Eigene Definition: Depression

Forum: Psychopathologie - Psychische Störungen


Neurosen, Paranoia, Psychosen, Schizophrenie, Zwangserkrankungen, Phobien, Borderline, Depression und andere Persönlichkeitsstörungen.




Beitragvon Lirias » 19. Apr 2008 - 23:16


@kriegnix

Ja, die Aussage klingt depressiv. Es ist mein persönliches Empfinden zu diesem Thema.
Lirias

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Beitragvon kriegnix » 19. Apr 2008 - 23:24


Es ist mein persönliches Empfinden zu diesem Thema.
Richtet sich Deine Stimmung nach den Themen, die Du aktuell bearbeitest?
Wenn ja, warum?
Kann man ein Thema nicht neutraler betrachten, wenn man sich durch dessen Inhalt nicht beinflussen lässt?
Oder bist Du so sensibel veranlagt, daß es Dir nicht möglich ist?
Wer rechtschreipfähler vindet, darf sie behalten.....
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Beitragvon InDustriaL Razor » 28. Mai 2008 - 17:46


Depressiv sind oft die menschen,die sehr häufig nachdenken und ich würde auch mal behaupten,intelligenter sind,im Sinne,dass sie nich oberflächlich oder dergleichen sind [ Wie heißt es doch in dem Lied "Opheliac" von Emilie Autumn? "Intelligent are more depressed because they know the world"]. Wenn ich beispielsweise zu viel zeit habe und in entsprechender Stimmung bin,lenkt sich dass oft in Traurigkeit um.
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Beitragvon Hagazussa » 28. Mai 2008 - 18:45


Wenn ich alle Beiträge lese, weiß ich, das ich auf jeden Fall nicht zu Depressionen neige. Worüber ich auch sehr froh bin. :D

Wenn ich in einer traurigen Stimmung bin und dann kommen da noch andere Faktoren zu wie: Streit, nichts gelingt, dann wird man noch von jemand entäuscht oder belogen u.s.w.
Also die ganze Palette eines Sch...tags.
Dann kriege ich auch 'ne krise und heule und bemitleide mich.
Und denke, das mich niemand mag und die Welt gegen mich ist.
Das ganze dauert so ungefähr 1-2 Stunden und dann ist es wieder vorbei.
Und kommt auch nicht wieder.

Vielleicht liegt so was auch an der Grundeistellung jedes Menschen.
Ich bin ein sehr positiver Mensch.
Werden diese Menschen weniger Depressiv?
Wenn du es eilig hast, gehe langsam
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Beitragvon dieJule » 29. Mai 2008 - 21:47


Fest steht, dass man verschiedene Depressionen unterscheiden sollte.

So zum Beispiel nach ihrer 'Ursache':

Es gibt Depressionen, die in einem Menschen verursacht werden durch negative Erlebnisse, Schockereignisse - zum Beispiel Vergewaltigung, Tod einer geliebten Person etc - hierbei kann die Person vorher der glücklichste, nicht-depressivste Mensch der Welt gewesen sein. Wenige Sekunden des absoluten Schmerz und Leides können ausreichen jemanden depressiv werden zu lassen.

Dann gibt es Depressionen, die durch ganze Lebensabschnitte entstehen. Hier wäre ein gutes Beispiel, wenn jemand wärend bestimmter Schuljahre gemobbt wird. Erneut kann die Person vorher sehr lebensfroh gewesen sein, sich aber nachher schwer psychisch angeschlagen fühlen. Anstatt eines kurzen extremen Ereignisses ist es hier das immer wieder kehrende kleine Übel, das die Depression auslöst.

Des weiteren wären da die Depressionen durch biologische Ursachen. Ganz häufig bei Schwangeren zu beobachten, oder auch bei Müttern kurz nach der Geburt. Hier sind es vor allem Hormone, die das Gefühlsleben runterziehen.

Am häufigsten sind wohl die Depressionen, die scheinbar keine Ursache haben. Wie sie entstehen? Naja - man weiss warum sie da sind. Meistens handelt es sich um einen Mangel des Stoffes Serotonin im Gehirn - warum dieser Mangel aber bei manchen Menschen eintrifft ist leider ungeklärt.

Depressionen können auch genetisch bedingt sein. (Wurde ja am Anfang schon mal angesprochen...)


Man kann Depressionen auch danach unterscheiden, wie sie sich auswirken. Die Beschreibung im ersten Beitrag (Eintrag) trifft nur auf manche Depressionen zu. In anderen Fällen kann es genau anders sein. Als Resultat der Depression entwickelt der Betroffene mitunter nämlich auch einen krankhaften Trieb 'weiter zu machen'. Man stürzt sich in die Arbeit, fängt x Hobbies an, fährt ständig weg, ist immer auf Achse...
Eine völlige Überdrehtheit, die im Grunde aber leider auf Schmerz zurückzuführen ist.

Wieder anders sind bipolare Depressionen. Hierbei wechseln die Gefühlsempfindungen meist mehrmonatlich von scheinbar sehr, sehr happy zu suicidgefährdet. Himmelhoch jauchzend zu tode betrübt sozusagen.

Eines ist aber allen Depressionen gemein: Sie sind schlimm für Betroffene und Angehörige, sie können Leben zerstören und vernichten.

Und leider gibt es nicht wirklich ein Heilmittel. Ärzte können helfen indem die Gründe geklärt und die Symptome gemindert werden. Aber 'heilen' kann sich ein depressiver Mensch (wenn überhaupt) nur selber. Obwohl auch das nicht ganz stimmt. Ein depressiver Körper kann sich helfen - durch die angemessene Menge an Serotonin - aber der Mensch kann seinen Körper leider nicht zwingen, nicht beeinflussen dies zu tun.
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Beitragvon Lucivar » 13. Jun 2008 - 22:39


Ans Thema Depression kratz ich lieber erst mal an, denn ich denke, das ist ein sehr grosses, wachsendes Gebiet,
darum befasse ich mich hier mal nur mit dem anfaenglichen und ausbaufaehigen Charakterisieren des Krankheitsbildes.

Zuerst einmal sollte man unterscheiden. Durch was wurde der Zustand ausgeloest? Gibt es ein Ereignis, einen Todesfall
oder dergleichen, welches das Launentief ausgeloest hat? Dann ist die Niedergeschlagenheit eine natuerliche Reaktion
unserer Gefuehlswelt. Zudem ist eine kleine Zeit, in der man sich von anderen zurueckzieht, um nachzudenken und
dergleichen, durchaus nuetzlich.Sie hilft, kommende Lebenskrisen zu meistern und unser Gehirn knuepft neue
Verbindungen, wir schoepfen neue Kreativitaet und fuehlen uns anschliessend erfrischt.

Haelt die Niedergeschlagenheit hingegen an, dann wird sie zur Krankheit. Man fuehlt sich ausgebrannt, gefangen,
leer und buchstaeblich am Ende. Man hat das Gefuehl der unendlichen Hilflosigkeit und die Ansicht, dass einem
niemand mehr helfen kann, man nichts mehr meistern kann etc. Kurz, es ist, als sei die Seele in einer eisernen, kalten
Umklammerung.
Menschen, die erblich zur Depression neigen haben hingegen eine Fehlanlage in der biochemischen Struktur
des Einzelnen. Richtig, denn wird Depression erst einmal zur ernsten Krankheit, dann schlaegt sich das auch
hormonell, sprich, koerperlich nieder. Ich will es nicht unnoetig verkomplizieren, der Koerper produziert ein an sich
entzuendungshemmendes Hormon, allerdings derart im Ueberfluss, dass es unser Immunsystem beeintraechtigt.
Weitere Hormone verhindern, dass Informationen gewohnt schnell von Nerv zu Nerv transportiert werden, es
stellt sich eine Unlust gegenueber Aktivitaeten ein, man wird unmotivert, traege, unfaehig zu aktiven Handlungen, man
verliert gleichzeitig Appetit und Interesse. Die Folgen kann sich jeder an der Hand abzaehlen. Ein weiterer Mangel an
einem gewissen Hormon fuehrt zu Schlafstoerungen, wir sehen nun, nachdem sich Koerper und Geist die Klinke in die
Hand gedrueckt haben finden wir uns vor einer ausgewachsenen Depression.

"Du magst Eis, du magst Eis, du liebst Eis, du kannst ohne Eis nicht leben, ohne Eis bist du hoffnungslos, deine Existenz ist sinnlos - ohne Eis. Ohne Eis bist du ein Scheiss."

Lucivar

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Eigene Definition: Depression

Beitragvon Svart-Vinter » 9. Nov 2008 - 17:35


Ich kann den letzten 2 Beiträgen nur bepflichten, sehr gut geschrieben!

Da jetzt der Winter mit großen Schritten naht, dachte ich, dass ich das Thema nochmal mit 2 weiteren Punkten in Sachen Definition aufrolle.

Depressive Menschen mögen die sogenannte "dunkle" Jahreszeit nicht.

Sie verbinden diese mit Einsamkeit und auch in ihrer Seele wird es wieder dunkler als noch im Sommer.
Im Winter wird aufgrund der wenigen Sonnenlichten Tage weniger von speziellen Botenstoffen im Gehirn produziert, was die Depression begünstigt.
Die Sonne und Wärme sorgt für die Ausschüttung bestimmter Vitamine usw.

Das kuriose aber ist, dass wenn der Frühling Einmarsch hält und das Leben draußen auf der Welt zum Neuen erwacht,
viele depressive Menschen keine Besserung spüren, da sie (wie in meinem ersten Posting geschrieben) neidisch sind auf die scheinbar glückliche Welt,
was sie wiederum erneut runterzieht.

Es drängt sich die Frage auf "Warum sind alle anderen glücklich, nur ich nicht?"

Das habe ich mal in einem Artikel zum Thema gelesen.


Viele Grüße.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
Svart-Vinter

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Eigene Definition: Depression

Beitragvon Mike » 10. Nov 2008 - 00:01


Also ich empfinde diese Zeit und die Auswirkungen derselben als angenehm.
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
Mike

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