menschen, obwohl sie wissen, das Rauchen der Gesundheit schadet?
Ist für Dich Rauchen so wichtig, dass Du die Nachteile verdrängst?

Nachweislich führt rauchen zu koronarer Herzkrankheit und letztendlich auch zum Herzinfarkt.
Bis es soweit ist, kommt es zur vorzeitigen Alterung der Blutgefäße und dadurch zu unterschiedlichen Durchblutungsstörungen:

- im Gehirn (unter Umständen mit Schlaganfall),
- in Händen und Füßen, beispielsweise zum sog. "Raucherbein", das so stark unterversorgt wird, dass es evtl. amputiert werden muss.
- Zu Entzündungen des Rachens und der Luftröhre,
- Bronchitis und Lungenblähung,
- Lippen-,Zungen- und Kehlkopfkrebs, Bronchial-oder Lungenkrebs, Krebs der Nieren und der Harnblase, Speiseröhren- und Bauchspeicheldrüsenkrebs,
- erhöhter Gerinnbarkeit des Blutes und fördert so das Zusammenballen von Blutplättchen (Thrombenbildung) und
- lähmt die Flimmerhärchen, die die Luftwege säubern sollen.
- Das Rauchen kann die Samenzellen schädigen, sodass das Krebsrisiko des Kindes bei einem rauchenden Vater um 40% steigt.
- Die männliche Fertilität wird durch das Rauchen ebenfalls negativ beeinträchtigt.
- Eine Schädigung des Erbgutes kann eintreten.

Das Rauchen während der Schwangerschaft ist wohl am unverantwortlichsten,
da das Kind durch die Nabelschnur "mitraucht" und sich dagegen nicht wehren kann.
Außerdem kann ein ungeborenes Kind wesentlich schlechter mit dem Giften aus den Zigaretten umgehen.

Stellt euch nur diese Grausamkeit vor: man zieht einem Kind eine Tüte über den Kopf und pustet Zigarettenqualm hinein.
Genau so geht es ungeborenen Kindern von rauchenden Müttern!

Außerdem:

- Das Frühgeburtenrisiko ist durch rauchende Eltern erhöht.
- Das Fehlgeburtenrisiko steigt um das 1,5 - 2fache.
- Die Zahl der Totgeburten ist bei Rauchern um ein Drittel erhöht.
- Die Wahrscheinlichkeit des plötzlichen Kindstods wird um das 7fache erhöht,
wenn die Mutter des Kindes in der Schwangerschaft mehr als 20 Zigaretten am Tag raucht.
- Kinder von rauchenden Eltern wiegen bei der Geburt 200 - 300 Gramm weniger.
- Das Kaiserschnittrisiko steigt bei Rauchern auf das Doppelte.

Auch viele andere Komplikationen bei der Geburt treten durchs Rauchen gehäuft auf. Aber auch nach der Geburt können noch Komplikationen auftreten:

- Auch Neugeborene können bei rauchenden Eltern einen dem Raucherbein ähnlichen Defekt erleiden.
- Mütter, die rauchen, erhöhen das Asthmarisiko für ihr Kind um 30%.
- Das Risiko, als Kind an Leukämie zu erkranken ist 50 mal so hoch, wenn die Eltern während der Schwangerschaft geraucht haben.
- Der IQ von Kindern, deren Mutter während der Schwangerschaft über 10 Zigaretten am Tag geraucht haben,
liegt durchschnittlich um 9 Punkte unter dem von anderen Kindern.
- Kinder von Rauchenden Eltern haben ein dreifaches Risiko, an ADHD zu erkranken.
Es handelt sich bei dieser Krankheit um eine Art von Konzentrationsschwäche und Hyperaktivität.
- Kinder rauchender Eltern entwickeln häufiger Allergien.
- Kinder mit der Legg-Perthes-Krankheit kommen zu 86% aus Raucherhaushalten.
Diese Krankheit hat oft Verkrüppelungen zur Folge.
- Krebs kann sich auch nach der Schwangerschaft noch bilden.

Nikotin wirkt in zwei Phasen:

- in geringer Dosis wirkt es stimulierend,
- in höherer Dosis wirkt es beruhigend.

D. h. ein Raucher, der unter Stress steht, wird große Mengen tief inhalieren, um in den Genuss der beruhigenden Wirkung des Nikotins zu kommen.
Ein Raucher, der sich entspannen will, nimmt nur flache Züge und verabreicht sich damit niedrige Dosen zur Stimulation.

Warum rauchen Menschen dann überhaupt?

Alle Raucher wissen, dass sie mit ihrem Laster dem eigenen Körper ganz erheblich schaden und dass sie ständige Konflikten mit Nichtrauchern ausgesetzt sind.
Böte das Rauchen ihnen subjektiv keinerlei Vorteile, hätten sie es sicher längst aufgegeben.

Tatsächlich geben Raucher die folgenden Erklärungen:

- Rauchen sei ein Genuss (nach dem Essen, beim Kaffee, beim Bier, beim Fernsehen).
- Rauchen erleichtere den Kontakt mit anderen.
- Rauchen werde als entspannend und gleichzeitig als konzentrations- und leistungssteigernd empfunden.
- Rauchen sei beruhigend, wenn man sich ärgert, wenn man unter Stress steht oder nervös ist.
- Rauchen sei eine angenehme Ablenkung, wenn man sich langweilt.
- Rauchen sei ein akzeptierter Anlass, eine Arbeitspause einzulegen.

Habt ihr euch in diesen Vorteilen wiedererkannt oder sind es gar die Argumente, warum ihr immer noch raucht?


03. Vorbereitet sein! Was wird mich erwarten? Was will ich erreichen?

Erwarten wird Dich das, was Du selber auch möchtest.
Das Rauchen aufzugeben und es sich so angenehm wie möglich zu gestalten ist eine Entscheidung, die ganz alleine in Deiner Hand liegt.

Bist Du zu 100 % entschlossen aufzuhören?
Dann kann doch nichts mehr schief gehen und es wird Dir mit Deiner Entschlossenheit einfacher fallen, in den ersten Tagen ohne Zigarette.

Die Entscheidung "es zu tun" kann Dir keiner abnehmen.


04. Problematiken während des Entzugs

Ihr werdet vermutlich in den ersten Tagen hin- und her gerissen sein und euch werden viele Gedanken durch den Kopf schießen,
ständig werdet ihr abwägen.
Vielleicht fallen euch Ausreden ein, die euch wieder anfangen lassen zu rauchen oder erst gar nicht aufhören lassen.
Eine Ausrede ist immer schnell parat, wenn es um sich selbst geht in brenzlichen Situationen.

Hier ein paar Beispiele der Ausreden:

"Ich bringe dem Staat ja so viele Steuern, Deutschland braucht uns Raucher!"

Durch die zusätzlichen Arbeitsunfähigkeitstage der Raucher ergeben sich etwa 12 Milliarden Euro Schaden. Raucher sterben früher.
Auf die Todesfälle im Alter von 20 - 60 Jahren umgerechnet ergibt sich durch den Arbeitsausfall ein Schaden von 6,4 Milliarden Euro.
Die Frühinvalidität, die ebenfalls sehr oft durch das Rauchen hervorgerufen wird, verursacht nochmals ein Schaden von 23 Milliarden Euro.
Die Summe dieser Schäden beträgt 41,4 Milliarden Euro. Der Steueranteil davon, 25,3 %, beläuft sich auf ca. 10,5 Milliarden Euro.
Da dieser Wert sich nur auf die alten Bundesländer bezieht und etwa genauso hoch wie die Tabaksteuer für das gesamte Bundesgebiet ist,
übersteigt der Schaden am Bruttosozialprodukt die Einnahmen durch Tabaksteuer.

"Ich rauche ja Light-Zigaretten, die sind nicht so gefährlich!"

Im Gegenteil! Sie sind meist noch gefährlicher als die normalen Zigaretten.
Die auf der Packung aufgedruckten Zahlen stimmen nicht, da diese mit einer Maschine ermittelt werden, die völlig unrealistische "Rauchgewohnheiten" hat.
Außerdem sind im Filter von Light-Zigaretten sehr kleine Löcher, damit der Tabakrauch mit Luft verdünnt wird.
Hält der Raucher diese beim Rauchen zu, steigt die Konzentration der Gifte wieder.
Der Raucher atmet auch einen erheblichen Teil der Gifte durch die Nase ein, ohne dass sie durch den Filter gelangen.
In Light-Zigaretten ist stärkerer Tabak als in Normalen.
Dieser wird auch tiefer inhaliert. Dafür ist weniger Tabak in solchen Zigaretten, im Durchschnitt werden aber mehr davon geraucht.

"Ich bin ja schon so alt. Jetzt aufzuhören loht sich da auch nicht mehr!"

Doch! Aufhören lohnt sich immer.

"Tabak ist ja eine Pflanze, ich belaste also zumindest die Umwelt nicht!"

Die Umweltbelastung beim Rauchen fängt schon bei der Verpackung an, die zusätzlich in Plastik eingehüllt ist.
In der Zigarette ist viel Chemie und sie wird meist mit einem Einwegfeuerzeug angezündet.
Verpackung und Zigarettenhülle sind aus gebleichtem und gefärbtem Papier, das wahrscheinlich aus Tropenholz ist.
Der Kunstfaser-Filter ist ebenfalls nicht biologisch abbaubar. Die Transportwege des Tabaks sind lang und abgasreich.

"Durch das Rauchen schaffe ich Arbeitsplätze!"

1960 gab es in der Tabakindustrie noch 5 - 6 mal so viele Arbeitsplätze.
Dort wird also extrem stark automatisiert.
Würde man das Geld dagegen in eine expandierende Industrie stecken, könnte diese noch stärker expandieren und Arbeitsplätze würden geschaffen.
Es ist also genau anders herum, als die Raucher oft argumentieren.

"Wenn ich aufhöre zu rauchen werde ich aber so dick!"

Da Raucher im Durchschnitt nur 3,5 Kilo weniger wiegen als Nichtraucher lohnt es sich kaum, für sein Gewicht Raucher zu bleiben.


Was mache ich gegen Entzugserscheinungen?

Du darfst keine Angst vor Entzugserscheinungen haben. Je weniger Du daran denkst, desto geringer fallen sie aus.
Betrachte entsprechende Symptome als hoffnungsvolle Anzeichen Deiner Heilung. Konzentriere Dich auf Dein Alternativprogramm.

Wie werde ich mit meiner Gereiztheit während des Entzugs fertig?

Gerade wenn Du in Augenblicken des Stresses zur Zigarette gegriffen hast, fühlst Du Dich während des Entzugs oft angespannt.
Dagegen hilft Entspannung.
Schon mehrmals tief durchatmen hilft. Aber auch durch Bewegung kannst Du Aggressionen abbauen.
Auf keinen Fall solltest Du Deine Gereiztheit an anderen auslassen. Mache Dir zuerst bewusst was Dich gerade stört oder stresst.
Dann konzentriere Dich auf Dein eigentliches - in diesem Moment wichtiges - Ziel.
Und versuche schließlich angemessen zu reagieren ohne verletzend zu sein.

Du wirst Dein Ziel erreichen! Schneller als die Polizei es erlaubt. Doch: wie lange dauert der Entzug eigentlich?

Das ist schlecht zu pauschalisieren und von Mensch zu Mensch verschieden, es ist eben reine Kopfsache und liegt an Deiner Denkweise und Einstellung.


05. Der Tag des Aufhörens - Der Weg in das Leben als Nichtraucher

Wie wähle ich den Tag, an dem ich aufhören will?

Du musst für Dich den besten Zeitpunkt finden. Grundsätzlich gilt natürlich: Je früher desto besser und verschoben ist schnell aufgehoben.
Am besten ist ein Phase, in der Du etwas Zeit für Dich hast. Bedenke dabei auch den Zeitpunkt in der Woche.
Das Wochenende bietet sich an, wenn Du hauptsächlich am Arbeitsplatz rauchst oder dort von vielen Rauchern umgeben bist.
Unter der Woche ist zu empfehlen, wenn Du eher zu Hause rauchst oder das Wochenende mit rauchenden Menschen verbringst.

Wie verhalte ich mich an meinem ersten rauchfreien Tag?

Am ersten Tag kann schon eine Zigarette den Rückfall bedeuten. Du solltest Dich mit angenehmen Dingen auf Trab halten, um diese Gefahr zu umgehen.
Geh ins Kino, bring Frische in Deine Wohnung oder Zimmer und mache Dir in kritischen Momenten die Vorteile des Nichtrauchens bewusst.
Auf jeden Fall solltest Du an diesem Tag anderen Rauchern aus dem Weg gehen.


06. Tipps für eventuelle Problematiken und brenzliche Situationen

Folgende Tipps können Dir die ersten Tage erleichtern:

- Versuche Deinen Lebenspartner oder Freunde mit einzubeziehen, wenn sie auch aufhören zu rauchen, fällt es Dir viel leichter. (Gemeinsam macht stark !)
- Überlege welche Momente es sind, wo Du gerne eine rauchen würdest.
- Stell Deine Ernährung auf viel Obst und Gemüse um.
- Verschaffe Dir möglichst viel Bewegung.
- Trinke viel Wasser und Fruchtsäfte.
- Stehe unmittelbar nach dem Essen vom Tisch auf.
- Wähle einen günstigen Zeitpunkt für den Start Deines Nichtraucherdaseins, z. B. einen Urlaubsbeginn oder einem sonstigen Zeitpunkt ohne Stress.
- Lenke Dich in brenzlichen Situationen mit Dingen, die Dir Spaß machen ab und lass den Kopf nicht hängen.
- Motiviere Dich selbst, indem Du Dir Dein Ziel des Nichtsrauchers vor Augen hältst und immer an all Deine Vorteile als Nichtraucher denkst.
- Du hast den Willen! Du bist stark! Du kannst es schaffen! Was andere schaffen, kannst Du mit links schaffen!
- Rechne wöchentlich nach, wie viel Du gespart hast.
- Trinke keinen Alkohol, denn er regt zum rauchen an.
- Schokolade in großen Maßen ist erlaubt, mache Dich nicht verrückt, das Du davon zunehmen könntest.
Bedenke lieber, was Du für ein uneingeschränktes Leben Du als Nichtraucher haben kannst. Ein angenehmeres Leben in jeder Hinsicht!
- Stärke Deine Motivation mit Affirmationen.


07. Der Rückfall - Was nun?

Leider schaffen es nur die wenigsten Raucher ganz allein und ohne Unterstützung, dem blauen Dunst endgültig zu entsagen.
Die Rückfallquote ist extrem hoch: Die Erfolgsrate eigenständiger Aufhörbemühungen beträgt nach sechs Monaten gerade einmal vier Prozent.
Selbst ein fester Wille reicht manchmal nicht aus, um die Nikotinsucht zu überwinden.
Schuld daran ist vor allem die körperliche Abhängigkeit, die der Raucher erst bemerkt, wenn er plötzlich aufhört.
Weil sein Organismus sich an die Droge gewöhnt hat, reagiert er mit starken Entzugserscheinungen.

Hinzu kommt die psychische Abhängigkeit: Auch Kopf und Seele haben sich an das Rauchen gewöhnt.
Um vom Glimmstängel loszukommen, ist deshalb eine Verhaltensänderung nötig.

Ich habe wieder geraucht. Bin ich jetzt rückfällig geworden?

Es gibt einen Unterschied zwischen Rückfällen und Ausrutschern.
Ein Ausrutscher ist, wenn Du nachdem Du aufgehört hast noch ein oder zweimal zur Zigarette gegriffen hast.
Ein Rückfall wäre, wenn Du Deine alten Rauchgewohnheiten wieder aufgenommen hättest.
Gib nach einem Ausrutscher nicht auf.
Blicke nach vorne und denke darüber nach, wie Du ähnliche Situationen in Zukunft besser meistern könntest.

Ich rauche wieder regelmäßig. Warum bin ich rückfällig geworden?

Du bist vermutlich wieder in alte Verhaltensmuster zurückgefallen oder hast Dich gelangweilt.
Vielleicht hattest Du auch nicht genügend Unterstützung aus Deinem Umfeld.
Verbessere Deine Taktiken verführerischen Momenten aus dem Weg zu gehen.
Kaum jemand hat es beim ersten Versuch geschafft, aber jeder kann es irgendwann schaffen.

Ich schaffe es einfach nicht. Was soll ich tun?

Jeder kann es schaffen. Du hast nur noch nicht die richtige Methode gefunden.
Hast Du es schon mit verhaltenstherapeutischen Gruppenkursen versucht oder an eine Nikotinersatztherapie gedacht?

Seit meinem Entzug träume ich häufig vom Rauchen. Was hat das zu bedeuten?

Im Traum verarbeitet Dein Unterbewusstsein Deine neue Situation als Nichtraucher.
Falls Du in diesen Träumen rauchst, so bedeutet das nicht, dass Du auch in der Realität wieder rückfällig wirst.
Im Gegenteil: Freu Dich nach dem Aufwachen, dass alles nur ein Traum war.

In Wirklichkeit bist Du Nichtraucher! ;)


08. Hilfe durch Ersatzstoffe (Suchtverlagerung auf Nikotinersatzstoffe, Schokolade, Kaugummi und Eukalyptusbonbons) und Gesprächstherapie

Reden ist das A und O und hilft immer.

Wenn es euch nicht so gut geht, dann sind wir für euch da, aber eure Verwandten und Bekannten sicherlich auch.
Greift zum Hörer und ruft sie an oder schreibt euch den Frust von der Seele.

Wie schauen Ersatzstoffe für den Nikotinentzug aus? Was gibt es für Möglichkeiten der externen Hilfe?

Essen sollte nicht als Dauerhilfe angesehen werden, aber wenn Du mal den Kühlschrank plünderst und sündigst, dann ist das auch okay, denn Du darfst das.
Du stehst gerade eine harte Zeit durch und es wird Dir keiner übel nehmen (außer Du selbst vielleicht) wenn die Wage auf einmal 5 Kilo mehr anzeigt.

Aber es gibt schlimmeres, nämlich das Rauchen!

Was sind schon 5 Kilo im Gegensatz zu einem gesundheitlich eingeschränkten Leben?!
Auch das bekommst Du wieder in den Griff, abnehmen ist leichter als mit dem Rauchen aufzuhören.

Ich nenne euch jetzt mal ein paar Überbrückungshilfen, die den Entzug erleichtern können:

- Akupunktur -

Die Akupunktur - am Ohr ausgeführt - tut kaum weh und nimmt die ,,Schmacht".
Das Verlangen zu rauchen, die Nervosität und die Unruhe werden gedämpft.

- Nikotinkaugummi - Nikotinpflaster - Nikotinnasenpray -

Diese Mittel enthalten Nikotin und erleichternden ,,Entzug".
Über die Mittel führt man sich Nikotin als Ersatzstoff zu, um so langsam die Dosis zu verringern.
Die Mittel muss man selber bezahlen, sie kosten aber nicht mehr, als entsprechende Mengen Zigaretten.

- Jostro-Superzigarette -

Es handelt sich um eine Zigarettennachbildung aus Kunststoff, die mit einer Mischung ätherischer Öle gefüllt ist, sie wird nicht angezündet,
vermittelt aber das Gefühl, eine Zigarette in der Hand zu halten und beim ziehen an der Zigarette einen gewissen Geschmack im Mund zu spüren.

Diese Zigaretten sind in der Apotheke erhältlich.

- Nikobrevin -

Es handelt sich um Kapseln mit einer Mischung ätherischer Öle, die Atemwege vom ,,Rauch" befreien,
diese Mischung erleichtert ebenfalls, mit dem Rauchen aufzuhören.

- Gesprächsgruppen vor Ort oder auch im Internet -

Falls ihr das in Anspruch nehmen möchtet, dann sprecht es an und wir werden weiter sehen.
Manche Menschen schaffen es nur mit Ersatzstoffen und manche Menschen sind stark genug, es alleine zu schaffen.
Es liegt in eurer Entscheidung, wie ihr es machen wollt.


09. Ich habe es geschafft! - Reflektion der Entzugszeit

- offen -


10. Zusammenfassung der letzten Monate als Nichtraucher

- offen -


Seid ihr an Zahlen und Fakten bzgl. des Rauchens interessiert? Dann schaut euch das erschreckende Ergebnis hier an:
- http://www.infantologie.de/raucher/statistik.php -


Hier sind 12 Mythen rund ums Rauchen:
- http://www.rauchstopphilfe.de/c_informationen/page002 -


Und noch ein paar Links zum nachlesen:
- http://de.wikipedia.org/wiki/Tabakrauchen -
- http://www.gilthserano.de/berichte/05/10/006.html -
- http://www.wissenschaft.de/wissenschaft ... 12479.html -



Jetzt möchte ich noch einen (den berühmten !) optischen Anreiz geben, das Rauchen aufzugeben:

(Die Raucherlunge)
Bild

(Das Raucherbein)
Bild


Warum tut man sich das selber an ? Warum??

Ich habe damals als ich noch in der Altenpflege gearbeitet habe, selber Raucherbeine und Raucherzehen wundversorgt.
Die Bewohner hatten tierische Schmerzen beim Verbandswechsel, außerdem riecht es höchst unangenehm.
Damit ist die Lebensqualität stark eingeschränkt.

Selber schuld? Ja!

Wenn jemand von euch schon Versuche das Rauchen aufzugeben hinter sich hat, dann berichtet doch mal von dieser Zeit und wie ihr euch gefühlt habt.
Welche Methode war für euch die Beste und erfolgreichste?

Vielleicht kann der eine oder andere etwas mit meinem Raucherentwöhnungsprogramm etwas anfangen, es würde mich freuen,
wenn es wirkt. ;)


Liebe Grüße, Vision...
Svart-Vinter

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