Die innere Stimme

Forum: Philosophische Psychologie


Wie funktioniert die Psyche des Menschen? Was bestimmt unser Verhalten und unsere Handlungen?




Die innere Stimme

Beitragvon Svart-Vinter » 11. Mär 2009 - 08:28


Dem ein oder anderen ist es wahrscheinlich ein Begriff, vielleicht sogar ein guter Freund. . . Die innere Stimme.

Wer oder was ist sie? Ist sie der zweite Mensch in uns? Für was ist sie gut?
Ist diese Stimme ruhig oder eher genau im Gegenteil, gewinnt sie die Oberhand?


Viele Grüße.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
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Beitragvon Mike » 11. Mär 2009 - 18:57


Kommt drauf an, was du mit "innere Stimme" meinst? Meinst du damit die Gedanken, die du "im Kopf sprichst", ohne den Kehlkopf zu verwenden? Oder meinst du das Gefühl im Bauch, wenn etwas nicht stimmt, du aber nicht so wirklich weißt, was es ist?
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
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Beitragvon Iss » 11. Mär 2009 - 20:05


Also ich merke immer, dass das, was meine innere STimme sagt, meist richtig und zutreffend ist. Dann schalte ich aber irgendwie den "Verstand" mit ein und wenn ich dann danach handle, verblasst ersteres irgendwie und meist ist es dann die falsche Entscheidung, Antwort etc. Wenn ich das richtig verstehe.
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Beitragvon The_Sorrow » 19. Mär 2009 - 23:40


Meinst du damit vielleicht die Intuition oder vielleicht das Freudsche Über Ich das einen leitet.
Ich denke mal sowas passiert jedem mal, man handelt ohne bewusst darüber nachzudenken.
Ob es positiv oder negativ ist sei mal dahingestellt.
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Beitragvon Nibiru » 25. Mär 2009 - 21:13


Ich würde meinen Instinkt.
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Beitragvon Ategato » 26. Mär 2009 - 20:55


Ich sehe das ganze etwas kälter.

Die innere Stimme ist eher wie die Intuition, demzufolge also das Unterbewusstsein, welches meist die besseren Lösungen haben kann, als unser manueller Verstand.

Ich bin eher ein Verstandmensch, weshalb ich manchmal doof handeln könnte :P
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Beitragvon Lirias » 26. Mär 2009 - 22:43


Man kann das ganze auch anders betrachten.
In einem Text über emotionale Intelligenz kam auch etwas über die Innere Stimme vor.

Wir Menschen haben zwei Instanzen, welche auf eine Situation zu reagieren. Unsere angeborenen Instinkte, welche handeln ohne zu denken um uns zu schützen und unser rationaler Verstand.

Wenn wir Zeit haben über etwas nachzudenken, werden uns oft die Konsequenzen einer potentiellen Handlung bewusst. Anders die Intuition, sie trifft Entscheidungen viel schneller, da es um Leben und Tod gehen könnte.

Diese Intuition hat sich allerdings langsamer entwickelt als unser Verstand. Wir sind heutzutage in Stresssituationen, in denen uns körperlich nichts passieren kann. Dennoch greifen unsere Instinkte ein und handeln so wie vor tausenden von Jahren, als jede falsche Entscheidung den Tod bedeuten konnte.
Es ist also möglich, dass zukünftige Generationen weniger auf ihre "Innere Stimme" hören und rationaler handeln, da sich diese Instinkte zurückentwickeln.
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Beitragvon Ategato » 17. Apr 2009 - 17:52


Lirias, das ist ja mal endlich eine plausible Erklärung für meine dytopischen Vorstellungen.
Danke :)
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Re: Die innere Stimme

Beitragvon Lucivar » 7. Feb 2010 - 12:52


Ich glaube, die "innere Stimme" ist durchaus sehr wichtig. Ich bin auch eher ein denkender Mensch, was nicht heißen soll, dass ich schlauer bin, aber, dass ich mir oft Entscheidungen mit Gedanken unnötig in die Länge ziehe.

Trotzdem ist meine innere Stimme - die aber keine Stimme ist xD - immer mit dabei. Es ist eher so ein "Bauchgefühl", dass mir sagt/zeigt, dass ich etwas nicht ganz richtig mache. Oft nehme ich das auch an und handle aber trotzdem anders. Besonders bei menschlicher Interaktion. Das Vorausahnen macht traurig, aber die Handlung wird trotzdem gemacht.

Ich glaube, dass das Bauchgefühl tatsächlich zurueck geht. Aber...werden Kinder es nicht trotzdem immer einsetzen? Zumindest die Jüngeren...

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Re: Die innere Stimme

Beitragvon Ategato » 5. Apr 2010 - 00:01


Lucivar hat geschrieben:Ich glaube, dass das Bauchgefühl tatsächlich zurueck geht. Aber...werden Kinder es nicht trotzdem immer einsetzen? Zumindest die Jüngeren...


Ich finde, das ist ein gutes Argument dafür, dass Instinkte im gewissen Maße immer vorhanden sein müssen. Anhand Burn-Out-Erkrankter sieht man ja, was passiert, wenn der Verstand überstrapaziert wird.
Mittlerweile betrachte ich die innere Stimme mehr als naturalistisches Phänomen, dessen Benutzung uns noch erlaubt, lebendige Menschen genannt zu werden.
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